Hollow Sons – Famine and Thirst (Let It Burn)

Hollow Sons - Famine & Thirst_shreddermagDie Hollow Sons sind ein Projekt von verdienten HC-Recken, die wir aus verschiedenen Bands, wie z.b. The Blackout Argument, kennen und die sich munter über Deutschland und Italien verteilen. Mit Famine & Thirst haben die Burschen dann auch gleichmal ihr gesammlte Erfahrung in einen Topf gehauen und einen richtigen Knaller abgeliefert. Straight und ohne jeden Kitsch wird einem hier 17 Lieder lang ein Statement vor die Füsse geklatscht, das neben rauchenden Trümmern eigentlich nur noch ein Grinsen im Gesicht hinterlässt. Auch wenn die Herren sich als Erben von Bands wie Cro-Mags und Blacklisted sehen, klingt das Album für mich angenehm europäisch (mir fallen Raised Fist und Rise&Fall ein) und hechelt nicht irgendwelchen US-Idolen her. Bleibt nur zu hoffen, dass sich hier nicht auf den Lorbeeren ausgeruht wird und aus dem Projekt eine feste Band wird, die schnell Tour und mehr Stoff nachlegt!

Thy Art Is Murder – Holy War (Nuclear Blast)

Thy Art Is Murder - Holy War_shreddermagHeieiei, da hat aber jemand schlechte Laune! In Ihrer Heimat Sydney scheint die Sonne und Thy Art Is Murder bringen mit „Holy War“ ein wirklich unangenehmes Stück Deathcore zur Welt. Das Ganze klingt ein bisschen wie der kleine, hässliche Bruder von Parkway Drive. Ordentlich verhallt, ein ziemliches Technik-Gebolze, der Sänger grunzt, als ginge es sehr bald zu Ende, und thematisch geht’s Genre-typisch um Hass oder Gewalt. Oder Hass und Gewalt. Durchaus beeindruckend, was hier an Härtegrad aufgefahren wird. Na dann, viel Spass!

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Yuppicide-Shinebox
Wreck-Age, 1993

 

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Yuppicide sind allen anderen NYHC-Bands um Längen voraus. Das gilt in erster Linie für ihre Authentizität und Eigenständigkeit, die vor Ironie und Sarkasmus triefenden Texte und nicht zu guter Letzt für die bizarre Bühnenperformance und den sensationellen britischen Akzent des Sängers. Top!

 

Hit: Out of Style

Bane (Feierwerk, 30.11.2015)

20 Jahre waren Bane eine Bastion der Bostoner Hardcore Szene, nun lösen sie sich auf. Das letzte Konzert in München war darum ein Pflichttermin, Bane sind live immer eine Bank gewesen und wenige Bands kommen so sympathisch rüber. Darum war es auch halbwegs voll und Bane haben mit einer Abschiedsträne im Auge zum letzten Mal ihre immer extrem mitreissende Version von punklastigem Hardcore von der Kette gelassen. Was soll ich sagen? Die sind (waren) einfach saugut. Wir werden Euch vermissen!

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