Stylerkarre des Monats: Brubaker Box

Brubaker Box_shreddermag

Jetzt wo der VW California das ultimative Status-Symbol der Münchner Öko-Yuppies geworden ist, empfehlen wir allen, die mit einem Van ein modisches Statement setzen wollen, die Brubaker Box. Als KitCar auf VW Käfer-Basis 1972 in Kalifornien ersonnen, die ultimative Antwort, wie Ladefläche und gediegener 70ies-Swag optimal in Einklang zu bringen sind. Mit handlicher Grundfläche und nur 1.40m Höhe passt das Gerät auch in den Duplex-Parker Eures neuen Neubau-Luxus-Appartments mit moderner Ausstattung und praktischem Schnitt in den Irgendwas-Höfen/Docks/Carres/Palais. Wir empfehlen die Farbtöne gold&braun oder lila-metallic.

Stylerkarre des Monats: GAZ 24-95 Volga 4×4

GAZ 24-95 Volga 4x4_shreddermag

Während der längst überwunden geglaubte kalte Krieg gerade eine Comeback-Tour veranstaltet, setzt das Shredder Mag ein Zeichen der Versöhnung zwischen Ost und West und huldigt diesmal einem russischen Fabrikat: Dem GAZ 24-95 Volga 4×4. Lange bevor Mutti das SUV automatisch vor’s Reihenhaus parken lässt, hatte GAZ den Charme von hochgebockten Karren entdeckt. Mit dem kleinen Unterschied, dass hier die Platform eines russischen Allrad-Militär-Fahrzeuges (zweistufige Getriebeuntersetzung inklusive) herhalten musste und nicht der aktuelle VW Polo. Breschnew hatte einen für Jagdausflüge, so richtig im Massenmarkt ist er nie aufgetaucht. Eigentlich schade.

Stylerkarre des Monats: Royal Enfield Bullet Machismo 350

Royal Enfield Bullet Machismo 350_shreddermag

Midlife-Crisis, Haarausfall, erektile Dysfunktion? Jetzt ja keinen Scheiss bauen und versuchen, die Probleme mit einer Harley-Davidson zu lösen (die macht alt). Wenn’s denn ein Motorrad sein, dann bitte die indische Royal Enfield Bullet. Am besten als klassiche 350er in der „Machismo“ Variante (die gibt extra Tinte auf den Füller). Die Bullet ist eigentlich ein englisches Motorrad, Mitte der 50iger Jahre wurde aber die Produktion in UK ab und in Chennai (Südindien) wieder aufgebaut. Und während sie in Europa in Vergessenheit geriet, haben die Inder das Teil bis heute einfach mehr oder weniger unverändert weitergebaut (Achtung nach 2007 gibt’s elektrische Einspritzung wegen der Abgasnorm – Finger davon!). Ein astreines Old-School Motorrad, gscheid schwer, magische 18 PS (da geht was…), Trommelbremsen, kein Schnickschnack und der eine Zylinder rattert, dass man eigentlich erwartet, dass einem der Kolben jede Sekunde durch den Tank in die Fresse fliegt. Geiles Teil!

Stylerkarre des Monats: Ferrari Testarossa Replica

Pontiac Fiero - Ferrari F40 Replica_shreddermagDas Leben ist nicht nur eitel Sonnenschein und darum wollen wir uns diese Ausgabe mal wieder den dunklen Seiten der automobilen Fortbewegung zuwenden. Man stelle sich folgende Situation vor: Man wird als langweiliger Proll geboren, der Pimmel ist nicht allzu lang, die Fähigkeiten limitiert und was Freunde sind, weiß man vor allem von Hörspielkassetten. Zu gerne würde man dennoch “etwas darstellen” und zieht mit plumper Logik aus seinem gesammelten Fernsehwissen den Schluss, dass das einzige, was hierzu fehlt, ein schicker roter Ferrari ist. Ein schicker roter Ferrari jedoch kostet zehn Jahresgehälter und anstatt einfach nochmal für ein Fünferl mehr nachzudenken, passiert Folgendes: Man besorgt sich einen madigen amerikanischen Scheißsportwagen (Pontiac Fiero) mit einem lausigen V6-Motor (140 PS), tauscht die Karosserie gegen allerlei Plastik aus, lackiert das Ganze rot und tut fortan so, als hätte man einen Ferrari F40! Zu dumm nur, dass jeder Blinde mit blossem Auge und aus dem All erkennt, dass dies kein Ferrari ist, und die Karre so laut “Möchtegern!” brüllt, dass sich jener Taube, der im Raumschiff neben besagtem Blinden sitzt, vor Lachen den Bauch hält… Hallo, aufwachen!

Stylerkarre des Monats: Citröen CX

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Stylerkarre des Monats: Citröen CX Endlich kommen wir dazu, auch mal ein französisches Auto zu würdigen (gar nicht so einfach): Ja, der Citröen CX ist ein super Auto! Ab 1974 und dann ganze 15 Jahre lief der vom Band und war – zumindest anfangs – ziemlich heiss. Schaut Euch die Felgen an! Wir empfehlen einen frühen CX „Pallas“ mit höchst pornographischer 70ies-Lounge-Lederausstattung, Walzen-Tacho und langem Radstand – am besten in Gold. Der eigentlich Trick an dieser Karre ist aber das berühmte hydropneumatische Fahrwerk, dank dem man Strassen nicht entlang fährt, sondern schwebt. Wir durften uns bei einem Nachfolgemodell mal davon überzeugen, dass man damit selbst bei 40 cm Neuschnee noch wie in einem Raumschiff durch’s Allgäu bügeln kann… Geiles Teil!

Stylerkarre des Monats: Jeep Grand Wagoneer

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Schauen wir uns doch mal die Kisten an, die uns 2005 so im Schnitt als Top-Geländewagen angedreht werden: Man sitzt in einer Karre, die von irgentwas, was xDrive, quattro, 4Matic, 4Motion, 4blablabla heisst, angetrieben wird, hat einen super CDl-TDI-FSI-CIA-ABC-Motor unter der Haube und starrt dabei auf ein Interieur aus feinster Pappel, Mahargoni, Wurzelholz, Linde,… Aber so richtige Rock’n’Roll-Stimmung kommt hier nicht mal dann auf, wenn glasklar „King Of The Road“ von Fu Manchu aus dem Bose-CarAudio-System schallt. Da lobe ich mir den 86er Grand Wagoneer. Der ist riesig, wird von stinknormalem 08/15-Allrad und einem freundlich schnurrenden 5.9 Liter V8-Motor angetrieben und hat ordentlich Holz vor der Hütt’n – nämlich nicht spärlich innen als Zierleiste, sondern reichlich aussen auf die Karosserie geklebt. Und siehe da: In der Karre kann man sogar eine alte TKKG-Kassette hören und fühlt sich wie ein von Kopf bis Fuss tätowierter Rock’n’Roll-Badass. Geht doch!

Stylerkarre des Monats: Subaru XT

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Ha, Ihr spinnt doch! So eine Karre kann man doch nicht allen Ernstes auf den Markt schmeissen! Da war der Designer wohl verkatert und zu faul irgentwas anderes zu benutzen als ein kleines Lineal und mehr als zwei Minuten Zeit wollte er scheinbar auch nicht investieren. Tja, in der Mitte der achtziger Jahre war eckig halt sau-in. Bestückt wurde dieser Subaru mit einem 135 PS-starken 1.8 Liter Boxer-Motor und hatte auch das Subaru-typische Allrad mit an Bord. Wer mal einen live sieht, dem sei geraten, einen Blick ins Innere zu werfen, denn auch hier herrscht gediegene 80ies-Raumschiff-Atmosphäre.

Stylerkarre des Monats: Volvo 245

volvo245_shreddermagZeit, der Wahrheit ins Gesicht zu Schauen: Die Shredder-Redaktion kommt langsam in ein Alter, in dem gleichaltrige attraktive Frauen nicht mehr nur mit den türkisen Redaktions-Lambos zu beeindrucken sind, sondern man bei den etwas konventionelleren unter den erwähnten jungen Damen auch mit einem praktischen und vor allem familienfreundlichen (ohje!) Kombi punktet. Diesen sei (mit der Bitte um Aufschub) das diesmalige Stylermobil gewidmet: Der Volvo 245. Von 1975 – 1993 gebaut, aus feinstem Schwedenstahl (fasst so hart wie Kruppstahl), formschön und mit der leichten Note des Besonderen behaftet (zu mindest im Vergleich zu anderen Kombis dieser Zeit). Darüber hinaus vorzüglich geeignet, grosse Mengen an Snowboards und Kästen feinsten Augustiner-Bieres zu transportieren. Tja, wahre Schönheit kommt wohl doch auch von Innen.

Stylerkarre des Monats: BMW M1

BMW M1_shreddermagDas kommt davon, wenn BMW beschliesst, einen ernsten Konkurrenten für Porsche und Ferrari zu bauen und bei der Konstruktion zwischenzeitlich Lamborghini mit ins Boot holt: 277 PS aus einem 6-Zylinder-Heckmotor (während der Bauzeit von 1979-81 der Hammer!), 114 cm Höhe, Monster-Schlappen und ein Design, das auch heute noch komisch anmutet. Das alles in Kleinserie von 400 Stück gebaut, machten den M1 zur ultimativen Yuppie-Karre, für alle „die es geschafft haben“. Genau das Richtige also für aufstrebende Jungunternehmer wie uns, die immer noch auf der Suche nach der richtigen Karre für den Weg vom gewonnenen Tennismatch heim ins geschmacklos, aber teuer eingerichtete Domizil in Grünwald suchen. Perfekt!

Stylerkarre des Monats: Toyota Celica TA22

toyota_celica_TA22_shreddermagNachdem in früheren Ausgaben fast ausschliesslich die Höhepunkte deutscher und amerikanischer Automobilbaukunst Beachtung fanden, wenden wir dieses Mal den Blick gen Osten – und zwar auf den wirklich sehr passablen Toyota Celica TA22. Dieses schnittige Sportcoupé wurde Anfang bis Mitte der 70er Jahre in Japan für uns gebaut und schaut ziemlich gut aus (man beachte bitte besonders die serienmässigen Lufteinlässe auf der Motorhaube und den eleganten Hüftschwing)! Motorenmässig war eher Ölkrise angesagt, denn bei 115PS ist Schluß (sollte aber reichen, die Dinger sind nicht allzu schwer). Wer bis hier noch nicht überzeugt werden konnte, suche doch bitte mal im Internet nach der Liftback-Version. Die ist nämlich auch nicht soo schlecht…