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The Distillers – Sing Sing Death House (Hellcat)
Komm mit mir ins Abenteuerland, der Eintritt kostet dein Verstand! Die Vereinigten Staaten, das Land des „American Dream“ haben ein neues Traumpärchen! Anstelle von Kleidchen und Anzug beide jedoch in zerfetzten Jeans und mit Iro auf’m Kopf. Das alles ist kein Märchen denn Distillers-Frontfrau ist tatsächlich die Ehefrau von Hellcat-Labelboss und Rancid-Gründer Tim Armstrong. Doch halt! Viele von Euch werden jetzt sagen: „Ach deswegen der Plattendeal…“. Dies könnt ihr getrost vergessen denn „Sing Sing Deathhouse“ muss sich keineswegs hinter irgendjemand verstecken, das Album besitzt meiner Meinung nach durchaus die Kraft es zum Hellcat-Zugpferd zu machen. Eine knappe halbe Stunde feinster Streetpunk servieren einem die californischen Alkoholiker/innen da. Schöne rauhe Gitarren, ein geiler krächtzender, kratziger Gesang und hervorragende Gröhlpassagen. Wenn man beachtet das sich Mrs. Armstrong verantwortlich für das gesamte Songwriting zeigt, dann mal Hut ab. Bin mal auf das Kind gespannt…

thehunns_shreddermagDuane Peters and the Hunns – Unite (Disaster)
Unser Lieblingspirat scheisst mit seinen Hunnen deren zweites Album auf den Markt. Musikalisch keine Überraschungen, g’standener Punkrock, an alten englischen 77er-Helden orientiert, nur auf amerikanisch. Die 14 Songs plätschern so dahin, hier und da ein paar Highlights, aber insgesamt betrachtet nicht so der Hammer. Durchschnitt. Saufen hier, Probleme da, ein wenig Knast, unfaire Welt und ein kleiner Diss an alle Offspring-Kids: Standardthemen also. Der gute Herr Peters sollte seine Kreativität mal ein wenig bündeln, und nicht alles gleich raushauen, was er aufnimmt. Dies gilt nebenbei auch für das letzte Album seiner Hauptband, den U.S. Bombs. Vielleicht sollte er mal wieder anfangen, zu trinken, naja wir warten mal ab und hoffen auf einen neuen Hammer á la „The World“!

dirtydishes_shreddermagDirty Dishes – V.A. (Honest Don’s)
Das Fat Wreck-Unterlabel beschert uns mal wieder eine seiner gern gesehenen Compilations. Mit an Bord sind alle bekannten und weniger bekannten Bands des Labels, wie Diesel Boy, Teen Idols, Real McKenzies oder Nerf Herder. Überwiegend wird einem hier typisch californischer Punkrock der lockereren und melodischeren Machart geboten. Leider hängt manchen Bands bisweilen ein leichter Zweite-Liga-Touch an, doch insgesamt bekommt man auf den 17 Songs ordentlich was geboten, vor allem bei dem fairen Preis von unter 20 Mark. Gerade alle Freunde des Schönes-Wetter-Punkrock können hier also mal wieder bedenkenlos zugreifen.

alphamotherfuckers_shreddermagAlpha Motherfuckers – A Tribute To Turbonegro (Bitzcore)
So, damit es jetzt wirklich jeder weiß: Turbonegro waren eine großartige Band! Doch keine andere Band schafft es mich auf der einen Seite ausnahmslos zu begeistern, auf der anderen Seite völlig zu verunsichern. Ein Konglomerrat aus 5 (schlechtaussehenden) norwegischen Männern, die mit ihrem mysteriösen schwulen aber doch gewalttätigem Image posen, sich auf der Bühne Raketen in den Arsch schieben und gleichzeitig wahnsinns Rocksongs schreiben? So ist es. Und diese „Deathpunk“-Klassiker werden nun schön brav auf verschiedenste Art gecovert, ob poppig, gebrüllt, highspeed oder auf Death-Metal-Art serviert, egal: Das sind einfach Hits die auch nicht von Bela B. und Blümchen verschandelt werden können! Sehr schön das ganze, mit dabei sind unter anderem: Nashville Pussy, Hot Water Music, QOTSA, Real Mc Kenzies… Wer sich beeilt bekommt das 2 CD-Bonuspaket mit weiteren Covers von z.B. Prollhead: „Gut Bläst“ (braucht man aber nicht wirklich).

generators_shreddermagThe Generators – Tyranny (People Like You/ TKO)
Die Asseln aus Los Angeles präsentieren uns gute alte Hausmannskost was Streetpunk mit 77’er Charme angeht! Die Jungs wissen einfach was sie tun, sie erfinden hier das Rad allerdings nicht neu aber das verlangt ja auch keiner von ihnen. Eingängige einfache Melodien mit treibendem Stampf-Beat, leicht heiserem, jedoch ausdrucksstarken Gesang plus mitgröhlfähige Refrains lautet hier Omas Geheimrezept. Und es funktioniert, beim ersten Anhören meint man schon die Texte zu kennen, schnell das nächste Bier holen und wieder ab in die tobende Menge. Songs wie „Us against them“, „All night long“ oder „Suburban Bitch“ machen einfach Lust auf Mitgröhlen, Abpogen und sich Aufführen. Textlich bewegt sich das Ganze im traditionellen Punkrock-Genre, es geht also um Bullenstress, Obdachlosigkeit, Alkoholexzesse oder Ähnliches. Am Besten ist, dass diese Stories mit einer Glaubwürdig- bzw. Ehrlichkeit erzählt werden und nichts blöd aufgesetzt wirkt. Die Generators sagen einfach wie’s ist.

h2ogo_shreddermagH2O – Go (MCA)
Nach einem enttäuschendem Vorgänger nun endlich wieder ein Album mit gewohnter H2O-Qualität! Man merkt den New Yorkern förmlich die Spielfreude an, so schnell und spritzig kommen die Songs aus den Boxen geschossen. Alles in allem sehr abwechsungsreich und irgendwie erfrischend, wobei diesmal der Punkrockanteil dem Hardcoreanteil überwiegt. Ein nettes Artwork und eine wahnsinns Coverversion von Madonna (Like A Prayer) runden das Album noch schön ab und laden so zum Kaufen ein. Ist zwar kein Pflichtkauf aber alte H2O-Fans sollten hier auf jeden Fall zugreifen.

gimmegimmes_shreddermagMe First And The Gimme Gimmes – Blow In The Wind (Fat Wreck Chords)
Das Fat Wreck-Allstar Team mit der Mission, die größten Hits der Vergangenheit durch den Punkrock-Shredder zu drehen, ist zurück. Nach zahlreichen Martinis mit Olive haben sie sich entschlossen, sich diesmal das Liedgut der Sixties vorzunehmen. Und so gibt es u.a. die alten Gassenhauer „Blowin‘ In The Wind“, „Runaway“ und „Who Put The Bomp“ auf doppelter Geschwindigkeit zu hören. Bei Cat Stevens „Wild World“ lassen sie Mr. Big weit hinter sich und auch sonst kann man den Herren in den braunen Anzügen nur gratulieren, dieses Album rockt mehr denn je! Sehr gut sind auch die gewollt schlecht versteckten Zitate, die sich die Band bei The Clash oder den Ramones zusammengeklaut haben. Sehr schön!

fuelforlife_shreddermagThe Turbo A.C.’s – Fuel For Live (Nitro)
Gradheraus, das dritte und langerwartete Album der New Yorker Speedfreaks lässt keine Wünsche offen! Wieder einmal also beehren uns die Turbo A.C.’s mit einer hochexplosiven Mischung aus Punkrock, Rockabilly und Surfguitar. Im Vergleich zum legendären Vorgänger „Winner Take All“ ist es ein wenig Punk-lastiger produziert. Wie man es von ihnen kennt uns liebt, gibt es jede Menge Mitgröhl-Passagen á la Misfits und Texte über das Rock’n’Roll-Outlaw-Dasein. Mitgeholfen im Studio hat der gute alte Roger Miret von Agnostic Front und das dieser Mann weiß, was er macht ist ja hinreichend bekannt. Also in den Plattenladen gehen und singen: „I want it all, I’m coming through the wall, I want it all, and I want it now!“

Interview – The Turbo A.C.’s

Am 27.08. war’s endlich soweit, nachdem sie schon eine ganze Weile durch Deutschland getourt waren, machten die Turbo A.C.’s endlich in München Halt, um dem Münchner Publikum ordentlich einzuheizen und ihm eine große Dosis fuel-injected Surf-Punk zu verabreichen!! Nach dem Konzert haben wir uns Michael Dolan (Bass, Voc) und Kevin Cole (Voc, Git) dann vorgeknöpft, um sie bei allgemein alkohol-geschwängerter Atmosphäre und unter dem Gebrüll der Slackers (Hellcat), die bereits für das nächste Konzert in München waren, zu interviewen…

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S: Hi Turbo A.C.’s, we did like your show. Tell us, do you like touring in Germany.

MD: I love touring in Germany, I can not get enough of touring in Germany.

S: But you’ve been touring a quite long time, wasn’t it sometimes hard, doing all the shows?

MD: Sometimes it gets a little hard up there, but it’s no big deal, it’s just part of the job.

S: OK, you played small concerts and you did ones with a big audience. Where was you biggest concert?
MD: I’m not sure, Kevin where was our biggest concert?
KC: Our biggest concert was the Bizarre Festival this year. With Papa Roach, and the Papa Roach…
TS: …the P-Roach!!!
KC: …the P-Roach crew was very upset about this, ‚cause we headlined about Papa Roach.
S: And what do you think about the german audience? Are there any differences to america?
MD: No, it’s the same, the spirit is the same, the energy is the same… it’s a universal action club all over the world!
S: Do you think the Turbo A.C.’s are well known here in germany?
MD: I think were doing allright (lacht)…
KC: …were doing alright.
S: OK, what was it like producing an album with Roger Miret, the old hardcore-legend?
MD: It was a lot of fun, Roger was really easy to work with and he had a lot of incredible stories from being at Agnostic Front. It was… it was a lot of fun!
S: Hmm, guys, how much beer do drink before your concert?
MD: I didn’t drink any beer (lacht)!
S: And Kevin?
MD: I don’t know, it seems his legs are hollow and the beer just goes into his legs.
S: OK. What’s next? A new album?
MD: I think we have to do an album… maybe next spring. And hopefully we have a new album out in fall.
S: Last interview you told us that searching a record company sucks. Your last album „Fuel For Live“ came out on Nitro Records, is it ok or does it still suck?
MD: It doesn’t suck still! Nitro has been treading us really well.
S: On your concerts you always play at least one Misfits-cover. What do you think ist still so fascinating about the Misfits?
MD: What’s so fascinating about the Misfits?
KC: The Misfits are…
TS: (lärmen!)
KC: …Slackers in the house. anyway, the Misfits come from the same school of music than we do. Punkrock is… punkrock is rock’n’roll and music, and they have songs, and that’s we’re all about. Some punkrock is just very bad.

S: But what do you think about the new style of the Misfits? Quite of different to the older stuff, more metal.

KC: I’m a fan of the Glenn Danzig-Misfits, but, you know, I… the Misfits are still cool. I think they’re still cool – even though.

S: And Samhain?

KC: Samhain was cool, but not as cool as the Misfits.

S: OK, let’s come to an end. One last question. Your style always reminds me of cars. What is your favourite car?
MD: My favourite vehicle is a chopped Harley-Davidson motorcycle!
S: And the Dogde Charger?
MD: I love… I love Cadillacs.
S: OK, thank you for the interview.