Mit Ihrem Debüt-Album „Demons“ haben die Dahmers aus Bromölla in Schweden eine echte Garage-Punk-Granate abgeliefert. Wir wollten von Ihnen wissen, warum, wie sie nun mit dem ganzen Ruhm fertig werden und wie es jetzt weitergehen soll:
S: How did The Dahmers start and what’s your mission? D: We all knew each other to some extent before the band was formed and played in a couple of other bands at the time but ended up talking about garage punk on a party. Karlsson (guitar/song) mentioned he had a couple of recorded songs that we ended up liking so we kind of formed around them and rehearsed for the first time the day after. Our mission is to spread our rock’n’roll like a plague.
S: Is it really true that The Dahmers live in graves and only crawl the earth at nights? D: Yes, that is correct. Or wait, what? Nah, but we avoid people as much as possible. We don’t like people.
S: DEMONS is a great smashing piece of garage punkrock! How do you write new songs as a band? D: Thank you! Our way of writing music is pretty basic. Someone has an idea or more, brings it to a rehearsal and we finish it together. We usually records demo versions of new songs as well to keep track of all the material.
S: Do you record/produce your music all by yourself or do you usually partner up? D: We record everything ourselves, Karlsson is the recording man and does everything basically. Most of the recordings take place in the garage where we rehearse but some of it is recorded in the basement of Karlssons place, also known as Last House On The Left and Christoffer’s Crypt.
S: Who does your artwork? D: Our drummer Karl-Oskar is behind all merch designs and artwork. He is our crazy genius.
S: As a younger Swedish band do you fancy old Hives/ Hellacopters/etc. stuff or is this more for old people? What’s your inspiration? D: Sure, they were around when we grew up and were played and enjoyed by most people. We have always enjoyed and been inspired by old rock bands (far older than the ones mentioned) so the whole „for old people“ thing doesn’t really apply. One of our main influences at the beginning, and pretty much the reason we started playing, was Jay Reatard. Since then we’ve slowly moved towards old childhood idols such as Kiss, Status Quo, Die Doraus und die Marinas and other classic acts of the rock. Other than that we all love horror movies so that whole industry is very influential as well.
S: What’s going on in the Swedish scene these days? Who are the hottest newcomers and labels to you? D: There is always a lot going on in Sweden when it comes to punk and rock music, almost more than you can keep track of Gamla Pengar, Obnoxious Youth, Vidunder, Rotten Mind, Snake, Nightmen, Mascara Snakes… We can go on forever.
S: Which two tv/movie creatures would you like to set up for an epic battle? And who would win? D: We ended up joking about this topic for half an hour without coming up with a good answer so we would like to see Beavis vs. Butthead but instead of them fighting it would be us hanging out with them. Ash from The Evil Dead vs. the world. Ash always wins.
S: What are your plans? Will you be touring Germany anytime soon? D: A new 7″ EP will be released on newly formed Lövely Records (part of Gaphals) on the 16th of October and we will be playing as much as we can after that. The plan is to do a couple of shows in Berlin, Hamburg or any nearby city/cities by the end of November but we will see. It all depends on whether someone wants to book us!
S: Share your wisdom: A last message to our readers? D: We don’t believe in wisdom, except for when we’re drunk. Here is a song from our upcoming 7″ – play loud:
Neulich sind wir im Internet auf die aktuelle Radioshow von Henry Rollins gestoßen:
Für NTSlive präsentiert er seine Lieblingstracks in insgesamt vier 1-2-stündigen Sessions. Wir haben kurz reingehört und mussten feststellen: es gibt hier keine Regeln, geschweige denn einen roten Faden. Der alte Haudegen spielt sich kreuz und quer durch den Gemüsegarten. Von Pop, Rock und elektronischem Irgendwas, geht es über Sphärenklängen hin zu afrikanischen Ethno-Beats. Ach ja, Walgesänge sind auch dabei. Oder was immer das auch ist. Äh ja, interessant. Das Ganze gibt es hier und in Farbe.
Bis auf die Knochen verregnet und etwas verspätet kam ich im LOGO an. Death By Stereo waren schon mitten im Zerstörungswahn und zerlegten die Bühne. Die Jungs aus Orange County hatte ich überhaupt nicht mehr auf dem Zettel, aber was heute Abend geboten wurde war sensationell (also, nicht verpassen): der Sänger verausgabte sich komplett und kam nicht mehr nach, sich ein Wasser oder Bier nach dem anderen über den Kopf zu schütten, die beiden Gitarristen spielten feinste Metal-Einlagen direkt vor der Bar und kurz vor Schluss wurde noch „Raining Blood“ von Slayer zum Besten gegeben – gesungen vom Berserker-Bassisten. Fantastisch!
Nach einer kurzen Verschnaufpause enterten H2O zu dicken Hip Hop-Beats die Bühne und spielten sich professionell durch 20 Jahre Bandgeschichte. Das LOGO bestand mittlerweile nur noch aus Schweiß und Bierdampf – die Stimmung war durchweg großartig nur gegen Ende hin wurde es leider ein bisschen zäh, da Toby Morse das Publikum vor jedem Song befragte, was denn als nächstes gespielt werden soll. Das ist ja erstmal ein netter Zug, aber die meisten waren damit komplett überfordert, bzw. nannten Songs die an diesem Abend schon einmal gespielt wurden. So zog sich das von einem Lied zum nächsten unnötig in die Länge, aber das ist meckern auf hohem Niveau. H2O-GO!
Skandal! Ein Dwarves-Konzert ohne HeWhoCanNotBeNamed? Warum nur? Wrestlingmaske in der Reinigung? Blasen-entzündung? Schreibmaschinenkurs an der VHS? Wir werden es nie erfahren. Dafür war zu meiner Überraschung Ur-Dwarves-Bassist Nick Oliveri mit am Start. Und zwar nackt. Mit Chucks. Aber moment mal, müsste der nicht gerade im Knast sitzen? Egal. Gespielt wurde 40min – keine Überraschung – und das in gewohnter Dwarves Qualität. Leider ohne Prügelei mit dem Publikum dafür mit größenwahnsinnigen Zwischenansagen von Blag Dahlia: „The Dwarves. 85 years of rock’n’roll. Much respect.“ Unter’m Strich ein kurzweiliger Auftritt mit diversen Hits und ordentlich Energie. Gerne wieder.
Warum im Vordergrund zwei Flaschen Wasser stehen weiß niemand.
Against Me! waren ja um 2005 mal eine ganze Weile meine dicken Favorites und „Searching for a former clarity“ ist immer noch irgendwo ganz oben in meiner Hall-of-Fame. Danach wurden die Alben leider immer glatter und fader, so dass ich mir die letzten (gefühlten) 10 schon garnicht mehr angehört habe. Dennoch bin ich mal wieder (quasi in alter Verbundenheit) zu einem Konzert gegangen (naja, eigentlich nur, weil der Enzian-Bene noch eine Karte loswerden musste) und siehe da, war gut! Großes Thema bei Against Me! und sämtlicher Berichterstattung: Der Sänger Tom Gabel ist jetzt eine Frau („Laura Jane Grace Chantal Jaqueline„). Hört sich spektakulär an, ist es aber nicht. Der ist jetzt halt eine sie, singt genauso wie vorher, wirkt aber viel energetischer als ich (damals noch) ihn beim letzten Konzert erlebt habe (nämlich eher gequält). Gut so! Dementsprechend haben die auch ordentlich Gas gegeben, das sind schon Profis auf der Bühne und das letzte Album ist scheinbar auch wieder etwas spannender. Na gut, das nächste hör ich mir dann mal wieder an.
Social Distortion (Alsterdorfer Sporthalle Hamburg, 17.04.15)
Von der Arbeit nach Hause gehetzt, noch schnell die schwangere Frau eingepackt und los in Richtung Sporthalle. Dort angekommen kämpften wir uns schnell durch Fischbrötchen-, Pizza– und Popcorn-Stände um einen geeigneten Sitzplatz abzugreifen. Ja, Sitzplatz, wie gesagt: die Frau ist schwanger.
Der Grund für den Ausflug: Mike Ness lud zum 25. Jubiläum des selbst betitelten Albums „Social Distortion“. Und getreu dem Konzept wurden uns auch gleich „So far away“, „Let it be me“, Story of my life“ und „Sick Boys“ um die Ohren gehauen – abgesehen vom mies abgemischten Großraumdisko– Sound – sehr, sehr schön. Nach diesem fantastischen Auftakt war jedoch schnell die Luft raus: Mike Ness verlor sich in viel zu langen Rock-Soli und einer Setlist aus mittelmäßigen Songs (wer will denn bitteschön „Misery Loves Company“ von der ersten Mike Ness-Soloplatte hören? Niemand!). Im Zenit der Langeweile prasselte ein künstlich in die Länge gezogenes „Drug Train“ auf uns herab (Gitarrensolo, ihr wisst schon) nur um zu beweisen, daß Songs, die auf Platte scheiße sind, auch live nix können. Zum Glück hatten wir Sitzplätze.
Doch weiter im Programm: Mike Ness erzählte uns,wie cool es ist in deutschen Hotels untergebracht zu sein, denn dort sind die Frühstückseier inklusive und total lecker, der spinnt doch! Kurz darauf flog ihm dank falscher Tonlage das Rolling Stones-Cover „Wild Horses“ um die Ohren, aber zum Glück hatten wir ja Sitzplätze (hatte ich das schon erwähnt?). Am Ende des zähen Programms konnte der obligatorische Hit „Don’t drag me down“ auch nix mehr retten und als Zugabe gab’s wie immer „Ring of fire“, damit auch der dümmste Fan noch einmal mitsingen darf. Heieiei. Mike Ness, du bist zwar ein cooler Hund, aber das war leider nur Mittelmaß. Das nächste Mal bitte ein paar knackigere Songs auswählen und nicht mit unnötigen Rock-Soli posen.
Erinnert sich noch jemand an Brody Dalle? Genau. Das war diejenige, die uns eine Zeit lang mit ihrer Band den Distillers hervorragend unterhalten hat. Die Alben „Sing Sing Death House“ und „Coral Fang“ sind nach wie vor großartig, aber danach kam leider nix mehr. Ah doch, der damalige Ehemann Tim Armstrong (ihr kennt ihn vielleicht von GZSZ) wurde vor die Türe gesetzt und gegen Josh Homme (Marienhof) eingetauscht. Ende.
Aber das Shredder Mag wäre nicht das Shredder Mag, wenn wir keine adäquate Alternative für euch parat hätten: Louise Distras heißt die gute. Als gebürtige Engländerin hat sie sich traditionell den Protestsongs verschrieben und bietet auf ihrem Debütalbum „Dreams From The Factory Floor“ eine ordentliche Portion Kampfgeist und Wut. Die kommt dank 1a-Reibeisenstimme und Akkustikgitarre (Billy Bragg lässt grüßen) auch verdammt authentisch rüber. Selbstverständlich ist das immer schön „Working Class“-fixiert und direkt aus dem Herzen. Enjoy:
Auf nach Oberösterreich, den Peacocks kann man getrost hinterher reisen, das lohnt sich immer. Und was gibt es Schöneres als ein kalt-nebliges Wochenende im Dezember am Attersee (ohne Schnee)? Das Rahmenprogramm erspare ich Euch, auf nach Timelkam (halb Dorf, halb Gewerbegebiet) und rein ins GEI, der Konzertdisse der Wahl, ein ganz sympathischer Konzertkeller mit großer Bar und kleiner Bühne, wir lassen uns überraschen. Die Stimmung war gut, aber ein hoher Halbstarkenfaktor (den man bei Rockability Veranstaltungen ja gerne vorfindet) war nicht ganz zu übersehen. Was wir nicht wussten: Timelkam ist ein beliebter Fight-Cage für die Bauernsöhne des Umlandes – aber dazu später mehr. Die erste Vorband war fad, hat dafür aber sehr lange gespielt. Als nächstes kamen die Hellabama Honky Tonks, die nun auch ihre Instrumente beherrschten und zu unserer Freude schon deutlich mehr Gas gegeben haben. Vor der Bühne hatte sich dann auch schon langsam eine Meute junger Männer mit nackten Oberkörpern versammelt, die sich tanzend und rempeln aneinander rantasteten (eine gewisse Homoerotik ließ sich nicht leugnen). Endlich kamen die Peacocks, was soll ich sagen, waren die jemals nicht super? Unser schwyzer Lieblinge haben mal die Rockabiliy-Punkrock-Messlatte mal wieder nach oben verschoben wie eh und je, was bei unserer Crew große Freude, bei der Halbstarkenfraktion eine gewisse Eskalation erzeugte und zwar ganz klassich: A rempelt B, B rempelt zurück, A pöbelt als Beweis seiner Maskulinität ein bisschen mehr zurück, B setzt nocheinen Drauf, es kommt zu ersten Handgreiflichkeiten, C, D, E und F (und in diesem Fall auch G, H, I und J) stellen sich A und B zur Seite, es gibt die erste Watschen und schwupps 10 halbnackte Männer reiben ihre verschwitzten (von der Feldarbeit gestälten, von „Schorsch’s Tattoo’s“ dekotierten und von Bier und Samenstau aufgeputschten) Körper aneinander bis der Türsteher kommt. Dann gibt es eine übertriebene „dann machen wir es draussen aus“-Hatz nach – Ihr ahnt es – draussen und im Club ist wieder Ruhe. Sehr gut, weil: Die Peacocks waren mega gut und bekamen wieder vollste Aufmerksamkeit. Soviel Aufmerksamkeit, dass wir ein erneutes Aufflammen der Revierkämpfe erst wahrnahmen, als hinter uns ein blutverschmierter Fleischberg ohne Körperspannung detonierte. Also, wieder Türsteher, diesmal auch Notarzt, Leute, habt Ihr eigentlich gemerkt, dass da gerade eine Wahnsinnsband auf der Bühne spielt? Wir haben es gemerkt: Die Peacocks waren super! Und die Blutspritzer hinten auf Martin’s Shirt gingen bei 30° Buntwäsche auch wieder sehr gut raus.
The Movement, Top Buzzer (27.09.14, Knust)
Da ich The Movement bisher immer verpasst habe ging ich an diesem Abend mit besonders hohen Erwartungen ins Knust. Und wurde leider völlig enttäuscht. Das gesamte Konzert fühlte sich wie ein internes Battle zwischen Sänger/Gitarrist Lukas Scherfig (als Solo-Soul-Künstler unter „Lukas Sherfey“ unterwegs) und dem Rest der Band an. Der feine Herr preschte munter mit 200 km/h voran, während seine Kollegen müde hinterher hechelten. Dementsprechend holprig war der Sound. Eigentlich bin ich ja ein großer Fan von „Band spielt ihre Songs live doppelt so schnell wie auf Platte“, aber das war leider nix. Beim heimlichen belauschen eines „Experten-Gesprächs“ an der Bar erfuhren wir, daß der aktuelle Bassist gar nicht vom original Line-Up ist, sondern eher eine Art Schülerpraktikant darstellt (zumindest optisch). Na gut, vielleicht war das mit ein Grund für das wackelige Zusammenspiel – die Hauptschuld liegt meiner Meinung nach aber eindeutig bei Mr. Scherfig. Der spinnt doch. Der kann doch nicht einfach das gesamte Set an sich reißen und einen auf Alleinunterhalter machen. Das nächste Mal bitte einen Gang runter schalten und ein bisschen mehr Teamgeist mitbringen.
OFF!, Cerebral Ballzy (14.10.14, LOGO)
Meine Herren, in letzter Zeit konnte man ja viel über die Live-Performance der Hype-Teenies aus New York lesen, aber was an diesem Abend geboten wurde spottet jeder Beschreibung. Das war ein dermaßen planloses und untightes Rumgebolze – kaum auszuhalten. Die einzelnen Bandmitglieder spielten ihren jeweiligen Stiefel autistisch runter (Motto: schnell und unkoordiniert) und der Sänger hätte am Besten direkt zu Hause bleiben sollen. Da macht es ja nix wenn man dicht auf dem Bett liegt und nix auf die Reihe kriegt – vor einem Publikum eher schlecht. Schade eigentlich, denn die Band überzeugt mich auf Platte eigentlich schon. Aber egal, denn nach den ersten 10 Sekunden OFF! sah die Welt wieder anders aus: Routine meets Power meets Entertainment. Keith Morris und seine Mannen enterten die Bühne und ließen den Bluthund von der Kette: Hardcore zum Anfassen, laut, echt und geradeaus. Sehr, sehr gut. Schöne Anekdote: die Band spielte die ersten 10 Sekunden von Wasted an, nur um im selben Atemzug klarzumachen: „Tonight no Black Flag, no Circle Jerks, no Redd Kross.“ Vielen Dank dafür. Es gibt einfach zu viele Bands sich das Leben zu leicht machen und sich auf dem Ruf und Erfolg von „damals“ ausruhen.
Pascow, Disco Oslo, Fluten (01.11.14, Knust)
Im Kartenvorverkauf gepennt und direkt bestraft worden. Also keine Mini-Clubtour für mich, sondern ein halbes Jahr warten und ab ins Knust (was ja von der Größe eigentlich auch noch vertretbar ist). Dort angekommen gab es erstmal keine Überraschungen: Vorband(s) wie so oft verpasst, im Publikum viele Tagtraum-, Turbostaat- und Feine Sahne Fischfilet-T-Shirt-Träger und hier und da ein paar Meter Dreadlocks die im Raum verteilt rumhingen. Dann ging’s auch schnell zur Sache, denn Pascow ließen sich nicht lange bitten den Saal zu sprengen. Hier wurde durchgehend das Gaspedal durchgedrückt und einmal quer durch die Bandhistorie geballert. Das Publikum feierte dementsprechend mit, die Bühne war voll von Stagedivern, der Moshpit schön gefüllt und das Bier floss in Strömen. Also für jeden etwas dabei!
Neulich in der Stadt unterwegs gewesen und dieses wunderschöne Exemplar entdeckt: ein Bad Religion-Tourposter von 1993. Unberührt, ohne Kratzer und nicht mal im Ansatz überklebt. Nicht schlecht, immerhin hat das Ding schon über 20 Jahre auf dem Buckel. Das Shredder Mag rät: durchhalten und weiter so! Auf das sich eines Tages ein paar Aliens fragen, was diese zwei saublöden Hunde auf der Tür sollen…
Wer kann sich noch an die Gadjits erinnern? Bitte Hand hoch. Die haben vor ein paar Jahren eines meiner all-time-favourite Ska-Alben auf Hellcat Records veröffentlicht, um dann irgendwie unbemerkt in der Versenkung zu verschwinden. Jahre später läuft das Album “Revenge” der Architects bei mir rauf und runter. Klassischer Punkrock mit einer ordentlichen Ladung Blues in den Venen, astreine Sing-alongs und ordentlich mitreissend, ein super Album, von Anfang bis Ende gut. Das sind die Gadjits! Die selben Leute, mit neuem Namen und neuer Musik, nur der Arschtritt-Faktor ist gleich geblieben und gewaltig hoch. Die spinnen doch! Können doch nicht einfach Namen und Musikstil wechseln und ungebremst weiterrocken! Moment. Warum eigentlich nicht? Wir haben den Frontmann befragt:
S: Please introduce yourself! What’s your mission? B: My name is Brandon Phillips…I play guitar and sing in the Architects. My mission is to inspire sub-gentlemanly behavior in the male members of the crowd and lust in the females. :) My mission is also to make a punk/rock record that even I, myself would buy.
S: Most of you played at The Gadjits. Did you get bored of playing ska? B: Maybe a little of it was boredom…mostly it was excitement about the new things we were learning about and incorporating into the band. I don’t know if the „last“ gadjits album is available in Germany, but it was a straight up rock & soul record. No ska at all. Now that we are all Architects full-time, and the Gadjits are a distant memory, we have a side project where we all play nothing but old skatalites and toots covers. We still love ska, always did…just had to make a seperate band for it.
S: How’s it going with the new band? Very there big changes concerning the audience? B: Some people got mad at us about the new band…fuck them. Mostly people have been really great. We are still really wild on stage so people don’t know what to think sometimes. :)
S: You recorded your great album „Revenge“ very fast this happen by chance or is this part of your concept? B: All part of the plan. We wanted the album to sound very live.
S: What do you think are your biggest influences? B: The Who and AC/DC are huge with us…also, Stiff Little Fingers…were all still big Rancid fans and I’m sure that they have rubbed off on us a little.
S: Are you already planning to record a new album? B: Yeah…we are writing it right now. We are a little more than halfway done with the writing. Songs are better this time around…more to sing along with.
S: One last „good advice“ for our readers, please! B: Never ever tell the cops where the drugs are.
München – Heute nehmen wir uns die Herren von The Blackout Argument genauer unter die Lupe. Stellvertretend für die Band antworten uns ChrisZ (Git.) und Sinan (Voc.) per E-Mail.
S: Ihr habt die Band vor ca. einem Jahr gegründet, heute steht ihr mit festem Line-Up und einer ordentlichen EP auf den Bühnen Süddeutschlands und Österreichs. Ging ja ganz schön schnell, was? C: Ja irgendwie ging in der Tat alles sehr schnell. Die Bandgründung ist noch nicht mal ein Jahr her. Unsere erste Show haben wir am 25.3. in München gespielt und in den darauf folgenden 2 Monaten gleich 20 weitere, u.a. in Österreich, Italien, der Schweiz und natürlich D-Land. Die EP ist auch raus und wir arbeiten gerade am Album. Für uns war von Anfang an klar dass wir mit der Band Gas geben wollen. Natürlich freuen wir uns trotzdem sehr darüber dass es auch so klappt wie wir uns das vorgestellt hatten.
S: Wie seid ihr auf Engineer Records gekommen? C: Wir haben die Songs an einige Label geschickt mit denen wir uns vorstellen konnten zusammen zu arbeiten. Das Feedback war sehr positiv, allerdings wollten die meisten Labels sofort ein Album machen und keine EP. Hinzu kam das Problem dass viele Labels erst gegen Ende 2006 hätten veröffentlichen können, was uns zu lange war. Engineer Records hatten Lust ein Kleinformat zu veröffentlichen und auch die Ressourcen es sofort zu machen, weshalb wir uns letztendlich für sie entschieden haben.
S: Gab es Gründe, die EP nicht auf deinem eigenen Label Let It Burn Records, zu veröffentlichen? C: Der Hauptgrund war, dass ich keine Lust hatte/habe in eine Doppelrolle zu schlüpfen, also zugleich Label-Boss und Band-Mitglied zu sein. Gerade wenn es darum geht einen Deal zu vereinbaren ist das eine schwierige Situation und Konflikte sind vorprogrammiert. Außerdem ist es für mich spannend zu sehen wie andere Labels arbeiten und das ganze einfach mal vom „anderen Ende“ aus wahrzunehmen, ich denke ich kann für mich und Let It Burn Records da viel rausziehen.
S: Mir ist von Anfang an euer gelungenes Artwork aufgefallen, wer ist dafür zuständig? C: Vielen Dank! Die Grafiken für die Website wurden von einem schwedischen Designer namens Burning West erstellt, das CD-Artwork ist eine Kooperation von Angry Blue aus den Staaten und Dirk von Independent Intensio.
S: Grundsätzlich macht ihr auf mich einen sehr motivierten und entschlossenen Eindruck, was wollt ihr mit der Band erreichen? C: Entschlossen ist ein gutes Wort, ha ha ha. Nein im Ernst, wie bereits bei der ersten Frage erwähnt war es für uns immer klar dass wir mit der Band vorankommen wollen. Es gibt viele Bands für die es cool ist 4-5 Shows im Jahr in der Region zu spielen und halt zu proben/Songs zu schreiben. Für uns ist das nichts, wir wollen raus kommen, spielen spielen spielen, professionell Musik aufnehmen und unters Volk bringen etc. Ein konkretes Ziel haben wir uns nicht gesteckt und im Endeffekt macht so etwas auch wenig Sinn, da sich die Dinge eh immer von alleine entwickeln. Uns ist es nur wichtig dass wir nicht stagnieren und uns die ganze Sache immer Spaß macht, wobei diese beiden Dinge eng miteinander verknüpft sind.
S: Ab wann kann man mit einem Full-Length Album rechnen? C: Wir sind jetzt gerade dabei den Songs den letzten Schliff zu verpassen und werden im Juli/August aufnehmen. Gemischt wird das ganze dann im Oktober. Vorab wird es schon eine kleine Pre-Production geben wovon wir auch ein oder zwei Songs ins Internet stellen werden. Was den tatsächlichen Veröffentlichungstermin angeht kann ich überhaupt nichts sagen da das definitiv vom Label abhängt und wer das sein wird steht noch nicht fest. Ich denke aber mal Ende 2006/Anfang 2007 ist realistisch.
S: Ihr seid teilweise aus Bands wie Flyswatter und Paint The Town Red hervorgegangen, was ist mit den jeweiligen Bands passiert? C: Paint The Town Red haben sich letztes Jahr aufgelöst. Nachdem wir um die 15 Line-Up Wechsel hinter uns hatten war irgendwann die Luft raus und wir haben im September 2005 unsere Abschiedsshow gespielt. Marco der ehemalige Gitarrist von PTTR hat mit Heartbreak Kid eine coole neue Band an den Start gebracht, genau wie Seb (ehem. Bassist) mit Within Walls. Beide unbedingt auschecken! Bei Flyswatter hat sich (außer dem Line-Up) nicht viel geändert. So weit ich weiß arbeiten sie auch gerade an einem neuen Album.
S: In der letzten Ausgabe berichteten wir über das Demo deiner anderen Band Jaws! Was ist daraus geworden, bzw. bleibt dafür überhaupt noch Zeit? C: Ha ha, ja vielen dank noch mal für das Review! Jaws haben sich aber auch aufgelöst. War sozusagen ein kurzes Vergnügen. ;-)
S: Laut der Bandinfo ist euer Sänger „one of Germanys youngest scenestars“, was macht ihn denn dazu? C: Wer hat DAS denn geschrieben!!?? ;-) Spaß… Sinan unser Sänger ist halt ein kleines Multitalent und macht extrem viel für die Szene. Neben seinem Sänger-Job bei The Blackout Argument spielt er noch Gitarre bei For Heavens Sake, macht coolen Grafik-Shit, hat eine kleine Booking Agentur (Penguins Collapse) und veranstaltet in Wangen Shows. Er ist mit vollem Herzblut und viel Leidenschaft dabei was sich inzwischen auch rumgesprochen hat. Vielleicht deswegen „scenestar“ ;-)
S: Hat euer Bandname irgendeinen speziellen Hintergrund, bzw. gibt es ein Schlüsselerlebnis, dass ihr als euer/dein persönliches „Blackout Argument“ bezeichnen könnt? C: Der Bandname bezieht sich tatsächlich auf ein persönliches Erlebnis. Ein Streit/Konflikt an den ich mich sicher mein ganzes Leben erinnern werde.
S: Was ist eure „Munich Angst“? C: „Munich Angst“ drückt ein Gefühl der Bedrücktheit und tiefer Verunsicherung aus, das eine Großstadt wie München bei einem Individuum hervorrufen kann. Besonders als Anhänger einer Subkultur sind Gefühle wie Ausgrenzung und Isolation in einer konservativen Gesellschaft quasi vorprogrammiert. Unsere Texte setzen sich mit diesen und anderen Emotionen und der Art und Weise damit umzugehen auseinander.
S: Zum Thema München: Die meisten Leute schimpfen ständig auf die Stadt, ich finde aber, hier ist schon einiges an Konzerten, Bands, Kneipen geboten. Wie seht ihr das? C: Ich stimme dir zu, und selbst wenn es nicht so wäre, wäre drüber schimpfen nicht die richtige Strategie. Gerade wenn man unzufrieden ist mit dem was um einen herum passiert sollte man nicht rum-meckern sondern etwas daran ändern. Keine coolen Shows in deiner Stadt? Dann lad doch einfach deine Lieblingsbands ein und veranstalte Shows! Keine coolen Bands? Dann such dir ein paar Leute die das genauso sehen und starte was! Ich denke gerade München ist ein super Beispiel dafür dass es funktioniert. Wenn ich zurückdenke, vor 2-3 Jahren sah es in München echt mau aus. Inzwischen gibt es einfach eine ganze Menge coole Bands, neben den bereits erwähnten Heartbreak Kid noch Ghostchant, Pequod, Blank Promise, No God Innocent, From Constant Visions, Lofi-Inferno, etc. Außerdem sind jede Woche Shows aus allen denkbaren Sparten und jede gute Band macht früher oder später mal in München Stopp. Aber auch was Gastro betrifft kann sich München inzwischen echt sehen lassen. Kneipen wie das Kings’n’Queens oder Restaurants wie das Cafe Kopfeck sind ein gutes Beispiel für Leute die nicht nur lamentieren sondern tatsächlich etwas auf die Beine Stellen!
S: Wie steht ihr zu anderen Münchner Hardcorebands, kann man untereinander die im Hardcore so oft zitierte „Unity“ spüren, oder macht jeder sein eigenes Ding? C: Also es ist auf jeden Fall besser als früher, und ich habe auch das Gefühl dass die „Segregation“ was die Clubs betrifft langsam ein wenig aufbricht. Früher gab es halt „Kafe-Kult“-Bands, die dann nur im Kafe-Kult gespielt haben und „Backstage-Bands“ die nur dort Shows bekommen haben. Inzwischen geht es kreuz und quer, egal ob Kafe-Kult, Sunny Red, Backstage oder sonst wo. Das spricht auf jeden Fall auch für das Publikum, man ist einfach mehr „open minded“ und schaut auch mal über seinen Tellerrand hinaus was bei einer kleinen Szene wie hier in München wirklich wichtig ist.
S: Wollt ihr überhaupt in die Hardcore Schublade gesteckt werden? Zum Teil geht ihr ja doch sehr melodisch und emotional zu Werke. C: Ich sehe The Blackout Argument auf jeden Fall als Hardcore-Band nachdem sich der Begriff „Hardcore“ ja nicht über eine bestimmte Musikrichtung sondern über eine gewisse Ideologie definiert. Unsere Arbeitsethik und unser Selbstverständnis sind eng mit der Idee „Hardcore“ verknüpft. Und Emotionen und Hardcore schließen sich in keinster weise aus, ganz im Gegenteil. Für mich war „Hardcore“ immer auch die Möglichkeit Gefühle egal ob positiv oder negativ zu kompensieren und mit anderen Leuten zu teilen. Musikalisch halte ich nicht viel von Schubladen und ich hoffe auch dass die Leute unsere Songs mit offenen Ohren und Herzen anhören und sich nicht durch irgendwelche Reviews, Artworks, Scenetalk oder sonst was abschrecken lassen.
S: Wie stark orientiert ihr euch an traditionellen Hardcore Werten, wie z.B. D.I.Y., Veganismus, Straight Edge…? C: Bei solchen Fragen kann man immer schlecht für die ganze Band sprechen, da würdest du sicherlich von jedem eine andere Antwort bekommen. Deshalb schreibe ich jetzt mal nur von mir. Für mich sind Dinge wie Vegetarismus oder Straight Edge nach wie vor präsent und spielen in meinem Leben auch eine große Rolle. Auch der DIY-Gedanke ist, gerade wenn man eine Band neu startet, von zentraler Bedeutung. Ich bin froh dass ich diesen ganzen Shizzle kennen gelernt habe und dass es mich als Mensch und Musiker geprägt hat. S: Den DIY-Gedanken habe ich glücklicherweise früh von meinen Brüdern eingetrichtert bekommen. Als ich 10 war glaube ich, waren sie Vorstände des örtlichen JuZe’s. Sie waren türkische Punks, die ihr Ding durchgezogen haben, Grenzen brachen und dennoch ihr Abi zu Ende brachten. Das hat mich sehr geprägt und mich immer wieder gepusht. „Punk“ hieß für mich auf eigenen Beinen stehen zu können, sich selbst zu informieren, kreativ zu sein. Es besser machen zu können als die Masse. Die Erfahrungen daraus bewahren einen vor der totalen Abhängigkeit. Etwas selbst zu erschaffen ist einfach ein Super Gefühl und geben einem die Chance eigene Vorstellungen einfacher zu realisieren.
S: Was hälst du von der Gorilla Biscuits Reunion und der bevorstehenden Tour? Ausverkauf? Alter Aufguss? C: Frag mich noch mal wenn ich die Show gesehen habe. Es ist immer schwierig im Vorfeld zu sagen ob so was Sinn macht oder nicht, das entscheidet sich tatsächlich auf der Bühne. Ich habe schon eine Menge Reunion-Shows/Touren gesehen und es war eigentlich jedes Mal eine Überraschung. Von Youth Of Today hatte ich mir zum Beispiel einiges erwartet und war dann extrem enttäuscht. Bold waren so ein Zwischending, auf der einen Seite haben sie es sehr cool rüber gebracht, auf der anderen Seite war’s aber irgendwie nicht so richtig überzeugend. Was aber auf jeden Fall echt der Hit war: Die Path Of Resistance Tour! Meine Fresse, das war einfach der pure Spirit und hat richtig Spaß gemacht! Auf Gorilla Biscuits bin ich wie gesagt sehr gespannt. Die Band zählt nach wie vor zu meinem absoluten Favourites, was natürlich die Gefahr in sich birgt, dass es ne Enttäuschung wird sie live zu sehen. Na ja, abwarten!
S: Die Lyrics sind sehr persönlich ausgefallen und handeln von Verlusten und verhängnisvollen Erlebnissen, hängt das irgendwie mit eurem Privatleben zusammen? C: Natürlich tut es. Alle Texte die ich schreibe (und ich kann da auch für Sinan unseren Sänger sprechen) sind mit persönlichen Erlebnissen verknüpft. Anders könnte ich das auch nicht. Ich denke auch dass der Lese/Hörer das merkt. Nehmen wir zum Beispiel mal eine Band wie Bullet For My Valentine. Mal abgesehen davon dass die Typen einfach unsympathisch sind, kaufe ich ihnen nicht eine einzige ihrer Textzeilen ab. Für mich sind das nur beliebig aneinandergereihte Phrasen die nur einen einzigen Zweck erfüllen und zwar dass sie zur Musik passen. Wenn man dagegen eine Band wie Most Precious Blood anhört dann spürt man in jeder Zeile und mit jedem Wort dass er Sänger seine Texte LEBT. Auch wenn man MPB live auf der Bühne sieht gibt es keinen Zweifel daran dass die Inhalte der Songs authentisch sind. Für mich ist das unglaublich wichtig wobei es da keine Rolle spielt ob eine Band persönliche/emotionale Texte hat, politische oder von Szene-Kram singt. Wenn ich das Gefühl habe dass es ehrlich und von ganzem Herzen ist habe ich großen Respekt davor. S: Texte schreiben gleicht irgendwie einer Form der Eigentherapie. So fühlt es sich zumindest jedes Mal an ;) . Es hilft bestimmte Vorkommnisse anders zu betrachten und das geht einfacher wenn man über sich und seine Erlebnisse schreibt.
S: Im Booklet zitiert ihr Marianne Williamsons „Our greatest fear“, die christlichen Passagen habt ihr schön unter den Tisch fallen lassen. Sollte man den Text also eher philosophisch verstehen? C: Die Textzeilen von Marianne Williamson passen wie die Faust aufs Auge zu dem was wir mit „Munich Angst“ sagen wollen. Wir haben darüber gesprochen ob wir den Text in seiner ursprünglichen Form belassen und somit riskieren missverstanden zu werden oder ob wir die christlichen (oder besser spirituellen) Passagen rauszulassen. Nachdem es für die Essenz/Message des Textes keinen Unterschied macht, haben wir uns für letzteres entschieden. S: Die Worte geben einem ohne die fehlenden Passagen mehr. Es ist einfacher sich damit auseinander zusetzten als wenn Religion mit ins Spiel kommt. Das war bei der Entscheidung ausschlaggebend. Den Text habe ich das erste Mal, leicht abgeändert, in dem Film „Coach Carter“ gehört. Er hat mich bewegt und passte einfach in meine damalige Verfassung. Ich habe Chris davon erzählt, er fand es richtig gut und schon war’s geritzt.
S: Welche 5 Platten nehmt ihr mit ins Grab?
C: Da kann ich wieder mal nur für mich sprechen: Life Of Agony „Rive Runs Red“, Strife „Through and Through“, Therapy? „Troublegum“, Bad Religion „No Control“ und Trial „Are these our lives?“. S: Poison The Well „The Opposite Of December , auf jedenfall. Ansonsten puh! From Autumn To Ashes „Too Bad, You’re Beautiful, Underoath „The Changing Of Times , Hopesfall „No Wings To Speak Of/The Satellite Years und It Dies Today The Caitiff Choir.
Schon wieder haben ein paar Schweden die ehrenvolle Aufgabe übernommen, den Rock’n’Roll zu retten: Auf ihrem grandiosen zweiten Album „Posion Chalice“ zeigen uns die Accidents, dass das letze Wort noch lange nicht gesprochen ist! Das ganze Album ist vollgepackt mit furiosen Smashern, die ebenso einfach, wie eingängig beweisen, wieviel Spass auch im Jahr 2005 schneller Rock’n’Roll-lastiger Punk machen kann. Dank der grossen Auskunftsbereitschaft von Front-Hüne Danne Vacuum kamen wir Ihrem Geheimnis ein Stück näher…
S: Please introduce yourself! Who are you and what’s your mission? D: We are The Accidents and consist of four merry guys… Danne Vacuum (git + voc), Fred Tank (bass), Kid Kreole (git) and last but not least Mr. Rick Rebel Jennings (big drums)… Our mission is to entertain (ourselfs & others) and meanwhile try to record as good punk- / rock’n’roll-songs we possibly can… just have a good time and play the music we love!
S: Where and when did you get to know to each other and what made you found the Accidents? D: I met R.R. in 7th grade when I noticed that someone had written „Voivod“ on a locker in the hallway. So I kinda figured out who it was and we got along good cause there were not that many kids who liked them, at least not anyone I knew. Mr. Tank played in a punkband that usally played at the same shows my first band did (but always over us on the bill). One night we talked a bit and split a couple of bottles of cherrywine. We both did shit-gigs that night but we have remained the best of friends eversince. K. Kreole comes from a village and used to be a jock til‘ he moved here and became the happy drunk we know him as today… There was no real masterplan as The Accidents took form. We just wanted to play a bit more „rocklike“ than our other bands. When we started we thought that we’d do the EP and then see, well, here we are 5 years, 2 albums and a bunch of EPs down the line and we still have a hell of a good time wich was the real reason anyways…
S: Some of you where (and still are) playing in other bands? What bands are these and did some of you quit to play in the Accidents now? D: We only play in Accidents all others are defunct…
S: How important is appearance and style besides the music? Would someone tiny without sindeburns be allowed to play in the band? D: In our case with the gipsy-uniforms and sideburns the answer would have to be no. I think it would look quite stupid with a small guy in shorts next to me, don’t you agree? I don’t care what people wear in the audience, but on stage we wear the uniform cause it creates a special feeling when you see it and looks more like a unit, I got the sideburns as soon as I could grow a beard and I’ll keep them til‘ they fall off… But if you eat your vegatebles and get some fake ones, we might consider you…
S: There are lots of classic elements (like Motörhead or 50ies rock’n’roll) in your music, but it’s never boring and big fun. What’s the secret? D: Thank you very much. The secret ingridient is… tatada… poison! No actually I don’t know, we just take the different elements of our selfs and pour them in the machinery and out comes short fast rocksongs that we like and stranglely enough, others seem to enjoy it as well, we just play what we like ourselfs…
S: We heard you took your name a bit too serious? Tell us about shredding your tourbus! D: We just got off the ferry in Puttgarden (Germany) from Sweden when our driver had a seizure and cramped up totally behind the wheel and sverwed through on-coming traffic and into a 2 meter deep ditch. It was very strange and he did not know what had happened when he came out of it. Everybody got away with cuts and bruises but it looked like a train had gone through the trees. Four guys had to go to the hospital to get sewn together again. We were lucky I guess, it was not our time to go…
S: So, and what was the funniest situation when touring with the band then? D: There’s been so many things that made us laugh our asses off because we always bring friends on tour so it’s like a long weekend insted of a business trip. I like everything with touring cause it keeps me away from the hassles of everyday life and I don’t have to work at a nomal boring piece of shit job for a few months every year , so I’m thankful for everyday I’m on the road and don’t have to worry about if my forklift has enouge gas in it to unload a truck or if I have to fill it up again… It’s a wonderful life, of course there are the endless hours of waiting everyday but playing live and see people walk out of clubs with a smile on their face easily weigh much more than that… Tour stories ain’t good to have in print…
S: Whom have you ever been wanting to go out for some beers with and whom to beat up some day? D: I dunno. Mabye I’d go out with Stalin and Hitler and see what they would talk about when they were drunk then beat them up and brag to my friends…
S: One last message to our readers, please! D: Thank you very much… See you in the pit, ho, ho, ho… Merry Christmas & Rock’n’Roll is king!
NOFX-Ober-Witzemacher Fat Mike hält uns wohl für blöd! Macht beim NOFX-Konzert am Rock-Am-See-Festival Ende August in Konstanzzu 50% die selben Witze wie am Me First And The Gimme Gimmes-Konzert ein paar Tage später in München und denkt wir merken’s nicht. So betrunken waren wir nun aber auch wieder nicht, werter Michi! Da müssen wir dieses Jahr zu Weihnachten wohl mal ein paar neue Witzbücher nach Kalifornien schicken…
E r l a n g e n – Die Stadt ist tot. Ganz? Nein! Die Band Shark Soup beweist das Gegenteil und tritt ordentlich in fränkische Ärsche, höchste Zeit für ein Interview!
S: Stellt euch doch bitte mal vor: Wie lange gibt’s euch schon und wer macht alles mit? C: Wir sind Shark Soup. Die Band gibt es seit 2,5 Jahren und mit dabei sind Chrissi (Gitarre,Vox – mit dem du dieses interiew führst), Stephan The Lennon W. (Drums, Backing Vox) und Tim am Bass.
S: Hat der Name „Shark Soup“ eine besondere Bedeutung, oder esst ihr die einfach gerne? C: Menschen die gerne Haisuppe essen schenke ich meine vollste und tiefste Verachtung. Ich selbst bin Vegetarier und krieg einen Megahals, wenn es um das Thema Hai oder Walfang geht, sowie diese Arschlöcher in Norwegen und Japan es wieder aufleben lassen. Fresst meinen Sack ihr Bastarde. Unser Bandname steht als Statement gegen diesen Irrsinn. Der Sinn des Bandnamens ist folgender: Stellt euch einen Topf Suppe mit lebenden Haien drin vor, jeder Ficker der sie verzehren will, büsst ein Stück seines Körpers ein. Generell ist unser Name eine Antihaltung gegen den menschlichen Irrsinn der auch Zivilisation gennant wird.
S: Wie sieht es in eurer Heimatstadt Erlangen aus? Gibt es eine „Szene“, bzw. Fanzines, Konzerte, Plattenläden und Kneipen mit vernünftiger Musik? C: Nein,nein,nein… Erlangen ist „Erlangen Dead City“! Es gab mal so etwas wie eine Szene, als wir mit Oxymoron noch aktiv waren, aber das ist Vergangenheit. Unsere Stadt ist ein reinens billiges Entertainment für Studenten und Sonderschüler, beide kann man auch kaum auseinanderhalten, da der Kleidungsstil auf den selben geeicht wurde. Als Stützpunkt für Shark Soup ist Erlangen allerdings sehr cool, da man anonym und ohne viel Ablenkung an seiner Musik arbeiten kann. Die meisten Bands die es hier gibt, können mich am Arsch lecken, da sie einfach nicht „echt“ sind. Vor allem, was Punk’n’Roll Bands angeht. Aufgesetzte Studentenscheisse. Sorry, wenn ich so direkt bin, aber Punk’n’Roll ist für mich die Nische, in der sich die ganzen kleinen Mamaboys aufhalten und den dicken Mann raushängen lassen wollen. Die Junx und Mädels unterscheiden sich kaum von dem dreckigen mainstream Publikum… Selbst die Tattoos ändern daran nix. Die Rettung bilden die Junx vom Concrete Jungle in Nürnberg. Cooler Plattenladen und Konzerte, Junx die wirklich was auf die beine stellen. Checkt den Laden aus, wenn ihr in der Gegend seid. Alles andere ist nur laue Luft.
S: Aus der fränkischen Ecke kennt man ja eigentlich nur die Band Oxymoron (in der du ja auch kurz gespielt hast), wen könnt ihr uns als nächste große Band, oder als Geheimtipp verraten? C: Shark Soup natürlich… Rejected Youth liegen ja leider auf Eis… Ich werde mich hüten, hier andere Namen zu nennen, denn wie schon angedeutet, die meisten Bands hier sind arrogante Weicheier, die es nicht verdient haben, erwähnt zu werden. Dazu zählen natürlich nicht die Junx von Spite! und Taxdodgers… Der Rest kann uns getrost den Buckel runterrutschen!
S: Die ganze Nation lacht über uns Bayern, welche Gründe halten euch noch hier? C: Wir lachen natürlich auch kräftig über euch Bayern, da wir Franken sind! Wir hingegen lachen aber noch kräftiger über Berlin. Meiner Meinung nach sitzen dort genau die Menschen, über die man minütlich ablachen könnte. Dieses „..über Bayern lachen“ ist doch ein scheiss Klischee. Allein der Ruhrpott ist doch keinen Deut besser. Deutschland an sich ist politisch und was die Mentalität angeht zum kotzen. Die Band hält uns hier, ausserdem hat jeder von uns seine eigene Sachen noch am laufen. Ich zum Beispiel arbeite noch als Tätowierer und Rock Poster Artist. Wenn ich mich mit meiner Braut verpisse, dann richtig weit weg, raus aus Doitschland!
S: Da ihr auf dem aktuellen Album verschiedene Musikstile, von Psychobilly über Rock’n’Roll bis Punk, zu einem Mix zusammenwurstet, muss die Frage kommen: In welche Schublade würdet ihr euch stecken, oder scheisst ihr auf derartigen Szenefasching? C: Wir scheißen einen riesigen Haufen darauf, generell läuft es eh unter Punk und genau daher kommen wir und dort stehen wir noch immer. Wir haben uns lediglich erlaubt, den Sound mit weiteren Elementen wie Neo-Rockabilly á la Stray Cats anzureichern. Was wir auf keinen Fall sind, ist eine Psychobilly Band. Es wäre einfach gelogen, uns so zu betiteln. Wir sind Punks und basta!
S: Wie seid ihr überhaupt auf derartige Musik gekommen? Welche Bands beeinflussen euch? C: Ich bin ein grosser Fan von The Clash und Stray Cats, beide Bands haben 1979 in London ganz schön was von der Latte gerissen und genau das ist mein Film. Ich wollte schon immer den Sound dieser beiden Gruppen für mich vereinen und genau das ist meine Mission mit Shark Soup. Neo Rockabilly meets Punkrock, ohne dummes Würfel- und Billiardkugelgekacke. Einfach straight und ehrlich, aber voll in die Fresse.
S: Eure 5 Lieblingsalben, die nicht in oben genannten Richtungen beheimatet sind! C: Nick Cave-Abatoire Blues, Tom Waits-Mule, The Cure-s/t, Joe Jackson-I’m A Man, Het Atkins-Guitar Man.
S: Wie kam es zu dem Plattenvertrag bei B.Y.O.-Records? Habt ihr die Gebrüder Stern auch persönlich kennengelernt? C: Ich habe täglichen Mailkontakt mit Mark, aber persönlich werden wir uns wohl erst auf der geplanten U.S.A.-Tour kennenlernen. Der BYO-Deal kam unverhofft, wir hatten unser neues Album fertig eingespielt und wollten dieses genau wie das letzte, wieder selbst auf Sharkpoolmusic rausbringen. Da ich mich heftigst um internationale Vertriebe für unser erstes Werk gekümmert habe,drang wohl auch was nach Los Angeles durch. Irgednwann im März kam dann das Angebot von 3 verschiedenen U.S.-Labels und wir haben uns für BYO entschieden. Sehr sehr cool gelaufen alles, wir sind echt dankbar und haben auch hart daran gearbeitet.
S: Habt ihr viel Freiheit bei diesem Label, gerade was Covergestaltung, Singleauskopplung usw. angeht? C: Ok, eine Singelauskopplung gab es nicht, da wir noch zu klein sind. Was das Artwork etc. angeht, haben wir total freie Hand. BYO ist im gegensatz zu anderen U.S.-Labels immer noch Punk und die Message klar.
S: Wie ist die allgemeine Resonanz auf das Album (In- und Ausland)? C: Wir habe bis jetzt zu 98% nur ultra gute Reviews aus allen Ecken dieser Welt bekommen, selbst Lars Frederiksen hat unser neues Album gehört und fährt ziemlich darauf ab, dass hat uns umgehauen. Die restlichen 2% hassen uns wirklich und dabei handelt es sich grösstenteils um Leute aus der Emo-Punk Richtung, die mit den dämlichen Scheiteln und Krawatten und so. In den U.S.A. nennt man die Pisser „Cry Babies“, was für Lullen.
S: Ist eine Tour durch die U.S.A. geplant? C: Ist geplant, aber noch nicht bestätigt. Es gibt auch ein Angebot aus Australien und im Moment sieht es aus, als würden wir dort zuerst touren.
S: Wie verlief die letzte Tour mit den Nekromantix? Sind die Jungs in Ordnung, oder mittlerweile schon arrogante Stars? C: Die ersten 5 Tage haben sie uns null beachtet, gar nicht so einfach in einem Nightliner, vergleichbar wie in einem U-Boot. Wir dachten uns nur: Leckt uns, euch kriechen wir nicht in den Arsch, wie so manch andere Band! Wir haben einfach cool unser Ding durchgezogen und als die Herrschaften unsere Show zum erstenmal beiwohnten, waren sie hellauf begeistert. Ab da war alles in Butter und wir haben jetzt noch Kontakt. Vor 4 Wochen kam der alte Drummer, Christian, zu einem Konzert von uns nach Berlin. Trotz Startschwierugkeiten sehr nette Typen…Ehrlich!
S: Den münchner Auftritt im September habt ihr leider abgesagt, wird der nachgeholt? C: Haben wir vor, aber anscheinend ist das gar nicht so einfach. Die Bookingsituation in Deutschland lässt meiner Meinung nach im Moment zu wünschen übrig. Ich hoffe, dass demnächst was geht.
S: Für welche Band würdet ihr am liebsten eine Show eröffnen? C: Oh mann…. Im Endeffekt ist es eigentlich scheißegal, für wen man eröffnet, da du eben nur der Opener bist. Wir hatten in den letzen 2 Jahren so oft den Job des Opener, dass es nun mal Zeit wird, den Spiess umzudrehen… Ganz im Ernst, diese Frage hätte ich Dir mit 18 beantwortet, heute ist es mir echt scheißegal.
S: Die aktuellen Shark-Soup Designs stammen meines Wissens nach alle von Zombiehouse Artworx (www.zombiehouseartworx.com), seid ihr das selber, oder sind das Freunde von euch? C: Zombiehouse Artworx ist meine Firma. Ich entwerfe hauptsächlich Konzertposter und Plattencover. Das neue Mad Sin Album war unter anderem einer der letzen Aufträge. Das ganze Shark Soup Merchandise, sowie Homepage etc., stammt aus dem Zombiehouse. D.I.Y. Deluxe, Motherfucker! Falls jemand ein geiles Plattencover für seine Band braucht, ich mache coole Preise!
S: Könnt ihr mittlerweile von der Musik leben, oder geht ihr geregelten Jobs nach? C: Unser Basssit jobt neben der Band noch als Sargträger, ich arbeite als Tätowierer und im Zombiehouse und unser Drummer quält Menschen im Krankenhaus. Die Band finanziert sich selbst und wirft ab und an was für uns ab. Rockstars sind wir und werden wir keine…
S: Was habt ihr für nächstes Jahr alles geplant? C: Schön viel Touren und das neue Album, an dem wir im Moment schon arbeiten, evtl. gibt es ja ein Doppelalbum. Material gibt es jetzt schon genug, wenn BYO mitspielen ist das Ding im Kasten.
S: Zum Ende bitte noch ein Statement an unsere Leser! C: Lasst Euch nicht von der momentan beherrschenden und geschickt herangezüchteten schlechten Laune in diesem Land ficken! Kopf hoch – Augen nach vorn und immer schön eisern das eigene Ding durchziehen. Wehrt euch gegen Rassismus und Faschismus, denkt nicht in Hautfarben und Grenzen. Save sharks – kill idiots! Think!
S: Danke für das Interview! C: Danke auch und cheers!
Verdammt! Die Elektras gibt es schon seit 2001 und erst jetzt schreiben wir im Shredder Mag etwas darüber! Wie konnte das passieren? Wir sind untröstlich, denn die beiden Front-Elektras Juliette und Marie, sowie der legendenumwobene „Man with the black mask“ sind der neue Stern am Münchner LoFi-60ies-Trash-Punk-Himmel! Bis sind erst wenige Electras-Songs auf Band gebannt, aber bald erscheint endlich die Debut 7″ und, wie wir uns auf einem uns zugespielten Tonträger überzeugen konnten, wird die grossartig (im Rahmen ausführlicher Recherchen besuchter live-Auftritte der beiden Garagen-Amazonen und ihres vermummten Schlagzeug-Sklaven lassen im übrigen den selben Schluss zu). Darum alle, die Ihr um die Kraft der einfachen Riffs wisst, checkt auf der Stelle die Elektra-Homepage (www.the-elektras.com) und lest, was wir den Dreien im Interview entlocken konnten:
S: Wer seid Ihr und was ist Eure Mission? E: Wir sind „The Elektras“. Unsere Mission: Spielen, Trinken, Tanzen!!!
S: Was waren bis dato die größten Sternstunden der Elektras? E: Eine große Sternstunde der Elektras war der allererste Gig 2002 auf einer legendären Sauschdall-Party (www.sauschdall-entertainments.de). Er war zwar spielerisch nicht sehr ausgereift – na ja, unsere Instrumente beherrschen wir ja immer noch nicht so – aber da hat halt alles angefangen und sich die endgültige Formation ergeben. Außerdem waren alle Sauschdall-Konzerte Sternstunden, wie die Rockaway-Beach-Party mit unserer Hawaii-Kokosnuss-Büstenhalter-Performance. Auch die Konzerte mit den Woggles, M.O.T.O, Gore Gore Girls, Bloodshot Bill, Rodriguez und natürlich Pot Belly waren absolut spitze!!! Die wahrscheinlich größte Sternstunde aber war, als wir in einem besetzten Haus in Erfurt mit uringetränktem Schnee beworfen wurden. Das war toll!!!
S: Welche drei Alben sollten verpflichtend in jeder Plattensammlung stehen? E: Ramones – Ramones, The Sonics – Boom, The Wildebeests – Sticky Death Molecule
S: Wie ist Eure Traumband zusammengesetzt? E: Dee Dee Ramone – Bass, Russell Quan – Drums, Billy Childish – Guitar, Reverend Beatman, Elvis, Hank von Helvete und Kim Shattuck abwechselnd – Voice
S: Euer Schlagzeuger tritt stets nur vermummt auf. Stimmen die Gerüchte, dass er in Wirklichkeit ein Nachkomme von Katharina der Grossen ist und legitimer Anwärter auf den russischen Zarenthron? E: Tut uns leid, aber das Gerücht stimmt nicht so ganz. Der Mann mit der schwarzen Maske stieg einst aus der Hölle auf, um das Leben von Marie und Juliette Elektra zu retten, die auf dem Planeten Lython gefangen gehalten wurden. Seitdem spinnen sich viele Legenden um The Man with the black mask. Niemand weiß Genaueres.
S: Was sind Eure Pläne für die Zukunft? E: Drinking, playing, dancing und endlich unsere erste 7″ rausbringen!!!
M a l m ö – Ja, ja, wir wissen es ja auch, Synthesizer haben auf Punk-Alben nichts zu suchen und die Kreuzung von elektronischer Musik und Gitarren geht meist grob in die Hose. Wir präsentieren Euch hier die Ausnahme: Quit Your Dayjob aus dem guten alten Schweden. Jonass (voc, git), Andreass (drums) und Marcuss (synth) sind vor ein paar Jahren ausgezogen, um mit Ihrer Mischung aus Punk mit knappen und leicht dadaistischen Slogans und elektronischen Sounds die Welt du erfreuen, was ihnen sowohl auf Platte, wie auch live hervorragend gelingt. Wir haben die jungen Herren mal etwas näher befragt:
S: How would you describe your music and what’s your mission? Q: We call it „Retard Rock“. It´s kind of childish and disturbed. It sounds simple but it´s not… It´s hard to make good „shit music“, people tend to forget that sometimes… We try to get people in touch with their inner Freak and make them come alive by acting like children or like retards!
S: Where are you from? Is it true, that Marcuss is the lost son of Robert Görl and Gaby Delago (from the german early-Electro-Punks DAF), Andreass is a robot and Jonass simply comes form outer space? Q: Marcass is the bastard son of Barbara Bush and Andreas Baader, born in Serbia! Andreass used to be a professional long-distance skier in the cold north of Sweden, that´s why he looks like a mean russian robot on steroids! Jonass can´t be from space; we´ve heard he´s from the ghetto of Mollevangen, Malmö… he was homeless for two years!
S: What are your dayjobs? Q: We have never been able to keep a dayjob for more than four weeks. That´s why we have to work nights now. The music industry is the only business that supply us with work!
S: What are your favourite bands? Q: We actually hate music in this band, haha… No, seriously, we like Billie Holiday, Screamin´Jay Hawkins, Kraftwerk, Public Enemy, Gang Starr, Samantha Fox, Dead Kennedys and Faust and a couple of others…
S: What’s the secret of your energetic life performance? Practice, drugs, plain talent…? Q: We stopped taking drugs five years ago when we formed Quit Your Dayjob… we believe in treating our performance like a 100 meter race, we explode, accelerate and try to break the world record. We are very disciplined when it comes to playing live, we are good musicians and we rehearse a lot and we have fun, that´s the explanation. A lot of bands seem to have the worst time of their life when they´re on stage… why?
S: Do you hate pandas? Q: No! But a lot of governments seem to treat their people very bad… now you can figure out what our song „Pissing on a panda“ is about!?
S: What will be the next step with the band? Q: We release our new album „Sweden we got a problem“ on Bad Taste Records in august and then we will start the „Europe we got a problem tour 2005/06“. Hopefully we can pay the rent after that…
S: One last message to our readers, please! Q: You’re all invited to sign up for the Quit Your Dayjob Army Of Freaks in the fight against everyday boredom! See you soon! Freak out! www.quityourdayjob.org
Der Sommer naht, die Vögel plärren von den Dächern, die meisten Mädels laufen nicht mehr in schwer zu durchschauenden Schurwoll-Rüstungen rum, der eine oder andere Idiot trinkt seine „Vanilla Latte Macchiato“ für 8,50 wieder im Freien und wir, was machen wir? Seit wir der Krippe entflohen sind, zieht es uns immer wieder raus aus der Stadt, direkt auf eines der für junge Erwachsene wie uns vorgesehenen OpenAir-Festivals. Die Aussicht auf eine gute Zeit mit seiner Crew, ebenso guter Musik und Bier zum Frühstück ist einfach zu verlockend. Leider jedoch müssen unsere vom Wetter gegerbten Augen Jahr um Jahr feststellen, dass einiges an retardiertem Volk sichtlich überfordert ist, wenn es um die erfolgreiche Planung, Durchführung und Nachbereitung eines Festivalbesuchs geht. Doch das Shredder Mag wäre nicht das Shredder Mag, wenn es diesen armen Hascherln nicht mit guten Rat und verbindlichen Verhaltensregeln unter die Arme greifen würde. Darum hier für eben diese armen Seelen einige Punkte, die unbedingt befolgt werden sollten, um sich nicht als Vollmongo, Depp oder gar Riesenarsch zu outen…
Auswahl Die erste und wichtigste Entscheidung lautet immer noch: „Auf welches Festival soll ich überhaupt fahren?“. Hier gibt es keine richtigen oder falschen Entscheidungen, sondern nur gute oder schlechte. Eine schlechte Entscheidung wäre beispielsweise, auf’s „Rock im Park“ zu fahren. Begründung wirklich nötig? Nun gut: Mehrere 100 Euro Eintritt langweilen genauso wie Zeltnachbarn, die den ganzen Tag lang die neue Hosen-CD (Skunk Anansie, Guano Apes,…) hören, oder ein Überangebot an diversem Scheißdreck (Internetcafé, Achterbahn, Feuerspucker, Live-Piercing,…) und zu guter Letzt spielt auch noch Otto Waalkes Samstag Abend auf der Hauptbühne (als Vorgruppe für die Söhne Mannheims oder Emmerson, Lake & Palmer). Oh je. Für weitere schlechte Entscheidungen stehen zielsicher das „Chiemsee Reggae Open Air“ (Hippiescheisse) oder das „Taubertal-Festival“ (StammActs wie Such A Surge oder die Banana Fishbones sprechen eine deutliche Sprache…) zur Verfügung. Eine gute Entscheidung wäre etwa auf’s Dynamo oder WithFullForce zu fahren. Die Premiere des Berlinova-OpenAir letztes Jahr vermochte ausserdem zu überzeugen.
Nahrung Hat man sich dann endlich entschieden, kommt auch schon die nächste Frage auf: „Was nehme ich mit?“. Nun gut, wenn’s ums Essen geht, gibt’s ein ganz einfaches Prinzip: bitte keine dumme Scheisse essen. Gar nicht gehen so z.B. Hühnerfrikassee „Arschloch“ mit Reis (zum im Wasserbad erwärmen…), Fisch-Frühstück-Mexico oder Muttis vorgekochtes Gulasch. Warum nicht auf bewährte Klassiker wie Nudeln mit Sosse oder Brot mit was drauf zurückgreifen? Eine große Ausnahme stellt hier der Alkohol dar, denn komischerweise schmecken auf Festivals die schlimmsten Schnäpse am Besten! Enzian, Frühstückskorn, der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Also: Einpacken!
Equipment Was braucht man ausser Essen und Trinken noch an einem Festival? Zelt, Iso, Schlafsack, Kleidung, Ghettoblaster, Musik und evtl. noch einen Baumarkt-Pavillion für die Festival Homebase (bitte unbedingt den Allerbilligsten nehmen). Fertig. Leider gibt es immer wieder Experten, die mit riesigen Anhängern ihr gesamtes Wohnzimmer auf den Zeltplatz schleifen oder sich extra sauteures Festival-Equipment zulegen. Wozu? Ebenfalls sinnlos sind selbst-designte Gruppen-T-Shirts. Wir sind doch nicht am Ballermann! „NRW-Terrorfront“ oder „I Survived Rock im Sarg 2001“ (sic!) stärken zwar das Gruppengefühl, outen einen dann aber auch zielsicher als Riesenarsch.
Platzwahl auf dem Festivalgelände Eigentlich ein müssiges Thema, aber für alle, die es immer noch nicht begriffen haben: Dixies stinken nach Scheisse, 40 Minuten Fußmarsch zur nächsten Bühne sind deutlich suboptimal und an Durchgangsstrassen sieht man sich den ganzen Tag mit dummen Witzemachern konfrontiert, mit denen man eigentlich gar nichts zu tun haben will. Alle anderen Plätze sind ok.
Verhaltensgrundsätze während des Festivals Die goldene Regel (wie so oft): Sich nicht zum Deppen machen! Auch wenn zu folgender Aussage kein gesellschaftlicher Konsens besteht: Man kann auch Spaß haben und seine Würde dabei behalten. Zurückgebliebene Drecksnerds rennen immer noch „Helga!“ schreiend über’s Gelände. Falsch! Andere Spezialisten schütten sich als Zeichen ihres stark eingeschränkten Verhaltensrepertoires ihr eigenes Bier über den Kopf. Falsch! Ebenso Falsch: Klischeebehaftetes SchlammCatchen. Ist (wenn überhaupt) maximal 2 Minuten lustig und dann? Ha? Dämmerts?. Ganz schlimm auch die „Ficken: eine Mark!“-Looser. Hahaha, wie toll, mit dem Wort „Ficken“ schockieren zu wollen und dabei mit seiner unausgeglichenen Sexualität Hausieren zu gehen… Besonders auf den Sack gehen uns ausserdem die „Heute ist MEIN Tag“-Festival-Touristen. Daheim immer schön einen auf brav machen und kaum ist man auf einem Festival angelangt, muss man auch schon allen zeigen, was für ein verrückter Hund man doch ist. Dazu gehören: die noch „gute“ Jeans abreissen, spontan Bier ins Essen schütten, Erde anzünden oder einfach mal laut Furzen. Wow! Das sind dann auch meistens die, die sich Rüstungen aus leeren Bierdosen bauen (habt Ihr eigentlich nichts Besseres zu tun?) und dann abends im Techno-Zelt abspacken. Schlimm, schlimm. Hütet Euch ausserdem von Tattoo-Zelten. Die halbe Stunde im Rampenlicht steht in keinem Verhältnis zum betrunken ausgesuchten Aristocat oder 08/15-Tribal. Schlimmster von der Redaktionsmitgliedern gesichteter Fall: Zwei Dampfer auf dem Bauch. Super Idee!
Drogenmissbrauch Grundsätzlich ist übermässiger Konsum ein willkommenes Verhaltensmuster auf Festivals. Doch auch hier gibt es einige Ausnahmen. Fangen wir beim Alkoholkonsum an: Ein Bier zum Frühstück hebt die Lebensfreude und stärkt die Sprungkraft, von Trinkbräuchen á la Trichtersaufen jedoch ist dringend abzusehen! Das Trinken direkt aus der Dose hat sich bewährt, alles andere ist viel zu bemüht und damit scheisse. Dabei bitte keine Oberrheinischen Trinksprüche oder Pfälzer Trinkrituale mit der ganzen Gruppe brüllen. Hier gilt das selbe wie für das Tragen identischer T-Shirts (s.o.) und ausserdem können echte Männer auch alleine trinken (echte Frauen natürlich auch). Den größten Schatten besitzen aber immer noch die Vollidoten, die einen Katheter-Beutel voller Bier mit auf’s Bandgelände nehmen und denken, sie wären superclever. Man trinkt doch nicht aus Pisse-Behältern! Wer Zivildienst gemacht hat, kann das sicher verstehen, alle anderen mit einem Funken Sinn für Ästhetik sicher auch. Andere Drogen sollten massvoll konsumiert werden (zur Erinnerung: Nicht zum Deppen machen!), beim Kiffen bitte darauf achten, dass man nicht das ganze Festival ausschliesslich in seinem Zelt rumsandelt und alle Bands verpasst, und Strychnin ist keine Droge, sondern giftig.
Festivals als Werbeforum Leider hat der Kapitalismus Festivals wegen der interessanten Zielgruppe schon lange für sich entdeckt. Das ist nicht schön, stört aber nicht weiter, wenn man zwei kleine Regeln beachtet. Erstens: Keinen (!) Festival-Promo-Scheiss mitmachen! Dazu zählen der lustige Festival-Friseur ebenso, wie an einem „verzaubertem“ Seil hochklettern, Bull-Riding, seine Seele für eine Packung kostenlosen Tabak verhuren oder ähnliches. Zweitens: Nichts (!) auf Festivals kaufen. Mario’s-Ratten-Pizza für 6,50 Euro, einen original indianischen Traumfänger, einen Batik-Schlafsack oder gar ein Festival-T-Shirt (denkt an Eure Würde…) braucht kein Mensch.
Nachbereitung Zuerst mal sollte man nach Beendigung nach Hause fahren und nicht einfach im Dreck liegen bleiben (siehe Dynamo). Also schnell Zusammenpacken und los. Dabei keine wertvollen Sekunden verlieren! Das wichtigste von allem aber: so schnell es geht, das dumme Festival-Bändchen vom Arm reißen! Denn: Was bei Wolfgang Petry scheisse aussieht, wird seine Wirkung auch bei Euch nicht verfehlen.
So, das sollte erst mal das Wichtigste gewesen sein. Also bitte noch ein paar mal durchlesen und immer dran denken: Wer bereits einen unserer Tipps in den Wind schlägt, wird am nächsten Festival wieder zu der Gruppe Scheisstypen gehören, die kein Mensch bestellt hat. Wer noch Antworten auf spezielle Fragestellungen des Festivalbesuchs braucht, wende sich bitte an uns, wir helfen gerne.
Dann mal los und viel Spaß auf der Festival-Saison 2004
Euer Shredder Mag
Diese Münchner Band kennen sicher schon einige von Euch, es gab ja schon die eine oder andere Möglichkeit, das Trio live zu begutachten. Lange Zeit war das auch die einzige Möglichkeit mit ihnen in Kontakt zu treten, kein Webauftritt und kein Release sprechen für sich. Doch jetzt haben die Jungs es endlich mal auf die Reihe gebracht, ins Studio zu ziehen und beim Münchner Label red.can.records eine 12″ zu veröffentlichen. Diese soll gepresst auf transparentem Vinyl incl. bedrucktem Pergament-Cover erscheinen. Sehr lobenswert das Ganze, insgesamt gibt’s 12 Tracks mit über 40 min. Spielzeit, musikalisch bewegen sie sich im rockigen-Gitarrenschrammel-emotional-vorantreibenden-bissl-hardcorigen Bereich. Als Vergleich könnte man Hot Water Music heranziehen, kommt aber auch nicht so ganz hin. Alles klar? Nein, dann am besten zur Releaseparty am 19.01. im Substanz erscheinen, die Band live erleben, sich selber ein Bild davon machen und – wenn’s gefällt – kaufen. Für weitere Informationen bitte ins Internet gehen und auf www.red-can.com klicken.
With Full Force ’03 (4.-6. Juli, Roitzschora bei Leipzig) Wegen Termingeficke konnten wir dieses Jahr nur mit kleiner Besetzung auf’s WithFullForce. Dennoch war es mal wieder ein zu empfehlendes Festival. Obwohl wir wegen überflüssiger Ansteherei Napalm Death und die Turbo A.C’s verpassten, kamen wir im Laufe des Wochendes noch voll auf unsere Kosten. Dies ist unter anderem Soulfly, Entombed, einer Flasche Enzian (Gruß & Dank ins kleine Walsertal), Madball. den Arschmetallern von 1349, den Generators, Sick Of It All und jeder Menge preisgüstigem Schloss-Dosenbier zu verdanken. Na dann, bis nächstes Jahr.
Hier unsere Vorschlagliste für eine CD mit Coversongs, die schon längst fällig sind:
01. Ace Of Base – Ace Of Spades 02. Stevie Wonder – I Believe In Miracles 03. Napalm Death – In The Air Tonight 04. Europe – We Are The World 05. U2 – Das Boot 06. Bro’Sis – Bro Hymn 07. Hatebreed – Love Is In The Air 08. Fanta 4 – Carbonara 09. Alex der Superstar – I’m A Looser Baby 10. Nana – 99 Luftballons 11. Joe Cocker – Evil Dick 12. Bad Religion – Loosing My Religion 13. Rex Gildo – I Believe I Can Fly 14. Earth Crisis – Heal The World 15. R.E.M. – Y.M.C.A. 16. Andrea Bocelli – Mein Freund der Baum 17. The Kelly Family – So Lonely 18. Boys II Men – Boys Don´t Cry 19. R. Kelly – Ihr Kinderlein kommet 20. No Use For A Name – Matilda
+ Special-Bonustrack: Albano & Romina Power singen die albanische Nationalhymne
Berlinova 14.-15. Juni (Luckau bei Berlin) Günstige Eintrittspreise und unstressiges Gehabe vor Ort (kein dummes Ordnergepose, Auto einfach möglichst nah ans Zelt parken, keine Shuttlebusse, Schnapsflaschen auf dem Zeltgelände erlaubt, etc…) machten das Berlinova zu einem wirklich lohnenswerten Festival. 2 Tage sind zwar recht kurz, aber dafür war das Motto „Vollgas“ bei allen Teilnehmern spürbar. Diverse Absinth-Bier-Wodka-Tetrapak-Wein-irgendwas-Mischungen flossen direkt aus dem Kochtopf in unsere durstigen Kehlen, es hatte ja auch immerhin weit über 35 Grad im Schatten. Muff Potter starteten am nächsten Morgen das Festival, dank Riesenkopfweh kein Spass. Bei den darauffolgenden Bouncing Souls wurde schon mehr gerockt, wir fühlten uns jedoch noch recht beschissen und dumm im Kopf. Naja, dann die Hellacopters, Beatsteaks und die Alternative Allstars im Halbschlaf abgehakt, um gleich wieder mit lauwarmen Erfrischungsgetränken weiterzumachen. Irgendwann wars dann dunkel, NOFX rockten ordentlich als Headliner und wir danach als dichte Arschgeigen im Partyzelt… Sonntag: Terrorgruppe, BoySetsFire und Seed angeschaut, keine Ahnung, wen wir noch gesehen haben, es waren aber eindeutig mehr. Fazit: sehr vorbildliches Festival, der Weg nach Berlin lohnt sich in jedem Fall, wir sehn uns nächstes Jahr!
Anlässlich ihres neuen Albums “Take A Break”, auf dem sich die Me First & The Gimme Gimmes als große Steve Wonder-, Prince- und BoyzIIMen-Fans outen, haben wir ein Interview mit den Königen der Punkrock-Coverversion gemacht. Gitarrist Chris a.k.a. Jake Jackson (sonst bei den Foo Fighters) stand uns Rede und Antwort:
S: First of all, how’s your Drummer? J: who? dave just dave? he’s quite well actually. thanks for asking!
S: How do you decide, what songs to take? J: we PLAY songs – we TAKE drugs. there’s a difference. we usually run all options thru the fat song selection committee.
S: After you know what song you play, how do you proceed? J: first is the arduous task of figuring out how to play it, and then we have to see if it makes a good punk song. often times, they don’t.
S: I heard roumors about a 7″ containing Michael Jackson covers only? Is there any truth in that? J: we have been known to release 7 inches in the past so i’d say it’s a definite possibility.
S: Any plans which genre you will exploit on your next album? J: we haven’t yet decided which genre to exploit but we always exploit the kids and the scene.
S: Which 3 songs you would never make a cover-version of? J: we have stacks of songs that have fallen by the wayside.
S: Did you ever get any ressonance how the orignial artists liked your versions? J: everybody asks us that question and i always give the same answer – no.
S: What are the personal bowling-scores of the gimmes? J: mike and spike are pretty good but i can’t bowl to save my life.
S: Will you tour in germany some day? J: we already did. where were you in ’98?
S: Any genuine Me First & The Gimme Gimmes-advices to make this place a better world? J: listen to our music, best taken with a couple of beers.
Auf halber Strecke zwischen Ramones und The Dwarves kurz links abgebogen und schon stehen die Briefs aus Seattle vor uns. Schon Ihr letztes Album „Hit After Hit“ (Dirtnap Records) war genau der Stoff, den man braucht: 13 straight nach vorne gehende Punkrock-Smasher, einfach gestrickt, dafür aber umso prägnanter, dem Titel des Albums wurden sie damit locker gerecht. Auf dem neuen Album „Off The Charts“ gibt man sich nun etwas englischer (was unser Schaden nicht sein soll…). Dass die Jungs auch live keinen Stein auf dem anderen lassen und ein Faible für hässliche Plastik-Sonnenbrillen haben, wußten wir bereits, weitere Fakten erfuhren wir in folgendem Interview:
S: Please introduce the member’s of your band and tell us, what special skills they have. DT: My name is Daniel J Travanti and I can eat really fast. LR: Lance Romance, I can touch my elbows behind my back, and I play bass guitar with both hands CH: Chris, Drums, Master interviewee SN: Steve E. Nix. I can watch three mediocre movies in a row. I can do dishes. I play guitar and sing.
S: How would you describe yourstyle? CH: My kung Fu is very good. DT: I don’t know….I hate this question cuz I always get this one wrong. I pass. LR: Fruit salad with vinegar SN: Is it OK to delete Lance’s answer? Maybe he’s just describing his personal odor. We’re a punk band. We’re into alot of old punk and new wave stuff.
S: You played some gigs in germany in fall, did you enjoy it and when will you come to Munich at last? DT: Yeah, of course we enjoyed it. We’ve done so much touring in the states in the past it was nice to get away from all that and see the world. I think Germany was really surprising for us, we weren’t quite sure what to expect but once we got there we loved it, very punk! LR: We had a great time playing in Germany, everybody made us feel right at home, fed us well and made us play and play and play…we will be back in May thru June… Im not sure yet about playing Munich…we will try.
S: What are your 5 favourite albums? DT: I could list the typical punker classics, like the Pistols, Ramones, Buzzcocks, and Clash, but instead I’ll mention some of my favorite slightly lesser known U.S releases: 1. La Peste (Matador Records) Great Boston band from around 77-78. Really great. The Stitches recorded one of their songs, „Better Off Dead“…. 2. The Beach Blvd Compilation (Posh Boy Records) This record features 3 essential California bands: The Simpletones, the Crowd, and Rik L Rik, and every songs a winner. 3. Black Randy and the Metro Squad: „Pass the Dust I Think I’m Bowie“ Perfectly obnoxious and brilliantly annoying. 4. The Zeros (Bomp Compilation of old singles and demos) I love this record. 5. The Adolescents (Frontier Records) I suppose everybody knows this one already but I just had to mention it anyways. 6. Angry Samoans, Back From Samoa! LR: The Clash -The Clash, The Rezilos – Can’t Stand The, Ramones – Ramones, X Ray Specs – Germ Free Adolescents (Adolescents first record) CH: The Cure – Boys Don’t Cry, The Vibrators – Pure Mania, Elvis Costello – My Aim Is True), Minor Threat – Out Of Step, Jawbreaker – Unfun SN: DI – Ancient Artifacts, Johnny Thunders & The Heartbreakers – L.A.M.F., The Saints – Eternally Yours, Social Distortion – Mommy’s Little Monster, Buzzcocks – Another Music In A Different Kitchen
S: What’s your plan to seize world domination? LR: Tour till we cant take it anymore. CH: We leave that kind of stuff to our DUMB ASS PRESIDENT. DT: I don’t want to dominate the world. Too much responsibility and besides I hate the world. I’d rather just be dominated, if ya know what I mean….much more fun that way. SN: I’m planning to get blown into tiny peices by somebody’s bomb. I’m not sure whose. But if things don’t go as planned then I guess that’s pretty cool and I can deal with it…..
S: What do you think are the 5 most important things for playing a good show? DT: I’m the wrong person to ask but don’t get electrocuted is probably one of them. SN: Yeah, not getting electrocuted is for sure one. Not getting beat up. Not falling on broken glass. Not ingesting any PCP or Amyl Nitrate. Not playing anywhere extremely cold. LR: Here’s mine: more than 5 people, look good, smell ok, try to stay in tune have fun
S: You were touring through california in the last time, how are the california-punks? CH: well…they’re just like me and you, only more tan. DT: We go there quite a bit. Probably my favorite state to play. That and Texas, believe it or not. California has so much punk rock history…. so many of my heroes are from there and still part of the scene and you get to meet ‚em and stuff and shake hands with ‚em and your thinking „Jesus Christ, this is the guy from the Adolescents or T.S.O.L. or whatever, and he came to my show?!!!“. I guess I get kinda star struck… SN: California is the best. The bar is set pretty high there with all of the great bands over the years… especially in southern California the punks are really proud of their scene. It’s always great for us to go play there.
S: Who would play in your dream-band? SN: Eric Clapton, Ted Nugent and all the members of Yes. I could serve them poisoned hot dogs or something at rehearsal!! LR: Joe Strummer, that would be plenty. DT: I have a lot of bad dreams and I’ve had this „dream band“ dream and I don’t want to talk about it. Lets just say it involves David Hasselhoff….. CH: I try not to dream about my band. I get to spend enough time with these guys while I’m awake.
S: Share your wisdom with us. Some closing words to improve our readers‘ social life, please. DT: Don’t be scared to dance. I can’t dance for shit, but if I drink enough I’m like a punk rock Fred Astaire and I’ll pogo like a retard all night long! LR: yes dancing is good and also always brush your teeth please. SN: If you want to have anal sex, it doesn’t hurt to just ask for it. As long as you’re prepared or rejection every 1 out of 5 times, you have absolutely nothing to lose. I don’t really go for that action, but I know that alot of people do, and it’s just like going after anything else worthwhile in life. Just ask… CH: Start a band, steal some songs off of your favorite records, dress in stupid clothes and before you know it, you’ll have friends that you never thought you would!!
Anlässlich der Konzerte von Tiger Army und BoySetsFire sahen wir uns genötigt, mal wieder in Berlin (genauer Kreuzberg) vorbei zu schauen (Fliegen ist übrigens tatsächlich billiger als Zug). Die Tiger Army, die leider bis jetzt um München immer einen Bogen gemacht hatte, spielte im Mad&Crazy (astreiner Psychobilly-Schuppen mit 70% Unterarmtattoo-Quote) und übertraf trotz schlechter Abmischung meine eh schon hohen Erwartungen noch. Wenn die mal in Bayern spielen – hingehen! BoySetsFire spielte am nächsten Tag mit DeathByStereo im Knaack und beide Bands kriegen eine 1+ (DBS für’s Einheizen & Metal-Soli, BSF für Profisound & Atmosphäre). Leider konnten BSF nur eine Zugabe geben, denn der Gitarist hatte hinter der Bühne gekotzt und war daher etwas angeschlagen. Zusätzlich zum unschlagbaren Kreuzberg-Style (alles besprüht, alles Assis, Döner 1,50 EUR und keine Sperrstunde) also ein höchst erquickliches Wochenende und ein weiterer Beweis, dass sich ein Besuch in Berlin eigentlich immer lohnt.
Wir befinden uns im Jahre 2002. Ganz Bayern ist von Edmunds Schergen besetzt…Ganz Bayern? Nein! Eine von unbeugsamen Mannen besetzte Band aus Rosenheim hört nicht auf, den Feinden immer wieder aufs neue Wiederstand zu leisten… Anlässlich des Releases der Promo-CD „Rockets on Eddi“ schnappten wir uns die Wilde 13 (Markus-Voc., Ron-Git., Henning-Bass, Joe-Drums) um die Fragen zu klären, die uns schon lange auf der Seele liegen (mehr zu der CD auf der Rückseite bei den Plattenkritiken):
S: Besteht irgendeine spezielle Beziehung zu Jim Knopf, Lummerland oder Frau Mahlzahn, oder warum habt ihr euch ausgerechnet für diesen Bandnamen entschieden? H: Jain. Jeder bei uns ist zwar mit Jim und seinen Freunden groß geworden, aber WILDE 13 steht für sich. M:Das seh ich auch so. Wie jede Band suchten wir einen Namen. Sollte deutsch klingen, weil englisch in der Masse untergeht und ’ne Zahl wollten wir auch im Namen haben. Mit genügend Bier und einer ordentlichen Portion an Blödheit im Kopf entstehen dann so Namen wie die TOTEN HOSEN, die ÄRZTE (aus Berlin!) oder eben WILDE 13. Nach etwas Zeit erreicht die Band dann Kultstatus und die bis dato milliarden Fans lassen sich den Namen ihrer Lieblingsband auf den Arsch oder sonstige Körperstellen tättowieren. So einfach hat man sich dann die immensen Promokosten für künftige Olympiahallen-Touren gespart. J: Ich war da noch nicht dabei und plädiere auf „nicht schuldig“. R: Was ist Lummerland? Ist das sowas wie Friede, Freude, Eierkuchen?
S: Welche musikalischen Vorbilder habt ihr, was inspiriert euch? M: Vorbilder gibts bei mir in dem Sinn keine. Ich will halt mal soviel Mädels wie ELVIS kriegen, die Kohle von MICHAEl JACKSON wär auch nicht schlecht. Das schöne an der Punkmusik ist doch, das man sich überall Inspirationen holen kann. Aber natürlich gibts für jeden Lieblingsbands die man in die Musik einließen läßt. Macht doch jeder so. H: Ich hab keine direkten Vorbilder. Sorry. R: Also da gibts ne Menge Bands die cool sind und die mich beeinflußen bzw. beeinflußt haben aber im Moment habe ich da keine Zeit für. Gut find ich PENNYWISE und HEIDEROOSJES.
S: Die persönlichen Top-5-Alben, die ihr noch mit ins Grab nehmen würdet? H: DEAD KENNEDYS-Fresh fruit for rotting vegetables, THE CURE-Boys don’t cry. M: DEMENTED ARE GO-On a pleasant side of hell, MISFITS-Walk among us, LIGHTENING BEATMAN & THE NEVER HEARD OF ‚EMS- st. J: MAD SIN-Sweet and innocent, DEAD BOYS (die mit „i need lunch“ drauf) R: Natürlich ÄRZTE, TERRORGRUPPE, GOOD RIDDANCE, BAD RELIGION.
S: Ihr kommt aus Rosenheim, was gibt es dort noch so an guten Bands/Clubs/Plattenläden? M: In Rosenheim gibts nicht viel was gut ist bzw. was zu unterstützen wäre. Außer die VETTERNWIRTSCHAFT wo ich auch Konzerte veranstalte und es immer sonntags Frühstück für Spätaufsteher gibt. Also ideal für uns. Und den einzigen echten Plattenladen in dem es noch Vinyl gibt!!! BEBOP heißt der. Schaut da mal hin. Bands gibts eigentlich genug in Rosenheim. Ob die jetzt gut oder schlecht sind überlasse ich anderen…
S: 5 Gründe die einen Bayern bewegen nicht Stoiber zu unterstützen!? M: Echte Bayern unterstützen den doch schon lange nicht mehr. Das sind doch alles „Daherglaffane“ aus dem Rest von Deutschland. Die kaufen sich ihr Haus am Starnberger See oder ihr Romantikschloß im Landschaftsschutzgebiet und sagen dann: „Müssen wir halt den kleinen Gnom da wählen. Der hat genug Verrückte um sich geschaart, um unser Eigentum zu schützen.“ Die sind nach außen hin wahnsinnig liberal und sozial, aber wehe sie werden morgens von Kuhglocken geweckt! Das sind die ersten die die Todesstrafe wieder einführen wollen. Außerdem was soll ich von einem Typen halten der seine Frau MUSCHI nennt? H: Ich glaub dazu muß man hier leben um das zu verstehen. J: Ich bin kein Bayer und sehe keinen Grund „König Edmund“ zu unterstützen. R: Jeder Pups meiner Töchter ist wichtiger als das Gelaber von angefaulter Vorhaut!
S: Für wie viel Geld würdet ihr auf einer CDU/CSU-Wahlparty spielen? M: Das kommt gar nicht aufs Geld an! Ich würd das gerne mal machen. Am besten mal in der Nibelungenhalle in Passau beim Reichspartei.. Ähh.. CSU-treffen. Tausende von Deppen können wir dann gleichzeitig das Trommelfell platzen lassen und deren Bier klauen. Natürlich nur unter der Voraussetzung, daß wir ohne körperlichen Schaden wieder da rauskommen. H: Ich glaube es ist unbezahlbar oder es würde nicht unter 2x lebenslänglich in Stammheim bestraft.
S: Was würde die WILDE13 unternehmen, wenn sie an der Macht wäre (ausser kostenlos Schnaps auszuschenken)? M: Welche Macht? Die von Castle Greyskull? Oder die von dem Star-Wars-Kram. Die Frage muss ich leider an den Henning weitergeben. Der ist der Star-Wars-Experte. H: Freiheit für die Gummibärchen! Nieder mit Lord Helmchen.
S: Lieblingsclub/band in/aus München? H: MISSBRAUCH natürlich. M: Also das KAFE KULT ist schon sehr fein. Bei Bands aus München fallen mir gleich Analstahl und die HI*TOPS ein! Aber da gibts auch soviele weitere die ich gut finde… is schwer. J: Das RÜLPS in Kirchheim is ganz gut und nicht zu vergessen das JUZ in Dorfen. Die einzigen zwei autonomen Zentren hier in der nähe.
S: Markus, du singst nebenher auch noch in der Misfits-Coverband „Where Eagles Dare“. Gibt es für Dich eine vergleichbare legendäre Band? Was fasziniert dich an dieser Band so sehr? M: Das ist eigentlich leicht erklärt. Die haben einfach saugeile Lieder geschrieben. Hatten Texte die zu deren Zeit total krank waren und waren so richtig auf dem Horrortrip. Was soll ich da als Horrorenthusiast noch mehr erklären. Entweder man mag sie oder man lässt es bleiben. Legendär würd ich daß nicht nennen, weil ich hab die live nie gesehen und alles was ich live von denen gehört hab ist so grottenschlecht daß ich mal behaupte, jede Coverband spielt die Songs besser nach als die Misfits selber. Aber die Studiosongs sind unübertroffen!
S: Gefällt dir das neue farbenfrohe Design der Misfits? M: Das ist alles ok. Nette Platten machen die ja auch noch, aber es kommt halt nicht an das Original ran. Wenn ich heute auf ein Misfitskonzert gehe, will ich die Hits hören und nicht RAMONES oder BLACK FLAG Songs. Tut mir leid Jerry aber das ist alles scheiße was du da ablieferst!
S: Irgendwelche Kommentare zu aktuellen Glenn Danzig Veröffentlichungen? M: Danzig schrieb und schreibt vielleicht auch noch gute Songs. Ansonsten interessiert mich der Typ überhaupt nicht und ich schätze ihn auch als großes Arschloch ein.
S: Das man von einer Band nur in den seltensten Fällen leben kann, wissen wir alle. Wie kommt ihr dennoch über die Runden? H: Ich für meinen Teil maloche als Kfz-Mechaniker, arbeite aber nebenbei noch an einer Geldmaschine. J: Ich studiere so vor mich hin und wenn das Geld nicht mehr reicht, jobbe ich. M: Arbeitslos und spaß dabei. Manchmal wenigstens…
S: Zukunftspläne? Mit was kann man rechnen? Kommt die lang angepriesene Stadiontour noch, oder gibt’s bald das seit langem erwartete „Wilde 13 Unplugged Album“? H: Die Zukunft ist noch ungewiss und hauptsächlich vom Geld abhängig, wobei die Zeit bei einem Azubi auch begrenzt und unabsehbar ist. Soviel zu den Kryptikern unter euch. Viel Spaß beim Reininterpretieren! M: Mal sehen wann wir Mainstream genug sind… Nee, im Ernst. Zur Zeit nehmen wir neue Lieder ins Visier und ein paar Compilationbeiträge werden veröffentlicht. Wenn wieder Geld im Haus is, dann werden wir ins Studio gehen und ne neue Platte aufnehmen. Labels haben auch schon angefragt.