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Jeder kennt das Problem: man steht beim Mark Knopfler-Konzert in der zweiten Reihe und sieht schon nichts mehr, weil man so klein ist. Die Lösung bietet die Firma Bertulli: Die Vital Comfort-Rattenschuhe. Ihr kennt sie aus dem ADAC-Magazin (übrigens auch recht gut…) zwischen dem Lifta Treppenlift und der Haar-Eigenverpflanzung. Sau geil, wir haben jeder sechs Paar in braun!

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Fear The Lucky Punch! They are dangerous…

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M ü n c h e n – Als wir The Lucky Punch zum ersten Mal als Vorgruppe von Gluecifer im Backstage sahen, war uns sofort klar, die Jungs meinen es Ernst in Ihrer Mission, die Stadt mit feinstem Rock’n’Roll-Sleaze zu versorgen. Zwei Jahre später hat die Band als Support bei Konzerten vieler großer Punkrock und Rock’n’Roll-Bands immer wieder gezeigt, wie man die Clubs zu kochen bringt. Dem Shredder Mag standen Sie nun Rede und Antwort.

S: Wie lange gibt es Euch schon und wie fing alles an?
LP: uns gibt es seit 1997. jacek und ich spielten bereits seit jahren in einer eher hardcore/metal orientierten band und fragten ein paar freunde (die übrigens auch schon alle bei div. anderen münchener bands mitmischten) ob die nicht bock hätten mit uns eine wirklich „rockig“ 70ies orientierte band zu gründen (damals mehr als“fun-project“gedacht!) später erst wurde die sache ernster.
S: Was für einen Sound habt Ihr am Anfang gespielt?
LP: the lucky punch sollte immer rock’n’roll repräsentieren (von anfang an) dazu hatten wir die band gegründet, wir hatten alle keine lust mehr auf „bolzen“. allerdings war es natürlich neuland für uns dashalb hören sich die ersten aufnahmen auch noch etwas „härter“ an. naja, wir mußten halt erst dazulernen (das tun wir ja eigentlich immernoch!)
S: Wie würdest Du Eure Musik jetzt beschreiben?

LP: sehr 70ies rock’n’roll/hard rockig (meistens relativ schnell gespielt – deshalb wohl auch der punkrock touch .) es kommen langsam auch mehr und mehr southern rock einflüße dazu

S: Hattet Ihr damals/heute Vorbilder?
LP: klar! ac/dc (mit bon scott), motörhead (mit eddie clark), lynard skynard, mc5 usw. halt!
S: Wieviele Konzerte habt Ihr ungefähr schon gegegeben und welche waren die besten?
LP: ca.20 konzerte! die shows mit motörhead, backyard babies, L7 und die zum backstage free&easy 99 waren wohl am besten!
S: Ihr wart Vorgruppe von Motörhead in Prag. Da seid Ihr bestimmt auch mal an Lemmy nah rangekommen. Wie ist der persönlich so drauf und sind die Warzen echt?
LP: wir haben ihn nur kurz getroffen. er ist total auf unseren damaligen sticker abgefahren (ist auch im booklet des neuen motörhead albums zu sehen). sie waren eigentlich alle ganz cool, die warzen sind natürlich echt.
S: Im Frühjahr dieses Jahres erschien Eurer erstes Mini-Album „Four Aces Are Hard To Beat“ und vor kurzem ein zweites. Kann man die nur über Eure Homepage kaufen oder gibt’s die auch im Geschäft?
LP: naja, wirklich erschienen ist von uns eigentlich noch gar nichts, alle unsere aufnahmen sind von uns selbst produziert und gepresst, veröffentlicht ist noch nix! in münchen gibt`s die cd’s nur im wom! ansonsten nur über internet erhältich wie (wie z.b. unserer homepage, rising sun records und underdogma records) allerdings wird die „four aces are hard to beat cd“ ab dezember in england über cargo records vetrieben!
S: Habt Ihr schon Angebote von Plattenfirmen und würdet Ihr White Jazz oder Universal den Vorzug geben?
LP: keine konkreten angebote. wir würden dem besseren vetrag den vorzug geben.
S: Was haltet Ihr davon, dass die Hellacopters immer poppiger werden?
LP: ich halte es für absolut schwachsinnig zu behaupten das die hellacopters immer poppiger werden. das neue album ist wieder ein hammer! die machen wenigsten nicht immer das gleiche und entwickeln sich weiter, bei vielen anderen bands gilt ja kennst du ein album kennst du alle, uns das ist doch erst recht langweilig! und mit pop werden sie wohl nie was zu tun haben!
S: Wie geht’s weiter mit „The Lucky Punch“?
LP: wir versuchen weiterhin unser bestes, die songs werden immer geiler, und eines tages werden selbst wir unser debütalbum veröffentlichen, am 30.11. werden wir live zu sehen seien mit den hellacopters und den hives in der georg elser halle!! ansonsten kann man ab und zu unsere homepage www.theluckypunch.com zwecks „news“ checken!!!!!

Editorial
Lange ist es her, das die letzte Shredder-Ausgabe erschienen ist, aber wir haben die Sommerpause gut genutzt. Zuerst waren wir zwei Wochen zum Telemark-Fahren in Nepal, dann ging’s weiter nach Bibione zum Bogenschießen und danach haben uns ein Schlemmer-Wochenende in der Lüneburger Heide gegönnt, damit wir wieder fit sind für die Taschenbillard-Finals in Rostock. Weiter ging’s zum Betonkoffer-Tragen bei den Austrian Giants (Jan immerhin zweiter Platz) und danach mussten wir auch schon wieder zur 17-Jahr-Feier der Sanitär-Innung Kolbermoor e.V., zu guter Letzt noch einen kurzen Abstecher nach Wyoming und eine Woche Statist bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg. Ihr seht, wir haben die Zeit nicht vergeudet und hier ist sie dann nun auch schon, die lange erwartete Ausgabe Nummer 4.
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Eine Bitte am Rande:
lasst euch keine Stretch-Ohrringe machen! Das sieht scheiße aus und bringt keinem was. Naja, wenn ihr sie wieder rausnehmt, habt ihr ’ne Pussy am Ohr, hahaha…

muffpotter_shreddermagMuff Potter – Bordsteinkantengeschichten (Teenage Rebel)
Die Jungs aus Rheine legen mal wieder ein Meisteralbum hin! Obwohl deutsch zu Punk-orientierter-Mukke gesungen wird, hebt es sich meilenweit vom Prädikat Deutschpunk ab! Die Songs transportieren so viel Emotionen, die keinesfalls aufgesetzt wirken, sondern so überzeugend rüberkommen, wie ein Amboß der aus dem 13. Stock genau auf deinem Schädel zusteuert. Es werden mitreißende Geschichten von Verlierern und verlorenen Seelen erzählt, die am Ende dennoch bei jedem einen Funken Hoffnung und Kraft hinterlassen. Durch die geschickte, oft zweideutige und fast schon philosophische Art der Texte, wird man als Zuhörer auf geniale Weise gefesselt, man weiß auf Anhieb nicht was im Einzelnen gemeint ist. Das Album muß erst einige Zeit im Kopf umherkreisen und reifen, bevor man es in seiner ganzen Genalität und Größe vollständig versteht. Danach tritt man in Muff Potters Kosmos ein und singt schon im Unterbewusstsein „…kein Frühling ohne Winter, kein Schatten ohne Licht- hier kommt der besiegte Sieger der alles hält und nichts verspricht…“. Ein Wahnsinnsalbum, dass ich jedem ans Herz legen kann.

suicidemachines_shreddermagThe Suicide Machines – s/t (Hollywood Records)
Ich steh ahnungslos im Plattenladen und was sehe ich: die neue Suicide Machines-CD! Mit ihrem Debut-Album „Destruction by Definition“ spielten sie sich schon in die erste Liga des Highspeed-Punkrocks, daß zweite Album war in Ordnung, aber nicht so bahnbrechend. Jetzt das neue, ohne Titel, dafür ein um so stylisheres Cover! Beim ersten Track verwirren einen die Herren aus Detroit total, denn Sometimes I don’t mind erinnert eher an einen schönen Pop-Song, als an guten alten Punkrock. Jetzt sollte es dann losgehen möchte man meinen, weit gefehlt: Ein Pop-Song löst den anderen ab, sogar auf Streicherparts gibts. Lediglich Tracks wie „Green“, „Reasons“ oder „I hate everything“ erinnern an die alten Sachen. Diese CD gefällt mir dennoch richtig gut, weil so ein wahnsinnig schönes Happy-California-Sommerabend-Feeling rüberkommt. Alles in allem wieder ein Hammeralbum, das aber besser unter „The Suicide Machines – Easy listening Vol. 1“ veröffentlicht werden sollte.

avail_shreddermagAvail – One Wretch (Fat Wreck Chords)
Es dürfte mittlerweile das sechste Album der Washingtoner-KFZ-Asseln sein. Da Nr.1-5 bis auf wenige Sampler-Beiträge komplett an mir, vorbeigezogen sind, muß ich hier also auf Weiterentwicklung oder ähnlichen Schrott verzichten. Mit 14 Tracks und 34 Min Spielzeit schon mal von Grund auf ein gestandenes Punkrockalbum. Geht jedoch beim ersten Mal hören irgendwie überhaupt nicht ins Ohr, keine Mitgröhl-Pasagen oder Ohrwürmer. Überhaupt wirken die Jungs manchmal etwas planlos, wenn sie einfach so drauflos bolzen und ins Mikro plärren. Komisch… Nach mehreren Hörversuchen kristallisieren sich allerdings schon mehrere coole Songs heraus, könnte man ein wenig mit Jughead’s Revenge oder Hot Water Music-Sachen vergleichen. Bei den High-Speed-Knüppel-Parts wird auch eine Prise SOIA ins Spiel gebracht. Als gesamtes Album betrachtet haut es mich nicht so vom Hocker, es gibt wie gesagt ein paar gute einzelne Passagen, die sind dann aber wirklich saucool. Eine etwas durchwachsene Angelegenheit, deswegen kein Pflichtkauf…