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The Mighty Mighty Bosstones – Pay Attention (Island)

bosstones_shreddermagThe Mighty Mighty Bosstones – Pay Attention (Island)
Wie passend, dass man nirgendwo im Package der neuen CD der Bostener Ska-Institution das alte Logo mit dem fiesen Bullterrier finden kann, denn besonders böse und gefährlich geht’s auf dem neuen Album wirklich nicht zu. Aus einer ausgewogenen Mischung auf Ska, Rock und Funk und Pop haben die Bosstones ein Album voller guter Songs gekocht, das wahrscheinlich bei anderen Bands irgentwie etwas zu glatt klingen würde. Aber keine Angst irgendwie schaffen es die acht Jungs den Songs einen besonderen Charakter zu geben, vielleicht liegt’s an der cool verrauchten Stimme des Sängers, vielleicht an was anderem – ist mir auch Wurscht, ich hör’s mir einfach gerne an…

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Good Riddance – The Phenomen Of Craving (Fat Wreck Chords)

goodriddance_shreddermagGood Riddance – The Phenomen Of Craving (Fat Wreck Chords)
Diese Band hat sich in den letzten Jahren einen festen Platz in den Herzen der Hardcore-Gemeinde erspielt. Da in Californien die Sonne scheint, klingt alles harmonischer, als der New Yorker Output und es gibt durchaus Parallelen zu Bands wie Pennywise oder Ignite. Dennoch hat die Band einen ganz eigenen Sound, der sich vor allem durch den straighten Rhythmus und den Gesang definiert. „The Phenomen of Craving“ ist die erste Veröffentlichung nach Weggang des alten Drummers. Das Minialbum (6 Tracks für 20 DM) ist aber immer noch voll Good Riddance. Melodisch, mit Texten, die sich vor allem mit den Steinen, die einem das Leben in den Weg wirft, beschäftigt, mal wieder ein echter Knaller!

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Deftones – White Pony (Maverick)

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Deftones – White Pony (Maverick)
Die Deftones melden sich mit Ihrem dritten Album zurück und das ist der Hammer! Mit „Around The Fur“ brachten sie ja schon die Musikwelt durcheinander, aber mit dem neuen wird es auf jeden Fall sehr schwer für die Konkurrenz sein, noch eins draufzusetzen! Der Sound ist immer noch im alten Deftones-Stil gehalten- New Metal der Fachbegiff in Karstadt’s CD-Welt… Die Bandbreite reicht von emotionalen Wutausbrüchen bis hin zu ruhigeren Tracks. Mit dem ganzen Album muß man sich allerdings ein wenig auseinandersetzen- man wird zwar ganz schön gefesselt und mit hineingezogen, wenn man sich aber nicht darauf einlässt wirkt der Sound etwas zu anstrengend. Also merken: die Deftones nicht zum Picknick oder zum ersten Rendezvous hören! Zu erwähnen sind noch der großartige Track „Passenger„, der zusammen mit Maynard James Keenan (Sänger von Tool) eingesungen wurde und der sehr umfangreiche, aber etwas verwirrte Multimedia-Part mit vielen Bildern, Infos und lauter so Zeugs.

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Gluecifer – Tender Is The Savage (White Jazz)

glueciferGluecifer – Tender Is The Savage (White Jazz)
Hier ist es, das neue Gluecifer Album und nach dem Hören möchte man sagen, jetzt haben sie es geschafft, hier ist das Ideal, das sie schon immer anstreben zu scheinen. Rock’n’Roll, der sich auf eine Stufe mit AC/DC oder KISS stellt. Für die perfekte Produktion zeichnet sich Daniel Rey verantwortlich, der schon diverse Album von unbekannten Bands wie den Ramones oder den Misfits auf der Fahne stehen hat. Fast ein bisschen eine Katerstimmung macht sich breit, denn das ist jetzt genau das, was sie wollten, und wie soll nun das nächste Album klingen? Naja, den Jungs aus Norwegen wird schon was einfallen und wenn nicht, live würden sie auch mit immer den selben Songs jedesmal auf’s neue rocken.

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Rancid – s.t. (Epitaph)

rancid_shredddermagRancid – s.t. (Epitaph)
Während sie im letzten Album Ska- und Worldmusic-Orgien frönten, ist das neue und mittlerweile fünfte Album ein Rückbesinnung zum Dreck der Straße. Das heißt, kein Takt Ska mehr und jede Menge Knüppel-Mosh-Punkrock. Beim ersten Mal hören muss man das erstmal schlucken, denn besonders die ersten drei Tracks wollen so garnicht ins Ohr. Doch schnell merkt man, wieviele wahre Burner das neue Album bereit hält. Zweiflern empfehle ich, sich im Laden sich hintereinander Track 4, 9, 11, 14 und dann erst den Rest anzuhören – das sollte reichen. Rancid beweisen mal wieder, ihre Ausnahmestellung und dass sie machen, was sie wollen und nicht, was man von ihnen erwartet.

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Oldschool-Computerspiele-Test

Barbarian
Schon durch die wunderschöne Packung mit Haarspray-Metaller (ist der von Manowar oder einfach nur so häßlich?) und die Bitch hat dieses Spiel besondere Erwähnung verdient. Die Programmierer haben geschafft, das in ein Spiel zu packen, wofür die Macher von Highlander mehrere Stunden Kino brauchten: Köpfe abhacken at it’s best. Wer das besonders gut kann, darf die Tochter des Königs bumsen (wird nicht gezeigt).
Beim Spielen hören: eine Fantasy-Metal-Hymne von Blind Guardian

 

Skate Or Die
Jahre vor Tony Hawks Pro Skateboarding brachte Electronic Arts dieses Spiel auf den Markt. Das Spiel bringt allerdings eine viel stärkere Punkrock-alles-kaputt-shreddern-Attitüde mit als der neue TopSeller. Folgende Wettbewerbe stehen zur Auswahl: Downhill Jam (gegen einen Computer-Spieler), Downhill Race (allein), Freestyle Ramp, High Jump Ramp und Pool Joust.
Beim Spielen hören: Sucial Tendencies – Posessed To Skate

 

Spy vs. Spy
Der Hit für alle, die damals dachten, MAD wäre saulustig (heute wissen wir es besser…). Getreu der Comic-Vorlage muss man seinen komposit-farbigen Gegner mit gefunden Gegenständen Schaden, Demütigung und Qual zufügen. Die Grafik ist gammlig, aber zu zweit gegeneinander macht es großen Spaß. Eignet sich besonders für’s beim Zivildienst spielen und dabei absichtlich und heimlich Bier trinken…
Beim Spielen hören: Michel Jackson – Black & White

 

Bubble Bobble
Wenn man es zu zweit spielt, ist dieses Spiel wahrscheinlich das coolste ever. In 100 Levels muss man als kleiner Drache fiese Monster mit Blasen abschießen und zerhüpfen. Wenn man man dabei zu langsam ist kommt ein Totenkopf-Verschnitt und tötet einen. Mit Glück, findet man dabei noch diverse Bonus-Level. Wenn übrigens jemand weiss, wie man den riesigen Endgegner fertig machen kann, bitte melden!
Beim Spielen hören: Ja nichts, der Soundtrack ist Killer

 

California Games
Der König unter den Soundso Games (Party Games lassen wir jetzt mal außen vor…). Die Disziplinen Surfing, Frisbee, Half Pipe, BMX Bike Racing, Foot Bag und Roller Skating vermitteln gscheid Kalifornien-Feeling am Bildschirm und machen das Spiel zum absoluten Muss für alle C64-Besitzer. Das Video zu „Californication“ von den Red Hot Chili Peppers ist hier nur ein billiger Abklatsch!
Beim Spielen hören: Hi-Standard – California Dreaming

 

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Opel Monza

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Ein wahres Traumauto kreierte Opel in den frühen 80iger-Jahren, als sie dachten, mit dem Opel Monza die Fusion von Sportwagen und großer Reisekutsche zu perfektionieren. Raus dabei kam ein sehr grosses, sehr stark motorisiertes, sehr häßliches und ungemein stylisches Gefährt. Natürlich hat man mit dem Monza nicht nur die perfekte Karre, um zum Golfen zu fahren (ich hinten am Wagen, Jan im Hintergrund mit Rock), der grosse Kofferraum fasst statt Golf-Zubehör ebenso gut Snowboards oder Fahrer, die zu besoffen sind, um zu fahren. Was will man mehr?

Interviews

Hörprobe

Im neuen Album „Veni, Vidi, Vicious“ von The Hives treffen diverse Musikepochen und Stile aufeinander und bilden eine furiose Mischung, die ziemlich rockt. Um herauszufinden, was für Musik den Punkrock-Dandys aus Schweden sonst so gefällt, spielten wir ihnen zehn Lieder vor und baten sie um einen Kommentar (der meist leider etwas kurz angebunden ausfiel).

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S: The Beatles – Twist And Shout
H: That’s a very good song the best one.

S: Yuppicide – Socialization
H: This is not good the singer sounds like… ?? Not the kind of music we are in to.

S: Marilyn Manson – Fundamental Loathsome
H: It could have been good but it’s not. We don’t know why really.

S: Bad Religion – What Can You Do?
H: To much „Bad“

S: Red Hot Chili Peppers – Scar Tissue
H: We think this is pretty. It’s ok.

S: The Hellacopters – Gotta Get Some Action Now
H: The Hellacopters are pretty good we like the early stuff.

S: Photek – Aleph
H: We like it!!!! Very nice.

S: Rancid – Time Bomb
H: Rancid is ok we like the early stuff there as well.

S: Earthlings – Stun Gun
H: Funny.

S: Misfits – Angel Fuck
H: Sing a long song.

Gossip

AC/DC, 21.10.00, Olympiahalle

Die Vorband, von der bis heute niemand den Namen weiß, war fast so gut wie der durchschnittliche T-Shirt-Preis am Merchandise-Stand: 50 DM hingerotzt und schon war man im Besitz eines guten „AC/DC- Stiff Upper Lip- Tour 2000“-Shirts in XXL. Naja, ich lobe mir bei diesen Monsterveranstaltungen dann doch noch immer die illegalen Poster-Verkäufer vor der Halle, die das Stück für ’nen ehrlichen Fünfer rausrücken.

 

Kommen wir zur eigentlichen Show: gestartet wurde mit einem meisterlichen „You shook me all night long“, was die gesamte Halle schon zum toben und grölen brachte. Die Jungs zogen ihr Set auch weiterhin straight durch, begleitet von drei Riesen-Videoleinwänden, die zu 80% sowieso nur Angus Young beim Gitarrenposing zeigten. Dazu fuhren die australischen Herrschaften recht viel anderweitige Konzert-Specials auf: entweder es schossen Kanonen von der Bühne, die 10 m Riesen Angus Young-Puppe (vom aktuellen Cover) rauchte und brannte im Hintergrund oder es liefen wie bei „Hard as a rock“ Comic-Wikinger-Pornos mit kleinen Tier-Fick-Einlagen. Sehr schön! Bei „Whole lotta rosie“ kam sogar selbige als aufblasbare Riesen-Gumminutte zum Vorschein und tanzte hinter den Jungs eifrig mit. Angus Youngs schweißtreibende Bühenshow, teils auch auf dem Boden, war nicht zu überbieten! Er schwitzte und sabberte an einem Stück- und das im mittlerweile doch schon recht reifen Alter. Der Höhepunkt war jedoch sein Strip, der mit einem coolen Deutschland-Boxershort-Posing endete. „T.N.T.“ und „Highway to hell“ durften natürlich auch nicht fehlen und so endete das Konzert nach 2 Stunden Spielzeit. Ich muß wirklich sagen: maximum respect to the kings of rock, denn sowohl Show und Sound waren nicht zu übertreffen! Und überhaupt muß ich mal sagen: ich verstehe einfach nicht, daß so viele garnicht hingehen wollten, denn der Eintrittspreis von 5 DM war doch wirklich mehr als fair, oder?! In diesem Sinne: for those about to rock – we salute you!

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Hintertux-Summer-Riding

Hintertux-Summer-Riding   Zwei mal suchten wir diesen Sommer den Gletscher am Ende des Zillertals auf. Hier die Bilanz: nach dem wir das erste Mal die zweieinhalb Stunden Fahrt hinter uns gebracht hatten, erwartete uns akzeptabler Schnee (für Juli) und schlechte Sicht. Der Funpark mit Halfpipe war allerdings schon länger nicht präpariert, aber na gut, was müssen wir zu der Jahreszeit auch fahren.   Das zweite Mal die große Enttäuschung, wegen zu starkem Wind war das Gebiet geschlossen. Also sind wir ins Mayerhofener-Erlebnis-Bad (spart’s Euch…) und haben uns auf den nächsten Tag gefreut. Da hatte das Gebiet offen (allerdings nur ein Lift) und wir wurden gewarnt, dass man nicht wisse, wie sich der Wind entwickle und man fahre auf eigene Gefahr, was den Betreiber allerdings nicht davon abhielt, trotzdem 66 Markt von uns zu kassieren. Oben war dann alles voll, der Lift fuhr mit 0,5 km/h und wie sollte es auch anders sein, nach zwei Abfahrten war Schluß, der Lift wurde geschlossen- was’n Abturn. Also, überlegt es Euch gut, wenn es Euch nächsten Sommer reißt und Ihr Euch einbildet dort fahren zu wollen. Checkt auf jeden Fall vorher die Homepage (www.hintertux.at) und wenn da was von Wind steht, laßt’s bleiben!

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Kauner Tal Opening, 20. – 22.10.2000

Kauner Tal Opening, 20. – 22.10.2000

 

Das Versprechen von Schnee, Sonne und Punkrock lockte uns dieser Jahr ins Kauner Tal, das als erstes wieder die Pforten für alle Snowboard-Hungrigen öffnet. Also bestiegen wir Freitag Mittag das Shredder-Mobil und machten uns auf den Weg (ca. 2,5 h). Vor Ort erwartete uns ein Festzelt mit 30 Mrd. m² Grundfläche und Scharen von feierwilligen Funsport-Kids. Nicht die schlechteste Ausgangs-Situation für einen lustigen Abend. Im Zelt wurde seltsam schmeckendes Ösi-Bier ausgeschenkt und als erstes spielte die sehr sehr schlechte Ösi-Pop-Band Heinz, was auch prompt keinen interessierte, har, har. Als dann die Münchner Punkrock-Allstars Stimilion (die übrigens vor Kurzem per Mail endlich Ihren Übertritt zur Homosexualität bekannt gegeben haben) anfingen, war die Stimmung bereits sehr gut. Die Jungs spielten eine gewohnt gute Show, rockten hart und boten damit das ideale Forum für Suizid-Diving – was dankend angenommen wurde. Nach dem Konzert wurde ich noch ins ChillOut-Zelt geschleift, um dort mein Trink-Schicksal besiegeln zu können…

 

Als wir am nächsten Morgen im Shredder-Mobil aufwachten, war’s dann auch schon elf und das Wort „fit“ traf unseren Zustand auch nicht ganz. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, fuhren wir schnell hoch zum Lift, warfen uns in Snowboard-Montur und los gings. Oben war ordentlich was los, jede Menge Stände von Snowboard-Firmen, eine Halfpipe und laute Musik. Dazu blauer Himmel, cooler Schnee und klare Sicht bis nach Süditalien. Saugeil! Wenn das Fahren nicht so viel Spaß gemacht hätte, hätte man auch den ständig laufenden Contest, an denen zahlreiche Pros teilnahmen, zuschauen können. Außerdem konnte man an den Ständen Equipment zum Testen ausleihen und Aufkleber einheimsen. Natürlich war es viel zu schnell vier Uhr und wir mussten wieder runter. Leider konnten wir nicht noch den Sonntag bleiben, doch auch schon dieser eine Tag war richtig cool, so dass sich die lange Fahrt gelohnt hat.

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Diss des Monats #4

Jeder kennt das Problem: man steht beim Mark Knopfler-Konzert in der zweiten Reihe und sieht schon nichts mehr, weil man so klein ist. Die Lösung bietet die Firma Bertulli: Die Vital Comfort-Rattenschuhe. Ihr kennt sie aus dem ADAC-Magazin (übrigens auch recht gut…) zwischen dem Lifta Treppenlift und der Haar-Eigenverpflanzung. Sau geil, wir haben jeder sechs Paar in braun!

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Interviews

Fear The Lucky Punch! They are dangerous…


M ü n c h e n – Als wir The Lucky Punch zum ersten Mal als Vorgruppe von Gluecifer im Backstage sahen, war uns sofort klar, die Jungs meinen es Ernst in Ihrer Mission, die Stadt mit feinstem Rock’n’Roll-Sleaze zu versorgen. Zwei Jahre später hat die Band als Support bei Konzerten vieler großer Punkrock und Rock’n’Roll-Bands immer wieder gezeigt, wie man die Clubs zu kochen bringt. Dem Shredder Mag standen Sie nun Rede und Antwort.

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S: Wie lange gibt es Euch schon und wie fing alles an?
LP: uns gibt es seit 1997. jacek und ich spielten bereits seit jahren in einer eher hardcore/metal orientierten band und fragten ein paar freunde (die übrigens auch schon alle bei div. anderen münchener bands mitmischten) ob die nicht bock hätten mit uns eine wirklich „rockig“ 70ies orientierte band zu gründen (damals mehr als“fun-project“gedacht!) später erst wurde die sache ernster.

S: Was für einen Sound habt Ihr am Anfang gespielt?
LP: the lucky punch sollte immer rock’n’roll repräsentieren (von anfang an) dazu hatten wir die band gegründet, wir hatten alle keine lust mehr auf „bolzen“. allerdings war es natürlich neuland für uns dashalb hören sich die ersten aufnahmen auch noch etwas „härter“ an. naja, wir mußten halt erst dazulernen (das tun wir ja eigentlich immernoch!)

S: Wie würdest Du Eure Musik jetzt beschreiben?
LP: sehr 70ies rock’n’roll/hard rockig (meistens relativ schnell gespielt – deshalb wohl auch der punkrock touch .) es kommen langsam auch mehr und mehr southern rock einflüße dazu

S: Hattet Ihr damals/heute Vorbilder?
LP: klar! ac/dc (mit bon scott), motörhead (mit eddie clark), lynard skynard, mc5 usw. halt!

S: Wieviele Konzerte habt Ihr ungefähr schon gegegeben und welche waren die besten?
LP: ca. 20 konzerte! die shows mit motörhead, backyard babies, L7 und die zum backstage free&easy 99 waren wohl am besten!

S: Ihr wart Vorgruppe von Motörhead in Prag. Da seid Ihr bestimmt auch mal an Lemmy nah rangekommen. Wie ist der persönlich so drauf und sind die Warzen echt?
LP: wir haben ihn nur kurz getroffen. er ist total auf unseren damaligen sticker abgefahren (ist auch im booklet des neuen motörhead albums zu sehen). sie waren eigentlich alle ganz cool, die warzen sind natürlich echt.

S: Im Frühjahr dieses Jahres erschien Eurer erstes Mini-Album „Four Aces Are Hard To Beat“ und vor kurzem ein zweites. Kann man die nur über Eure Homepage kaufen oder gibt’s die auch im Geschäft?
LP: naja, wirklich erschienen ist von uns eigentlich noch gar nichts, alle unsere aufnahmen sind von uns selbst produziert und gepresst, veröffentlicht ist noch nix! in münchen gibt`s die cd’s nur im wom! ansonsten nur über internet erhältich wie (wie z.b. unserer homepage, rising sun records und underdogma records) allerdings wird die „four aces are hard to beat cd“ ab dezember in england über cargo records vetrieben!

S: Habt Ihr schon Angebote von Plattenfirmen und würdet Ihr White Jazz oder Universal den Vorzug geben?
LP: keine konkreten angebote. wir würden dem besseren vetrag den vorzug geben.

S: Was haltet Ihr davon, dass die Hellacopters immer poppiger werden?
LP: ich halte es für absolut schwachsinnig zu behaupten das die hellacopters immer poppiger werden. das neue album ist wieder ein hammer! die machen wenigsten nicht immer das gleiche und entwickeln sich weiter, bei vielen anderen bands gilt ja kennst du ein album kennst du alle, uns das ist doch erst recht langweilig! und mit pop werden sie wohl nie was zu tun haben!

S: Wie geht’s weiter mit „The Lucky Punch“?
LP: wir versuchen weiterhin unser bestes, die songs werden immer geiler, und eines tages werden selbst wir unser debütalbum veröffentlichen, am 30.11. werden wir live zu sehen seien mit den hellacopters und den hives in der georg elser halle!! ansonsten kann man ab und zu unsere homepage www.theluckypunch.com zwecks „news“ checken!!!!!

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Editorial #4

Editorial
Lange ist es her, das die letzte Shredder-Ausgabe erschienen ist, aber wir haben die Sommerpause gut genutzt. Zuerst waren wir zwei Wochen zum Telemark-Fahren in Nepal, dann ging’s weiter nach Bibione zum Bogenschießen und danach haben uns ein Schlemmer-Wochenende in der Lüneburger Heide gegönnt, damit wir wieder fit sind für die Taschenbillard-Finals in Rostock. Weiter ging’s zum Betonkoffer-Tragen bei den Austrian Giants (Jan immerhin zweiter Platz) und danach mussten wir auch schon wieder zur 17-Jahr-Feier der Sanitär-Innung Kolbermoor e.V., zu guter Letzt noch einen kurzen Abstecher nach Wyoming und eine Woche Statist bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg. Ihr seht, wir haben die Zeit nicht vergeudet und hier ist sie dann nun auch schon, die lange erwartete Ausgabe Nummer 4.
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Eine Bitte am Rande

Eine Bitte am Rande:
lasst euch keine Stretch-Ohrringe machen! Das sieht scheiße aus und bringt keinem was. Naja, wenn ihr sie wieder rausnehmt, habt ihr ’ne Pussy am Ohr, hahaha…

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Muff Potter – Bordsteinkantengeschichten (Teenage Rebel)

muffpotter_shreddermagMuff Potter – Bordsteinkantengeschichten (Teenage Rebel)
Die Jungs aus Rheine legen mal wieder ein Meisteralbum hin! Obwohl deutsch zu Punk-orientierter-Mukke gesungen wird, hebt es sich meilenweit vom Prädikat Deutschpunk ab! Die Songs transportieren so viel Emotionen, die keinesfalls aufgesetzt wirken, sondern so überzeugend rüberkommen, wie ein Amboß der aus dem 13. Stock genau auf deinem Schädel zusteuert. Es werden mitreißende Geschichten von Verlierern und verlorenen Seelen erzählt, die am Ende dennoch bei jedem einen Funken Hoffnung und Kraft hinterlassen. Durch die geschickte, oft zweideutige und fast schon philosophische Art der Texte, wird man als Zuhörer auf geniale Weise gefesselt, man weiß auf Anhieb nicht was im Einzelnen gemeint ist. Das Album muß erst einige Zeit im Kopf umherkreisen und reifen, bevor man es in seiner ganzen Genalität und Größe vollständig versteht. Danach tritt man in Muff Potters Kosmos ein und singt schon im Unterbewusstsein „…kein Frühling ohne Winter, kein Schatten ohne Licht- hier kommt der besiegte Sieger der alles hält und nichts verspricht…“. Ein Wahnsinnsalbum, dass ich jedem ans Herz legen kann.

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The Suicide Machines – s/t (Hollywood Records)

suicidemachines_shreddermagThe Suicide Machines – s/t (Hollywood Records)
Ich steh ahnungslos im Plattenladen und was sehe ich: die neue Suicide Machines-CD! Mit ihrem Debut-Album „Destruction by Definition“ spielten sie sich schon in die erste Liga des Highspeed-Punkrocks, daß zweite Album war in Ordnung, aber nicht so bahnbrechend. Jetzt das neue, ohne Titel, dafür ein um so stylisheres Cover! Beim ersten Track verwirren einen die Herren aus Detroit total, denn Sometimes I don’t mind erinnert eher an einen schönen Pop-Song, als an guten alten Punkrock. Jetzt sollte es dann losgehen möchte man meinen, weit gefehlt: Ein Pop-Song löst den anderen ab, sogar auf Streicherparts gibts. Lediglich Tracks wie „Green“, „Reasons“ oder „I hate everything“ erinnern an die alten Sachen. Diese CD gefällt mir dennoch richtig gut, weil so ein wahnsinnig schönes Happy-California-Sommerabend-Feeling rüberkommt. Alles in allem wieder ein Hammeralbum, das aber besser unter „The Suicide Machines – Easy listening Vol. 1“ veröffentlicht werden sollte.

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Avail – One Wretch (Fat Wreck Chords)

avail_shreddermagAvail – One Wretch (Fat Wreck Chords)
Es dürfte mittlerweile das sechste Album der Washingtoner-KFZ-Asseln sein. Da Nr.1-5 bis auf wenige Sampler-Beiträge komplett an mir, vorbeigezogen sind, muß ich hier also auf Weiterentwicklung oder ähnlichen Schrott verzichten. Mit 14 Tracks und 34 Min Spielzeit schon mal von Grund auf ein gestandenes Punkrockalbum. Geht jedoch beim ersten Mal hören irgendwie überhaupt nicht ins Ohr, keine Mitgröhl-Pasagen oder Ohrwürmer. Überhaupt wirken die Jungs manchmal etwas planlos, wenn sie einfach so drauflos bolzen und ins Mikro plärren. Komisch… Nach mehreren Hörversuchen kristallisieren sich allerdings schon mehrere coole Songs heraus, könnte man ein wenig mit Jughead’s Revenge oder Hot Water Music-Sachen vergleichen. Bei den High-Speed-Knüppel-Parts wird auch eine Prise SOIA ins Spiel gebracht. Als gesamtes Album betrachtet haut es mich nicht so vom Hocker, es gibt wie gesagt ein paar gute einzelne Passagen, die sind dann aber wirklich saucool. Eine etwas durchwachsene Angelegenheit, deswegen kein Pflichtkauf…

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Guano Apes feat. Jan Ullrich – Carmina Burana (Bertelsman Buchclub)

guanoapes_shreddermagGuano Apes feat. Jan Ullrich – Carmina Burana (Bertelsman Buchclub)
Das ist aber eine flippige Idee von den Guanos sich nach der Hitsingle „I Got A Kickboard Under My Feet“ den Radfahr-Virtuosen Jan Ullrich mit ins Boot zu holen. Heraus kommt der typische Guanos Sound, den wir von zahlreichen Konzerten, die wir besucht haben, und aus der PopRocky kennen, das heißt sie zieren sich nicht, auch mal ein paar härtere Saiten anzuschlagen. Jan Ullrich mit seinen derben Skillz steuert dicke Beatz, fette Rhymes und ein leises Fahrrad-Dynamo-Geräusch bei. Im Bonustrack gibt es dann noch eine Beatbox-Version. Gemischt und aufgenommen wurde das ganze in Jan Ullrichs‘ Partykeller von Niki Pilicz, der schon Lisa Fitz ganz groß rausgebracht hat. Applauso!

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No Fun At All – State Of Flow (Burning Heart)

nofunatall_shreddermagNo Fun At All – State Of Flow (Burning Heart)
Eigentlich war No Fun At All dafür bekannt gerne mal sauschnell zu sein. Für das neue Album haben sie, was das angeht, eine Vollbremsung hingelegt. Das neue Album ist sehr langsam und sehr ruhig und… naja sagen wir’s halt… sehr emotional. Gehässig gesagt, ist es genauso hart, wie die Jungs in der Band schön. Harhar. Schluß mit der Lästerei, denn was es hier zu hören gibt, ist so eindringlich, dass die Texte und die Musik schon nach ein paar Mal hören nachhaltig hängen bleiben und im Kopf herumschwirren. Durch die sehr eingänigen Harmonien klingt alles noch intensiver nach. Das ganze Album hat eine sehr melancholische Grunstimmung, also eigentlich nix für’n Sommer. Trotzdem reinhören!

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Motörhead – We are Motörhead (SPV)

motoerhead_shreddermagMotörhead – We are Motörhead (SPV)
Die Hartwurstwarze meldet sich zurück. Das neue Album ist zwar deutlich gewöhnungsbedürftiger ausgefallen als der Vorgänger, aber eben immer noch Motörhead. Waren auf „Snakebite Love“ überwiegend Tracks mit Mitgröhlcharakter vertreten, kommt die neue Platte wesentlich rhythmischer daher. Als Highlight müssen auf jeden Fall die Sex Pistols-Coverversion „God Save The Queen“ und das experimentellere „Wake The Dead“ gennant werden. Fazit: Nach mehrmaligem Hören und dem Genuss alkohlischer Getränke ein durchaus schönes Stück Rock’n’Roll. Vor allem Leute, die die 1995 erschienene „Sacrifice“ mochten, können auch hier bedenkenlos zusauf… äh… greifen. Prost!

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The Hives – Veni Vidi Vicious (Burning Heart)

hives_shreddermagThe Hives – Veni Vidi Vicious (Burning Heart)
Die meisten werden die Hives von ihrem Hit „a.k.a. I.D.I.O.T.“ kennen, was man auf dem neuen Album hören kann, geht in eine ganz neue Richtung. Zottliger derbe 60ies-angehauchter Garagen-Punk nämlich. Die Riffs sind genauso einfach wie eingängig und der Sänger Howlin‘ Pelle Almquist macht seinem Namen alle Ehre und hängt sich beim Singen so rein, dass sich seine Stimme nicht nur einmal überschlägt. Dazu brummt und braust es, dass einem unvermittelt ein Pilzkopf wächst. Die Beatles hätten sie damit 1964 auf jeden Fallen locker an die Wand gespielt. Bleibt nur zu Hoffen, dass sich die Jungs auch mal live in München blicken lassen, da müßte es eigentlich ziemlich abgehen!

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Bracket – When Everything Else Fails (Fat Wreck Chords)

bracket_shreddermagBracket – When Everything Else Fails (Fat Wreck Chords)
Die Jungs aus einem Kuhkaff nördlich von San Francisco legen mit „When Everything Else Fails“ ihr viertes Album vor und kein Label dieser Welt wäre besser geeignet als Fat Mikes Fat Wreck Chords, dies zu veröffentlichen. Beim ersten Lied schon wird klar, wer NOFX scheiße findet, wird dieses Album hassen. Für alle anderen (z.B. uns) gibt es Punkrock, wie er in Californien scheinbar auf Bäumen wächst. Das ganze Album ist sehr poppig, aber das ist man ja mittlerweile gewöhnt. Eine habe Stunde gefälliges Punkrock-Entertainment, das sich allerdings schwer tuen wird, aus der Masse der Veröffentlichungen herauszustechen, da einem doch allzu viel von irgendwo her bekannt vorkommt.

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Queens Of The Stone Age – Restricted (Interscope)

queensofthestoneage_shreddermagQueens Of The Stone Age – Restricted (Interscope)
Die Mannen um Gitarren-Gott Josh Homme (früher Kyuss) und Nick Oliveri (Ex-Dwarves) sind mit ihrem sehnsüchtig erwarteten zweiten Album zurück. Diesmal hat der schon bei Kyuss tätige Chriss Gross mitproduziert. Verwirrend ist anfangs die Tatsache, das die Lieder aus einem Pool von ca. einem Dutzend verschiedener Musiker gespielt werden. So singt mal Nick, mal Josh, der Schlagzeuger wechselt ständig und so weiter… Das Ergebnis ist allerdings fantastisch. Sehr abwechslungreich (klar), sehr luftig (trotzdem ein Zentner Wüste mit dabei) und immer feist groovend. Ein zwei Lieder haben Sie in (Wüsten)sand gesetzt, der Rest sind allesamt Hits, an denen es sind in Zukunft zu messen gelten wird.

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