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GAP1328 – Summercamp

GAP1328 – Summercamp

 

Zum dritten Mal fand dieses Jahr das fünf Wochen dauernde GAP1328-Summer Camp auf der Zugspitze statt und am 17, Juni hat es uns gepackt, wir haben Jans alten Punkrock-Polo mit unseren Boards und Snowboard-Klamotten, die sich eigentlich bereits damit abgefunden hatten, dass sie sich bis zur nächsten Saison gedulden müssen, beladen und haben uns in kurzen Hosen bei 25 Grad auf den Weg nach Garmisch gemacht. Es ist schon komisch, wenn man dort an kommt, hauptsächlich Wandertouristen sieht und alles wahnsinnig sommerlich ist, man sich dann aber seine Snowboard-Schuhe und Kleidung anzieht und Richtung Lift stapft. 2500 m weiter sah das ganze dann schon etwas anders aus. Hier war, der Stoff aus dem die Snowboard-Träume sind… Schnee. Der Blick der sich uns bot war wirklich hocherfreulich: Zwar war nur ein einziger Schlepper in Betrieb, dafür gab es einen fetten Funpark mit zwei Halfpipes, jeder Menge großer und kleiner Schanzen und auch ein paar Rails. Dazu eine große Meute hochmotivierter Snowboard-Fahrer, die zum Teil auch richtig gut fahren konnten. Einziger Kritikpunkt war die Lifttrasse. Weil sie in etwa so eben war wie Lemmy Motörheads Gesicht, sah man leicht wie ein Turbo-Lift-Spack auf, wenn man von Canyon zu Canyon geschleift wurde.

 

Egal, Hauptsachse die Piste rockt und das tat sie. Der Schnee war zwar ein wenig sulzig, aber nicht wirklich richtig schlimm. Für Pausen standen unterhalb der Pipes Liegestühle bereit und es lief laut Punkrock… nein, es war doch wieder HipHop, naja. Um vier nach der letzten Abfahrt sind wir zurück zum Auto, haben uns umgezogen und uns danach eine Wiese zum relaxen gesucht. Leider hatten wir bei der Wahl unserer Wiese Pech, denn unsanft wurden wir nach einer halben Stunde von vier jungen Stieren geweckt, die sich vorgenommen hatten uns zu töten. Da wir sämtlich Handfeuerwaffen im Auto vergessen hatten, blieb uns nichts anderes übrig als zähneknirschend mit wenig würdevoller Rennerei den Platz zu räumen. Fuck Kühe, solche Arschlöcher! Für den Abend war ein Konzert von Stimilion in einer Disse vor Ort angesagt. Als wir, nachdem wir etwas gegessen hatten, den dortigen Parkplatz enterten, verließ uns allerdings die Motivation. Müde vom Snowboard-fahren und abgeturnt von den beiden beschissenen Terror-tiefergelegten Proleten-Golf GTIs, die sich auf dem Parkplatz Spackenrennen lieferten, beschlossen wir, noch vor dem Konzert den Heimweg anzutreten – was wir dann auch taten. Nichts desto trotz bis auf die Stierattacke ein saugeiler Tag und ein gelungener Abschluß der Snowboard-Saison 99/00. Wir können die nächste Saison kaum erwarten…

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Maserati Boomerang

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Der Maserati Boomerang ist sehr sehr flach! Wäre die Windschutzscheibe noch ein Grad flacher, könnte man nicht mehr durchschauen. Zum Einsteigen muß man sich auf den Rücken legen und sich dann mit den Füßen zuerst langsam ins Auto hangeln. Doch diese Strapazen nimmt man gerne auf sich, denn der Boomerang ist einfach ein geiles Auto. Mit keinem anderen Auto kann man zum Beispiel im Stau einfach unter den anderen drunter durchfahren, mit dem Boomerang ist das kein Problem. Und um noch einen draufzusetzen hat dieser Maserati auch noch Flügeltüren. Für richtige Punker ist der Boomerang allerdings doch nicht zu empfehlen, denn erstens ist er sehr selten und daher auch so teuer wie ein kleines Wasser im P1 (ca. 42,4 Millarden Mark) und außerdem ist der Kofferraum so klein, dass man maximal eine 0,33l Flasche Bier darin transportieren kann und wer will schon 0,3er Bier trinken?

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Stimilion – In And Through The Fight (Dragstar Records)

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Auch in den letzten zwei Monaten haben sich Stimilion mal wieder ordentlich reingehängt, wenn’s darum ging München mit Punkrock zu versorgen. Als erstes mal ein dickes Lob an die jeden Mittwoch im Titty Twister stattfindende Stimilion Punkrock Bamboule. DJ Chrissi („Der DJ Tomekk des Punkrock“) beweist hier jeden Mittwoch einen erstklassigen Musikgeschmack. Und live durfte man die Band dort auch schon bewundern. Daher: wer am Mittwoch nicht ins Titty Twister kommt, ist ein Arsch!

 

Gerockt hat auch die Release-Party des neuen Albums (Rezension nachfolgend) am 7. Juni in der Bongo Bar und das bestimmt nicht nur deshalb, weil wir heimlich Schnaps in die Bowle geschüttet haben. Wir sind gespannt, was die Jungs von Stimilion momentan schon wieder alles aushecken…

 

Stimilion – In And Through The Fight (Dragstar Records)

stimilion_shreddermagEndlich haben es unsere Münchner Kindl mal geschafft ins Studio zu gehen – heraus kam ihr erstes Album, welches auf den ersten Blick durch das lässige Artwork überzeugt. Sobald die CD läuft, dröhnt einem auch schon schöner Punkrock entgegen, der einigen californischen Bands nicht sehr unähnlich klingt… So zieht es sich auch dann straight weiter durch das ganze Album. Heraus fallen hier allerdings der Mitgröhl-Ohrwurm „Stimilion“ und die gelungene Rembrands-Coverversion „I’ll be there for you“, bei der sicher jeder Punkrocker seiner Freundin mit Tränen in den Augen eine Dose Adelskrone schenken würde. Textlich bewegen sich die Jungs im Thema Freundschaften und Beziehungen, die meistens einen traurigen Eindruck hinterlassen. Mit „Sorry, sold out“ (coole Lyrics übrigens) wird der gute alte Sellout abgehakt, so wie es sich nunmal für eine gestandene Punkrock-Band gehört. Am Ende entdeckt man noch die Ballade „Mike Ness vs. Me“, die selbigen hoffentlich ermutigen wird auch mal wieder ein Album zu schreiben (aber bitte nicht solo!). Ein relaxtes Punkrock-Album, daß aber für meinen Geschmack aber viel zu glatt produziert wurde. Auch ein bißchen Power von vergangenen Auftritten könnte nicht schaden…trotzdem weiter so, Munich Rock City! Das Teil bekommt ihr bei www.stimilion.com für faire 25,- DM (incl. Porto)… kaufen!

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Straight Edge Koch-Corner: Wurstkuchen

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Wurstkuchen

Zutaten:
1 großer fertiger Tortenboden, 2 Paar Wiener Würstl, 500g grobe Leberwurst, 1 Wammerl, 1 Stück Pressack, 1 Blutwurst, 1 Hirnwurst, 200g Kutteln, 2 Kalbsfüße, 16 Spareribs, 1 Flasche Rum, 1 Schweinekopf, 2l Blut

Zubereitung:
Als erstes muß der Schweinekopf zwei Tage im Blut eingelegt werden. Dann nimmt man den Tortenboden und legt erst den Pressack und das Wammerl in die Mitte. Am Rand wird ein Kranz aus Spareribs in den Boden gesteckt. Jetzt die Hirnwurst durch ein Sieb auf das Wammerl passieren. Die Kutteln werden kurz angedünstet und mit den Kalbsfüßen vermengt. Füllen Sie nun die Zwischenräume mit der groben Leberwurst auf. Schneiden Sie als nächstes die Blutwurst in Scheiben und legen Sie sie oben drauf. Um den einzigartigen Wurstgeschmack zu unterstreichen, stecken Sie die Wiener liebevoll oben hinein. Der Kuchen wird nun mit dem Rum abgeschmeckt. Zu guter Letzt schmeißen Sie den Schweinekopf in den Müll. Bon appetit!

Interviews

Interview – Archi „MC Motherfucker“ Alert / Sänger der Terrorgruppe

S: Hi Archi, man kennt Dich auch unter dem Namen MC Motherfucker und kurze Zeit hießt Du auch mal MC Fatherfucker. Wie sollen wir Dich denn nun nennen?
MC: Einfach nur MC !!!!!!! Das steht für Monte Carlo.

S: Ihr habt vor Kurzem in München zusammen mit den Wohlstandskindern ordentlich einen aufgespielt, aber warum hast Du Dich da nicht ausgezogen?
MC: Ich bin glaub ich ein echter Exhibi. Und dann macht man das halt nur wenn einen überkommt.

S: Ihr seid ja die ungekrönten Könige des Punkrock-Karaoke. Wenn ich bei einem Eurer Konzerte nun stockbesoffen ein Anfall von Selbstüberschätzung bekomme und singen will, welche fünf Titel sollte ich können, um nicht die nächsten 12 Jahre überall ausgelacht zu werden?
MC: Na die Punkrockevergreens halt. Anarchy in the UK, London Calling, Deutschland, Blitzkrieg Bob, The Brews und unsere Songs.

S: Welches Lied würdet Ihr zuerst spielen, wenn Ihr als Vorgruppe von Echt spielen müßtet?
MC: Erstens müssen wir gar nix, aber um dich nicht mit dieser Frage auflaufen zu lassen!!! Natürlich würden wir „Kinderwahnsinn“ spielen.

S: Ihr habt mit „Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland“ einen echten Smashhit geschrieben. Was war der krasseste Trick, den einer von der Terrorgruppe beim Skaten mal gestanden hat?
MC: Diese kleinen Knöchelbrechertricks waren nie mein Fall. Das kann ich alles gar nicht. Ich kann heute noch mit’m Longboard highspeed den Berg runter fahren über ein Auto springen und manchmal wieder auf dem Brett aufkommen. Speed und Airtime ist für mich das ein und alles.

S: Wie überrede ich ein ein eingefleischtes Mitglied der Jungen Union APPD zu wählen?
MC: Sag ihm einfach dass da das Bier und die Weiber umsonst sind. Dann macht der Proll freiwillig mit.

S: Wir würden im Shredder Mag gerne Euren Gitarristen Jonny Bottrop verlosen. Geht das klar und wenn ja, was sollen wir als Preisfrage nehmen?
MC: Wer ist schuld dass Bottrop so is wie er is ????? Kraft durch Freude ihr alten Bayern.

Gossip

Top Ten

Was macht eigentlich?

 

Das Urban Cookie Collective
Der andere von Milli Vanilli
Matthias Rust (remember Roter Platz…)
Chesney Hawks ( i am the one and only!)
Der Moderator von „Spaß am Dienstag“
Hootie and the Blowfish
Die 30 Albaner vom Stachus (Schlägerei mit Säbeln)
Bros
Der Geschäftsführer vom Wendy’s Leopoldstraße
Der Geräusche-Neger aus Police Academy

Gossip

Boarding-Innovationen

board1_shreddermaghrend die einen das Skateboard als einzig adequate Möglichkeit sehen unsere Straßen unsicher zu machen, sind viele Sportartikelhersteller und Kinderzimmer-Ingenieure da ganz anderer Meinung, was dann in der Regel ziemlich in die Hose geht (Snake- und Kickboard eröffneten einem ganz neue Möglichkeiten, sich auf der Straße zum Deppen zu machen). Neu ins Rennen geschickt wurde nun das sogenannte Freeboard (www.freeboard.com), ein Snowboard-geshapes Brett (1) mit extrabreiten Achsen und zwei zusätzlichen, mittig unter diesen angebrachten Rollen, das echtes Snowboard-Feeling auch im Sommer aufkommen lassen soll. Das selbe verspricht uns das Flowlab Board (2) von DCS Skateboards. Aber auch für Leute wie uns, die das gute alte Skateboard immer nboard2_shreddermagoch für die stylischste Art halten, die Straße zu rocken, gibt es Neugikeiten. Bulletproof (www.bulletproofboards.com) fertigt ab sofort Skateboards aus neuen Materialien, die angeblich sieben Mal haltbarer sind als die herkömmlichen 7-Ply-Holz-Decks. Auf unsere Anfrage, um was für Materialen es sich denn nun dabei handele, erhielten wir exklusiv das folgende offizielle Statement: „The decks are half carbon fiber and half cheese sandwiches.“ Leider hatten wir keine Möglichkeit diese neuen Teile zu testen. Daher bleiben wir vorerst skeptisch und mit unseren geliebten alten Skateboards glücklich.

 

Reviews

Shredder mag geht an die Börse!

With Full Force  Festival – Vom 23. bis zum 26. Juni besuchte eine hochkarätige Delegation das beliebte Festival in Deutschlands Osten.

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Ein cooles LineUp voll mit Hardcore und Punkrock lockte uns dieses Jahr in den Osten. Natürlich ist uns hinter der Grenze erstmal der Reifen geplatzt. Shredder Mag-Boxenstop-Zeit: 17.5 sec. Cooler Weise war der Parkplatz direkt am Gelände, daher kein Shuttlebus-Streß. Nach kurzer Diskussion, durften wir sogar unseren Gas-Kocher mit reinnehmen (toll!) und unser Lager aufschlagen. Am Freitag ging’s gleich los mit Brightside. Danach Liberator (nicht verpassen, wenn Ihr mal Gelegenheit habt) und Bombshell Rocks, die beide mit fittem Profisound aufgewartet haben. Der Gitarrist von Bombshell Rocks steht übrigens im Guinessbuch für die größte Gitarre der Welt. Madball waren saugeil, allerdings war’s im Pit so staubig, dass man während des Konzerts zu Teil nichts mehr gesehen hat und man danach ein gutes Lunge-ist-mit-Zement-ausgegossen-Feeling hatte. Die Band direkt danach haben wir uns wegen Kater und Sonnenstich gespart. Abends hat dann nur noch Metal-Schrott gespielt. Iron Maiden haben live (?) gespielt – der Bassist von Basilisk (Melodic-Gothic-Power-Metal ja ja…), den wir kennenlernten, fand’s „einfach genial“, wir fanden’s einfach beschissen. Im Zelt startete danach die „Knüppelnacht“. Als erstes lernten wir eine Lektion im „Mit-Haarausfall-und-Geheimratsecken-Rotor-Bangen“ vom Sänger der Metalproleten „Asphyx„. Weil wir es gerade so lustig fanden, haben wir uns noch die Schweden-Death-Metaler Marduk angeschaut. Brav geschminckt, den Rücken voll mit Satanisten-Scheiß-Tattoos haben sie reingeknüppelt, dass es schlimmer nicht ging. Der Sänger ist übrigens so ein Asso, dass er wahrscheinlich seinen Freunden Geld klaut. Soviel zu Freitag. Samstag Früh 12 Uhr aufstehen und im Regen erstmal eine Munich-represents Paulaner-Dose trinken, um den Tag stilgerecht zu beginnen. Der Regen hörte bald wieder auf und Ignite finden an zu spielen. Die waren richtig gut (wie immer). U.S. Bombs waren auch cool. The Exploited waren einfach nur alt. Richtig ab ging’s dann wieder als Gluecifer, die unangefochtenen Götter des Rock’n’Roll-Posing, gespielt haben. Den nächsten Proleten-Award nach Marduk haben sich Skarhead verdient. Nimmt man den beiden Shoutern (zusammen etwa 370 kg) die Worte „New York“, „Hardcore“ und „Skarhead“, bleibt leider kaum noch was übrig. Kein Posing sondern Qualität boten die alten Hardcore-Haudegen von Agnostic Front. Da sollten sich Skarhead mal eine Scheibe von abschneiden. Biohazard waren überraschender Weise saugeil und featurten dann auch Roger Miret und Wattie von Exploited, die noch am Bühnenrand rumlungerten. In der Nacht haben wir uns dann Hardcore Superstar (eine Mischung aus Oasis, Backyard Babies und New Kids On The Block) angeschaut, die live besser waren als erwartet. Der Sonntag war irgendwie planlos. erst fiel uns auf, dass die Dropkick Murphy’s gar nicht mehr auf dem LineUp-Plan standen und dann ging uns das Bier aus. Dazu war ätzende Aufbruchstimmung und die Ordner haben uns Angst gemacht (mehr als Marduk), nachdem einem von ihnen beim Löschen eines Zelt-Müllberges fast eine explodierende Gas-Kartusche ans Hirn geflogen wäre. Darum haben wir uns nur noch die wiedervereinten Spermbirds angeschaut, uns Slayer gespart (wir konnten auch keine Metaler mehr sehen) und uns in den Reiserückverkehr gen Westen gestürzt. Alles in allem war es ein cooles Festival. Komisch nur, dass es immer komisch gerochen hat, obwohl die Dixies ständig geleert wurden. Vielleicht lag’s am nahen Bitterfeld? Wer weiß…
Schöne Grüße noch an den Hurgl, der in einem Karton geschlafen hat, und an die Weißenburger-Skate-Crew, die am letzen Tag beim vom-Autodach-die-Heckscheibe runter-skaten selbige geshreddert haben. Skate & Destroy!

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Editorial #3

Editorial
Mitte Mai, linkes Bein: seit einem Monat eine fette Schürfwunde am Knie (Ollie verbauert), 10 mittelgroße blaue Flecken auf dem Schienbein, die Kickflips hätten werden sollen oder vom letzten Konzert stammen. Rechtes Bein: Blauer Fleck über die ganze Breite vom halben Schienbein bis unter den Knöchel (good ol‘ Sick of it All-Moshpit), ansonsten nur noch ein beim anschieben schmerzender Zeh (FS 180° dumm aufgekommen). Wenn ich so mit kurzen Hosen irgentwo auftauche, werde ich gleich mal ausgelacht und für blöd erklärt. Ob ich denn total bescheuert sei und was ich damit erreichen will. Verdammt noch mal, ich haue mir doch nicht absichtlich mit dem Hammer auf’s Bein. Sowas passiert halt. Wer das nicht versteht, kann Punkrock- und Hardcore-Konzerte ja meiden, sein Skateboard in die Ecke stellen und sich ein Dreirad kaufen. Ich kann’s nicht. Diese Ausgabe des Shredder Mags geht auf jeden Fall an alle anderen, die noch den einen oder anderen blauen Fleck vom vom letzten Pit oder dem letzten nicht geschafften Trick mit sich rumschleppen. Haut rein!

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The Lucky Punch – Four Aces Are Hard To Beat (Punchin‘ Productions)

luckypunch_shreddermagThe Lucky Punch – Four Aces Are Hard To Beat (Punchin‘ Productions) Sehr gut! Turbo-Babe, Spielkarten, Autos, zerissene Jeans ois dabei, was ma so braucht für’n Rock! Das Cover treibt die Erwartungen schon in die richtige Richtung. Die vier Aces aus München haben gerade den Blinker reingehauen und entern nun die Rock’n’Roll-Überholspur. Mit schönen Poser-Gitarren (schönen Gruß von den Hellacopters) und ordentlicher Alk&Zigaretten-Kreischstimme heizen sie konsequent auf Ihrem eigens im blutüberströmten Lungfull-Studio produzierten Mini-Album in Richtung Rockthrone. Diese CD kriegt Ihr in alter Punk’n’Roll-Manier übers Internet (www.theluckypunch.com). Munich Rock City kick ass!

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Rollins Band – Get Some, Go Again (DreamWorks)

rollins_shreddermagRollins Band – Get Some, Go Again (DreamWorks)
Rollins ist mit neuer aber nicht unbekannter Band zurück: Mother Superior dürfte Althippies und Stonerrockern schon ein Begriff sein. Gekonnt klauen sich Mr. Workout und sein neues Begleittrio auf „Get Some – Go Again“ durch die gesamte Rockgeschichte von den Siebzigern bis heute. Angefangen bei Led Zeppelin-Zitaten über Black Sabbath-Doomorgien oder Stonerrock der Neunziger ist alles vertreten. Nicht einmal vor Guns’n’Roses wird halt gemacht und das „Monster“-Riff einfach dreist aus „Paradise City“ entnommen. Trotzdem klingt jedes Element im Rollins-Kontext nach etwas Neuem und nicht nach billigem Abklatsch, wobei sein Gesang mal an Lemmy, mal an den neuerdings heiseren Danzig erinnert. Außerdem bleibt er auf dieser Platte auch seinen Punkwurzeln treu („You Let Yourself Down“) und setzt zum Schluß noch einen lustigen Spoken-Word-Funk-Jazz-Track drauf

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My Hero Died Today -The City Will Pay For This (Schematics)

myherodiedtoday_shreddermagMy Hero Died Today -The City Will Pay For This (Schematics)
Die Münchner Heroes machen ab sofort die Stadt mit ihrem ersten full-length Album unsicher! Und das nicht zu knapp, denn hier wird gerockt, bis die Fetzen fliegen! Ihre typische Kombination aus Hardcore gepaart mit Noise-, Metal- und Rockelementen bringt nun mal immer frischen Wind in die Stadt, sei es live oder eben auf CD. Dieses Teil ist extrem energiegeladen, dafür zeigt sich vor allem Sänger Marco mit seiner powervollen Stimme verantwortlich, aber am Besten Ihr überzeugt Euch selber von diesem Brett. Mehr Infos gibt es unter: www.myherodiedtoday.com oder Marco Walzel, Altöttingerdtr. 6a, 81637 München. Ansonsten schreibt an: kidsinthepit@compuserve.com!

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V.A. – Victory Style 4 (Victory)

victory_shreddermagV.A. – Victory Style 4 (Victory)
Der neue Label-Sampler bietet einen aktuellen Überblick über das Programm des New Yorker Labels. Wer hätte es erwartet, die meisten der 23 Tracks sind Hardcore (vertreten hier unter anderem Snapcase, Cause for Alarm, Integrity, Earth Crisis, Hatebreed oder Blood for Blood). Damit es nicht einseitig wird, haben sich noch ein paar Ska- und Punk-Nummern dazwischen gemogelt. Die Qualität der einzelnen Tacks schwankt zwar, aber die Guten überwiegen doch und bei 10 Mark gibt es eh keine Diskusion, ob Victory Style 4 eine sinnvolle Anschaffung ist. Rein in den Laden und holt Euch diesen perfekten Soundtrack für die alte Hardcore-Disziplin Straßenkampf.

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The Gadjits – Wish We Never Met (Hellcat)

gadjits_shreddermagThe Gadjits – Wish We Never Met (Hellcat)
Im Gegensatz zum letzten wurde das neue Album nicht von Tim Amstrong (Rancid) produziert. Mehr relaxter Ska, mehr OldSchool-Rock’n’Roll, weniger Punk ist das Ergebnis. Ein lockerer Offbeat, schiebende Keys und jede Menge Ohrwürmer gesungen mit wunderbar aufmüpfiger Stimme und verstärkt durch die oberlässigen weiblichen Backing Vocals geben dem Album einen durchweg positiven Vibe. Ein bisschen weniger sanft hätte zwar auch nicht geschadet, aber so ist’s auch gut, wer’s hart braucht kann ja S.O.D. hören, die Gadjits sind eher was für fette BBQ-Sessions in der prallen Sonnen (mit viel Bier).

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The Dwarves – The Dwarves Come Clean (Epitaph)

dwarves_shreddermagThe Dwarves – The Dwarves Come Clean (Epitaph)
Zwei schaumbedeckte Schnecken und ein nackter Luft-Rückenbürste-spielender Gnom in der Ecke auf dem Cover zwingen zum Reinhören – was bei 21 (!) Minuten Musik auch schnell geht. Nun gut, mag da mancher sagen, ist halt Punkrock! Allerdings bringt diese Weisheit nichts, wenn das Preis-Dauer-Verhältnis komplett scheiße ist. Die Dwarves aber machen das scheinbare Missverhältnis gemäß dem alten Deppen-Spruch „Qualität statt Quantität“ wirklich wieder wett. Ganz im Gegensatz zu manch anderer Band auf Epitaph findet sich nämlich auf dem neuen Output der Zwerge nicht nur melodiöser Mitsing-Punk mit Rock’n’Roll-Einschlag und Hitfaktor a la „Better Be Women“. Nein, zur leichtverdaulichen Durchschnittspunker-Kost gesellt sich zur Abwechslung auch mal ein wenig Pseudo-Industrial wie in „Over You“, was man unter Umständen sogar als Primal Scream Verarschung (XTRMNTR!) sehen könnte oder ein Machwerk namens „River City“, bei dessen Speedrock-Gebolze mit Kopfstimmen-Kreischgesang man unwillkürlich an Nashville Pussy denken muß. Ansonsten beherrschen rotziger, aber melodischer Beach-Boys-Gesang und furztrockene Punkrockriffs das Bild, auch wenn sich mal die ein oder andere Countrygitarre („Come To Where The Flavour Is“), etwas Elektrogeblubber oder Roboterstimmen aus dem Weltraum einschleichen. Insgesamt bleibt alles Punk, schnell wie Zeke, melodisch wie No Fun At All und abwechslungsreich wie kaum eine andere Band dieser Liga.

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KultZone

EKultzone_shreddermags ist doch immer wieder schön zu wissen, daß es in München noch Leute gibt, die sich für den Underground engagieren. Ein Beispiel dafür ist die Kultzone, ein non-profit-Projekt mit dem Ziel unter anderem auch Newcomer-Bands zu fördern. Ihre erste Aktion ist ein cooler Tapesampler, mit 20 Bands aus München und Umgebung und einer Spielzeit von einer knappen Stunde. Mit von der Partie sind z.B. Trans Love Energy, Analstahl, Sigi Pop, Auto Zynik, AmDamDeath, Munich Punx, FKK Strandwixer, Marionetz, Mass und einige mehr. Hier wird brandneues und/oder unveröffentliches Material vorgestellt, daß sich von Punk über Hardcore bis Pop erstreckt. Das Infoheft rundet die ganze Sache noch sehr schön ab. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, daß niemand bei der Sache etwas verdient (Tape wird zum Selbstkostenpreis abgegeben) und lediglich der gute Wille die Hauptmotivation ist, was natürlich ganz im Sinne der Shredder-Philosophie steht. Support your local scene! Wer mehr Informationen braucht, sei es Kontakt oder Bestellen, der wendet sich bitte an www.kultzone.de – die Startseite in den Münchner Underground!

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Achtung, wichtiger Stimilion-Newsflash!

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Unsere Münchner Punkrocker waren nicht faul und haben ihr neues Album aufgenommen! „In and trough the fight“ erscheint am 5. Mai und beinhaltet  „12 songs in super hi-fi stereo punkrock quality“. Na wenn das mal nichts ist! Die CD kann man sich unter www.stimilion.com oder in ausgesuchten Skate- und Snowboardshops aufstellen. Ihr seht also, beim täglichen Besuch im Aldi oder im Balanstüberl wird man nicht fündig.

Die Jungs habe sich aber um noch mehr bemüht: Ab dem 19. April findet jeden Mittwoch im Titty Twister (KPO) die „Stimilion Punkrock Bambule“ statt. Bei dieser Punkrock-Night brettert uns DJ Chrissi (Drummer) seinen Sound auf die Ohren, nebenbei laufen noch geile Vidoes (Gwar, Millencolin…) und bei einem Eintritt von 5 DM ist der Abend für jeden gestandenen Punkrocker gerettet!

Also Münchner Kindl, auf geht’s, ab jetzt wird auch am Mittwoch Abend gerockt!

 

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Butterbabe Longboards – only the long surfive

Bbutterbabe_shreddermagei genauem Hinsehen merkt man schnell, daß sich seit einiger Zeit neue Funsportarten auf deutschen Straßen breit machen. Die beschissenen Rollerblader sind nicht genug, nein, jetzt kommen auch noch das Kickboard und der Speedstick zum Einsatz. Bei letzterem handelt es sich beispielsweise um eine jämmerliche Roller-Wiedergeburt mit Handbremse, ja ihr habt richtig gelesen, mit Handbremse! So kann das nicht mehr weitergehen, dachte sich auch Jan Kisselmann, der Erfinder, Hersteller, Vertreiber und überhaupt der Mastermind von Butterbabe Longboards. Vor ca. zwei Jahren gründete er seine Firma, um den Kampf mit den neuen bescheuerten Trendsportarten aufzunehmen! Seine Philosophie besteht darin, das Surfen oder Snowboarden auf den Asphalt zu bringen. Um dieses Feeling zu erzeugen sind konventionelle Boards jedoch fehl am Platz: Wo normale Longboards bei 1,10m aufhören, fängt er erst bei 1,50m an! Durch diese Länge kann ein optimales Gleit-Gefühl auf der Straße erreicht werden. Unterstützt durch ein klassisches Surfboard-Shape, zwei G-Truck Achsen und G-Wheels (RouteSeventy 69mm) sind diese fetten Geräte das ideale Board zum heizen. Einmal anschieben und man fährt bis an den Horizont… so können in einer Stunde beispielsweise bis zu 10-15 km bewältigt werden! Randsteine bis ca. 2cm werden einfach verschluckt. Man merkt also schnell, die Longboards sind für’s reine Cruisen gebaut und nicht zum Tricksen (obwohl sie ja aus der Familie der Sk8boards stammen). Nur Jan Kisselman steht dank seinen Steinzeit-Mammut-Kräften einen 180° Frontside wie Backside. Wem das alles nicht genug ist, sollte sich einmal das Riesen-Butterbabe namens LONG JOHN vor Augen führen. Dieser Prügel ist doch tatsächlich 1,98m lang! Das muß man sich einmal vorstellen und sowas gibt es in Munich Rock City! Dickes Lob! Zwar ist dieser Oschi nicht praktisch, um die Innenstadt zu rocken, aber auf g’scheiten Highways und bei Downhill-Sessions kommt jeder Surf- und Boardfreak auf seine Kosten! Wer mehr Informationen braucht schaut mal unter www.butterbabe.com nachschauen oder gleich eine Mail an jan@butterbabe.com schicken. Vielleicht sieht man sich ja wieder auf der ISPO im Sommer oder irgendwo am Horizont! In diesem Sinne: keep on ridin’…

Interviews

Interview

Mit Claus Grabke – Sänger und Gitarrist, Thumb und Alternative Allstars.

claus_grabke

S: Hi Claus, erzähl erst mal kurz, von Deiner Zeit als Skate-Pro! Wie wird man das?
CG: wie man skate pro wird ist ja an sich sehr einfach… man fährt irgendwie gut genug skateboard und dann ergibt sich das von selbst… ich habe mir eigentlich nie gross gedanken darüber gemacht… ist alles so passiert… ganz von alleine… skateboardfahren war und ist in meinem leben eine ganz grosse leidenschaft… eine art fluchtweg… weg von allem dunklen, hin zum licht… nur wer skatet weiss wovon ich rede! meine zeit als pro war sorglos… federleicht… unglaublich schön… ich werde bis ans ende meiner tage davon zehren!!!

S: Was ist Dein Lieblingstrick?
CG:frontside smith grind!! laaaaaaaaaaaaaaaaaaang!

S: Wie hast Du es geschafft, dazu auch noch Thumb auf die Beine zustellen?
CG: das ist/war auch einfach… alle guten dinge im leben sind einfach… ich habe immer schon musik gehört… ich wollte selber welche machen und habe „eight dayz“ gegründet… mit denen war ich schon auf einer „thrasher-compilation“ und auf einem „santa cruz“-video… dann kam thumb und später „alternative allstars“!!!! man will was machen… und macht es!!!

S: Skate-Pro und Rockstar, das klingt phantastisch! Bist Du nicht der glücklichste Mensch auf Erden?
CG: ich bin sehr glücklich, obwohl ich auch meine dunklen seiten habe (leute die meine texte kennen wissen wovon ich rede!)… aber rockstar??? na ja… ich kann machen was ich will und muss auf keinen boss hören… das ist cool!!

S: Ich höre gerade das Album „Rock On“ von Deinem Nebenprojekt „Alternative Allstars“. Wie kams dazu?
CG: also… zuerst mal… die „alternative allstars“ sind kein nebenprojekt sondern eine vollwertige band… die band gibt es schon genausolange wie „thumb“… jetzt war es einfach an der zeit musik auch von dieser band rauszubringen! ich spiele bei „alternative allstars“ guitarre und singe! in der band spielt mein alter skate kumpel mark wiechert am bass! ich denke, daß ich diesen, anderen musikalischen teil in mir einfach auch ausleben möchte!!!

S: Die Liebe ein zentrales Thema auf „Rock On“ und viele Songs sind eine Gradwanderung zwischen Gefühl und Kitsch, die Du, finde ich, sehr gut meisterst. Doch wirst Du wegen dem auf „Rock On“ vorhandenen Schmalz jetzt nicht oft angefeindet?
CG: erstmal vielen dank… das mit der gradwanderung gefällt mir… ja, der schmalz paart sich auf dieser platte mit ernsthaftem… die platte ist sehr locker entstanden und ich hatte bei bestimmten passagen im proberaum keinen text und habe immer shalalala und so gesungen… später hatte ich keine lust da was anderes zu singen… so ist es dabei geblieben… im grunde genommen gehe ich bei „alternative allstars“ textlich genau andersrum vor wie bei „thumb“… bei thumb kehre ich eine dunkle seite von mir nach aussen… im mittelteil bringe ich dann meist einen positiven gedanken um zu zeigen, daß es immer einen ausweg gibt! bei „alternative allstars“ fange ich oft mit etwas positivem an und bringe dann im mittelteil einen destruktiven gedanken… siehe „rock on“… na ja… so halt! angefeindet wieso??? ich glaube die leute schätzen das was ich mit „alternative allstars“ mache! bisher keine kritik!

S: Wie wird das nächste „Alternative Allstars“-Abum aussehen und wie geht es mit Thumb weiter?
CG: „alternative allstars“ bauen gerade ein grosses studio in dem wir unsere nächste platte ganz alleine aufnehmen werden. ich denke es wird mehr knallige nummern geben, aber auch ein, zwei schöne balladen! lasst euch überraschen! thumb gibt es natürlich auch weiterhin… wir arbeiten gerade an neuem material! wird ein brenner!!!

S: Gib uns abschließend noch zwei Tipps. Wie lernt man am schnellsten einen Kickflip und was hilft Deiner Meinung nach am besten gegen Liebskummer?
CG: bei tricks hilft nur üben!!! liebeskummer? ach, geniesst ihn… ist im grunde ein schönes gefühl… besser als abzustumpfen!! gefühle sind das entertainment programm eures körpers!!! liebeskummer geht und liebe kommt!!! bestimmt!!!

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Gossip

Newsticker

+ + + brightside, my choice + + + 15.3. im a5 + + + cooles konzert + + + coole familaere atmosphaere + + + my choice beweist fitte agnostic front qualitaeten + + + brightside bolzt und erfreut mit misfits- und madness-coversongs + + + sehr schoen + + +

Gossip

Diss des Monats #2

Beim Durchblättern der Bravo Girl! stach uns nebenstehendes Bild ins Auge: Unsere Lieblingsonaniervorlage Oli P. mit einem Che Guevara-T-Shirt. Oli P.’s Statement auf die Frage, wer da eigentlich auf dem T-Shirt abgebildet ist, lautet: „Ohne Diego Maradonna hätte Brasilien 1986 nie die Fußball-WM gewonnen.“
Ach so, dann ist ja alles klar Oli.

P.S.: Ist Euch eigentlich schonmal aufgefallen, dass Oli P. frappierende Ähnlichkeit mit dem Typen hat, den Ihr in der Grund schule immer mit dem Kopf zuerst in den Mülleimer gesteckt habt? Komisch, komisch.

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