Shredder Mag - Skate-History

Einen grossen Beitrag zur Weiterentwicklung des Skateboardens in Deutschland haben mit Sicherheit die Köln-Mundart-Asseln von „Bläck Föös“ geleistet. Hier ein kleiner Auszug aus ihrem Hit „Rollbrett“, durch den der Skateobard-Boom in den 80´ern zweifelsohne mit ausgelöst wurde:

 

„Dä kleine Dieter sät zum singem Pap,
Pap ich muss e Rollbrett han.
Weil mer met dem Dinge schneller
vill schneller als op Rollschoh fahre kann.
Nix, sät do d´r Pap, dos häs scho e Kettkar un en Carrerabahn…“

 

Und so weiter. Scheisse, gell?

Bläck Föös_shreddermag

Shredder Mag - Videotipp

Endlich ist es soweit: der erste Münchner Skate-board/Snowboard/BMX-Film ist draussen! „Monacoride Experience“ heisst das Ding, gefeatured werden selbst-verständlich nur wahre Münchner Kindl (Gerüchten zufolge mussten sich alle Fahrer einem „Bin-ich-ein-echter-Münchner-Test?“ unterziehen und eine Mass Bier exen), unter anderem David Benedek, Mini Karpf, Stefan Lehnert, Robinson Kuhlmann, Benny Korthaus und viele mehr. Gefahren wird auf Münchens Strassen und in der alten Kunstpark Ost-Halle sowie in der Euroskatehalle. Die Snowboarder fahren natürlich nicht auf der Strasse. Um dem Müncher Projekt noch mehr Heimatgefühle zu geben, bat man einheimische Bands wie Les Babacools, Stimilion, Discotiere usw. den Soundtrack beizusteuern. Hat also alles Hand und Fuss: 100% Munich Rock City. Nette Szenen wie „Über-Autos-Laufen“, „Im-alten-Ninjastyle-25 Stufen-in-U-Bahnschächten-runterspringen“ oder im Schlamm baden sind auch dabei, könnten aber ruhig noch mehr sein. Schade auch, dass alle Szenen komplett mit Musik unterlegt sind, so geht beim Skaten beispielsweise der markante Roll/Grind/Slide-Sound verloren. Eine Sache verwundert mich zusätzlich: Das Video war nach dem erstem Mal anschauen schon im Arsch, vielleicht lag das auch nur an unserer tollen Promokopie. Alles in allem aber eine sehr schöne Sache, mehr Informationen findet ihr unter: www.monacoride.de. Macht weiter so Jungs!

 

Monocaride Logo_shreddermag

 

Shredder Mag - Report: Kaunertal Opening ’02

kaunertal_shreddermagDieses Jahr war es mal wieder an der Zeit, beim Kaunertal Opening vorbei zuschauen. Das schwierigste hierbei war, ein Appartment zu finden, weil die meisten Vermieter Angst vor den alles-kaputt-schlagenden Opening-Snowboardern hatten. Nachdem wir diese Hürde genommen hatten, mußten wir nur noch in sinflutartigem Regen nach Feichten fahren und waren auf der sicheren Seite, denn sofort wandelte sich der Regen zu Schnee und pünktlich Freitag um 10 Uhr riß der Himmel auf. Alles schonmal sehr gut. Leider lag noch nicht genug Schnee für die Talabfahrt, aber oben gab’s gediegene 30 cm Neuschnee. Alles weitere versteht sich von sebst, so dass hier nur noch ein paar Dinge gesondert hervorgehoben werden sollen:

 

• Der Hampel vom Ültje-Promotion-Stand kann unmöglich auch nur einen Funken Selbstachtung besessen haben.
• Der Nosepress-Frontflip-Off den eingegrabenen VW-Bus runter des Contest-Fahrers, dessen Namen ich nicht weiß.
• Die Parties abends sind teuer, lohnen sich dafür aber auch nicht.
• Gösser (oder war’s Zipfel-Bier?) gibt’s jetzt auch in Platikflaschen – endlich!!
• Das Opening ist zwar ganz spaßig, dafür hat man die Wochenenden danach mehr Schnee für sich allein.
• Mit dem Postbus hochfahren ist teuer & dauert ewig, mit dem Auto brauchte man freitags allerdings Allrad oder Ketten.
• Raceboarder haben wie eh und je Schnauzer, Spaß-Mützen und stinken.

Shredder Mag - Sportteil

GAP 1328 Summercamp 2002 (Zugspitze)

Blöd. wenn’s einen reisst und man im Juni Snowboarden will. Da bleibt einem keine andere Wahl, als auf ein Summercamp zu fahren. Wir waren auf der Zugspitze, die ist schön nah, aber sauteuer (40 €), wenn man nur einen Tag Zeit hat (ab zwei Tagen wird’s deutlich billiger) und nicht wirklich früh los ist. Aber huift ja nix, also schnell auffe Piste und ordentlich losgeballert!! Natürlich habe ich mich gleich mal von den vielen Pros vor Ort anstecken lassen und mir eingebildet, ich müßte auch mal Schuß über einen der großen Kicker. Nunja, die Pros machen dann immer was mit vielen Drehungen, ich zog (natürlich nur aus Style-Gründen) ein paar ausgerenkte Wirbel nebst leichter Gehirnerschütterung (trotz Helm) vor. Als Alternative zu den zig Schanzen und Rails gab’s noch zwei Halfpipes. Angeblich eine normale und eine Superpipe. Bei näherer Betrachtung aber nur eine normale und eine sehr niedrige. Aber kein Gemecker, schließlich hatte es im Tal 28 Grad. Leider stellten die Lifte bereits um kurz vor drei Uhr den Betrieb ein und der ganze Schneebrettln war auch schon wieder vorbei. Alles im allen ein cooles Camp, nur sollte man früh aufstehen, für zwei Tage fahren und dummen Verletzungsspaß vermeiden, dann ist es ein solider Saison-Ausklang!

Die Billabong Odyssey

billabong_shreddermagEin sehr löbliches, weil absolut größenwahnsinniges Vorhaben sponsort die Surf-Company Billabong. Die Jagd nach der höchsten Welle der Welt nämlich. Einmal gefunden, muss diese nur grad eben mal kurz abgeritten werden und schon winken 1000$ pro foot Höhe der Welle. Leider gilt dieses Angebot nicht für die Wellen im Eisbach oder in Eurer Badewanne, denn ein paar Meter sollte sie schon haben. Mike Parson hält mit einer 66ft-Welle (zum Vergleich: das ist 12x so groß wie das 5,5ft Shredder Girl!) gerade den Rekord, doch eigentlich suchen die Surfer auf der Expedition nach einer 100ft-Welle. Nix mit hang loose, sondern Terror – dann mal ran!

 

Boarding-Neuigkeiten aus dem Silicon Valley

outbackboard_shreddermagDa haben sich doch ein paar gelangweilte Computer-Nerds aus besagtem Tal gedacht: „Jetzt mal was richtig Neues!“. Ach so. Heraus kam eine Fusion von Mountainbike und Snowboard, dass sogenannte „Outbackmountainboard„. Hiermit kann man, laut dem Hersteller, über Stock und Stein, über Felsen, Asphalt und sogar Schnee riden, die Frage ist bloß ob man das überhaupt alles mit ein und dem selben Board möchte. Meiner Meinung nach ist das doch schon wieder irgendein Board, so wie es jedes halbe Jahr rauskommt, nur mit einem anderen Namen und anderen Features. So ist das „Outbackmountainboard“ beispielsweise aus echtem Weltraumstoff gegossen, die Version mit Flügeln kommt dann ein Jahr später, oder? Also ich weiß nicht, aber wenn ich einen Berg abheizen möchte, nehme ich mein Snowboard, wenn ich den Asphalt rocken möchte, dann stell ich mich auf mein Deck und wenn ich über Stock und Stein bolzen möchte, dann nehme ich das offizielle Shredder-Mobil (Capri II), weil’s mehr Spaß macht. Wer dennoch mehr Infos möchte: www.outbackmountainboards.com (Wer hätte das gedacht…)

Hintertux-Summer-Riding   Zwei mal suchten wir diesen Sommer den Gletscher am Ende des Zillertals auf. Hier die Bilanz: nach dem wir das erste Mal die zweieinhalb Stunden Fahrt hinter uns gebracht hatten, erwartete uns akzeptabler Schnee (für Juli) und schlechte Sicht. Der Funpark mit Halfpipe war allerdings schon länger nicht präpariert, aber na gut, was müssen wir zu der Jahreszeit auch fahren.   Das zweite Mal die große Enttäuschung, wegen zu starkem Wind war das Gebiet geschlossen. Also sind wir ins Mayerhofener-Erlebnis-Bad (spart’s Euch…) und haben uns auf den nächsten Tag gefreut. Da hatte das Gebiet offen (allerdings nur ein Lift) und wir wurden gewarnt, dass man nicht wisse, wie sich der Wind entwickle und man fahre auf eigene Gefahr, was den Betreiber allerdings nicht davon abhielt, trotzdem 66 Markt von uns zu kassieren. Oben war dann alles voll, der Lift fuhr mit 0,5 km/h und wie sollte es auch anders sein, nach zwei Abfahrten war Schluß, der Lift wurde geschlossen- was’n Abturn. Also, überlegt es Euch gut, wenn es Euch nächsten Sommer reißt und Ihr Euch einbildet dort fahren zu wollen. Checkt auf jeden Fall vorher die Homepage (www.hintertux.at) und wenn da was von Wind steht, laßt’s bleiben!

Kauner Tal Opening, 20. – 22.10.2000

 

Das Versprechen von Schnee, Sonne und Punkrock lockte uns dieser Jahr ins Kauner Tal, das als erstes wieder die Pforten für alle Snowboard-Hungrigen öffnet. Also bestiegen wir Freitag Mittag das Shredder-Mobil und machten uns auf den Weg (ca. 2,5 h). Vor Ort erwartete uns ein Festzelt mit 30 Mrd. m² Grundfläche und Scharen von feierwilligen Funsport-Kids. Nicht die schlechteste Ausgangs-Situation für einen lustigen Abend. Im Zelt wurde seltsam schmeckendes Ösi-Bier ausgeschenkt und als erstes spielte die sehr sehr schlechte Ösi-Pop-Band Heinz, was auch prompt keinen interessierte, har, har. Als dann die Münchner Punkrock-Allstars Stimilion (die übrigens vor Kurzem per Mail endlich Ihren Übertritt zur Homosexualität bekannt gegeben haben) anfingen, war die Stimmung bereits sehr gut. Die Jungs spielten eine gewohnt gute Show, rockten hart und boten damit das ideale Forum für Suizid-Diving – was dankend angenommen wurde. Nach dem Konzert wurde ich noch ins ChillOut-Zelt geschleift, um dort mein Trink-Schicksal besiegeln zu können…

 

Als wir am nächsten Morgen im Shredder-Mobil aufwachten, war’s dann auch schon elf und das Wort „fit“ traf unseren Zustand auch nicht ganz. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, fuhren wir schnell hoch zum Lift, warfen uns in Snowboard-Montur und los gings. Oben war ordentlich was los, jede Menge Stände von Snowboard-Firmen, eine Halfpipe und laute Musik. Dazu blauer Himmel, cooler Schnee und klare Sicht bis nach Süditalien. Saugeil! Wenn das Fahren nicht so viel Spaß gemacht hätte, hätte man auch den ständig laufenden Contest, an denen zahlreiche Pros teilnahmen, zuschauen können. Außerdem konnte man an den Ständen Equipment zum Testen ausleihen und Aufkleber einheimsen. Natürlich war es viel zu schnell vier Uhr und wir mussten wieder runter. Leider konnten wir nicht noch den Sonntag bleiben, doch auch schon dieser eine Tag war richtig cool, so dass sich die lange Fahrt gelohnt hat.