Terrorgruppe – Schmetterling
Featuring Tarek Kannibale (K.I.Z) & Monchi (Feine Sahne Fischfilet)
Featuring Tarek Kannibale (K.I.Z) & Monchi (Feine Sahne Fischfilet)
Als Vorgeschmack zur großen DER-Tour im November und Dezember haben WIZO ihren diesjährigen Auftritt beim Taubertal Festival ins Internet katapultiert. Über eine Stunde Hits warten auf euch, also schnell Bier und Chips holen und auf „play“ drücken (das ist dieses komische Dreieck mitten im Bild):
Doch damit nicht genug: auf YouTube vermachen euch die Jungs ihr aktuelles Album – und zwar kostenlos, gratis und 100% unentgeltlich. Wir sagen Dankeschön und Up The Spendierhosen-Punks!
2 Tage Hardcore, Punkrock und Lärm mit Münchner Bands. Hingehen!
Freitag 23.09.: Crail / Deaf Kid / Rancors / Straightline
Samstag 24.09.: Gram / Bale / Kloppstokk / Slamdamn
Endlich ein neues komplettes Album von Get Dead aus San Francisco. Der Vorgänger „Bad News“ war schonmal eine Ansage in Sachen Punk mit Country/Folk-Anleihen, der nicht nervt (eine eher schmale Kategorie) und auf „Honesty Lives Elsewhere“ wird diese Line konsequent weiterverfolgt. Dafür brauchen Get Dead keine aufwändige Produktion, ein paar gute Songs und ein Sänger, der in jedem Takt alles gibt, reichen. Vom straight hingerotzten Punk-Opener „Slience“ bis zur (satanseidank nicht kitschigen) Akustiknummer „Ordance“ alles dabei. Live übrigens auch sehr geil!
Die Schreihälse von PEARS haben ihr Debütalbum von 2014 auf You Tube gepackt. Das bedeutet 20 Minuten Hektik und Stress. Juhu!
Kurzer Faktencheck: die ehemaligen (gefühlten 20) Mitglieder von Black Flag streiten sich seit Jahren vor Gericht über das Erbe der Band – die Nutzungsrechte, das Logo usw. Das Ende vom Lied: der eine Teil tourt als „Black Flag“ durch die Gegend, während der Rest (die mit dem eindeutig schlechteren Anwalt) als „Flag“ unterwegs sind. Generell sind solche Supergroup-Reunions immer zum scheitern verurteilt, aber wegen einem Mann bin ich dann doch hingegangen: Keith Morris. Der Mann hat mich vor ein paar Jahren mit Off! einfach umgehauen.
Das war heute Abend leider nicht der Fall, obwohl die Show an sich nicht schlecht war. Die Hits aus der „Damaged„-Ära sorgten für enormes Gedränge im Moshpit und auf der Bühne und machten unheimlich Spaß, aber irgendwas fehlte. So war’s am Ende leider doch nur Durchschnitt. Schade. Das nächste Mal geht’s halt wieder auf ein Off!-Konzert…

Das erfreulichste an diesem Schrottsommer sind scheinbar die Konzerte: Feine Sahne Fischfilet (8.7. Feierwerk) sind einfach korrekte Typen. Und haben bei gefühlten 200 Grad und 1000 % Luftfeuchtigkeit das Publikum ziemlich glücklich gemacht. Ebenfalls im Feierwerk (13.7. Kranhalle) haben The Bronx gezeigt, wie AC/DC klingen würden, wenn sie nach Back in Black nicht immer älter und Apres Ski, sondern schneller und punkiger geworden wären: Geil! Die Jungs aus LA meinen das einfach sehr ernst mit dem einheizen.

Im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg Vorpommern haben sich die Jungs von Feine Sahne Fischfilet gedacht: Nicht mit uns. So wurde kurzerhand die Initiative „Noch nicht komplett im Arsch“ ins Leben gerufen, die heute an den Start geht. Die nächsten Tage wird durch Dörfer und Kleinstädte getourt (Konzerte, Fußballturnier, Vorträge, etc…), um den Zusammenhalt gegen Rechts zu fördern und zu beweisen, daß in diesem Bundesland eben noch nicht alles verloren ist. Dieses Engagement finden wir hervorragend! Wir drücken den Jungs die Daumen für eine erfolgreiche Kampagne und eine Landtagswahl ohne braunen Beigeschmack im September. Mehr Infos und Tourdaten bekommt ihr hier.
Der Akustik-Trend scheint nicht abzuebben (warum eigentlich?), Fat Wreck legen mit einem Sampler nach, der hier gestreamt werden kann. Jetzt klicken und ab in den Schaukelstuhl.

Die Füchse von Anti Flag nutzten einen freien Tour-Nachmittag in Wien um mal flott ein paar Akustik-Songs einzuspielen. Auf der Tracklist stehen fünf Anti Flag-Hits (The Press Corpse, Set Yourself On Fire, Brandenburg Gate, Turncoat, This Is The End) und eine Ramones-Coverversion (die braucht 2016 nun wirklich kein Mensch mehr). Die Platte wurde im „Direct to Vinyl“-Verfahren aufgenommen, also in einem einzigen Take, d.h. keine Nachbearbeitung, kein Auto-Tune, nix. Und genau so hört sich das dann auch an: rau, spontan und etwas schräg. Ist eher etwas für Die-Hard-Fraktion, aber alle anderen können sich das Teil auch gerne kaufen, denn der Gesamte Erlös geht an Amnesty International. Gute Aktion.
Die Melodic-Hardcore-Jungs aus Schweden melden sich mit neuem Album und für ein paar Konzerte zurück. Ein Prost auf die 90er – jetzt ab auf’s Rollbrett! Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Einige schöne Konzerte diesen März in München: Am 3. gab’s beim Togetherfest im Backstage die volle Packung. Kings des Abends für mich Modern Life Is War. Der Sänger berstet fast vor live-Energie, da heisst es entweder mit offenem Mund dastehen und lernen oder rein ins Getümmel… Ebenso gut natürlich die Elder-HC-Statesmen von Gorilla Biscuits und GWLT hauen schon sauber rein, wenn man ein bisschen Pathos abhaben kann. Weiter gings am 16. immer noch im Backstage bei Baroness, die mal ganz klar den Sympathie-Award abgeräumt haben. Das neue Album wurde live eindrucksvoll präsentiert und ja, die haben Hits! Und dann waren da noch die alten Herren von den Generators am 18. in der Glockenbackwerkstatt. Alte Schule, aber die haben nix verlernt (auch wenn sie’s in den letzen Jahren ein bisschen haben schleifen lassen), da gehe ich auch die nächsten 10 Konzerte wieder hin.
Als erstes spielten die Toxic Vapors, von denen wir eigentlich nur eine Motörhead– und eine Tote Hosen-Coverversion mitbekamen (zum Glück nicht mehr). Danach spielten die engagierten Lamplighters, die gute 40 Minuten lang im Hafenklang einheizten und geradlinigen Punkrock aus dem Hut zauberten. Die Jungs gaben sich wirklich Mühe, aber leider wollte der Funke nicht so richtig auf’s Publikum überspringen.
Das änderte sich schnell als die Generators die Bühne erklommen und mit „Burning Ambition“ zeigten, wer live die Hosen anhat. Es reihten sich Hit an Hit („Tyranny„, „Plastic Roses“, „Dead at 16“, etc.) und spätestens bei „City of Angels“ wurde überall im Saal das Tanzbein geschwungen. Zwischendrin fiel eine Gitarre aus, der Bassist kämpfte mit Kleinigkeiten (Vitamin C-Mangel und abreißendem Bassgurt), aber alles im Allem war das eine gute Show, so wie die letzten Jahre eigentlich immer. Das obligatorische Cock Sparrer-Cover durfte auch nicht fehlen und diesmal neu im Gepäck: ein Social Distortion-Cover mit anmoderierter Anekdote, daß Mike Ness ja der Nachbar vom Sänger ist. Und wer weiß, vielleicht treffen sich die beiden ja manchmal auf einen gemeinsamen Spieleabend? Fazit: Auf die Generators ist live immer Verlass (auch wenn die letzten Studioalben ein wenig durchschnittlich daherkamen.)
Ihr kennt das: man hängt in der Punkrockkneipe seines Vertrauens rum und umso später der Abend, umso härter das Gepose vom Nachbartisch:
„…ich hab’ die Bad Brains übrigens schon 1988 im Rattenkeller Mannheim gesehen.“
„…von den Exploding Fuckdolls finde ich ja nur die limitierte und längst vergriffene 7″ von 2004 gut.“
(Bands, Locations und Jahreszahlen beliebig austauschbar.)
Bitte zwingt Jungs vom Nachbartisch in solchen Momenten zu diesem Punkrock-Quiz und vergleicht anschließend die Punktzahl. Der Verlierer zahlt die nächste Runde. Gut, oder?
(Via OxFanzine)
Die Brokedowns aus Elgin bei Chicago sind in Deutschland ein Geheimtipp! Ihr letztes Album „Life Is a Breeze“ ist ein echter Punkrock-Knaller frisch aus der Garage, unverkrampft und extrem mitreissend. Wer hinter der Band steckt und warum die feinen Herren noch nie in Deutschland waren, erfahrt Ihr im Interview mit Gitaristen Eric Grossman…

Fin.
Nach grandiosem Album nun noch die grandiose Tour: Wer Beach Slang am letzten Sonntag im Milla verpasst hat, solle sich hiermit in den Allerwertesten beissen! Auch wenn die Jungs auf Philadelphia viel zu bescheiden sind, das jemals zu zugeben, hier sind echte Profis am Werk. Sänger James Alex (den einige vielleicht noch von der 90iger Pop-Punk Band Weston kennen) hat an diesem Abend allen gezeigt, wie man als Frontmann das Publikum mitnimmt. Nach der Ansage „tonight I’m going to get drunk totally on purpuse“ und ein paar geexten Bier wurde der Schalk aus dem Nacken von der Leine gelassen. Solche Entertainer-Qualitäten habe ich das letzte Mal bei Biff Malibu von Gluecier erlebt. 1000 % sympatisch gab es zwischen den Lieder nun unter stetigem Gekicher konsequent Quatsch und (tatsächlich glaubwürdige) Liebesschwüre an Publikum und die eigene Band. Dazu Wahnsinns-Songs mit voller Energie (der Mann singt auch live, wie man es sich von CD nicht zu erhoffen mag, und ein Schlagzeuger, der mit viel Gefühl, sein Schlagzeug zu Kleinholz haut), schwitzend und glücklich wurde das Publikum nach diversen Zugaben nach Hause entlassen. Von Beach Slang will man in Zukunft noch viel mehr hören!

Red City Radio, die kleine Midtempo-Schwester von Hot Water Music ist wirklich eine ganz sympathische: sie kratzt und beißt nicht und sie zieht nicht an den Haaren. Statt dessen kuschelt sich der aus den Jahren gekommene Teenager am Lagerfeuer an deine Schulter und krault dir den Vollbart. Dazu gibt es gebratene Marshmallows am Stock, umwoben von tollen Melodien und einer mächtig emotionalen Stimme. Der perfekte Stoff für einen aufregenden Ausflug auf’s Land, incl. Sonnenuntergang. (Empfehlung der Redaktion: nehmt dieses Auto.)
Gute Nachrichten aus Wyoming: Es geht weiter! Nachdem Drummer und Gründungsmitglied Brandon Carlisle letztes Jahr überraschend verstarb war es unklar ob sich die Band gleich mit in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Aber dann kam alles anders, denn mit Darren Chewka wurde wohl auf die Schnelle adäquater Ersatz gefunden – das offizielle Statement der Band gibt es auf ihrer Website. Daumen hoch!
Sieh an, sieh an: Laut Billboard.com haben die Herren von The Offspring die Rechte an ihren Aufnahmen für schlappe 35 Millionen US-Dollar an Round Hill Music verhökert. Pretty fly for a white guy, findet ihr nicht auch?

Das lustige daran ist: die Rechte der Songs aus der Epitaph-Zeit bleiben bei Epitaph, also die Alben „Smash“ und „Ignition“. Sehe ich das falsch, oder hat Round Hill Music nur den Schrott gekauft?