Gluecifer – Soaring With the Eagles
White Jazz, 1998

 

 

Gluecifer holen hier Altherrenrock á la AC/DC und Kiss in die Neuzeit. Einfach Geschwindigkeit auf „2x“ stellen, eine fette Ladung Lockerheit dazu und heraus kommt die furiose Mischung, mit der Gluecifer Ihren selbstverliehenden Titel „Kings of Rock“ mit Leichtigkeit verteidigen.

 

Hit: Gimme Solid Gold

 

Monster Magnet – Powertrip
A&M, 1998

 

 

Hier kommt der Maßstab, an dem sich seitdem alle Rock-Alben messen müssen. Flammen, LSD & Whisky, Frauen, Lederklamotten – Monster Magnet haben alle Klischees zusammengemischt, umgerührt und daraus die fettest mögliche Mischung gebacken. Ein Album voller Hits.

 

Hit: Powertrip

Frank Carter & The Rattlesnakes

Dem Ex-GallowsSchreihals und Ganzkörpertattoo Frank Carter ist wohl schnell langweilig. Nach zwei sehr guten Alben mit den Gallows ging es direkt weiter mit Pure Love, dem gemeinsamen (und auch sehr guten) Rock-Projekt mit Jim Carroll (The Hope Conspiracy). Parallel dazu steht er jetzt mit Frank Carter & The Rattlesnakes in den Startlöchern, der erste Eindruck macht unmissverständlich klar: die Wut und Angepisstheit aus vergangenen Gallows-Tagen ist zurück! Wie schön. Hier ein Vorgeschmack vom aktuellen Album „Blossom“:
 

(Ist leider nur ein „Lyrics-Video“, zur Version mit bunten Bildern geht’s da lang.)

 

Und hier noch mal zur Erinnerung: die Gallows in Höchstform!

danzig_skeletons_shreddermagDanzig – Skeletons
Für alle die es noch nicht mitbekommen haben: am 27. November erscheint ein Coveralbum vom ollen Danzig. Die fein säuberlich ausgesuchten Tracks reichen von Black Sabbath und Aerosmith, über ZZ Top bis hin zu Elvis. Das kann ordentlich in die Hose gehen, wir sind dennoch gespannt und lassen uns gerne eines besseren belehren. Das Cover ist zumindest schon einmal vielversprechend – nach etlichen Jahren wird endlich wieder der Schminkkoffer ausgepackt. (via RockHard)

Shredder Mag - Styletipp Herbst/Winter 2015

Der Vollbart-Hipster kommt nach 10 Jahren langsam wieder aus der Mode, das Wetter wird zu kalt für den XXL-V-Ausschnitt, was soll der modische Mann von heute also anziehen? Wir waren in Paris, Mailand, Williamsbourgh, Tokio und Stockholm auf Recherche und präsentieren den hotten Style für alle Male Urban Fashion Victims:

Matte, Rüschenhemd, Goldschmuck, Doppelkinn – das sind die Fashion-Items der Saison. Dieser Retro-Chic – am besten kombiniert mit Gitarren-Masturbation und dem obligatischen Symphonie-Orchester – strahlt Geschichtsbewusstsein (die Füsse fest in den 80igern) und Offenheit (offener Mund) gleichzeitig aus. Schnell umstylen bevor der Mainstream davon Wind kriegt!

invsn_shreddermagINVSN – s/t (Unter Schafen Records)
Dennis Lyxzén schlägt wieder zu! Nach Refused, Int. Noise Conspiracy, AC4 und unzähligen weiteren Bands ist dem Mann anscheinend immer noch nicht langweilig. Im Gegenteil: mit INVSN (sprich Invasion) wagt er sich in 80er Indierock/New Wave-Gefilde vor und präsentiert ein äußerst authentisches und vor allem stimmiges Album. Kein Wunder, denn genau genommen ist das schon Album #3 der Band – es wurde also heimlich geübt (damals noch als „Invasionen“ und mit schwedischem Gesang). Heute wird auf englisch gesungenen und theoretisch könnte damit der internationale Durchbruch gelingen, aber nur falls der feine Hr. Lyxzén parallel nicht drei andere Bands gründet und sich in Terminstress verzettelt. Anspieltipps sind „Down In The Shadows„, „God Has Left Us Stranded“ und „Distorted Heartbeats„.

Social Distortion (Alsterdorfer Sporthalle Hamburg, 17.04.15)

 

Von der Arbeit nach Hause gehetzt, noch schnell die schwangere Frau eingepackt und los in Richtung Sporthalle. Dort angekommen kämpften wir uns schnell durch Fischbrötchen-, Pizza– und Popcorn-Stände um einen geeigneten Sitzplatz abzugreifen. Ja, Sitzplatz, wie gesagt: die Frau ist schwanger.

 

Der shreddermag_socialdistortion_stGrund für den Ausflug: Mike Ness lud zum 25. Jubiläum des selbst betitelten Albums „Social Distortion“. Und getreu dem Konzept wurden uns auch gleich „So far away“, „Let it be me“, Story of my life“ und „Sick Boys“ um die Ohren gehauen – abgesehen vom mies abgemischten Großraumdisko– Sound – sehr, sehr schön. Nach diesem fantastischen Auftakt war jedoch schnell die Luft raus: Mike Ness verlor sich in viel zu langen Rock-Soli und einer Setlist aus mittelmäßigen Songs (wer will denn bitteschön „Misery Loves Company“ von der ersten Mike Ness-Soloplatte hören? Niemand!). Im Zenit der Langeweile prasselte ein künstlich in die Länge gezogenes „Drug Train“ auf uns herab (Gitarrensolo, ihr wisst schon) nur um zu beweisen, daß Songs, die auf Platte scheiße sind, auch live nix können. Zum Glück hatten wir Sitzplätze.

Doch weiter im Programm: Mike Ness erzählte uns,wie cool es ist in deutschen Hotels untergebracht zu sein, denn dort sind die Frühstückseier inklusive und total lecker, der spinnt doch! Kurz darauf flog ihm dank falscher Tonlage das Rolling Stones-Cover „Wild Horses“ um die Ohren, aber zum Glück hatten wir ja Sitzplätze (hatte ich das schon erwähnt?). Am Ende des zähen Programms konnte der obligatorische Hit „Don’t drag me down“ auch nix mehr retten und als Zugabe gab’s wie immer „Ring of fire“, damit auch der dümmste Fan noch einmal mitsingen darf. Heieiei. Mike Ness, du bist zwar ein cooler Hund, aber das war leider nur Mittelmaß. Das nächste Mal bitte ein paar knackigere Songs auswählen und nicht mit unnötigen Rock-Soli posen.

 

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