bracket_shreddermagBracket – When Everything Else Fails (Fat Wreck Chords)
Die Jungs aus einem Kuhkaff nördlich von San Francisco legen mit „When Everything Else Fails“ ihr viertes Album vor und kein Label dieser Welt wäre besser geeignet als Fat Mikes Fat Wreck Chords, dies zu veröffentlichen. Beim ersten Lied schon wird klar, wer NOFX scheiße findet, wird dieses Album hassen. Für alle anderen (z.B. uns) gibt es Punkrock, wie er in Californien scheinbar auf Bäumen wächst. Das ganze Album ist sehr poppig, aber das ist man ja mittlerweile gewöhnt. Eine habe Stunde gefälliges Punkrock-Entertainment, das sich allerdings schwer tuen wird, aus der Masse der Veröffentlichungen herauszustechen, da einem doch allzu viel von irgendwo her bekannt vorkommt.

queensofthestoneage_shreddermagQueens Of The Stone Age – Restricted (Interscope)
Die Mannen um Gitarren-Gott Josh Homme (früher Kyuss) und Nick Oliveri (Ex-Dwarves) sind mit ihrem sehnsüchtig erwarteten zweiten Album zurück. Diesmal hat der schon bei Kyuss tätige Chriss Gross mitproduziert. Verwirrend ist anfangs die Tatsache, das die Lieder aus einem Pool von ca. einem Dutzend verschiedener Musiker gespielt werden. So singt mal Nick, mal Josh, der Schlagzeuger wechselt ständig und so weiter… Das Ergebnis ist allerdings fantastisch. Sehr abwechslungreich (klar), sehr luftig (trotzdem ein Zentner Wüste mit dabei) und immer feist groovend. Ein zwei Lieder haben Sie in (Wüsten)sand gesetzt, der Rest sind allesamt Hits, an denen es sind in Zukunft zu messen gelten wird.

GAP1328 – Summercamp

 

Zum dritten Mal fand dieses Jahr das fünf Wochen dauernde GAP1328-Summer Camp auf der Zugspitze statt und am 17, Juni hat es uns gepackt, wir haben Jans alten Punkrock-Polo mit unseren Boards und Snowboard-Klamotten, die sich eigentlich bereits damit abgefunden hatten, dass sie sich bis zur nächsten Saison gedulden müssen, beladen und haben uns in kurzen Hosen bei 25 Grad auf den Weg nach Garmisch gemacht. Es ist schon komisch, wenn man dort an kommt, hauptsächlich Wandertouristen sieht und alles wahnsinnig sommerlich ist, man sich dann aber seine Snowboard-Schuhe und Kleidung anzieht und Richtung Lift stapft. 2500 m weiter sah das ganze dann schon etwas anders aus. Hier war, der Stoff aus dem die Snowboard-Träume sind… Schnee. Der Blick der sich uns bot war wirklich hocherfreulich: Zwar war nur ein einziger Schlepper in Betrieb, dafür gab es einen fetten Funpark mit zwei Halfpipes, jeder Menge großer und kleiner Schanzen und auch ein paar Rails. Dazu eine große Meute hochmotivierter Snowboard-Fahrer, die zum Teil auch richtig gut fahren konnten. Einziger Kritikpunkt war die Lifttrasse. Weil sie in etwa so eben war wie Lemmy Motörheads Gesicht, sah man leicht wie ein Turbo-Lift-Spack auf, wenn man von Canyon zu Canyon geschleift wurde.

 

Egal, Hauptsachse die Piste rockt und das tat sie. Der Schnee war zwar ein wenig sulzig, aber nicht wirklich richtig schlimm. Für Pausen standen unterhalb der Pipes Liegestühle bereit und es lief laut Punkrock… nein, es war doch wieder HipHop, naja. Um vier nach der letzten Abfahrt sind wir zurück zum Auto, haben uns umgezogen und uns danach eine Wiese zum relaxen gesucht. Leider hatten wir bei der Wahl unserer Wiese Pech, denn unsanft wurden wir nach einer halben Stunde von vier jungen Stieren geweckt, die sich vorgenommen hatten uns zu töten. Da wir sämtlich Handfeuerwaffen im Auto vergessen hatten, blieb uns nichts anderes übrig als zähneknirschend mit wenig würdevoller Rennerei den Platz zu räumen. Fuck Kühe, solche Arschlöcher! Für den Abend war ein Konzert von Stimilion in einer Disse vor Ort angesagt. Als wir, nachdem wir etwas gegessen hatten, den dortigen Parkplatz enterten, verließ uns allerdings die Motivation. Müde vom Snowboard-fahren und abgeturnt von den beiden beschissenen Terror-tiefergelegten Proleten-Golf GTIs, die sich auf dem Parkplatz Spackenrennen lieferten, beschlossen wir, noch vor dem Konzert den Heimweg anzutreten – was wir dann auch taten. Nichts desto trotz bis auf die Stierattacke ein saugeiler Tag und ein gelungener Abschluß der Snowboard-Saison 99/00. Wir können die nächste Saison kaum erwarten…

Stylerkarre des Monats: Maserati Boomerang

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Der Maserati Boomerang ist sehr sehr flach! Wäre die Windschutzscheibe noch ein Grad flacher, könnte man nicht mehr durchschauen. Zum Einsteigen muß man sich auf den Rücken legen und sich dann mit den Füßen zuerst langsam ins Auto hangeln. Doch diese Strapazen nimmt man gerne auf sich, denn der Boomerang ist einfach ein geiles Auto. Mit keinem anderen Auto kann man zum Beispiel im Stau einfach unter den anderen drunter durchfahren, mit dem Boomerang ist das kein Problem. Und um noch einen draufzusetzen hat dieser Maserati auch noch Flügeltüren. Für richtige Punker ist der Boomerang allerdings doch nicht zu empfehlen, denn erstens ist er sehr selten und daher auch so teuer wie ein kleines Wasser im P1 (ca. 42,4 Millarden Mark) und außerdem ist der Kofferraum so klein, dass man maximal eine 0,33l Flasche Bier darin transportieren kann und wer will schon 0,3er Bier trinken?

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Auch in den letzten zwei Monaten haben sich Stimilion mal wieder ordentlich reingehängt, wenn’s darum ging München mit Punkrock zu versorgen. Als erstes mal ein dickes Lob an die jeden Mittwoch im Titty Twister stattfindende Stimilion Punkrock Bamboule. DJ Chrissi („Der DJ Tomekk des Punkrock“) beweist hier jeden Mittwoch einen erstklassigen Musikgeschmack. Und live durfte man die Band dort auch schon bewundern. Daher: wer am Mittwoch nicht ins Titty Twister kommt, ist ein Arsch!

 

Gerockt hat auch die Release-Party des neuen Albums (Rezension nachfolgend) am 7. Juni in der Bongo Bar und das bestimmt nicht nur deshalb, weil wir heimlich Schnaps in die Bowle geschüttet haben. Wir sind gespannt, was die Jungs von Stimilion momentan schon wieder alles aushecken…

 

Stimilion – In And Through The Fight (Dragstar Records)

stimilion_shreddermagEndlich haben es unsere Münchner Kindl mal geschafft ins Studio zu gehen – heraus kam ihr erstes Album, welches auf den ersten Blick durch das lässige Artwork überzeugt. Sobald die CD läuft, dröhnt einem auch schon schöner Punkrock entgegen, der einigen californischen Bands nicht sehr unähnlich klingt… So zieht es sich auch dann straight weiter durch das ganze Album. Heraus fallen hier allerdings der Mitgröhl-Ohrwurm „Stimilion“ und die gelungene Rembrands-Coverversion „I’ll be there for you“, bei der sicher jeder Punkrocker seiner Freundin mit Tränen in den Augen eine Dose Adelskrone schenken würde. Textlich bewegen sich die Jungs im Thema Freundschaften und Beziehungen, die meistens einen traurigen Eindruck hinterlassen. Mit „Sorry, sold out“ (coole Lyrics übrigens) wird der gute alte Sellout abgehakt, so wie es sich nunmal für eine gestandene Punkrock-Band gehört. Am Ende entdeckt man noch die Ballade „Mike Ness vs. Me“, die selbigen hoffentlich ermutigen wird auch mal wieder ein Album zu schreiben (aber bitte nicht solo!). Ein relaxtes Punkrock-Album, daß aber für meinen Geschmack aber viel zu glatt produziert wurde. Auch ein bißchen Power von vergangenen Auftritten könnte nicht schaden…trotzdem weiter so, Munich Rock City! Das Teil bekommt ihr bei www.stimilion.com für faire 25,- DM (incl. Porto)… kaufen!

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Wurstkuchen

Zutaten:
1 großer fertiger Tortenboden, 2 Paar Wiener Würstl, 500g grobe Leberwurst, 1 Wammerl, 1 Stück Pressack, 1 Blutwurst, 1 Hirnwurst, 200g Kutteln, 2 Kalbsfüße, 16 Spareribs, 1 Flasche Rum, 1 Schweinekopf, 2l Blut

Zubereitung:
Als erstes muß der Schweinekopf zwei Tage im Blut eingelegt werden. Dann nimmt man den Tortenboden und legt erst den Pressack und das Wammerl in die Mitte. Am Rand wird ein Kranz aus Spareribs in den Boden gesteckt. Jetzt die Hirnwurst durch ein Sieb auf das Wammerl passieren. Die Kutteln werden kurz angedünstet und mit den Kalbsfüßen vermengt. Füllen Sie nun die Zwischenräume mit der groben Leberwurst auf. Schneiden Sie als nächstes die Blutwurst in Scheiben und legen Sie sie oben drauf. Um den einzigartigen Wurstgeschmack zu unterstreichen, stecken Sie die Wiener liebevoll oben hinein. Der Kuchen wird nun mit dem Rum abgeschmeckt. Zu guter Letzt schmeißen Sie den Schweinekopf in den Müll. Bon appetit!

Interview – Archi „MC Motherfucker“ Alert / Sänger der Terrorgruppe

S: Hi Archi, man kennt Dich auch unter dem Namen MC Motherfucker und kurze Zeit hießt Du auch mal MC Fatherfucker. Wie sollen wir Dich denn nun nennen?

MC: Einfach nur MC !!!!!!! Das steht für Monte Carlo.
S: Ihr habt vor Kurzem in München zusammen mit den Wohlstandskindern ordentlich einen aufgespielt, aber warum hast Du Dich da nicht ausgezogen?
MC: Ich bin glaub ich ein echter Exhibi. Und dann macht man das halt nur wenn einen überkommt.
S: Ihr seid ja die ungekrönten Könige des Punkrock-Karaoke. Wenn ich bei einem Eurer Konzerte nun stockbesoffen ein Anfall von Selbstüberschätzung bekomme und singen will, welche fünf Titel sollte ich können, um nicht die nächsten 12 Jahre überall ausgelacht zu werden?
MC: Na die Punkrockevergreens halt. Anarchy in the UK, London Calling, Deutschland, Blitzkrieg Bob, The Brews und unsere Songs.
S: Welches Lied würdet Ihr zuerst spielen, wenn Ihr als Vorgruppe von Echt spielen müßtet?
MC: Erstens müssen wir gar nix, aber um dich nicht mit dieser Frage auflaufen zu lassen!!! Natürlich würden wir „Kinderwahnsinn“ spielen.
S: Ihr habt mit „Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland“ einen echten Smashhit geschrieben. Was war der krasseste Trick, den einer von der Terrorgruppe beim Skaten mal gestanden hat?
MC: Diese kleinen Knöchelbrechertricks waren nie mein Fall. Das kann ich alles gar nicht. Ich kann heute noch mit’m Longboard highspeed den Berg runter fahren über ein Auto springen und manchmal wieder auf dem Brett aufkommen. Speed und Airtime ist für mich das ein und alles.
S: Wie überrede ich ein ein eingefleischtes Mitglied der Jungen Union APPD zu wählen?
MC: Sag ihm einfach dass da das Bier und die Weiber umsonst sind. Dann macht der Proll freiwillig mit.
S: Wir würden im Shredder Mag gerne Euren Gitarristen Jonny Bottrop verlosen. Geht das klar und wenn ja, was sollen wir als Preisfrage nehmen?
MC: Wer ist schuld dass Bottrop so is wie er is ????? Kraft durch Freude ihr alten Bayern.

Shredder Mag - Top Ten

Was macht eigentlich?

 

Das Urban Cookie Collective
Der andere von Milli Vanilli
Matthias Rust (remember Roter Platz…)
Chesney Hawks ( i am the one and only!)
Der Moderator von „Spaß am Dienstag“
Hootie and the Blowfish
Die 30 Albaner vom Stachus (Schlägerei mit Säbeln)
Bros
Der Geschäftsführer vom Wendy’s Leopoldstraße
Der Geräusche-Neger aus Police Academy