Riots

Out of Vogue – s/t EP
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, Abhinanda aus Umea haben für mich mit „The Rumble“ einen Hardcore Meilenstein hin- gelegt – und sich dann sofort aufgelöst. Seitdem Stille (nur eine Handvoll Vergissmeinicht-Shows). Nicht ganz: Der Sänger schreit sich in seiner neuen Band „Out of Vogue“ immer noch die SxE-Kehle wund. Astreiner Old-School Hardcore, mit dem Agnostic Front Fans (da soll es ja 1-2 geben) sicher gut klar kommen. Check am Besten deren erste EP aus, die gibt es hier umsonst als Download. Gratis! Geil!

Astreine Vorstellung, die Get Dead hier abgegeben haben. Während die Herren aus SF es auf Platte unverzerrter und country-lastiger angehen lassen, haben sie hier live eine ordentliche Schippe Achtziger-Hardcore draufgepackt, was sehr gut funktioniert hat.

Midlife-Crisis, Haarausfall, erektile Dysfunktion? Jetzt ja keinen Scheiss bauen und versuchen, die Probleme mit einer Harley-Davidson zu lösen (die macht alt). Wenn’s denn ein Motorrad sein, dann bitte die indische Royal Enfield Bullet. Am besten als klassiche 350er in der „Machismo“ Variante (die gibt extra Tinte auf den Füller). Die Bullet ist eigentlich ein englisches Motorrad, Mitte der 50iger Jahre wurde aber die Produktion in UK ab und in Chennai (Südindien) wieder aufgebaut. Und während sie in Europa in Vergessenheit geriet, haben die Inder das Teil bis heute einfach mehr oder weniger unverändert weitergebaut (Achtung nach 2007 gibt’s elektrische Einspritzung wegen der Abgasnorm – Finger davon!). Ein astreines Old-School Motorrad, gscheid schwer, magische 18 PS (da geht was…), Trommelbremsen, kein Schnickschnack und der eine Zylinder rattert, dass man eigentlich erwartet, dass einem der Kolben jede Sekunde durch den Tank in die Fresse fliegt. Geiles Teil!
Den Diss des Monats müssen sich diesmal zwei bayerische Institutionen teilen: Die CSU und das P1. Grund sind diese Plakate, die Ihr beim morgendlich Gang von zu Hause ins Stüberl oder vom Gym in die Bank vielleicht schonmal gesehen habt:

Und da Euch mit hoher Wahrscheinlichkeit dabei auch ein Gefühl von „Irgendwas stimmt hier nicht“ beschleicht, wären wir nicht das Shredder Mag, wenn wir nicht mit knallharter und fundierter Analyse zeigen könnten, warum hier ein Diss des Monats fällig ist:
1. „Lounge in the City“ – ja, die Anspielung auf die in den 2000er Jahren höchst erfolgreiche Gender-Klischee-Serie „Sex in the City“ bleibt uns nicht verborgen. „Lounge“ heissen mittlerweile übrigens auch die Sitzgelegenheiten vor der Bäckerei im Baumarkt.
2. Vollmundig werden „coole“ Leute/Drinks/Party versprochen – ist das wirklich sichergestellt? Wirklich? Ehrlich? Ganz ganz sicher?
3. After-Work-Parties sind total 2000er und eigentlich nur was für verzweifelte Ü30-Single-Sekretärinnen oder Leute, die sich vom unkontrollierten Anquatschen anderer Sakko-Träger einen Karriere-Boost erwarten.
4. Gäste aus Politik („powered by CSU“) und Wirtschaft – die geheime Zutat für jede legendäre Party!
5. Eintritt frei mit Gästeliste, endlich kommt jeder ins P1, sogar Ben Tewag!
6. Ein QR-Code, 4 verschiedene Schriftarten, ein Barock-Wandteppich-Hintergrund, diverse Farbverläufe und ein gelungener Schriftsatz runden die Sache ab.
Also liebe Leute, wenn Ihr am 30.7. zwischen Bernd Posselt und der Ex vom Effenberg einen Schampus trinken, dabei cool abrocken und über Themen wie „massenhaften Asylmissbrauch“, Herdprämie, Waffendeals mit Saudi-Arabien, Autobahnmaut oder „Monstertrassen“ diskutieren wollt – enjoy!
Ausflüge zu Konzerten ins Ausland (diesmal Salzburg) sind immer lehrreich und weil sowohl Disgrace, als auch Twitching Tongues mit den letzten Alben gut vorgelegt haben, haben wir uns eines Dienstagabends aufgemacht Richtung Süden. Das Rockhaus ist ein in den Fels gehauener Schlauch für Rockkonzerte (yeah, Wortspiel!). Es war leider recht leer, die Vorband hat schwach angefangen, sich dann aber ganz ok warm gelärmt, aber die Attraktion waren natürlich die 5 Burschen aus Kalifornien, die mit kleinem Stellungswechsel zwei großartige Band bestreiten. Disgrace waren dann auch ausgezeichnet, zwar keine Megashow, aber haben ordentlich reingebolzt und mit ihrem downtempo-Gemoshe ziemlich Gas gegeben (yeah, Wortspiel!). Der Wechsel zu Twitching Tongues geht so: Bassist und Gitarrist tauschen Instrumente, der Sänger hängt sich die zweite Gitarre um und ein anderer Sänger wird aus dem Metal-Käfig geholt. Leute, das ist mal effizent, oder? Twitching Tongues haben schon einen recht einfallsreichen Sound: Metal, Progrock aber immer im Geiste des Hardcore, ob das live mal gut geht? Tut es, die Jungs sind Profis! Bei nächster Gelegenheit unbedingt auschecken, von dieser Gang hören wir sicher noch mehr. Zu Erwähnen ist noch der lokale Tanzstil: Am Rand rumstehen, leicht mit dem Oberkörper mitmoshen und dann ca. alle 2 Lieder unvermittelt für 5 Sekunden mit Shaolin-Jumpstyle-Breakdance-Moves um sich prügelnd auf die andere Seite springen (Handstand-Überschlag mit einer Hand – ich hab’s gesehen…), dann wieder rumstehen. Warum?


Grande Roses – Built on Schemes (Noisolution)
Geil, Madrugarda in rau mit 80iger Indie/Goth-Pathos und -Gitarren. Klingt schlimm, ist aber super. Natürlich mal wieder aus Schweden. Der Trick ist hier, glaube ich, dass die Arrangements zwar halbwegs ambitoniert sind, aber die Band alles schön schlierig und dreckig gelassen hat und nix überproduziert. Insgesamt eine recht melodische, aber niemals triviale Veranstaltung, die man sich lieber 2-3x anhören sollte, dauert ein bisserl. Dann ist man aber drin im Sog. Sehr schön!
Weil die Dwarves schon immer ein Garant für gute Stimmung waren, mussten wir natürlich auch in München das Konzert auschecken. Einziger Haken: Ich war mit meinen 52 Jahren nicht nur der Jüngste im Publikum, es waren auch generell kaum Leute da! Wieso, verdammt?! Darum hier nochmal für unsere jungen Leser: Die Dwarves waren um die Jahrtausend-Wende der heisse Shit, haben einige legendäre Alben aufgenommen (inbesondere vorzuheben „The Dwarves come clean“ mit 12 Granaten in 21 Minuten) und sich durch allerlei Unfug (Nacktheit, masslose Übertreibung, Blut, etc.) und grossartige Kurz-Live-Auftritte definitiv einen Platz in der Punkrock Hall-of-Fame erspielt. Also, hingehen, das nächste Mal!! Das Konzert war dann auch super, besonders hervorzuheben sei hier das Outfit von Blag, das nur aus Shirt und XXS-Herrenunterhose bestand und bestens mit grauen Haaren und Wampe hamonierte. Ja, die sind super Typen, schon alles runtergebolzt, zwischen drin eine Lobhymne auf sein „enormous“ Genital gehalten und ab von der Bühne. Münchner Szenelegende Anti durfte zwei Lieder singen und Nick Oliveri (zwischenzeitlich mal für Bass, Koks und Freundin-schlagen bei Queens of the Stone Age angeheuert…) scheint auf Punkrock-Bewährung zu sein und gibt sich scheinbar ernsthaft Mühe, seine Auflagen zu erfüllen (wirkte NÜCHTERN, plaudert NETT mit Publikum nach dem Konzert und HILFT bei Auf- und Abbau).
The Brokedowns – Life Is A Breeze (Red Scare)
Großartig, was die Brokedowns auf dem schönen (?) Illinois uns hier an purer Spielfreude an den Kopf klatschen! Rau wie Against Me, Druck wie The Bronx und albern wie die Dwarves. Ausgezeichnet, was für eine Mischung! Schneller rotziger, rock’n’roll-lastiger Punkrock ist das Ergebnis, die Lieder lieber zu kurz als zu lang, so muss das sein. Dabei achten die Jungs peinlich genau drauf, sich auch nicht nur eine Sekunde zu ernst zunehmen, sondern sich lieber darauf zu konzentieren, dass das Ganze ordentlich Spass macht. Life is a breeze…
Against Me! waren ja um 2005 mal eine ganze Weile meine dicken Favorites und „Searching for a former clarity“ ist immer noch irgendwo ganz oben in meiner Hall-of-Fame. Danach wurden die Alben leider immer glatter und fader, so dass ich mir die letzten (gefühlten) 10 schon garnicht mehr angehört habe. Dennoch bin ich mal wieder (quasi in alter Verbundenheit) zu einem Konzert gegangen (naja, eigentlich nur, weil der Enzian-Bene noch eine Karte loswerden musste) und siehe da, war gut! Großes Thema bei Against Me! und sämtlicher Berichterstattung: Der Sänger Tom Gabel ist jetzt eine Frau („Laura Jane Grace Chantal Jaqueline„). Hört sich spektakulär an, ist es aber nicht. Der ist jetzt halt eine sie, singt genauso wie vorher, wirkt aber viel energetischer als ich (damals noch) ihn beim letzten Konzert erlebt habe (nämlich eher gequält). Gut so! Dementsprechend haben die auch ordentlich Gas gegeben, das sind schon Profis auf der Bühne und das letzte Album ist scheinbar auch wieder etwas spannender. Na gut, das nächste hör ich mir dann mal wieder an.
Nachdem Tony Hawk nix mehr im klassischen Skaten erreichen kann, scheint sich der gute Mann für seine Rente einer neuen Technologie zuwenden: Dem Hoverboard. Kennt jeder aus der Michael-J-Fox-80iger-Film-Granate „Zurück in die Zukunft“ Teil 1 bis 26. Hier plagt sich Tony „Gibt’s den auch für PS3?“ Hawk“ mit dem ersten Prototypen von Hendo ab:
Ein kleines Update, ein bisschen Nicht-Drüber-Nachdenken und schon sieht das ganze ganz vernünftig aus:
Mal sehen, wie’s weitergeht…
Nichtahnend gehe ich neulich in den Getränkemarkt und stolpere über die Verkaufs-Promo-Tonne für das neue „Kopfgetriebeöl„:
Da der Promo-Text schlecht zu lesen ist, hier nochmal abgetippt, das ist einfach zu gut:
„Die Welt erste Tonkabohnen-Spirituose, original aus der Öldose. Der Inbegriff einer ölig verruchten Welt unzensierter Bikerfreiheit. Das Gebräu aus „altem Motorenöl“ und hausgebrannten Feuerwasser eignet sich ausschliesslich für knallharte Spritschlucker mit provokantem Auftreten, Kehlköpfen aus Stahl und dem unbändigen Verlangen Grenzen zu überschreiten.“
Herzlichen Glückwunsch an den Texter, Weltrekord, noch nie hat es jemand geschafft, die Wörter „ölig“, „verrucht“, „unzensiert“ und „Bikerfreiheit“ in einem Satz unterzubringen. Mit dem „unbändigen Verlangen Grenzen zu überschreiten“ ist dann vermutlich der Wohnmobil-Tripp (mit der niegelnagelneuen Midlife-Crisis-Harley hinten auf’m Trailer) nach Bibione gemeint. Oder eine Woche Schinkenstrasse. Oder halt doch wieder Route 66 mit Wolfgang Vierek. Darauf hat die Welt gewartet…
Wir waren ja eigentlich schon immer eingefleischte Power-Metal-Fans! Jan steht eher so auf den heissen „Epic“-Stuff, wobei es mir eigentlich nicht „Symphonic“ genug sein kann. Und da wir eigentlich eh immer nur den ganzen Tag vor dem Internet rumhängen und Videos gucken, wollten wir Euch im Folgenden nicht die Eternal-Warrior-Hammer-Power-Metal-Video Top6 vorstellen:
Den Anfang machen Grave Digger (aus’m Pott) mit „Rebellion“! Ein 26-stimmiger Refrain und irgendwas über heldenhafte Schlachten sind ja eher Standard, aber heieiei, was ist denn mit dem Sänger los?
Wenn wir schon bei heldenhaften Schlachten sind: Sabaton sammeln dick Punkte mit dem Alu-Riffelblech-Shirt des Sängers und hektischen 50m-Bühnen-Sprints. Achja, und die Musik ist natürlich auch endgeil!
Wer’s eher „ein bisschen mit Gefühl mag“ und auf Krokodile steht (whatthefuck, warum ist da ein Krokodil?!), der kann ja mal schnell das Rüschenhemd überschmeissen, in die Zeitmaschine springen und sich den Schmuserock von Savatage reinziehen:
Die Brücke zwischen Zeitmaschine (Azteken) und neu (3D-Render-Fasching) kriegen Blind Guardian (aus’m Pott) recht gut hin:
Zuletzt müssen wir U.D.O. Dirkschneider (aus’m Pott) das Feld räumen. Der Mann ist einfach gut und bürgt für Qualität – damals wie heute.
Damals mitschnipsend im Taxifahrer-Look mit Effenberg-Gedächtnis-Frise:
Heute als Musical-Flöte mit Bundeswehr-Symphonic-mir-wird-schlecht in der Stadthalle Tuttlingen:

Liebe Freunde, wann sind eigentlich die ersten Hipster-Vollbärte aufgetaucht? Ich denke, dass war so 2009, also vor 6 Jahren. Vor SECHS (!!!) Jahren! Es reicht, saulangweilig, aufhören! Der Bart muss ab! Tipps für andere gute Bärte (wenn es denn sein muss…) gibt es hier!
The Dahmers – Demons (Farsot)
Direkt aus dem schwedischen Kaff Bromölla kriechen die Dahmers aus Ihren Gräbern und schiessen diese Garage-Rakete in den Nachthimmel! Eine perfekte Mischung aus Randy und Jay Reatard mit einer leichten Prise Hellacopters (für den Schweden-Faktor) komprimiert auf 17 Songs in 27 Minuten. Und endlich mal wieder eine Band, die auf der einen Seite dem auf-die-12-High-Speed-Garagen-Schema zu 100% verpflichtet ist, aber nicht nach den 2x mal hören langweilt. Gut zum Tanzen und Bier trinken und extra Punkte gibt es für das saublöde Cover. Sofort kaufen!
Wer immer dachte, wir wären total schlimme Anarchisten-Assos wird nun eines Besseren belehrt, denn hier ist unser kapitalistisch- imperialistischer Shredder-Shop. Eine bessere Gelegenheit, Euer mühsam von Euren Eltern ergaunertes Geld in Waren umzusetzen, werdet Ihr im ganzen Netz nicht finden. Natürlich wurden alle Produkte von ausgebeuteten Arbeitern hergestellt und jegliche Gewährleistung wird ausgeschlossen. Schreibt uns einfach eine Email (gibt’s im Impressum), wenn Ihr eines der folgenden Teile aus dem Shop kaufen wollt. In diesem Sinne: Es lebe der Konsum!

Um Eure tiefe Verbundenheit zum Shredder Medienimperium auch in der Öffentlichkeit zu demonstrieren, habt Ihr nach dem Kauf eines Shredder-T-Shirts die einmalige Gelegenheit, Euren Körper als gratis Werbefläche für uns zur Verfügung zu stellen. Die Shirts haben einen Waschmaschinen- und Moshpit-erprobten Logodruck auf der Front und sind in allen möglichen Größen und in blau oder schwarz zu haben. Extra für unsere verehrten Leserinnen haben wir auch ein paar Girlie-Shirts nähen lassen. Ein Shirt kostet 10 EUR + 2,50 EUR Versand bei Vorauskasse.

Auf demselben Weg kriegt Ihr auch schnell eine Handvoll der extrem begehrten und streng limitieren Shredder-Buttons mit garantierter Wertsteigerung. Allerdings müsst Ihr schon irgendwas mitschicken, was uns motiviert, Euch einen Button zu schenken. Ob Zigaretten, Dornkaart, Nacktfotos von Eurer Schwester oder Waffen – Euch fällt bestimmt was Feines ein (aus gegebenem Anlass bitten wir, davon abzusehen, lebende Tiere und Uran zu schicken).

Lange bevor es das Internet gab (in den frühen 50iger Jahren), haben wir das Shredder Mag noch auf Papier rausgehaun. Für alle diejenigen unter Euch, die damals gerade krank waren, Stubenarrest hatten oder noch nicht geboren waren und deshalb die eine oder andere Ausgabe nicht gekriegt haben, hier ein spezieller Service:
Wir verschenken alte Ausgaben inkl. einer Handvoll Sticker an alle, die uns was schicken, was wir brauchen können, sowie einen frankierten Rückumschlag. Also hängt Euch rein!

Die Shredder Lackierstrasse liefert den Schlüssel für die Qualität der Oberfläche. Integrierte Spritzkabine und Trockner mit vollanaloger Steuerung bilden den Kern der Anlage. Diese wird hocheffizient komplementiert durch die vollvariable Umgaseinheit HGI-400 II, die Durchlauf-schleuse Röhn (mit teilsyncronisiertem Volumenstrom), der Wärmetauscher-gruppe Sieglinde im Wolfram-Holz-Finish sowie – unser Highlight – die Ultra-filtrationsanlage Synthoquast Laser. Kontaktiert uns für auf Eure Fertigungs-bedürfnisse zugeschnittene Lösungen.

Für alle Jagdfreunde unter unseren Lesern bieten wir diese wunderhübsche Schnappfalle an. Es handelt sich dabei um den Klassiker aus extra-schartigem Stahl, hochwertig verarbeitet und garantiert grausam und hinterfotzig. Durchmesser 40 cm. Geeignet für allerlei geschützte Tiere, hier für nur 49 EUR + 5 EUR Versand (solange Vorrat reicht).

Mit dieser Shredder Finanzdienstleistung gelingt der Vermögensaufbau im Nuh! Mit kleinem Einsatz große Ziele erreichen (z.B. ein Hausboot in Meppen) – und Vater Staat legt dabei kräftig drauf. Auch für Deutschpunks geeignet: Monatliche Einzahlung ab einer Markt. No Future war gestern!

Ein derartiges Produkt darf in unserem Online-Shop natürlich auf keinen Fall fehlen. Der SHREDDER SM-66X Multifunktions-Bohrhammer frisst sich anstandslos in Stahlbeton und hinterläßt gar prächtige Löcher. Das Gerät wird im schicken Krokoleder-Maschinenkoffer und mit verschiedenen Bohraufsätzen ausgeliefert und garantiert großen Bohrspaß für Jung und Alt. Bei uns für nur 299 EUR + 10 EUR Versand bei Vorrauskasse (solange Vorrat reicht).

Überwachung, Marketing, Spam, Stalking – jetzt kein Problem mehr mit den Shredder Online Nutzerdaten. Kaufen Sie hier nicht-anonymisierte Daten, die genauen Aufschluss über das Surfverhalten, musikalische und sexuelle Vorlieben, Schulzeugnisse, Kontostand, dunkle Geheimnisse und Poesie-Alben unserer Online Nutzer geben. Während die Konkurrenz rumjammert, zeigen wir Mut und ballern alles ohne Rücksicht auf unsere Nutzer raus. Kilopreise auf Anfrage.
Auf nach Oberösterreich, den Peacocks kann man getrost hinterher reisen, das lohnt sich immer. Und was gibt es Schöneres als ein kalt-nebliges Wochenende im Dezember am Attersee (ohne Schnee)? Das Rahmenprogramm erspare ich Euch, auf nach Timelkam (halb Dorf, halb Gewerbegebiet) und rein ins GEI, der Konzertdisse der Wahl, ein ganz sympathischer Konzertkeller mit großer Bar und kleiner Bühne, wir lassen uns überraschen. Die Stimmung war gut, aber ein hoher Halbstarkenfaktor (den man bei Rockability Veranstaltungen ja gerne vorfindet) war nicht ganz zu übersehen. Was wir nicht wussten: Timelkam ist ein beliebter Fight-Cage für die Bauernsöhne des Umlandes – aber dazu später mehr. Die erste Vorband war fad, hat dafür aber sehr lange gespielt. Als nächstes kamen die Hellabama Honky Tonks, die nun auch ihre Instrumente beherrschten und zu unserer Freude schon deutlich mehr Gas gegeben haben. Vor der Bühne hatte sich dann auch schon langsam eine Meute junger Männer mit nackten Oberkörpern versammelt, die sich tanzend und rempeln aneinander rantasteten (eine gewisse Homoerotik ließ sich nicht leugnen). Endlich kamen die Peacocks, was soll ich sagen, waren die jemals nicht super? Unser schwyzer Lieblinge haben mal die Rockabiliy-Punkrock-Messlatte mal wieder nach oben verschoben wie eh und je, was bei unserer Crew große Freude, bei der Halbstarkenfraktion eine gewisse Eskalation erzeugte und zwar ganz klassich: A rempelt B, B rempelt zurück, A pöbelt als Beweis seiner Maskulinität ein bisschen mehr zurück, B setzt nocheinen Drauf, es kommt zu ersten Handgreiflichkeiten, C, D, E und F (und in diesem Fall auch G, H, I und J) stellen sich A und B zur Seite, es gibt die erste Watschen und schwupps 10 halbnackte Männer reiben ihre verschwitzten (von der Feldarbeit gestälten, von „Schorsch’s Tattoo’s“ dekotierten und von Bier und Samenstau aufgeputschten) Körper aneinander bis der Türsteher kommt. Dann gibt es eine übertriebene „dann machen wir es draussen aus“-Hatz nach – Ihr ahnt es – draussen und im Club ist wieder Ruhe. Sehr gut, weil: Die Peacocks waren mega gut und bekamen wieder vollste Aufmerksamkeit. Soviel Aufmerksamkeit, dass wir ein erneutes Aufflammen der Revierkämpfe erst wahrnahmen, als hinter uns ein blutverschmierter Fleischberg ohne Körperspannung detonierte. Also, wieder Türsteher, diesmal auch Notarzt, Leute, habt Ihr eigentlich gemerkt, dass da gerade eine Wahnsinnsband auf der Bühne spielt? Wir haben es gemerkt: Die Peacocks waren super! Und die Blutspritzer hinten auf Martin’s Shirt gingen bei 30° Buntwäsche auch wieder sehr gut raus.