bosstones_shreddermagThe Mighty Mighty Bosstones – Pay Attention (Island)
Wie passend, dass man nirgendwo im Package der neuen CD der Bostener Ska-Institution das alte Logo mit dem fiesen Bullterrier finden kann, denn besonders böse und gefährlich geht’s auf dem neuen Album wirklich nicht zu. Aus einer ausgewogenen Mischung auf Ska, Rock und Funk und Pop haben die Bosstones ein Album voller guter Songs gekocht, das wahrscheinlich bei anderen Bands irgentwie etwas zu glatt klingen würde. Aber keine Angst irgendwie schaffen es die acht Jungs den Songs einen besonderen Charakter zu geben, vielleicht liegt’s an der cool verrauchten Stimme des Sängers, vielleicht an was anderem – ist mir auch Wurscht, ich hör’s mir einfach gerne an…

gadjits_shreddermagThe Gadjits – Wish We Never Met (Hellcat)
Im Gegensatz zum letzten wurde das neue Album nicht von Tim Amstrong (Rancid) produziert. Mehr relaxter Ska, mehr OldSchool-Rock’n’Roll, weniger Punk ist das Ergebnis. Ein lockerer Offbeat, schiebende Keys und jede Menge Ohrwürmer gesungen mit wunderbar aufmüpfiger Stimme und verstärkt durch die oberlässigen weiblichen Backing Vocals geben dem Album einen durchweg positiven Vibe. Ein bisschen weniger sanft hätte zwar auch nicht geschadet, aber so ist’s auch gut, wer’s hart braucht kann ja S.O.D. hören, die Gadjits sind eher was für fette BBQ-Sessions in der prallen Sonnen (mit viel Bier).

hellcat_shreddermagV.A. – Give ‚Em The Boot II (Hellcat)
Sampler, die Zweite: Diesmal haben wir Hellcat Records im Visier. Hellcat ist als Unterlabel von Epitaph schwerpunktmäßig für Ska und rauhen Street-Punk zuständig. Neben Rancid, die gleich dreimal vertreten sind, findet sich hier unter anderem auch Material von den Dropkick Murphy’s, U.S. Bombs, The Gadjits, The Slackers, Choking Victim, Hepcat und Jamaikas Dancehall-Rocker Buju Banton. „Give ‚Em the Boot II“ garantiert einem ein Stunde abwechslungsreiche Musik in gewohnt hoher Epitaph-Qualität. Da auch dieser Sampler zehn Mark kostet, ist er außerdem der ideale Wegweiser beim Alben-Kauf.

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The Pietasters – Awesome Mix Tape #6 (Hellcat)
Wieder mal eine CD, bei der der fleißige Mr. Brett seine Finger mit im Spiel hatte. Nach Bad Religion klingt es aber kein bisschen, denn die Pietasters schenken uns eine wunderbare Mischung aus Up- und Downtempo Skatracks, Kastagnetten+Bläserterror-Rockabilly und Punkrock à la Sublime. Textlich geht es um die Probleme des täglichen Lebens unter besonderer Berücksichtigung der weiblichen Bevölkerung. Das einzige was beim Hören dieser CD ein wenig unheimlich ist: Alles ist so wunderbar eingängig, dass man damit nicht mal hartgesottene Radio Energy-Fans aus dem Zimmer vertreiben kann. Aber egal, CD rein und der Sommer kann kommen.