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Hochtechnologie

gekkomat_shreddermagSo meine lieben Funsport-Victims, hier kommt das absolut lässigste Gerät, dass mir seit langem untergekommen ist: der Gekkomat! Was eigentlich klingt, wie eine Fantasie aus eine Zeichentrickfilm, ist Wirklichkeit, denn einem Ingenieur-Team (Ihr wisst schon, die mit den senf-farbenen Anoraks und sehr fest geschnürten Jogging-Schuhen) ist es gelungen ein funktionsfähiges Gerät zu entwickeln, mit dem man im wahrsten Sinne des Wortes die Wände hochgehen kann (siehe Foto). Eine Kombination aus vier Saugnäpfen, einer Tragevorrichtung und zwei Hydraulik-Flaschen macht es möglich auf Oberflächen wie Glas oder Beton senkrecht die Wände hochzugehen. Für den Gekkonauten – wie der Gekkonaut-Benutzer genannt wird – geht der Spaß also da erst richtig los, wo andere schon längst umdrehen müssen. Die Möglichkeiten, die man mit dem Gekkomaten hat, sind ungeahnt. Leider gibt es momentan erst einen Prototypen, aber vielleicht sieht man schon in naher Zukunft, wenn man durch die Stadt geht, die Gekkonauten an den Häusern kleben.

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Augustiner-History

augustiner_shreddermagEs ist an der Zeit endlich auch hier mal unser geliebtes August zu ehren! Denn egal, wo man auch hingeht, auf Parties, Isarfeiern oder den Kastenlauf, wer Anstand hat, kauft nur Augustiner und das, obwohl die Auswahl an Bier in München nicht gerade eben schlecht ist. Der Grund ist einfach: Augustiner Hell ist halt einfach das beste Bier der Welt! Wem hat es nicht die Jugend versüßt, wer erinnert sich nicht an das wunderbare Gefühl, als er das erste Mal 10 Stück an einem Abend geschafft hat? Fantastisch! Zu verdanken haben wir das Ganze dem unbandigen Durscht der Augstiner-Mönche, die 1294 in München ein Kloster gründeten. Im Jahre 1328 wurde dann das erste mal eine Brauerei urkundlich erwähnt und darum gilt dies als Gründungsjahr. Mit 674 Jahren ist die Augustiner-Brauerei die älteste in München, aber das wisst Ihr ja. Bis zum Jahre 1803 war die Brauerei fest in der Hand Gottes, dann kam die Säkularisierung (für alle, die da Schule geschwänzt haben: Trennung von Staat und Kirche) und die Brauerei wurde verstaatlicht. 1829 wurde die Brauerei von Therese und Jens Wagner gekauft und das ist auch der Grund, warum das Etikett von einem „JW“ geziert wird. 1885 zog die Brauerei von ihrem Stammhaus in der Fußgängerzone in die Landberger Straße, wo sie auch heute noch ist und uns mit Bier versorgt. Bleibt nur die Hoffnung, dass das für alle Ewigkeit so bleiben wird, denn die Liebe zu diesem Bier hält bestimmt so lange.

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Nerd-Ecke

state-of-emergency_shreddermagEin neues Gewalt-Spiel wird von den allseits beliebten Rockstar Games (GTA3, Thrasher) auf den Markt geworfen und mit State Of Emergency (PlayStation 2) übertreffen sich die NewYorker mal wieder selbst. Das Spiel ist eine Art Straßenkampf- oder Riot-Simulation, bei der es darum geht verschiedene Missionen zu erfüllen, was unter Strich aber immer darauf hinaus läuft, dass man alles (und jeden) kaputt hauen muß, was sich einem in den Weg stellt. Als Bewaffnung steht einem von Schlachtermesser, Baseballschläger über Polizstenkopf, Parkbank bis Kalaschnikow und Flammenwerfer so ziemlich alles zur Verfügung, was das kranke Hirn sich ausmalen kann. Damit ist dieses Spiel so dermaßen pädagogisch wertlos, dass es nur so eine Freunde ist.

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Straight Edge Koch-Corner: Cola-Huhn

straight-edge-koch-corner_shreddermag

Cola-Huhn (Asian Trash Cooking Version)

 

Zutaten für 4 Personen:
1 großes Huhn (am besten tot und ohne Federn), 5 Liter Cola, Kochbeutel-Reis, eine Flasche Fertig-Chicken-Chili-Soße, 20 Dosen Karlskrone

 

Zubereitung:
Die Cola wird in einem großen Topf auf dem Herd erhitzt. Wenn Sie kocht schmeißt man das Huhn in den Topf. Unter gelegentlichem Wenden kochen. Parallel den Kochbeutelreis gemäß der Packungsanweisung kochen. Nach ca. 45 Minuten ist das Huhn fertig und die Cola sollte an der Oberfläche etwas karamelisiert sein. Nun kann das Huhn zusammen mit dem Reis, der Chili-Soße und dem Dosenbier serviert werde. Bon Appettit!

 

Reviews

Konzert Review: Die Kassierer, Scheisse

Die Kassierer spielen mit Scheisse, Backstage 04.04.02

Das ein grosses Deutschpunk-Ereigniss uns erwarten würde war klar, die Höhe des Ausmasses übertraf jedoch sämtliche Vorstellungskraft.

Zunächst erst mal zur Vorband Scheisse, die übrigens ihrem Namen alle Ehre machten. Ein Haufen Alkoholiker samt Junkie am Bass brachten wirklich gar nichts auf die Reihe: Billiger Punksound mit Quietsch-Metaleinlagen, der nur noch von den Ansagen des Sängers („…esst mehr Pilze“…) unterboten wurde, stand auf der Tagesordnung. Am besten war: „Alle Junkies sind scheisse“, schön zu sehen, was die Band von ihrem Bassisten hält… Neben dumm texten konnte der Frontmann auch noch eins sehr gut: schlecht singen. Egal ob hektisches Schreien oder „gefühlvolles“ Trällern, der Biersau am Mikro mochte an diesem Abend gar nichts gelingen.

Nach ihrem Abgang dachten wir uns „kann ja nur noch besser werden“, weit gefehlt, denn Die Kassierer enterten die Bühne. Die Jungs sahen zwar aus wie Muttersöhnchen, abgesehen vom Sänger der nur aus einem dicken Bierranzen und einem Wasserkopf bestand, waren aber super asslig. Intelektuelle Songs wie „Sex mit dem Sozialarbeiter“, „Ausserirdischer zeig mir deinen After damit ich ihn auslecken kann“, „Zeig mir die Titten, denn ich will wichsen“ und „Vati war ein Hurenbock“ tönten aus den Boxen und animierten damit sofort alle anwesenden D-Punks zum Mitsingen. Der zweite Teil der armseligen Ruhrpott-Säufer begann folgendermassen: „Entledigt euch eurer gammeligen Kleidung“, worauf die Biersau nicht lange fackelte, sich auszog und sich als „gutes Beispiel“ feiern lies. Ein paar Songs später kam „Mein Glied ist zu gross, du bist zu eng“, es bedarf jedoch nur eines schnelles Blickes um zu sehen das der Track sicher nicht vom Sänger geschrieben wurde… Zwischendurch verfeinerten Die Kassierer ihre Show, beispielsweise mit der 20 sek Ballade „Die Scheide von Angela Merkel“ oder sinnlosen „Wir zeigen euch jetzt mal wie man im Ruhrpott Spass mit einem Eimer haben kann“-Einlage des Bassisten, der mit einem leeren Senfeimer und Blasmusik auf der Bühne herumalberte. Noch vor dem Ende des letzten Lieds verliessen wir das Backstage mit offenen Mündern. Kann so was überhaupt sein? Gibt es wirklich so grosse Asseln (ich vergass den Arschfick auf der Bühne…)? Naja, auf der einen Seite war es schon schön zu sehen, wie tief man die Messlatte in Sachen D-Punk setzen kann, auf der anderen Seite langt’s jetzt auch mal wieder mit Fäkalhumor. Damit man sich ein ungefähres Bild der Show machen kann, sage ich nur noch eins: In Sachen D-Punk sind die Terrorgruppe gegen Die Kassierer brave Klosterschüler, die heimlich auf dem Klo rauchen.

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Buchecke für Christen (Teil2)

Fernando Salazar Bañol – Die okkulte Seite des Rock

christenbuch2_shreddermagEin weiterer Christ beim Versuche unsere verdorbenen Seelen zu retten. In diesem lausig recherchierten Buch erfährt man alle Zusammenhänge zwischen Rockmusik und dem Bösen. Als fiese Satanisten werden hier z.B. entlarvt: Der gute alte Alice Cooper, Mick „das Böse“ Jagger, die Ritter des Satans KISS und natürlich AC/DC. Belegt wird das mit allerlei wirren Zitaten und einer Tonne noch wirrerer Verschwörungstheorien. Verschlüsselte Satan-Botschaften findet man so z.B. in Liedern von Queen, Led Zeppelin oder Pink Floyd und Punkrock ist eine „gewalttätige und sadomasochistische Version des Rock“. Mit zahlreichen Bilder, wird einem hier verdeutlicht, dass derartige Musik einen unverzüglich in den Wahnsinn, die Dorgensucht oder gleich die Hölle treibt. Höchst amüsant zu lesen!

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Buchecke für Christen (Teil 1)

Schwester Teresa Zukic – Das Skateboard Gottes
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Hier wird mal wieder der Beweis angetreten, wie jugendlich und flippig das Christentum so ist. Die Autorin dieses Buches zum Beispiel fährt angeblich leidenschaftlich gern Skateboard (man beachte die Körperhaltung), schreibt Rock-Musicals (ich muss kotzen), diskutiert in Talkshows mit Margarete Schreinemakers (hey, das ist ja echt spitze) und nimmt auch sonst kein Blatt vor den Mund, wie uns der Klappentext dieses Buches aufklärt. Ein echter Albtraum also. Ich habe nur mal kurz reingelesen (mehr ist echt zu viel verlangt), doch was ich da so erfahren habe, wirft ein dermaßen schauriges Bild über eine fancy-jung-gebliebene und nicht eben wenig selbstgefällige Nonne auf, dass ich dieses Buch als Grusel-Lektüre durchaus empfehlen kann!

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Diss des Monats

Wir dachten eigentlich immer, es wäre sowieso klar, aber nein, scheinbar haben es einige immer noch nicht gecheckt: man zieht auf Konzerten keine T-Shirts der Band an, die gerade spielt. Es ist eh jedem klar, wer spielen wird. Noch schlimmer sind die, die noch vor dem Konzert ihr ganzes Geld zum Merchandising-Stand tragen, um bereits bei der Vorgruppe in der ersten Reihe ihre Einfallslosigkeit zu demonstrieren. Auffallend ist hierbei, dass dieses Verhalten meist von rein männlichen Grüppchen an den Tag gelegt wird, die beim ersten Lied noch mords im Moshpit aufposen, ab dem zweiten dann bis Konzertende atemlos und verprügelt am Rand stehen.

Interviews

Don’t let the bastards grind you down!

N e w Y o r k C i t y – Die Toasters sind mal wieder eine dieser Bands, die eigentlich viel bekannter sein müssten, schließlich handelt es sich hierbei um eine der dienstältesten amerikanischen Ska-Bands! Wer die Truppe rund um Sänger, Gitarrist und Mastermind Buck schon mal live erlebt hat, kann bestimmt bestätigen, dass Alter hier nicht veraltet, sondern geht-ab-wie-Sau bedeutet. Darum haben wir uns den guten alten Bucket geschnappt und ihm ein paar Fragen gestellt…

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S: You became a skinhead in 1969 when your were 12 years old. What was it like back in the time the skinhead-movement started.
B: Well, I was following around my bigger brother who was also into it. At that time there was the Trojan explosion going on, so there was all kinds of reggae and ska in the radio. Back then we used to dress in whatever we could get our hands on. The modern conception of what skinheads wear doesn’t really conform to what was actually available at the time.

S: You have a 20-year-jubilee this year. Can you remeber the time it all began and your first gig at the CBGB’s in ’81?
B: Yeah, we made $22, it was on a tuesday night. Since that there have been about 3500 more concerts!!

S: What was the funniest moment in your band’s history?
B: Breaking down in the no mans land between est- and west-berlin and having to push the van into berlin. As said on your concert, is it true you’re not playing for money but for ass? Haha..You’d better ask Ruby and Sledge about that. Free beer is always good.

S: What are your favourite bands beside ska-music?
B: Mostly soul and blues. I also like african music, like Sunny Ade and so.

S: Five records would you advise someone who is „new“ in ska-music?
B: The Specials – anything
Harder They Come Soundtrack
Club Ska 67
Skanking Round The World Vol.1
Toots And The Maytals

S: Your own label Moon-Ska had to give up. Are there plans for a new one?
B: Not yet. I’m stil getting over that!!

S: Tell us about your new album. When will it released and what can we expect?
B: It will be released in may. It should be what you’d expect from a Toasters album. Varied styles of songs both fast and slow.

S: If you had three wishes, what would they be?
B: 1.) To have enough money to retire and just play when i felt like it
2.) Plymouth Argyle win the FA Cup
3.) Budweiser goes out of business

Alles weitere erfahrt ihr unter www.toasters.org

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Editorial #9

Editorial
Auch wenn ihr es nicht gemerkt habt, ist an der Shredder-Front viel passiert. Wie es aussieht wird das mit unserer Seite im Scheiß-Internet wohl doch noch was vor 2013, ausserdem haben wir unsere Fabriken in Taiwan angeschmissen und mal eben ein paar T-Shirts stricken lassen (mehr infos im Mittelteil) und Buttons gibt’s jetzt auch. Darüber hinaus haben wir sorgfältig recherchiert und können euch in dieser Ausgabe jetzt noch mehr brandaktuelle Top-Stories bieten. Viel Spass und schreibt uns Leserbriefe!

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Zeke – Death Alley (Aces& Eights Records)

zeke_death_alley_shreddermagZeke – Death Alley (Aces& Eights Records)
Die Stinker aus Seattle outen sich wieder einmal mehr als Riesenasseln, der erste Blick ins Booklet verrät warum: Hier wird übelst mit Messern, Äxten, Schwertern, Motorsägen und sonstigen Kriegs-Accessoires gepost! Ich weiss nicht ob es der debile Blick von Sänger „Mark Of The Beast“, oder das Riesenmaul mit den dazugehörigen gelben Riesenzähnen von „Abe Zannuel Riggs III“ ist, die mir irgendwie ein wenig Angst machen, aber ich habe mich dennoch ans Album rangewagt. Dauert ja eh nicht lang: 16 Songs werden in 28 min runtergerotzt, so wie man«s mag! Im Angebot heute: Hardcore-Highspeed-Rock’N’Roll, wer das Album noch nicht besitzt, bitte schnell zugreifen! Eine unvergessliche Reise mit 500km/h quer durch die ganze Welt, im Rückspiegel außer Staub und verbrannter Erde nichts zu sehen. Motörhead x2, voll auf die Zwölf! Ich weiss auch nicht, wie Zeke es schaffen, so einen professionellen Sound zu schmeissen, so koordiniert muß man erstmal sein, um Killerriff, Drum-Gebolze und Geschrei auf 10-facher Geschwindigkeit zu vereinen! Respekt.

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Breach – Kollapse (Burning Heart)

breach-kollapse_shreddermagBreach – Kollapse (Burning Heart)
Diese Schweden! Ich glaube wir haben es hier mit genialen, jedoch schizophrenen Musikern zu tun. So auch das Album: Beinahe zweigeteilt wirkt es. Einerseits unglaublich aggressive Wutausbrüche mit herzzereissendem Geschrei, andererseits ruhige Passagen mit akkustischen Gitarrenparts, langen Trommelsessions und versteckten Synthie-Einlagen. Doch gerade diese beiden Extreme machen das Album so spannend. Im ersten Moment noch in irgendwelchen Sphären schwebend, umgarnt von leicht runtergespieltem Gitarrengeplänkel im nächsten wieder ein bitteres, zorniges Schrei-Inferno, unterlegt von nervigen noisigen Riffs, die manchmal leicht an Refused erinnern. Doch das alles wird von den folgenden ruhigen Parts aufgefangen und gutgemacht. Dieses Album steckt wirklich voller Überraschungen, ich denke nur an das plötzlich auftauchende düstere Glockenspiel, welches die Grundstimmung abschließend unterstreicht und den Hörer in die wohlverdiente Freiheit enlässt.

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Slayer – God Hates Us All (American Recordings)

slayer_godhatesusall_shreddermagEin kleines Rätsel: Das Album heisst „God Hates Us All“. Das Cover wurde zensiert, da sich eine blutverschmierte, zugenagelte Bibel samt Slayer-Branding in den Plattenläden nicht gut macht. Die Tracks heissen zum Teil „Darkness Of Christ“, „God Send Death“ oder „Here Comes The Pain“, nicht zu vergessen „Bloodline“ oder „War Zone“. Der Schreihals am Mikro heisst immer noch Tom Araya, sein böser Scherge, der ihn bis zum Weltuntergang hin mit Killer-Riffs füttern wird, Kerry King. Habt ihr die leiseste Ahnung ob sich Slayers mittlerweile zehntes Album eher lustig oder böse anhört? Nein? Böse, sehr sehr böse… 40 min Metal-sauschnell-sauhart-in-deine-Fresse-bis-du-kotzt-nicht-mehr-aufstehen-kannst-den-CD-Player-nicht-mehr-auskriegst-Satans-Jünger-dich-holen-deinen-Körper-zerfetzen-und-fressen. Kaufen. Schnell. Amen.

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Duane Peters and the Hunns – Unite (Disaster)

thehunns_shreddermagDuane Peters and the Hunns – Unite (Disaster)
Unser Lieblingspirat scheisst mit seinen Hunnen deren zweites Album auf den Markt. Musikalisch keine Überraschungen, g’standener Punkrock, an alten englischen 77er-Helden orientiert, nur auf amerikanisch. Die 14 Songs plätschern so dahin, hier und da ein paar Highlights, aber insgesamt betrachtet nicht so der Hammer. Durchschnitt. Saufen hier, Probleme da, ein wenig Knast, unfaire Welt und ein kleiner Diss an alle Offspring-Kids: Standardthemen also. Der gute Herr Peters sollte seine Kreativität mal ein wenig bündeln, und nicht alles gleich raushauen, was er aufnimmt. Dies gilt nebenbei auch für das letzte Album seiner Hauptband, den U.S. Bombs. Vielleicht sollte er mal wieder anfangen, zu trinken, naja wir warten mal ab und hoffen auf einen neuen Hammer á la „The World“!

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Dover – I Was Dead For 7 Weeks In The City Of Angels (Chrysalis)

dover_shreddermagDover – I Was Dead For 7 Weeks In The City Of Angels (Chrysalis)
Wenn ich mir mein CD-Regal so anschaue, fällt mir auf, dass es fast eine reine Männerdomaine ist. Schade, wo ich Frauen doch eigentlich viel besser finde, als Männer. Um so erfreuter war ich, als mir die neue CD der spanischen Band Dover in die Hände fiel. Denn hier hört kriegt man endlich mal eine weibliche Stimme zu hören, die auch in Verbindung mit Gitarren gut klingt und ziemlich süß obendrein. Untermalt wird das ganze von guten altem Rock, der mal ein bißchen mehr in Richtung Punk geht, mal in die 70ies zurückschaut und manchmal auch etwas grungig klingt, nie aber langweilig. Zusammen gibt das eine geballtes Paket ziemlicher Ohrwürmer, dass ich jedem empfehlen kann.

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Dirty Dishes – V.A. (Honest Don’s)

dirtydishes_shreddermagDirty Dishes – V.A. (Honest Don’s)
Das Fat Wreck-Unterlabel beschert uns mal wieder eine seiner gern gesehenen Compilations. Mit an Bord sind alle bekannten und weniger bekannten Bands des Labels, wie Diesel Boy, Teen Idols, Real McKenzies oder Nerf Herder. Überwiegend wird einem hier typisch californischer Punkrock der lockereren und melodischeren Machart geboten. Leider hängt manchen Bands bisweilen ein leichter Zweite-Liga-Touch an, doch insgesamt bekommt man auf den 17 Songs ordentlich was geboten, vor allem bei dem fairen Preis von unter 20 Mark. Gerade alle Freunde des Schönes-Wetter-Punkrock können hier also mal wieder bedenkenlos zugreifen.

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Entombed – Morning Star (Threeman)

entombedmorningstar_shreddermagEntombed – Morning Star (Threeman)
Dem Cover sieht man’s an, denn während das der letzten CD mit einem Allround-verwertbaren Totenschädel aufwartete, gibt’s hier gutes altes Metal-Artwork. Dementsprechend ist die ganze CD im Vergleich zum Vorgänger auch wieder um einiges metaliger, ohne aber in Genre-typische Peinlichkeiten abzudriften. Auf jeden Fall kriegt man hier mal wieder den Stoff um die Ohren gehauen, auf den man sich gefreut hat: Ordentlich übelaunig, mit brachialer Kraft und in hoher Geschwindigkeit die ideale Musik zum Ministranten vergraulen und dreckig lachen. Immer getreu dem Motto: Nur keine falsche Scham und munter reingeknüppelt. Gepriesen sei Entombed!

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Report: Die große Skinhead History

skinhead_shreddermagDie Skinhead-Bewegung hat ihren Ursprung in Südengland. Sie entwickelte sich Ende der 60iger Jahre (offizielles Geburtsjahr ist 1969) aus den Mods, als die damalige Jugend aus der Arbeiter-Unterschicht merkte, dass Ihnen die Mods zu soft waren. Diese Arbeiterkinder waren wuchsen oftmals in einer ärmlichen Umgebung ohne Perspektiven oder gar einem Freizeitangebot auf. Wie die Mods mußten Sie unter der Woche schuften – wenn Sie überhaupt einen Arbeitsplatz hatten – und hatten so am Wochenende das starke Bedürfnis, den Alltag hinter sich zu lassen. Deshalb wurden die Arbeiterklamotten ausgezogen und das Skinhead-Outfit, bestehend aus Levis-Jeans, Ben Sherman-Hemden, Hosenträgern und Boots angelegt. Für damalige Verhältnisse sehr schick und nicht billig, mancher Skinhead mußte Monate dafür sparen, doch man musste smart aussehen, vielleicht auch um sich vom tristen Arbeitsalltag abzugrenzen. Und ein Skinhead war smart, sah gut aus, war ordentlich und sauber und konnte ordentlich zulangen, insgesamt war er also viel rougher als ein Mod. Warum Skinheads kurze Haare haben, ist nicht so ganz klar. Die eine Theorie sagt aus, dass es einfach nur dem Auffallen und Provozieren diente, die andere sieht den Grund darin, dass man bei einer Schlägerei nicht an den Haaren gezogen werden konnte. So wurde am Wochenende gefeiert und gesoffen, Spaß gehabt und der Alltag vergessen. Es gab einzelne meist stark Stadtteil-gebundene Gruppen, die zusammen abhingen und nicht selten in Schlägereien verwickelt waren.

 

Damals hörten die Skinheads nur Ska. Der hatte sich aus einer Kombination des Sounds, den die billige Arbeitskräfte aus der Karibik mitgebracht hatten, mit Bläsern und elektrischen Gitarren entwickelt, und war reiner Party-Sound. Ska-Bands bestanden eigentlich immer aus Schwarzen und Weißen, die zusammen die Sau rauslassen wollten.

 

Anfang der Siebziger fingen die Skinheads, denen Ska nicht ausreichte, an, auch härtere Musik zu hören und traten so die Entwicklung des Oi! los. Oi! entwickelte sich parallel zum Punk und hat die selben Wurzeln. So kam es zur Oi!-Bewegung. Ebenfalls unpolitisch, wollte man auch hier hauptsächlich einen draufmachen und Spaß haben. Wichtig war dabei das starke Zusammengehörigkeitsgefühl, denn Zusammengehörigkeit schützt vor dem kalten und harten Alltag. Der Schlachtruf „Oi! Oi! Oi!“ entstand dadurch, dass eine der großen frühen Oi!-Bands so, statt mit „One Two Three“ einzählte. Auch die Oi!-Bewegung war sehr auf das Viertel, in dem man nun gerade wohnte, bezogen.

 

Das die Skinheads kaum Perspektiven und Beschäftigungen hatten, führte zu einer „No Future„-Einstellung (ähnlich der Punks) und wurde Mitte/Ende der Siebziger das erste mal von einer rechten Partei (die „National Front“) ausgenutzt. Diese versuchte, die Skinhead-Bewegung für ihre Ideologie zu benutzen. So spaltete sich die Bewegung erstmals auf: die einen stiegen aus, andere wurden Punks, manche ließen sich von den von der rechten Partei einfangen, die Ihnen das Gefühl gab, jemand würde ihnen zuhören oder gar eine Perspektive geben. Die meisten blieben jedoch dem alten unpolitischen „Spirit Of 69“-Gedanken treu.

 

Anfang der Achtiziger schwappte die Bewegung nach Kontinental-Europa, in die USA und nach Japan über. In Amerika beeinflußte gerade der Oi! stark die Entwicklung des Hardcore. In Rest-Europa wurde die Bewegung mit allen ihren Schattierungen von den Jugendlichen, die meist auch aus sozial schwachen Umgebungen kamen, übernommen. Ende der Achtziger gab es hier dann auch die ersten eigenen Bands, wobei diese selten „Spirit of 69“-Bands waren, sondern es sich hier eher zwischen „links“ und „rechts“ polarisierte. Das heißt aber nicht, dass sich die Bewegung selbst so stark polarisierte, die unpolitischen Skinheads blieben einfach nur bei den alten englischen Bands. Ende der Achtziger gründete sich die SHARP-Bewegung (Skinheads Against Racial Predjudice) von Amerika aus, um sich endlich einmal offiziell von den Rechtsgesinnten in der Bewegung abzugrenzen.

 

Nach der Wende in Deutschland kam die Bewegung leider durch die rechte Skinhead-Szene in Verruf. Jeder erinnert sich an die Artikel, in denen fast nie differenziert wurde und alle Skinheads über einen Kamm geschoren wurden. Zu diesem Zeitpunkt gab es etwa 10.000 Skinheads in Deutschland, von denen aber nur etwa 10% rechts war, was in der öffentlichen Meinung dank einseitiger Berichterstattung aber leider keine Beachtung fand.

 

In den neunziger Jahren entwickelte sich die Skinhead-Szene langsam aber stetig zu dorthin, wo sie heute steht. Mittlerweile hat die Skinhead-Bewegung in Deutschland viele eigene Bands, zu denen sie gehen kann, ohne sich gleich automatisch mit „Ihr seid doch Nazis“-Vorurteilen rumschlagen zu müssen. Leider hat sich die öffentliche Meinung nicht gebessert, was wohl daran liegt, dass sich das meiste der Bewegung im Untergrund abspielt und somit fern der Öffentlichkeit. Nach wie vor gibt es insgesamt drei Lager: Der „normale“ Skinhead, der den größten Teil abgibt, den linken Punk-orientierten Skinhead und die rechten Boneheads, wobei die beiden letzteren einen eher kleinen Teil der Bewegung ausmachen. Skinheads, sind also nicht nur die Rechten aus der Bild-Zeitung, diese bilden zum Glück nur einen sehr kleinen Teil. Auch wenn die allgemeinen Vorurteile bisweilen leider bestätigt werden, in Wirklichkeit ist die Skinhead-Bewegung nicht die dumpfen rechten Schläger, sondern eine weitgehend unpolitische Bewegung mit viel Hintergrund und Geschichtsbewusstsein, und nicht zu Letzt verdanken wir ihr eine Menge guter Bands. Oi!

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Audi quattro S1

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Hier ist der Wagen, mit dem Audi Anfang der 80er Jahre die Rallyewelt umkrempelte. Der Audi quattro in der Ausführung „Pikes Peak“, benannt nach einem üblen Bergrennen – das diese Karre mit dem guten alten Rallye-Haudegen Walter Röhrl am Steuer natürlich gewann. Allradantrieb, dezente 720 PS und die Mutter aller Heckflügel machten es möglich. Heutzutage ist er für sowas natürlich viel zu schade. Besser auf der Leopoldstraße genauso breite hardcore-hergetunete alte schwarze 3er BMWs mit schlecht abgeklebten Scheiben jagen, das ist dann auch mal was Sinnvolles.

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Die Billabong Odyssey

Die Billabong Odyssey

billabong_shreddermagEin sehr löbliches, weil absolut größenwahnsinniges Vorhaben sponsort die Surf-Company Billabong. Die Jagd nach der höchsten Welle der Welt nämlich. Einmal gefunden, muss diese nur grad eben mal kurz abgeritten werden und schon winken 1000$ pro foot Höhe der Welle. Leider gilt dieses Angebot nicht für die Wellen im Eisbach oder in Eurer Badewanne, denn ein paar Meter sollte sie schon haben. Mike Parson hält mit einer 66ft-Welle (zum Vergleich: das ist 12x so groß wie das 5,5ft Shredder Girl!) gerade den Rekord, doch eigentlich suchen die Surfer auf der Expedition nach einer 100ft-Welle. Nix mit hang loose, sondern Terror – dann mal ran!

 

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Return of the Pogostick

Return of the Pogostick

pogostick_shreddermagWer immer dachte, diese komischen Dinger, auf denen Old-School-Comic-Figuren durch die Gegend hüpfen, gibt’s gar nicht, täuscht sich. Die Dinger waren in den 20iger Jahren ein Riesen-Hype und funktionieren wirklich. Die Firma AirGo bringt uns nun den Pogostick zurück. Leider muss man auf das typische „Boing“ verzichten, denn er funktioniert statt mit einer Stahlfeder mit geräuschloser Luftfederung. Schade, aber auch so ist und bleibt er die am debilsten aussehende Fortbewegungsmöglichkeit, die uns bekannt ist.

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für Nerds:

Hooligans – Storm over Europe

hooligan_shreddermag„The Only Fear – Is Runnig Out Of Beer“ ist das Motto dieses ersten offiziellen Hooligan-Spiel. Das das Ganze aus Holland kommt, versteht sich von selbst. Ziel des Spieles ist es, die gefürchteste Schlägertruppe Europas zusammen zu stellen. Hierfür muß man durch ganz Europa von Fußballspiel zu Fußballspiel reisen, um andere Gangs und Polizisten zu verprügeln, und dabei seine Mannen mit g’scheid viel Bier bei Laune halten. Unser Tip: Wer sich nicht prügelt, hat noch mehr Zeit zum Bier trinken.

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