Gossip

…lästert über die Misfits!

Ehemals die legendärste Band der Welt, sind die Misfits unter der Führung von Jerry Only (der dem alten Danzig die Namensrechte weggeklagt hat) zu einer läppischen Altherren-Truppe verkommen, bei der das Einzige, was noch gruselig ist, das Doppelkinn von Dez Cadena sowie der immer grausamer durchgeführte Rip-Off des eigenen Styles ist. Wir haben uns gefragt, ab wann eigentlich alles den Bach runter ging und könnten es durch knallharte Recherche heraus finden. Nämlich genau ab hier:

Kryst

Die jungen Sportsfreunde auf diesem Bild (aufgenommen 1989 im Wartezimmer von „Jennifer’s Nail’s“ in New Jersey) sind nicht etwa ein paar Landeier auf dem Weg nach Malle, sondern die Christen-Metal Band „Kryst The Conquerer“, bestehend aus (v. l. n. r.): Doyle, Jeff Scott Soto und Jerry Only! Ja, Ihr habt richtig gehört: christlicher Metal. Es gibt sogar ein Album, was allerdings (und hier hatte vielleicht doch eine höhere Macht die Finger im Spiel) nie offiziell raus kam. Ab sofort wundert uns garnichts mehr, selbst wenn Jerry irgendwann auch noch mal eine 6stündige Misfits-Konzept-Rockoper raushaut. Traurig, traurig.

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Stylecheck: 90ies Crossover

Wir wissen nicht genau, was los war, aber irgendwann Anfang der 90iger Jahre beschlossen diverse Rock-, Metal- und Hardcore-Bands, dass nicht nur die coolen Jungs aus Compton rappen können, sondern sie das jetzt auch selbst machen sollten. Das Ergebnis hiess Crossover (wie sinnig) und hat einige wirklich legendäre Bands hervorgebracht, aber auch teilweise recht fragwürdige Kleidungs– und Rap-Styles. Wir steigen für Euch in die Zeitmaschine und kramen unsere Top5-Crossover-Videos (auf VHS) aus:

 

1. Faith No More – Epic
Ein rappender und rumhopsender Mike Patton mit Undercut und Batik-Shirt, konsequent geslappter Bass kombiniert mit Gitarren-Metaler an Metal-Axt, ein Keyboarder (!), ein Panoramabreite-MTV-Refrain und ein Video mit gepflegter Regen- und LSD-Optik. Hier ist ihr größter Hit, voilá…

 

2. Biohazard – Punishment
Da gehen es unsere tattowierten Freunde aus Brooklyn schon deutlich ernster an. New York Hardcore meets Shirt-in-die-Hose-Biker-Rap:
https://www.tape.tv/biohazard/videos/punishment

 

3. Clawfinger – Nigger
Die europäische Antwort auf US-Trends ist meist etwas peinlich. Clawfinger lassen das „etwas“ weg und los gehts.

https://www.youtube.com/watch?v=UlitNXG6JTo

 

4. Red Hot Chili Peppers – Give It Away
Über die Red Hot Chili Peppers ist eigentlich alles bekannt, spätestens seid dem Comeback 1999 stands ja in der Gala. Das Video ist irgendwie langweilig (gold anmalen reicht halt nicht), aber das Lied ist gut und bei Minute 2:30 gibt’s eine Kameraperspektive, die sich Rocker heute leider viel zu selten trauen.

 

5. Rage Against The Machine – Killing in The Name
Jaja, Rage Against The Machine, eigentlich die einzige Band, die Crossover so gut gemacht hat, dass sie bis heute (gibt’s die eigentlich gerade wieder?) keinen musikalischen Kurswechsel hinlegen mussten. Killing In The Name, damals schon der Schulparty-Pogo-Klassiker und nach über 20 Jahren bei der Jugend immer noch beliebt (ich fand ja in der Jugend 20 Jahre alte Musik aus Prinzip Scheisse, aber das ist ein anderes Thema). Hier ging’s dann im Rock auch offiziell mit Baggy-Pants los. Sehr gut gefällt mir auch Zack’s In-die-Knie-Geh-Mosh-Style. Sehr schön!

 

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Interviews

Interview with The Dahmers

Mit Ihrem Debüt-Album „Demons“ haben die Dahmers aus Bromölla in Schweden eine echte Garage-Punk-Granate abgeliefert. Wir wollten von Ihnen wissen, warum, wie sie nun mit dem ganzen Ruhm fertig werden und wie es jetzt weitergehen soll:

The Dahmers_shreddermag

S: How did The Dahmers start and what’s your mission?
D: We all knew each other to some extent before the band was formed and played in a couple of other bands at the time but ended up talking about garage punk on a party. Karlsson (guitar/song) mentioned he had a couple of recorded songs that we ended up liking so we kind of formed around them and rehearsed for the first time the day after. Our mission is to spread our rock’n’roll like a plague.

S: Is it really true that The Dahmers live in graves and only crawl the earth at nights?
D: Yes, that is correct. Or wait, what? Nah, but we avoid people as much as possible. We don’t like people.

S: DEMONS is a great smashing piece of garage punkrock! How do you write new songs as a band?
D: Thank you! Our way of writing music is pretty basic. Someone has an idea or more, brings it to a rehearsal and we finish it together. We usually records demo versions of new songs as well to keep track of all the material.

S: Do you record/produce your music all by yourself or do you usually partner up?
D: We record everything ourselves, Karlsson is the recording man and does everything basically. Most of the recordings take place in the garage where we rehearse but some of it is recorded in the basement of Karlssons place, also known as Last House On The Left and Christoffer’s Crypt.

S: Who does your artwork?
D: Our drummer Karl-Oskar is behind all merch designs and artwork. He is our crazy genius.

S: As a younger Swedish band do you fancy old Hives/ Hellacopters/etc. stuff or is this more for old people? What’s your inspiration?
D: Sure, they were around when we grew up and were played and enjoyed by most people. We have always enjoyed and been inspired by old rock bands (far older than the ones mentioned) so the whole „for old people“ thing doesn’t really apply. One of our main influences at the beginning, and pretty much the reason we started playing, was Jay Reatard. Since then we’ve slowly moved towards old childhood idols such as Kiss, Status Quo, Die Doraus und die Marinas and other classic acts of the rock. Other than that we all love horror movies so that whole industry is very influential as well.

S: What’s going on in the Swedish scene these days? Who are the hottest newcomers and labels to you?
D: There is always a lot going on in Sweden when it comes to punk and rock music, almost more than you can keep track of Gamla Pengar, Obnoxious Youth, Vidunder, Rotten Mind, Snake, Nightmen, Mascara Snakes… We can go on forever.

S: Which two tv/movie creatures would you like to set up for an epic battle? And who would win?
D: We ended up joking about this topic for half an hour without coming up with a good answer so we would like to see Beavis vs. Butthead but instead of them fighting it would be us hanging out with them. Ash from The Evil Dead vs. the world. Ash always wins.

S: What are your plans? Will you be touring Germany anytime soon?
D: A new 7″ EP will be released on newly formed Lövely Records (part of Gaphals) on the 16th of October and we will be playing as much as we can after that. The plan is to do a couple of shows in Berlin, Hamburg or any nearby city/cities by the end of November but we will see. It all depends on whether someone wants to book us!

S: Share your wisdom: A last message to our readers?
D: We don’t believe in wisdom, except for when we’re drunk. Here is a song from our upcoming 7″ – play loud:

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Gossip

…macht „coole“ Sachen im Cyberspace!

Vielleicht habt Ihr es ja schon mitbekommen, aber sehr bald werden wir das „Leben, wie wir es kennen“ hinter uns lassen und ein Leben in der sogenannten „virtuellen Realität“ führen (Stichwort: Internet)! Den Anfang machen ein paar echt coole Jungs (schweeer in Ordnung), die dank Bits&Bytes endlich den alten Traum vom Fliegen war machen: Birdly ist eine Kombination aus Datenbrille, Bügelbrett, SM-Studio, Ventilator und Aktenkoffer im Platinen-Design, mit der man „virtuell“ (also quasi schon, aber nicht echt) fliegen kann. Schaut Euch das hier an, meeega-cool:

Durch New York-Fliegen – ganz nett – aber wir denken, da geht noch mehr! Daher haben wir die Shredder-Cyberpunk-Top 10 für weitere Simulationen, die bei der Zielgruppe sicher gut ankommen würden, zusammengestellt:

10. Mit einer Band auftreten und alle finden’s geil
9. Schnell mit dem Fahrrad fahren und dabei eine Platine löten
8. Bei der Mannschaftsverteilung im Sport nicht als Letzter gewählt werden
7. Es den anderen beim Brennball endlich mal so richtig zeigen
6. Tetris (aber echt)
5. Zu Hause ausziehen und die c’t-Sammlung die Kellertreppe hochtragen
4. Mit echten Freunden was machen
3. Mit einem Mädchen reden
2. Praktikum beim Shredder (z.B. Kopieren)
1. Am Computer sitzen und surfen

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Wiesn Countdown

In gut zwei Wochen ist es wieder soweit, schwingt Euch in Eure Landhaus-Moden oder die 3.000 € Original-Trachten und rein ins Vergnügen!

https://www.youtube.com/watch?v=RSbKDg6Sook

PS: Sweet Home Alabahma…

 

Reviews

M.O.R.A. – Halveksunnan aika (DIY)

mora_Halveksunnan aika_shreddermagM.O.R.A. – Halveksunnan aika (DIY)
Neulich im Briefkasten: Post aus Finnland! Im Paket: wuchtiger Hardcore, vorgetragen von 2 (!) extrem wütenden Sängerinnen. Das überzeugt ab dem ersten Takt und geht 14 Minuten lang geradeaus auf die Zwölf. Danach muss man erstmal eine kleine Pause einlegen, denn der Sound ist relativ brachial – dazu kommt, daß finnisch auch alles andere als eine melodische und weiche Sprache ist, die schnell ins Ohr geht. Aber egal. Das haut rein. Gut so. Und, großes Lob am Ende: Album und Artwork wurden in guter alter DIY-Tradition selber produziert, gemixt und gestaltet. Post aus Finnland? Immer wieder gerne! (Reinhören könnt ihr hier.)

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Gossip

Karrieretipp

Wie geht’s steil nach oben? Wann kommt die erste „Mio“ auf’s Konto? Und wer sitzt bei Lachshäppchen in der Senator Lounge? Bankkaufmann – Makler – Juwelier? Nein, nein, viel einfacher: als Punkrocker winken dicke Kohle und schnelle Autos. Die Kollegen von Dying Scene haben knallhart recherchiert (dann mussten wir das nicht mehr machen) und eine Liste der reichsten Punkrocker der Welt veröffentlicht:

 

1-3. Blink 182 – 205 Mio. $
(Barker – 85 Mio. $, Hoppus & Delonge –  je 60 Mio. $)
4. Dexter Holland (The Offspring) – 65 Mio. $
5. Billie Joe Armstrong (Green Day) – 55 Mio. $
6. Ian MacKaye (Minor Threat, Fugazi) – 25 Mio. $
7. Davey Havok (AFI) – 20 Mio. $
8. Tim Armstrong (Rancid, Transplants, Hellcat Records) – 13 Mio. $
9. Lars Frederiksen (Rancid, NYHC Tattoo) – 10 Mio. $
10. Marky Ramone (The Beatles) – 2 Mio. $
11. Shredder Mag – 200 DM
 
Viel Erfolg!

(via Dying Scene)

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Was macht eigentlich?

Neulich sind wir im Internet auf die aktuelle Radioshow von Henry Rollins gestoßen:
Für NTSlive präsentiert er seine Lieblingstracks in insgesamt vier 1-2-stündigen Sessions. Wir haben kurz reingehört und mussten feststellen: es gibt hier keine Regeln, geschweige denn einen roten Faden. Der alte Haudegen spielt sich kreuz und quer durch den Gemüsegarten. Von Pop, Rock und elektronischem Irgendwas, geht es über Sphärenklängen hin zu afrikanischen Ethno-Beats. Ach ja, Walgesänge sind auch dabei. Oder was immer das auch ist. Äh ja, interessant. Das Ganze gibt es hier und in Farbe.
 
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(Photo © NTSlive)

Reviews

Buchtipp: The Art of He-Man and the Masters of the Universe (Dark Horse)

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Da hatte sich scheinbar einiges zusammengebraut 1982: Die Misfits bringen „Walk Among Us“ raus, Iron Maiden „The Number of the Beast“, Venom’s „Black Metal“ erscheint, Michael Jackson übt den Zombie-Aufstand mit „Thriller“, Helmut Kohl kommt an die Macht und Bad Religion fragen sich (folgerichtig) „How Could Hell Be Any Worse?“. Passend dazu haut Mattel eine neue Spielzeug-Serie raus, die nicht nur perfekt in die Zeit passt, sondern auch alle Sandkasten-Battles der nächsten 10 Jahre dominiert: He-Man und die Masters of the Universe. Wir vom Shredder Mag haben uns schon immer große Verdienste erworben (das darf man hier ruhig einmal so sagen), hinter die Kulissen von Eternia, in den Kleiderschrank der Sorceress und in die Browser-History von Man-At-Arms zu schauen. Nun kriegen wir endlich Verstärkung, denn das großartige Buch „The Art of He-Man and the Masters of the Universe“ gibt erstmal einen runden Überblick über die Entstehung und Geschichte von He-Man und Gang in Bildern. So erfahren wir, dass die Entwicklung der Masters auf folgender Erkenntnis aus der Marktforschung basierte: „When asked how these concepts could be improved boys wanted more monsters, more shooting (guns, etc.), „blood and guts“, gruesomeness, etc.“. Darüber hinaus gibt es viel alte Concept Art zu sehen, Interviews mit Designern und der alten Kampfsport-Kanone Dolph Lundgren (He-Man im Masters-Film und auch sonst ein gern gesehener Partygast) sowie jede Menge original Grafiken von Verpackungen, Postern, Comics und so weiter. Damit ist das Buch definitiv ein Muss für alle, die in den 80igern zwischen 5 und 15 waren, natürlich für alle Masters-Fans und für alle, die auf 80iger Fantasy-SciFi-Artwork stehen (= Doro, alle Metaler, Live-Rollenspieler, World-of-Warcraft-Nerds und Airbrush-Fans). Viel Spass!

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Out of Vogue – s/t EP

Out of Vogue_shreddermagOut of Vogue – s/t EP

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, Abhinanda aus Umea haben für mich mit „The Rumble“ einen Hardcore Meilenstein hin- gelegt – und sich dann sofort aufgelöst. Seitdem Stille (nur eine Handvoll Vergissmeinicht-Shows). Nicht ganz: Der Sänger schreit sich in seiner neuen Band „Out of Vogue“ immer noch die SxE-Kehle wund. Astreiner Old-School Hardcore, mit dem Agnostic Front Fans (da soll es ja 1-2 geben) sicher gut klar kommen. Check am Besten deren erste EP aus, die gibt es hier umsonst als Download. Gratis! Geil!

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H2O, Death By Stereo (LOGO, 19.07.2015)

Bis auf die Knochen verregnet und etwas verspätet kam ich im LOGO an. Death By Stereo waren schon mitten im Zerstörungswahn und zerlegten die Bühne. Die Jungs aus Orange County hatte ich überhaupt nicht mehr auf dem Zettel, aber was heute Abend geboten wurde war sensationell (also, nicht verpassen): der Sänger verausgabte sich komplett und kam nicht mehr nach, sich ein Wasser oder Bier nach dem anderen über den Kopf zu schütten, die beiden Gitarristen spielten feinste Metal-Einlagen direkt vor der Bar und kurz vor Schluss wurde noch „Raining Blood“ von Slayer zum Besten gegeben – gesungen vom Berserker-Bassisten. Fantastisch!
Nach einer kurzen Verschnaufpause enterten H2O zu dicken Hip Hop-Beats die Bühne und spielten sich professionell durch 20 Jahre Bandgeschichte. Das LOGO bestand mittlerweile nur noch aus Schweiß und Bierdampf – die Stimmung war durchweg großartig nur gegen Ende hin wurde es leider ein bisschen zäh, da Toby Morse das Publikum vor jedem Song befragte, was denn als nächstes gespielt werden soll. Das ist ja erstmal ein netter Zug, aber die meisten waren damit komplett überfordert, bzw. nannten Songs die an diesem Abend schon einmal gespielt wurden. So zog sich das von einem Lied zum nächsten unnötig in die Länge, aber das ist meckern auf hohem Niveau. H2O-GO!

 

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