…belächelt asiatische Black-Metaller!

Das Leben ist nicht nur eitel Sonnenschein und darum wollen wir uns diese Ausgabe mal wieder den dunklen Seiten der automobilen Fortbewegung zuwenden. Man stelle sich folgende Situation vor: Man wird als langweiliger Proll geboren, der Pimmel ist nicht allzu lang, die Fähigkeiten limitiert und was Freunde sind, weiß man vor allem von Hörspielkassetten. Zu gerne würde man dennoch “etwas darstellen” und zieht mit plumper Logik aus seinem gesammelten Fernsehwissen den Schluss, dass das einzige, was hierzu fehlt, ein schicker roter Ferrari ist. Ein schicker roter Ferrari jedoch kostet zehn Jahresgehälter und anstatt einfach nochmal für ein Fünferl mehr nachzudenken, passiert Folgendes: Man besorgt sich einen madigen amerikanischen Scheißsportwagen (Pontiac Fiero) mit einem lausigen V6-Motor (140 PS), tauscht die Karosserie gegen allerlei Plastik aus, lackiert das Ganze rot und tut fortan so, als hätte man einen Ferrari F40! Zu dumm nur, dass jeder Blinde mit blossem Auge und aus dem All erkennt, dass dies kein Ferrari ist, und die Karre so laut “Möchtegern!” brüllt, dass sich jener Taube, der im Raumschiff neben besagtem Blinden sitzt, vor Lachen den Bauch hält… Hallo, aufwachen!
Nichts gegen Kohlrouladen und Muttis leckeren Hausmacher-Bohneneintopf mit durchwachsenem Speck. Echt lecker! Aber man muss ja auch mal was neues ausprobieren und warum nicht einfach mal auf eine Pizza ins “Roma” oder auf einen würzigen Grillteller zum “Kroatia Grill”? Besonders Mutigen empfehlen wir chinesisch! Müsst Ihr unbedingt mal probieren. Unglaublich, aber wahr, hier wird nicht mit Messer und Gabel gegessen, sondern mit kleinen “Stäbchen”. Gar nicht so einfach! Aber zur Not kann man in der Regel auch normales Besteck bekommen (einfach nachfragen). Wir haben uns für Euch durch die Speisekarten der chinesischen Restaurants in Deutschland geschlemmt und wollen Euch nun unsere beiden Geheimtipps vorstellen:
Echten Gourmets und Freunden authentischer chinesischer Küche sei hiermit das China-Restaurant “Ratsstube” in Konstanz am schönen Bodensee ans Herz gelegt. Hier gibt es von rustikal-herzhaft bis deftig-würzig alles, was das Herz begehrt.
Allen, die es lieber “ungezwungen” mögen, sei der “Asia Bier Treff” in Düsseldorf ans Herz gelegt. Stilvolles Ambiente und eine erlesene Auswahl chinesischer Spezialitäten (wir empfehlen Pommes “süß-sauer”) lassen keine Wünsche offen. Ausserdem werden hier alle Topbegegnungen der ersten Bundesliga live übertragen und wem der kleine Ausflug in die fabelhafte Welt des exotischen Essens ausreicht, der kann sich hier problemlos auch einfach mal ein Pils bestellen.
Wer kann sich noch an die Gadjits erinnern? Bitte Hand hoch. Die haben vor ein paar Jahren eines meiner all-time-favourite Ska-Alben auf Hellcat Records veröffentlicht, um dann irgendwie unbemerkt in der Versenkung zu verschwinden. Jahre später läuft das Album “Revenge” der Architects bei mir rauf und runter. Klassischer Punkrock mit einer ordentlichen Ladung Blues in den Venen, astreine Sing-alongs und ordentlich mitreissend, ein super Album, von Anfang bis Ende gut. Das sind die Gadjits! Die selben Leute, mit neuem Namen und neuer Musik, nur der Arschtritt-Faktor ist gleich geblieben und gewaltig hoch. Die spinnen doch! Können doch nicht einfach Namen und Musikstil wechseln und ungebremst weiterrocken! Moment. Warum eigentlich nicht? Wir haben den Frontmann befragt:

S: Please introduce yourself! What’s your mission?
B: My name is Brandon Phillips…I play guitar and sing in the Architects. My mission is to inspire sub-gentlemanly behavior in the male members of the crowd and lust in the females. :) My mission is also to make a punk/rock record that even I, myself would buy.
S: Most of you played at The Gadjits. Did you get bored of playing ska?
B: Maybe a little of it was boredom…mostly it was excitement about the new things we were learning about and incorporating into the band. I don’t know if the „last“ gadjits album is available in Germany, but it was a straight up rock & soul record. No ska at all. Now that we are all Architects full-time, and the Gadjits are a distant memory, we have a side project where we all play nothing but old skatalites and toots covers. We still love ska, always did…just had to make a seperate band for it.
S: How’s it going with the new band? Very there big changes concerning the audience?
B: Some people got mad at us about the new band…fuck them. Mostly people have been really great. We are still really wild on stage so people don’t know what to think sometimes. :)
S: You recorded your great album „Revenge“ very fast this happen by chance or is this part of your concept?
B: All part of the plan. We wanted the album to sound very live.
S: What do you think are your biggest influences?
B: The Who and AC/DC are huge with us…also, Stiff Little Fingers…were all still big Rancid fans and I’m sure that they have rubbed off on us a little.
S: Are you already planning to record a new album?
B: Yeah…we are writing it right now. We are a little more than halfway done with the writing. Songs are better this time around…more to sing along with.
S: One last „good advice“ for our readers, please!
B: Never ever tell the cops where the drugs are.
Santeria and the Porn Horns – BabylonBy2CV (DIY)
Alle mal herhören: wer bei diesem schönen Wetter Bock hat, sich relaxed die Eier zu schaukeln, dem seien diese vier feinen Tracks an Herz gelegt: entspannter Ska meets Reggae meets gute Laune, das ganze für nur drei Euro und aus München kommens auch noch. Da kann man bedenkenlos zugreifen, also ab ins Internet (www.santeria-online.com) und das Ding bestellen! Nicht immer nur das Taschengeld für Bier und Zigaretten ausgeben, auch mal was vernünftiges machen. Zefix, wie oft denn noch?
Clint – To Live In Guilt (Callahan)
Sehr anständig, was die drei Niedersachsen auf ihrem Debüt zu bieten haben. Musikalisch bewegt man sich irgentwo zwischen Hot Water Music und BoySetsFire, textlich geht es vor allem um „verletzte Liebe“ (wie der mitgeschickte Promotext mehrfach betont). Das Ganze wird mit ordentlicher Power und professionellem Sound geliefert. Also bitte schnell www.clintagon.de besuchen und auschecken!

Champion – Promises Kept (Bridge Nine)
Klassischer, melodischer Hardcore von Amerikas Ostküste schallt uns hier entgegen. Nicht besonders innovativ, aber leidenschaftlich und nicht nur, was den Alkoholkonsum angeht, ziemlich straight, versorgt uns das Debüt der Band (übrigens mal wieder von Converge’s Kurt Ballou produziert) hier mit 12 Liedern, bei denen man sofort einen kochenden Moshpit vor dem inneren Auge hat. Gut so!
Rubberslime – Rock’n’Roll Genossen (Dröönland)
Die Überreste von Slime und den Rubbermaids produzieren gemeinsam teils punkige, teils rockige Songs, mit sozialen und politischen Inhalten. Wer ein „A.C.A.B. – Teil 2“ erwartet, ist auf dem Holzweg, denn hier geht man eher gelassener, aber nicht unbedeutend, an die Arbeit. Der Tiger kann noch zubeissen, aber seine revolutionären Tage sind mit Sicherheit gezählt. Gefällt mir trotzdem gut und kommt mit Bonus-DVD, auf der Slime-Klassiker, live zum Besten gegeben werden. Dann ist ja alles im Lot.
The Generators – The Winter Of Discontent (People Like You)
Die Generators haben sich – wie sich bereits beim letzten Album angekündigt hatte – endgültig von der Rotzigkeit früher Tage verabschiedet und man hat das Gefühl, dass sich der neue Sound hier nun endlich richtig entfalten kann. Ruhiger geht es zu und das Songwriting ist weiter in den Vordergrund gekrabbelt. Glaubwürdigkeit hat die Generators schon immer ausgemacht und wenn hier über die persönlichen Kämpfe gesungen wird, glaubt man tatsächlich jedes Wort. Schön auch, dass die Band auf dem Weg zur festen Rock’n’Roll-Institution nicht an Druck und Power eingebüsst hat. Man muss sich lediglich ein wenig mehr Zeit nehmen, denn Hits, die einem sofort ins Ohr springen, fehlen: Qualität statt Effekthascherei ist das Motto.
The Movemen
t – Revolutionary Sympathies (Destiny)
„Move your ass!“ – Dieser Ausspruch stammt zwar von unsrem Lieblingsraver Scooter, passt in diesem Fall aber vortrefflich, denn bei diesem Meisterwerk stellt es sich als schwierig heraus, ruhig sitzen zu bleiben. Eine Rakete aus Mod, Punk, Soul und Pop, als Anhaltspunkt eignen sich die Herren von The Jam und The Clash, fliegt zielsicher aus dem linken Lager in Richtung Kapitalismus, um dort alles zu zerschlagen. Mit dem ersten Track „Karl Marx“, wird die Marschrichtung klar vorgegeben, wobei aber nur die Hälfte des Albums politischer Natur sind, der Rest dreht sich um Liebe und darüber muss ja auch mal geredet werden. Das sensationelle Mod-Artwork verleiht dem Ganzen einen würdevollen Rahmen, lässt die Anzugträger auf ein weiteres Mal gut aussehen und macht Lust auf mehr. Wurde übrigens von Archi Alert (Terrorgruppe) produziert.
Callisto – True Nature Unfolds (Earache)
Bei manchen skandinavischen Bands hat man das Gefühl, dass sie besonders unter der Kombination aus Mitternachts-Sonne im Sommer und schier ewiger Dunkelheit im Winter leiden. Callisto aus Finnland sind solche Kandidaten und bringen mit ihrem Debüt den passenden Soundtrack zum ganzen Leid heraus. Langsame, teils schleppende Arragements wie man sie von Neurosis kennt, werden hier mit doomigen Gesang, sphärischen Parts mit BladeRunner-Atmosphäre, ordentlich Metal-Gitarre und zahlreichen ruhigen Momenten verschmolzen und trotz einzelner Lieder, klingt alles eigentlich wie ein langer Track, der einen langsam in seinen Bann zieht. Komisches Konzept, funktioniert aber erschreckend gut!
Wilde 13 – Hauptsache es kracht (Superhero)
Nach unzähligen kleineren Formaten, kommt jetzt ENDLICH der erste Longplayer auf den Ladentisch! Na gut, eigentlich gibt’s das Teil schon über ein halbes Jahr, wir haben’s aber bis jetzt immer verpennt, darüber zu schreiben. Also, was gibt’s Neues im Hause W13? Nichts und das ist gut so! Die rosenheimer Punkrockfraktion, die sich auf die Stirn geschrieben hat, alles aus dem Weg zu räumen, was ihnen nicht passt, beschert uns nach wie vor flotte Songs, die auf den Punkt kommen und ohne Umwege direkt ins Ohr gehen. Die 13 Nummern (davon 3 auf englisch gesungen), drehen sich einerseits um politische Themen, der „Affensong“ z.B., ist ein klares Anti-Bush Statement, andererseits um persönliche Erfahrungen: Perspektivenlosigkeit („Wohin Woher“), anonymes Großstadtleben („Schlafende Stadt“) oder gescheiterte Beziehungen („Ruf mich nicht an“) werden in durchschnittlich 3 Min. an den Mann gebracht. Vom Etikett „Deutschpunk“ und stumpfen Gegröhle ist man zum Glück meilenweit entfernt, aber am besten, ihr überzeugt Euch selbst: Anspieltipps sind „Uniformist“, „Life tastes good“ und der Titelsong „Hauptsache es kracht“. Ihr typischer Humor spielgelt sich in „Mord im Vatikan“ und im geilen Trash-Cover wieder und macht die Band auf ein weiteres Mal sympathisch. Mehr Infos auf: www.wilde13music.de.
Chencha Berrinches – Cada Loco Con Su Tema (Übersee)
Die „alte Schachtel“ aus L.A., zählt in Kalifornien zu den angesagtesten Latin-Ska-Bans, überhaupt! Letztes Jahr rissen sich die sieben Latinos die Trophäe der „Best Ska Band“ unter den Nagel, während heutzutage die Bühnen der guten alten Bundesrepublik, gestürmt werden. Ihre Interpretation von düsterem Ska, basiert im Besonderen auf harten Gitarren (hin und wieder mogeln sich auch Metal-Riffs in die Schublade) und einem Durchschnittstempo von 200 km/h. Diese Version scheint aus der Voodoo Glow Skulls-Schule zu stammen, kommt aber lange nicht so hektisch und unkontrolliert daher. Die Gitarrenbretter stehen stets im Einklang mit Bläsern, Offbeats und selbstverständlich spanischem Gesang und verleihen dem Sound eine überzeugende eigene Note.
Blood Brothers – Crimes (V2)
Mann, Mann, Mann, gute Musik kann manchmal ganz schön anstrengend sein! Das Debüt der Blood Brothers war ja schon ebenso genial wie unverträglich und mit ihrem neuen Album betonieren die jungen Herren ihren Ruf. „Crimes“ bietet alles, was es unmöglich macht, die Blood Brothers in irgenteine Schublade zu stecken: Punkrock-Stücke mit Avangarde-Pop-Breaks, Pop-Stücke mit Hardcore-Kreisch-Breaks, Gesang in schwindligen Höhen und 1000 Überraschungen. Man weiss eigentlich nie, was einem hier hinter der nächsten Ecke erwartet. Dabei klingt das Album nicht mal beliebig zusammen gestellt, sondern alles passt auch noch irgentwie zusammen. Aber wie? Keine Ahnung. Hm, das muss man auch erstmal hinkriegen…
Weitere textliche Schmankerl der Shredder Redaktion, gibt es liebevoll im Internet (www.southspace.com) als „Shredder Einlauf“ zubereitet. Das alles selbstverständlich umsonst und höchst unterhaltsam.
Jeder kennt die folgende Situation: Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände und mangelnder Alternativen will einen mal wieder irgentjemand in eine Disse schleppen, in der man zwar noch nie war, aber bei der man von aussen schon kein gutes Gefühl hat. Und weil einem auf das Argument „Woher willst Du wissen, dass es da drinnen scheisse ist, wenn Du noch nie drinnen warst?“ grad nix einfällt, steht man kurze Zeit später mitten unter Zombies, hört beschissene Musik und trinkt blöde Getränke. Damit ist jetzt Schluss, denn weil der Service-Gedanke beim Shredder Mag schon immer essentiell war, gehen wir für Euch in die schlimmsten Dissen, damit Ihr das nicht mehr tun müsst (eine Seligsprechung schon zu Lebzeiten oder wenigstens das Bundesverdienstkreuz wären unserer Meinung nach hierfür nicht zuviel verlangt!). Hier die ersten drei Dissen im Test:

Wir haben es herausgefunden und sind begeistert! Endlich wissen wir, woher das Kings&Queens in der Reisinger Strasse seinen Namen hat: Nämlich vom gleichnamigen Album von Axel Rudi Pell, seines Zeichens ehemaliger Accept-Gitarrist und Fön-Frisur-Model. Nicht schlecht, nicht schlecht…

Ha, Ihr spinnt doch! So eine Karre kann man doch nicht allen Ernstes auf den Markt schmeissen! Da war der Designer wohl verkatert und zu faul irgentwas anderes zu benutzen als ein kleines Lineal und mehr als zwei Minuten Zeit wollte er scheinbar auch nicht investieren. Tja, in der Mitte der achtziger Jahre war eckig halt sau-in. Bestückt wurde dieser Subaru mit einem 135 PS-starken 1.8 Liter Boxer-Motor und hatte auch das Subaru-typische Allrad mit an Bord. Wer mal einen live sieht, dem sei geraten, einen Blick ins Innere zu werfen, denn auch hier herrscht gediegene 80ies-Raumschiff-Atmosphäre.
Rich
tig gute Tennis-Skills sind nie verkehrt, egal, ob beim Vorstellungsgespräch, beim Small Talk in der U-Bahn, oder beim ersten Date: als Tennis-Pro geniesst man in dieser Gesellschaft einfach ein besseres Ansehen. Peter Scholls „Richtig Tennisspielen 1 – Grundschläge und Spiel“, aus der Reihe „BLV Sportpraxis“, hilft euch bei dieser Mission. Ihr werdet sehen, bei gekonnter Anwendung sind Slice, Longline, Serve and Volley schnell gelernt und man steht eindeutig sicherer im Leben. Versprochen.

Am 17. März dieses Jahres, machte sich die Shredder Redaktion auf nach Stuttgart in die Röhre, um die grossartigen Dwarves einmal live zu begutachten. Fazit: 2 1/2 h Hinfahrt, 1/2 h (!) Konzert (incl. beinaher Schlägerei dank HeWhoCanNotBeNamed, geiles Tennis-Outfit vom Bassisten), 15 Bier (aber leider keins für den Fahrer), 2 1/2 h Rückfahrt – Super! Genauso hatten wir’s uns vorgestellt, weiter so!