GAP1328 – Summercamp

 

Zum dritten Mal fand dieses Jahr das fünf Wochen dauernde GAP1328-Summer Camp auf der Zugspitze statt und am 17, Juni hat es uns gepackt, wir haben Jans alten Punkrock-Polo mit unseren Boards und Snowboard-Klamotten, die sich eigentlich bereits damit abgefunden hatten, dass sie sich bis zur nächsten Saison gedulden müssen, beladen und haben uns in kurzen Hosen bei 25 Grad auf den Weg nach Garmisch gemacht. Es ist schon komisch, wenn man dort an kommt, hauptsächlich Wandertouristen sieht und alles wahnsinnig sommerlich ist, man sich dann aber seine Snowboard-Schuhe und Kleidung anzieht und Richtung Lift stapft. 2500 m weiter sah das ganze dann schon etwas anders aus. Hier war, der Stoff aus dem die Snowboard-Träume sind… Schnee. Der Blick der sich uns bot war wirklich hocherfreulich: Zwar war nur ein einziger Schlepper in Betrieb, dafür gab es einen fetten Funpark mit zwei Halfpipes, jeder Menge großer und kleiner Schanzen und auch ein paar Rails. Dazu eine große Meute hochmotivierter Snowboard-Fahrer, die zum Teil auch richtig gut fahren konnten. Einziger Kritikpunkt war die Lifttrasse. Weil sie in etwa so eben war wie Lemmy Motörheads Gesicht, sah man leicht wie ein Turbo-Lift-Spack auf, wenn man von Canyon zu Canyon geschleift wurde.

 

Egal, Hauptsachse die Piste rockt und das tat sie. Der Schnee war zwar ein wenig sulzig, aber nicht wirklich richtig schlimm. Für Pausen standen unterhalb der Pipes Liegestühle bereit und es lief laut Punkrock… nein, es war doch wieder HipHop, naja. Um vier nach der letzten Abfahrt sind wir zurück zum Auto, haben uns umgezogen und uns danach eine Wiese zum relaxen gesucht. Leider hatten wir bei der Wahl unserer Wiese Pech, denn unsanft wurden wir nach einer halben Stunde von vier jungen Stieren geweckt, die sich vorgenommen hatten uns zu töten. Da wir sämtlich Handfeuerwaffen im Auto vergessen hatten, blieb uns nichts anderes übrig als zähneknirschend mit wenig würdevoller Rennerei den Platz zu räumen. Fuck Kühe, solche Arschlöcher! Für den Abend war ein Konzert von Stimilion in einer Disse vor Ort angesagt. Als wir, nachdem wir etwas gegessen hatten, den dortigen Parkplatz enterten, verließ uns allerdings die Motivation. Müde vom Snowboard-fahren und abgeturnt von den beiden beschissenen Terror-tiefergelegten Proleten-Golf GTIs, die sich auf dem Parkplatz Spackenrennen lieferten, beschlossen wir, noch vor dem Konzert den Heimweg anzutreten – was wir dann auch taten. Nichts desto trotz bis auf die Stierattacke ein saugeiler Tag und ein gelungener Abschluß der Snowboard-Saison 99/00. Wir können die nächste Saison kaum erwarten…

Stylerkarre des Monats: Maserati Boomerang

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Der Maserati Boomerang ist sehr sehr flach! Wäre die Windschutzscheibe noch ein Grad flacher, könnte man nicht mehr durchschauen. Zum Einsteigen muß man sich auf den Rücken legen und sich dann mit den Füßen zuerst langsam ins Auto hangeln. Doch diese Strapazen nimmt man gerne auf sich, denn der Boomerang ist einfach ein geiles Auto. Mit keinem anderen Auto kann man zum Beispiel im Stau einfach unter den anderen drunter durchfahren, mit dem Boomerang ist das kein Problem. Und um noch einen draufzusetzen hat dieser Maserati auch noch Flügeltüren. Für richtige Punker ist der Boomerang allerdings doch nicht zu empfehlen, denn erstens ist er sehr selten und daher auch so teuer wie ein kleines Wasser im P1 (ca. 42,4 Millarden Mark) und außerdem ist der Kofferraum so klein, dass man maximal eine 0,33l Flasche Bier darin transportieren kann und wer will schon 0,3er Bier trinken?

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Auch in den letzten zwei Monaten haben sich Stimilion mal wieder ordentlich reingehängt, wenn’s darum ging München mit Punkrock zu versorgen. Als erstes mal ein dickes Lob an die jeden Mittwoch im Titty Twister stattfindende Stimilion Punkrock Bamboule. DJ Chrissi („Der DJ Tomekk des Punkrock“) beweist hier jeden Mittwoch einen erstklassigen Musikgeschmack. Und live durfte man die Band dort auch schon bewundern. Daher: wer am Mittwoch nicht ins Titty Twister kommt, ist ein Arsch!

 

Gerockt hat auch die Release-Party des neuen Albums (Rezension nachfolgend) am 7. Juni in der Bongo Bar und das bestimmt nicht nur deshalb, weil wir heimlich Schnaps in die Bowle geschüttet haben. Wir sind gespannt, was die Jungs von Stimilion momentan schon wieder alles aushecken…

 

Stimilion – In And Through The Fight (Dragstar Records)

stimilion_shreddermagEndlich haben es unsere Münchner Kindl mal geschafft ins Studio zu gehen – heraus kam ihr erstes Album, welches auf den ersten Blick durch das lässige Artwork überzeugt. Sobald die CD läuft, dröhnt einem auch schon schöner Punkrock entgegen, der einigen californischen Bands nicht sehr unähnlich klingt… So zieht es sich auch dann straight weiter durch das ganze Album. Heraus fallen hier allerdings der Mitgröhl-Ohrwurm „Stimilion“ und die gelungene Rembrands-Coverversion „I’ll be there for you“, bei der sicher jeder Punkrocker seiner Freundin mit Tränen in den Augen eine Dose Adelskrone schenken würde. Textlich bewegen sich die Jungs im Thema Freundschaften und Beziehungen, die meistens einen traurigen Eindruck hinterlassen. Mit „Sorry, sold out“ (coole Lyrics übrigens) wird der gute alte Sellout abgehakt, so wie es sich nunmal für eine gestandene Punkrock-Band gehört. Am Ende entdeckt man noch die Ballade „Mike Ness vs. Me“, die selbigen hoffentlich ermutigen wird auch mal wieder ein Album zu schreiben (aber bitte nicht solo!). Ein relaxtes Punkrock-Album, daß aber für meinen Geschmack aber viel zu glatt produziert wurde. Auch ein bißchen Power von vergangenen Auftritten könnte nicht schaden…trotzdem weiter so, Munich Rock City! Das Teil bekommt ihr bei www.stimilion.com für faire 25,- DM (incl. Porto)… kaufen!

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Wurstkuchen

Zutaten:
1 großer fertiger Tortenboden, 2 Paar Wiener Würstl, 500g grobe Leberwurst, 1 Wammerl, 1 Stück Pressack, 1 Blutwurst, 1 Hirnwurst, 200g Kutteln, 2 Kalbsfüße, 16 Spareribs, 1 Flasche Rum, 1 Schweinekopf, 2l Blut

Zubereitung:
Als erstes muß der Schweinekopf zwei Tage im Blut eingelegt werden. Dann nimmt man den Tortenboden und legt erst den Pressack und das Wammerl in die Mitte. Am Rand wird ein Kranz aus Spareribs in den Boden gesteckt. Jetzt die Hirnwurst durch ein Sieb auf das Wammerl passieren. Die Kutteln werden kurz angedünstet und mit den Kalbsfüßen vermengt. Füllen Sie nun die Zwischenräume mit der groben Leberwurst auf. Schneiden Sie als nächstes die Blutwurst in Scheiben und legen Sie sie oben drauf. Um den einzigartigen Wurstgeschmack zu unterstreichen, stecken Sie die Wiener liebevoll oben hinein. Der Kuchen wird nun mit dem Rum abgeschmeckt. Zu guter Letzt schmeißen Sie den Schweinekopf in den Müll. Bon appetit!

Interview – Archi „MC Motherfucker“ Alert / Sänger der Terrorgruppe

S: Hi Archi, man kennt Dich auch unter dem Namen MC Motherfucker und kurze Zeit hießt Du auch mal MC Fatherfucker. Wie sollen wir Dich denn nun nennen?

MC: Einfach nur MC !!!!!!! Das steht für Monte Carlo.
S: Ihr habt vor Kurzem in München zusammen mit den Wohlstandskindern ordentlich einen aufgespielt, aber warum hast Du Dich da nicht ausgezogen?
MC: Ich bin glaub ich ein echter Exhibi. Und dann macht man das halt nur wenn einen überkommt.
S: Ihr seid ja die ungekrönten Könige des Punkrock-Karaoke. Wenn ich bei einem Eurer Konzerte nun stockbesoffen ein Anfall von Selbstüberschätzung bekomme und singen will, welche fünf Titel sollte ich können, um nicht die nächsten 12 Jahre überall ausgelacht zu werden?
MC: Na die Punkrockevergreens halt. Anarchy in the UK, London Calling, Deutschland, Blitzkrieg Bob, The Brews und unsere Songs.
S: Welches Lied würdet Ihr zuerst spielen, wenn Ihr als Vorgruppe von Echt spielen müßtet?
MC: Erstens müssen wir gar nix, aber um dich nicht mit dieser Frage auflaufen zu lassen!!! Natürlich würden wir „Kinderwahnsinn“ spielen.
S: Ihr habt mit „Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland“ einen echten Smashhit geschrieben. Was war der krasseste Trick, den einer von der Terrorgruppe beim Skaten mal gestanden hat?
MC: Diese kleinen Knöchelbrechertricks waren nie mein Fall. Das kann ich alles gar nicht. Ich kann heute noch mit’m Longboard highspeed den Berg runter fahren über ein Auto springen und manchmal wieder auf dem Brett aufkommen. Speed und Airtime ist für mich das ein und alles.
S: Wie überrede ich ein ein eingefleischtes Mitglied der Jungen Union APPD zu wählen?
MC: Sag ihm einfach dass da das Bier und die Weiber umsonst sind. Dann macht der Proll freiwillig mit.
S: Wir würden im Shredder Mag gerne Euren Gitarristen Jonny Bottrop verlosen. Geht das klar und wenn ja, was sollen wir als Preisfrage nehmen?
MC: Wer ist schuld dass Bottrop so is wie er is ????? Kraft durch Freude ihr alten Bayern.

Shredder Mag - Top Ten

Was macht eigentlich?

 

Das Urban Cookie Collective
Der andere von Milli Vanilli
Matthias Rust (remember Roter Platz…)
Chesney Hawks ( i am the one and only!)
Der Moderator von „Spaß am Dienstag“
Hootie and the Blowfish
Die 30 Albaner vom Stachus (Schlägerei mit Säbeln)
Bros
Der Geschäftsführer vom Wendy’s Leopoldstraße
Der Geräusche-Neger aus Police Academy

Boarding-Innovationen

board1_shreddermaghrend die einen das Skateboard als einzig adequate Möglichkeit sehen unsere Straßen unsicher zu machen, sind viele Sportartikelhersteller und Kinderzimmer-Ingenieure da ganz anderer Meinung, was dann in der Regel ziemlich in die Hose geht (Snake- und Kickboard eröffneten einem ganz neue Möglichkeiten, sich auf der Straße zum Deppen zu machen). Neu ins Rennen geschickt wurde nun das sogenannte Freeboard (www.freeboard.com), ein Snowboard-geshapes Brett (1) mit extrabreiten Achsen und zwei zusätzlichen, mittig unter diesen angebrachten Rollen, das echtes Snowboard-Feeling auch im Sommer aufkommen lassen soll. Das selbe verspricht uns das Flowlab Board (2) von DCS Skateboards. Aber auch für Leute wie uns, die das gute alte Skateboard immer nboard2_shreddermagoch für die stylischste Art halten, die Straße zu rocken, gibt es Neugikeiten. Bulletproof (www.bulletproofboards.com) fertigt ab sofort Skateboards aus neuen Materialien, die angeblich sieben Mal haltbarer sind als die herkömmlichen 7-Ply-Holz-Decks. Auf unsere Anfrage, um was für Materialen es sich denn nun dabei handele, erhielten wir exklusiv das folgende offizielle Statement: „The decks are half carbon fiber and half cheese sandwiches.“ Leider hatten wir keine Möglichkeit diese neuen Teile zu testen. Daher bleiben wir vorerst skeptisch und mit unseren geliebten alten Skateboards glücklich.

 

Shredder mag geht an die Börse!

With Full Force  Festival – Vom 23. bis zum 26. Juni besuchte eine hochkarätige Delegation das beliebte Festival in Deutschlands Osten.

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Ein cooles LineUp voll mit Hardcore und Punkrock lockte uns dieses Jahr in den Osten. Natürlich ist uns hinter der Grenze erstmal der Reifen geplatzt. Shredder Mag-Boxenstop-Zeit: 17.5 sec. Cooler Weise war der Parkplatz direkt am Gelände, daher kein Shuttlebus-Streß. Nach kurzer Diskussion, durften wir sogar unseren Gas-Kocher mit reinnehmen (toll!) und unser Lager aufschlagen. Am Freitag ging’s gleich los mit Brightside. Danach Liberator (nicht verpassen, wenn Ihr mal Gelegenheit habt) und Bombshell Rocks, die beide mit fittem Profisound aufgewartet haben. Der Gitarrist von Bombshell Rocks steht übrigens im Guinessbuch für die größte Gitarre der Welt. Madball waren saugeil, allerdings war’s im Pit so staubig, dass man während des Konzerts zu Teil nichts mehr gesehen hat und man danach ein gutes Lunge-ist-mit-Zement-ausgegossen-Feeling hatte. Die Band direkt danach haben wir uns wegen Kater und Sonnenstich gespart. Abends hat dann nur noch Metal-Schrott gespielt. Iron Maiden haben live (?) gespielt – der Bassist von Basilisk (Melodic-Gothic-Power-Metal ja ja…), den wir kennenlernten, fand’s „einfach genial“, wir fanden’s einfach beschissen. Im Zelt startete danach die „Knüppelnacht“. Als erstes lernten wir eine Lektion im „Mit-Haarausfall-und-Geheimratsecken-Rotor-Bangen“ vom Sänger der Metalproleten „Asphyx„. Weil wir es gerade so lustig fanden, haben wir uns noch die Schweden-Death-Metaler Marduk angeschaut. Brav geschminckt, den Rücken voll mit Satanisten-Scheiß-Tattoos haben sie reingeknüppelt, dass es schlimmer nicht ging. Der Sänger ist übrigens so ein Asso, dass er wahrscheinlich seinen Freunden Geld klaut. Soviel zu Freitag. Samstag Früh 12 Uhr aufstehen und im Regen erstmal eine Munich-represents Paulaner-Dose trinken, um den Tag stilgerecht zu beginnen. Der Regen hörte bald wieder auf und Ignite finden an zu spielen. Die waren richtig gut (wie immer). U.S. Bombs waren auch cool. The Exploited waren einfach nur alt. Richtig ab ging’s dann wieder als Gluecifer, die unangefochtenen Götter des Rock’n’Roll-Posing, gespielt haben. Den nächsten Proleten-Award nach Marduk haben sich Skarhead verdient. Nimmt man den beiden Shoutern (zusammen etwa 370 kg) die Worte „New York“, „Hardcore“ und „Skarhead“, bleibt leider kaum noch was übrig. Kein Posing sondern Qualität boten die alten Hardcore-Haudegen von Agnostic Front. Da sollten sich Skarhead mal eine Scheibe von abschneiden. Biohazard waren überraschender Weise saugeil und featurten dann auch Roger Miret und Wattie von Exploited, die noch am Bühnenrand rumlungerten. In der Nacht haben wir uns dann Hardcore Superstar (eine Mischung aus Oasis, Backyard Babies und New Kids On The Block) angeschaut, die live besser waren als erwartet. Der Sonntag war irgendwie planlos. erst fiel uns auf, dass die Dropkick Murphy’s gar nicht mehr auf dem LineUp-Plan standen und dann ging uns das Bier aus. Dazu war ätzende Aufbruchstimmung und die Ordner haben uns Angst gemacht (mehr als Marduk), nachdem einem von ihnen beim Löschen eines Zelt-Müllberges fast eine explodierende Gas-Kartusche ans Hirn geflogen wäre. Darum haben wir uns nur noch die wiedervereinten Spermbirds angeschaut, uns Slayer gespart (wir konnten auch keine Metaler mehr sehen) und uns in den Reiserückverkehr gen Westen gestürzt. Alles in allem war es ein cooles Festival. Komisch nur, dass es immer komisch gerochen hat, obwohl die Dixies ständig geleert wurden. Vielleicht lag’s am nahen Bitterfeld? Wer weiß…
Schöne Grüße noch an den Hurgl, der in einem Karton geschlafen hat, und an die Weißenburger-Skate-Crew, die am letzen Tag beim vom-Autodach-die-Heckscheibe runter-skaten selbige geshreddert haben. Skate & Destroy!