Stylerkarre des Monats: Opel Monza

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Ein wahres Traumauto kreierte Opel in den frühen 80iger-Jahren, als sie dachten, mit dem Opel Monza die Fusion von Sportwagen und großer Reisekutsche zu perfektionieren. Raus dabei kam ein sehr grosses, sehr stark motorisiertes, sehr häßliches und ungemein stylisches Gefährt. Natürlich hat man mit dem Monza nicht nur die perfekte Karre, um zum Golfen zu fahren (ich hinten am Wagen, Jan im Hintergrund mit Rock), der grosse Kofferraum fasst statt Golf-Zubehör ebenso gut Snowboards oder Fahrer, die zu besoffen sind, um zu fahren. Was will man mehr?

Hörprobe

Im neuen Album „Veni, Vidi, Vicious“ von The Hives treffen diverse Musikepochen und Stile aufeinander und bilden eine furiose Mischung, die ziemlich rockt. Um herauszufinden, was für Musik den Punkrock-Dandys aus Schweden sonst so gefällt, spielten wir ihnen zehn Lieder vor und baten sie um einen Kommentar (der meist leider etwas kurz angebunden ausfiel).

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S: The Beatles – Twist And Shout
H: That’s a very good song the best one.
S: Yuppicide – Socialization
H: This is not good the singer sounds like… ?? Not the kind of music we are in to.
S: Marilyn Manson – Fundamental Loathsome
H: It could have been good but it’s not. We don’t know why really.
S: Bad Religion – What Can You Do?
H: To much „Bad“
S: Red Hot Chili Peppers – Scar Tissue
H: We think this is pretty. It’s ok.
S: The Hellacopters – Gotta Get Some Action Now
H: The Hellacopters are pretty good we like the early stuff.
S: Photek – Aleph
H: We like it!!!! Very nice.
S: Rancid – Time Bomb
H: Rancid is ok we like the early stuff there as well.
S: Earthlings – Stun Gun
H: Funny.
S: Misfits – Angel Fuck
H: Sing a long song.

AC/DC, 21.10.00, Olympiahalle

Die Vorband, von der bis heute niemand den Namen weiß, war fast so gut wie der durchschnittliche T-Shirt-Preis am Merchandise-Stand: 50 DM hingerotzt und schon war man im Besitz eines guten „AC/DC- Stiff Upper Lip- Tour 2000“-Shirts in XXL. Naja, ich lobe mir bei diesen Monsterveranstaltungen dann doch noch immer die illegalen Poster-Verkäufer vor der Halle, die das Stück für ’nen ehrlichen Fünfer rausrücken.

 

Kommen wir zur eigentlichen Show: gestartet wurde mit einem meisterlichen „You shook me all night long“, was die gesamte Halle schon zum toben und grölen brachte. Die Jungs zogen ihr Set auch weiterhin straight durch, begleitet von drei Riesen-Videoleinwänden, die zu 80% sowieso nur Angus Young beim Gitarrenposing zeigten. Dazu fuhren die australischen Herrschaften recht viel anderweitige Konzert-Specials auf: entweder es schossen Kanonen von der Bühne, die 10 m Riesen Angus Young-Puppe (vom aktuellen Cover) rauchte und brannte im Hintergrund oder es liefen wie bei „Hard as a rock“ Comic-Wikinger-Pornos mit kleinen Tier-Fick-Einlagen. Sehr schön! Bei „Whole lotta rosie“ kam sogar selbige als aufblasbare Riesen-Gumminutte zum Vorschein und tanzte hinter den Jungs eifrig mit. Angus Youngs schweißtreibende Bühenshow, teils auch auf dem Boden, war nicht zu überbieten! Er schwitzte und sabberte an einem Stück- und das im mittlerweile doch schon recht reifen Alter. Der Höhepunkt war jedoch sein Strip, der mit einem coolen Deutschland-Boxershort-Posing endete. „T.N.T.“ und „Highway to hell“ durften natürlich auch nicht fehlen und so endete das Konzert nach 2 Stunden Spielzeit. Ich muß wirklich sagen: maximum respect to the kings of rock, denn sowohl Show und Sound waren nicht zu übertreffen! Und überhaupt muß ich mal sagen: ich verstehe einfach nicht, daß so viele garnicht hingehen wollten, denn der Eintrittspreis von 5 DM war doch wirklich mehr als fair, oder?! In diesem Sinne: for those about to rock – we salute you!

Hintertux-Summer-Riding   Zwei mal suchten wir diesen Sommer den Gletscher am Ende des Zillertals auf. Hier die Bilanz: nach dem wir das erste Mal die zweieinhalb Stunden Fahrt hinter uns gebracht hatten, erwartete uns akzeptabler Schnee (für Juli) und schlechte Sicht. Der Funpark mit Halfpipe war allerdings schon länger nicht präpariert, aber na gut, was müssen wir zu der Jahreszeit auch fahren.   Das zweite Mal die große Enttäuschung, wegen zu starkem Wind war das Gebiet geschlossen. Also sind wir ins Mayerhofener-Erlebnis-Bad (spart’s Euch…) und haben uns auf den nächsten Tag gefreut. Da hatte das Gebiet offen (allerdings nur ein Lift) und wir wurden gewarnt, dass man nicht wisse, wie sich der Wind entwickle und man fahre auf eigene Gefahr, was den Betreiber allerdings nicht davon abhielt, trotzdem 66 Markt von uns zu kassieren. Oben war dann alles voll, der Lift fuhr mit 0,5 km/h und wie sollte es auch anders sein, nach zwei Abfahrten war Schluß, der Lift wurde geschlossen- was’n Abturn. Also, überlegt es Euch gut, wenn es Euch nächsten Sommer reißt und Ihr Euch einbildet dort fahren zu wollen. Checkt auf jeden Fall vorher die Homepage (www.hintertux.at) und wenn da was von Wind steht, laßt’s bleiben!

Kauner Tal Opening, 20. – 22.10.2000

 

Das Versprechen von Schnee, Sonne und Punkrock lockte uns dieser Jahr ins Kauner Tal, das als erstes wieder die Pforten für alle Snowboard-Hungrigen öffnet. Also bestiegen wir Freitag Mittag das Shredder-Mobil und machten uns auf den Weg (ca. 2,5 h). Vor Ort erwartete uns ein Festzelt mit 30 Mrd. m² Grundfläche und Scharen von feierwilligen Funsport-Kids. Nicht die schlechteste Ausgangs-Situation für einen lustigen Abend. Im Zelt wurde seltsam schmeckendes Ösi-Bier ausgeschenkt und als erstes spielte die sehr sehr schlechte Ösi-Pop-Band Heinz, was auch prompt keinen interessierte, har, har. Als dann die Münchner Punkrock-Allstars Stimilion (die übrigens vor Kurzem per Mail endlich Ihren Übertritt zur Homosexualität bekannt gegeben haben) anfingen, war die Stimmung bereits sehr gut. Die Jungs spielten eine gewohnt gute Show, rockten hart und boten damit das ideale Forum für Suizid-Diving – was dankend angenommen wurde. Nach dem Konzert wurde ich noch ins ChillOut-Zelt geschleift, um dort mein Trink-Schicksal besiegeln zu können…

 

Als wir am nächsten Morgen im Shredder-Mobil aufwachten, war’s dann auch schon elf und das Wort „fit“ traf unseren Zustand auch nicht ganz. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, fuhren wir schnell hoch zum Lift, warfen uns in Snowboard-Montur und los gings. Oben war ordentlich was los, jede Menge Stände von Snowboard-Firmen, eine Halfpipe und laute Musik. Dazu blauer Himmel, cooler Schnee und klare Sicht bis nach Süditalien. Saugeil! Wenn das Fahren nicht so viel Spaß gemacht hätte, hätte man auch den ständig laufenden Contest, an denen zahlreiche Pros teilnahmen, zuschauen können. Außerdem konnte man an den Ständen Equipment zum Testen ausleihen und Aufkleber einheimsen. Natürlich war es viel zu schnell vier Uhr und wir mussten wieder runter. Leider konnten wir nicht noch den Sonntag bleiben, doch auch schon dieser eine Tag war richtig cool, so dass sich die lange Fahrt gelohnt hat.

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Jeder kennt das Problem: man steht beim Mark Knopfler-Konzert in der zweiten Reihe und sieht schon nichts mehr, weil man so klein ist. Die Lösung bietet die Firma Bertulli: Die Vital Comfort-Rattenschuhe. Ihr kennt sie aus dem ADAC-Magazin (übrigens auch recht gut…) zwischen dem Lifta Treppenlift und der Haar-Eigenverpflanzung. Sau geil, wir haben jeder sechs Paar in braun!

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Fear The Lucky Punch! They are dangerous…

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M ü n c h e n – Als wir The Lucky Punch zum ersten Mal als Vorgruppe von Gluecifer im Backstage sahen, war uns sofort klar, die Jungs meinen es Ernst in Ihrer Mission, die Stadt mit feinstem Rock’n’Roll-Sleaze zu versorgen. Zwei Jahre später hat die Band als Support bei Konzerten vieler großer Punkrock und Rock’n’Roll-Bands immer wieder gezeigt, wie man die Clubs zu kochen bringt. Dem Shredder Mag standen Sie nun Rede und Antwort.

S: Wie lange gibt es Euch schon und wie fing alles an?
LP: uns gibt es seit 1997. jacek und ich spielten bereits seit jahren in einer eher hardcore/metal orientierten band und fragten ein paar freunde (die übrigens auch schon alle bei div. anderen münchener bands mitmischten) ob die nicht bock hätten mit uns eine wirklich „rockig“ 70ies orientierte band zu gründen (damals mehr als“fun-project“gedacht!) später erst wurde die sache ernster.
S: Was für einen Sound habt Ihr am Anfang gespielt?
LP: the lucky punch sollte immer rock’n’roll repräsentieren (von anfang an) dazu hatten wir die band gegründet, wir hatten alle keine lust mehr auf „bolzen“. allerdings war es natürlich neuland für uns dashalb hören sich die ersten aufnahmen auch noch etwas „härter“ an. naja, wir mußten halt erst dazulernen (das tun wir ja eigentlich immernoch!)
S: Wie würdest Du Eure Musik jetzt beschreiben?

LP: sehr 70ies rock’n’roll/hard rockig (meistens relativ schnell gespielt – deshalb wohl auch der punkrock touch .) es kommen langsam auch mehr und mehr southern rock einflüße dazu

S: Hattet Ihr damals/heute Vorbilder?
LP: klar! ac/dc (mit bon scott), motörhead (mit eddie clark), lynard skynard, mc5 usw. halt!
S: Wieviele Konzerte habt Ihr ungefähr schon gegegeben und welche waren die besten?
LP: ca.20 konzerte! die shows mit motörhead, backyard babies, L7 und die zum backstage free&easy 99 waren wohl am besten!
S: Ihr wart Vorgruppe von Motörhead in Prag. Da seid Ihr bestimmt auch mal an Lemmy nah rangekommen. Wie ist der persönlich so drauf und sind die Warzen echt?
LP: wir haben ihn nur kurz getroffen. er ist total auf unseren damaligen sticker abgefahren (ist auch im booklet des neuen motörhead albums zu sehen). sie waren eigentlich alle ganz cool, die warzen sind natürlich echt.
S: Im Frühjahr dieses Jahres erschien Eurer erstes Mini-Album „Four Aces Are Hard To Beat“ und vor kurzem ein zweites. Kann man die nur über Eure Homepage kaufen oder gibt’s die auch im Geschäft?
LP: naja, wirklich erschienen ist von uns eigentlich noch gar nichts, alle unsere aufnahmen sind von uns selbst produziert und gepresst, veröffentlicht ist noch nix! in münchen gibt`s die cd’s nur im wom! ansonsten nur über internet erhältich wie (wie z.b. unserer homepage, rising sun records und underdogma records) allerdings wird die „four aces are hard to beat cd“ ab dezember in england über cargo records vetrieben!
S: Habt Ihr schon Angebote von Plattenfirmen und würdet Ihr White Jazz oder Universal den Vorzug geben?
LP: keine konkreten angebote. wir würden dem besseren vetrag den vorzug geben.
S: Was haltet Ihr davon, dass die Hellacopters immer poppiger werden?
LP: ich halte es für absolut schwachsinnig zu behaupten das die hellacopters immer poppiger werden. das neue album ist wieder ein hammer! die machen wenigsten nicht immer das gleiche und entwickeln sich weiter, bei vielen anderen bands gilt ja kennst du ein album kennst du alle, uns das ist doch erst recht langweilig! und mit pop werden sie wohl nie was zu tun haben!
S: Wie geht’s weiter mit „The Lucky Punch“?
LP: wir versuchen weiterhin unser bestes, die songs werden immer geiler, und eines tages werden selbst wir unser debütalbum veröffentlichen, am 30.11. werden wir live zu sehen seien mit den hellacopters und den hives in der georg elser halle!! ansonsten kann man ab und zu unsere homepage www.theluckypunch.com zwecks „news“ checken!!!!!

Editorial
Lange ist es her, das die letzte Shredder-Ausgabe erschienen ist, aber wir haben die Sommerpause gut genutzt. Zuerst waren wir zwei Wochen zum Telemark-Fahren in Nepal, dann ging’s weiter nach Bibione zum Bogenschießen und danach haben uns ein Schlemmer-Wochenende in der Lüneburger Heide gegönnt, damit wir wieder fit sind für die Taschenbillard-Finals in Rostock. Weiter ging’s zum Betonkoffer-Tragen bei den Austrian Giants (Jan immerhin zweiter Platz) und danach mussten wir auch schon wieder zur 17-Jahr-Feier der Sanitär-Innung Kolbermoor e.V., zu guter Letzt noch einen kurzen Abstecher nach Wyoming und eine Woche Statist bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg. Ihr seht, wir haben die Zeit nicht vergeudet und hier ist sie dann nun auch schon, die lange erwartete Ausgabe Nummer 4.
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