Siehe da und der Engel sprach, Teil 2:

Sogar Shredder Mag feiert Weihnachten!

M ü n c h e n – Nach einem besinnlichen Auftritt in Dachau, hielten sich die Berliner Punkrocker von ZSK noch eine Weilchen in der Weltstadt mit Herz auf. Diese Gelegenheit nutzten wir, um Joshi (Voc, Git) und Eike (Bass, Voc) bei Zimtstern und Kerzenschein einige Fragen zu stellen.

S: Ihr seid gerade auf Tour, wie läuftes denn momentan. Was gibtes zu erzählen?

J: Also es läuft fabelhaft, seit dem Album-Release sind wir ununterbrochen unterwegs. Wir waren 2 1/2 Wochen mit den Donots auf Tour, 1 Woche mit International Noise Conspiracy und spielen die ganzen Wochenenden immer. Insgesamt haben wir über 60 Shows gespielt dieses Jahr, schon ne ganze Menge.

S: Du erwähntest die Int. Noise Conspiracy, habt ihr Dennis Lyxzén kennengelernt?

J: Ja klar, 4 Shows haben wir schon mit den Jungs gespielt, 2 kommen noch, sind schon nette Typen. Interessante Menschen.
E: Wobei man auch sagen muss, dass das halt nicht mehr Refused sind.

S: Das ist ja die Tour zum aktuellen Album „From Protest to Resistance“, mir persönlich gefällt es besser, als der Vorgänger, weil es mehr Power hat und homogener wirkt. Welche Unterschiede gibt es zu „Riot Radio“?

J: „Riot Radio“ war unser erstes Album, das war alles neu für uns, so mit Produzent, richtiger Produktion und 2-3 Wochen aufnehmen im Studio. Beim neuen Album waren wir schon ein eingespieltes Team, wir hatten wieder den gleichen Produzenten und da war alles nicht mehr so neu und wir konnten uns einfach viel mehr auf die Songs konzentrieren und mussten und nicht mehr mit dem ganzen Drumherum rumärgern, das war viel relaxter.
E: Wir haben uns auch länger auf ins Studio gehen vorbereitet,…
J: …wir haben sehr viel mehr Songs vorher fertig gemacht, die Vorproduktion gemacht und dann wirklich die besten Songs rausgesucht und die auf die Platte genommen, so dass das ein Knüller wird und wir sind wirklich sehr zufrieden. Ausserdem waren wir im Horus-Studio in Hannover, das ist wirklich erste Sahne, da haben auch die Donots, Such A Surge und Guano Apes aufgenommen, da ist alles sehr professionell. Toningenier war Gerhard „Anyway“ Wölfle, der hat dann noch das letzte rausgeholt.

S: Mir persönlich gefällt der Song „Was uns noch übrig bleibt“ am besten. Dort geht es um verloren gegangene Freundschaften, basiert das auf realen Erfahrungen?

J: Der Text ist von mir und lyrisch frei erfunden, aber die Thematik hat man schon. Freunde mit denen man früher auf Punk-Konzerten war oder die sich die neue Good Riddance-Scheibe geteilt hat, sieht man ein paar Jahre später und dann ist da nichts mehr. Nur noch Smalltalk, das ist schon komisch. Ich kannes den Leuten ja nicht übel nehmen, dass die kein Punk mehr hören, ich möchte das ja auch niemendem vorschreiben, aber Leute, die früher die selben Ideen hatten sitzen dann vor einem und man denkt, da sitzt ein komplett anderer Mensch.

S: Auf eurer E.P. covert ihr „Wir müssen raus“ von Ton Steine Scherben, das ist ja schon ein heißes Eisen, da die Leute das Original sehr schätzen…

J: Wir haben auch lange überlegt, ob wir das überhaupt machen. Wir hatten auch viele Ideen, haben dann aber gesagt, wir covern nur ein Lied, bei dem wir auch völlig dahinterstehen und sicher sind, dass das auch gut wird. Es gibt nichts schlimmeres als schlechte Coverversionen.

S: Zum Thema schlechte Coverversionen, wie steht ihr zu reinen Coverbands wie Me First…, die ja am Anfang ganz lustig waren, mir mittlerweile aber auf den Sack gehen.

J: Me First.. sind ja ein Spezialfall, das ist einfach ene Spaßband, so ne Best-Of-Band, aber an sich find ich den ganzen Coverkram nicht so spannend. Ist mal ganz lustig sich anzuhören, bin aber nicht ein Mega-Fan davon.

S: Seht ihr euch, auf Grund eurer politischen Einstellung als Scherben-Nachfolgeband? Wobei man schon vorsichtig sein muss, dass überhaupt zu sagen.

E: Wir sehen uns schon in der Tradition linker deutscher Polit-Band, Scherben-Nachfolger ist aber eindeutig vermessen und darum gehtes ja auch garnicht. Klar haben wir unsere Position und es ist uns auch wichtig, dass wir die nach Aussen tragen.

S: Euer Wort zum Sonntag?

J: Heute? Ja München ist ene Scheiss-Stadt mit nur Arschlöchern mit Pelzmänteln und das kotzt mich unglaublich an.

S: Da fühle ich mich aber angesprochen, wegen meinen schicken Pelzunterhosen!

J: Haha, aber die hält wenigstens warm! Nein, wir lieben die coolen münchner Leute, die gestern bei unserem Auftritt in Dachau waren, wir kommen auf jeden Fall gerne wieder hierher und feiern mit Euch, weil ihr sehr gut im Biertrinken seid.

S: Obwohl ihr manche Lieder auf deutsch singt, zähle ich euch nicht zu den typischen Deutschpunkbands….

J: … damit können wir uns einfach voll nicht identifizieren, dass heisst nicht, das wir was gegen Deutschpunkbands oder Deutschpunks haben, aber es ist halt nicht so unser Ding. Wir sagen von uns immer, wir machen Skatepunk.

S: Wie sieht dann euer Publikum aus?

E: Klar sind da schon auch Deutschpunks im klassischen Sinne mit Hänge-Iro und so am Start, auch viele Kids…
J: Ja, viele Skatepunk-Kids, die Anti-Flag oder Good Riddance hören. Was ich dabei blöd finde, dass sich Ältere immer aufregen: „Bei ZSK-Shows sind immer so viele Kids“, aber ich finde das super, genau das wollen wir. Das junge Leute nachkommen, die sich für Punk interessieren. Es ist schlimm, wenn Ältere so arrogant über die Kids herziehen, die ja alles falsch machen. Mit 13 hab ich mich sicher auch nicht immer richtig auf Konzerten benommen… ich freu mich immer über junge Hüpfer im Publikum.

S: Ich bin ein großer Fan von deutschen Bands wie …But Alive oder Muff Potter. Was könnt ihr unseren Lesern, in diese Richtung gehend, empfehlen?

E: Turbostaat.
J: Und die ganzen …But Alive-Scheiben natürlich auch. Markus Wiebusch ist ein guter Freund von uns.

S: Ein großes Lob für die Bonus CD, die dem Album beiliegt. Hier kann man sich ordentlich über brisante Themen wie Tierrechte oder Abschiebung informieren. Wie kommt das bei den Leuten an?

J: Sehr gut! Wir bekommen unglaublich viele E-Mails und Rückmeldungen von Leuten, die sagen, sie hätten von dem ganzen Inhalt noch nichts gewusst. Darum ginges uns auch, wir wollen niemandem vorschreiben, was er tun soll, haben auch nicht DIE Lösungsansätze aber wir sollen schon sagen, warum wir was scheisse finden. So bieten wir den Leuten die Möglichkeit, sich zu informieren, ein bisschen hinter die Kulissen zu gucken, und zeigen einfach, warum wir solche Texte schreiben.

S: Welche Band hat Euch politisch besonders inspiriert oder wachgerüttelt?

J: Am Anfang waren es die Dead Kennedys und dann ganz klar Propagandhi. Großartige Band, die sind z.B. auch mitschuld, warum ich angefangen habe, Vegetarier zu werden oder mich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen.

S: Was haltet ihr eigentlich von Reunion-Shows? Die „Misfits“ haben letzte Woche ein Trauerspiel abgeliefert, die Spermbirds haben hingegen auf der aktuellen Tour übelst gerockt. Zerstört das eurer Meinung nach den Mythos oder die Legende einer Band?

E: Also Mythos und Legendenbildung ist ja erstmal fragwürdig… ist aber auf jeden Fall schwierig wenn klar ist, die Leute kommen nur zusammen, um das große Geld abzugreifen was die Kids bringen, nur um ihre Vorbilder nochmal zu sehen. Ich sehe das eher kritisch.
J: Grundsätzlich spricht aber generell nichts gegen ene Reunion, es gibt auch gute Reunions, so istes nicht. Wir haben allerdings vor einem Jahr mit den Dead Kennedys in Italien gespielt und das war einfach ein Trauerspiel. Ich habe die echt respektiert, aber das hat alles zerstört.

S: Noch man zu den Misfits: Eure Meinung zu conservativepunk.com?

J: Ach leck mich am Arsch, was für Volltrottel.
D: Ach das sind doch nur ein paar Vollidioten, die sind voll zu ignorieren. Da wird ein Riesenhype drum gemacht.

S: Auf dem Track „We Are The Kids“ sind Mitglieder von den Donots und Waterdown zu hören. Wie stehtes mit dem Kontakt zu anderen deutschen Bands?

J: Man lernt sich halt so kennen und da sind mache, mit denen kommt man ganz gut aus, mit anderen hat mal halt mehr zu tun. Zum Beispiel mit den Donots, die kennen wir schon sehr lange jetzt und das ist eine wirklich gute Freundschaft. In Berlin haben wir auch viel Kontakt zu anderen Bands, z.B. zur Terrorgruppe.

S: Als Nicht-Berliner könnte man den Core Tex oder das Wild At Heart kennen. Was gibtes noch? Bitte ein paar Tipps für unsere Leser.

J: Also in Kreuzberg und Freidrichshain ist die Auswahl ja sehr groß, der größte Laden ist nach vor das SO36 und sonst finde ich es immer cool, in die Köpi zu gehen. Das ist das letzte besetzte Haus in Berlin, die haben eine große Konzerthalle mit Platz für 300 Leute, dort haben wir auch schon gespielt.
E: Ansonsten einfach mal die Rigaerstraße in Friedrichshain hoch und runter saufen, das ist auch ne nette Angelegenheit.

S: Auf einer Fanpage (www.punkrockmaerchen.de) gibtes ein Quiz (Joshi fängt an zu lachen) bei den man, nach richtiger beantwortung aller Fragen, dich Joshi, nackt auf der Bühne sieht. Machst Du das öfters?

J: Ne, das passiert nur ganz selten, gehört eigentlich nicht zu meinem Standardprogramm.

S: An Hand eurer Internetadresse (www.skatepunks.de) kann man sehen, das ihr Skater seid oder mal wart. Was trifft da zu?

J: Also unser Schlagzeuger und ich sind früher sehr viel gefahren, gerade auch weil wir ene Zeit in den USA waren und viel mit der Skate- und Punkszene zu tun hatten. Gerade dort sind die Szene ja eng miteinander verbunden, hier ist das ja leider nicht so. Heutzutage bleib uns leider keine Zeit mehr dafür.

S: Skaten verkommt meiner Meinung nach immer mehr zu einem vermarkteten Style-Ding, wo überwiegend Hip Hop gehört wird und teure Klamotten an der Tagesordnung stehen. Seht ihr das auch so?

J: Die Gruppe der Skater die Punk hören ist definitiv viel kleiner als die, die Hip Hop hören… Mittlerweile ist Skaten ein riesiger Industriezweig und es bleibt dann einfach nicht aus, das sich da teure Marken einschmuggeln. Die Leute müssen einfach selber wissen, was sie machen. Wenn sich jemand seinen Volcom-Pulli für viel Geld kaufen möchte, dann soll er das doch machen, da hab ich keine Probleme damit. Es muss jeder selbst wissen, was er tun.

S: Was hört ihr denn noch ausser Punk? So weit ich weiss, gefällt dir Joshi, Darkest Hour sehr gut. Aber wenn man jetzt mal an ruhigere Töne denkt?

J: Ja! Wahnsinnig gute Live-Band. Justin Sanes Solo-CD ist auch sehr gut. Ansonsten sind leisere Töne einfach nix für uns glaube ich, ich kann das nicht ab.
E: Die Weakerthans, Bright Eyes.

S: Momentan bommt sog. Metalcore á la Killswitch Engage, gefällt auch das, oder seht ihr das als aktuelles Zeitphänomen?

E: Die neue Caliban ist schon ziemlich gut, mich flasht das schon, ich weiss nicht, wie das die anderen sehen.
J: Ach ich hör sowas auch ganz gern, aber ob das nun Trend ist oder nicht, darüber mach ich mir keine Gedanken. Mir ist das egal, ich hör das was mir gut gefällt.

S: In euerm Video „Keine Angst vor Euch“ wird in der Öffentlichkeit ordentlich Plakatiert und gesprüht. Seht ihr Streetart als Form von Protest, wie es z.B. der englische Künstler Bansky (www.banksy.co.uk) betreibt?

J: Ich findes immer super, wenn Künstler ihre Kunst nutzen, um auf die Sachen aufmerksam zu machen. Gerade in Berlin gibtes ja ein Haufen von Stencils und ich freu mich immer über politische Stencils und Wallpaper. Ich find das immer super, wenn Künstler sich politisch engagieren.

S: Wer ist für das ZSK-Design zuständig?

J: Eigentlich machen wir das alles zusammen und das ist uns auch sehr wichtig. Unser Schlagzeuger hat z.B. unser Cover entworfen, Eike hat eine Schablone daraus gebastelt und gesprüht, das haben wir dann wieder eingescannt und so weiter. Wir machen auch alle T-Shirts selber.

S: Gilt das selbe auch für euer Klamotten-Label Moshpit Clothing?

J: Wir haben natürlich Leute, die Moshpit Clothing für uns machen, wir selber haben einfach keine Zeit dazu. Da haben wir aber alle Fäden in der Hand und da geht auch nichts raus, was wir nicht abgesegnet haben. Gerade was graphische Sachen betrifft, da haben wir immer ein Auge drauf. Wir designen auch viele Anzeigen selbst, weil uns das sehr wichtig ist.

S: Das alles hört sich nach einer Menge Arbeit an, bleibt da noch Zeit für Hobbies?

J: Leider nein. Also im Moment gerade überhaupt nicht und das ist schon so langsam an der Grenze alles. Ich bin echt froh, wenn ich ein paar Tage in der Woche in Berlin bin, am Wochenende fahren wir dann schon wieder los und wir versuchen halt nebenbei noch unser Studium auf die Reihe zu kriegen. Ansonsten Hobbies…wir gehen in Berlin halt gerne zu Konzerten und Demos und solchen Sachen, aber neben der Band bleibt halt einfach keine Zeit für irgendwelche Hobbies.

S: Wenn man das alles so sieht, dann halte ich euch für eine sehr kreative Band, bis auf euren Namen. So weit ich weiss, kommt ZSK von ZK, dem damaligen Toten-Hosen Vorläufer. Ich finde es ein bisschen einfallslos, da einfach einen Buchstaben dazwischenzuschieben und dann zu sagen: „Das sind jetzt wir“.

J: Hey, das war einfach 97! Da war ich 14, wir hatten wir gesagt, wir machen ne Band und wir brauchen enen kurzen knackigen Namen. Da sagten wir einfach „ZSK“, weil wir finden ZK gut und keine Ahnung… wir haben einfach einen kurzen knackigen Namen gesucht. Ich meine wie toll ist der Name NOFX? Der ist auch nur toll, weil die Band so groß ist. Das war einfach das Ding und jetzt heißen wir halt so, es darf sich immer jeder selbst aussuchen, was das bedeuten soll.

S: Habt ihr Ziele für das nächste Jahr? Eine Tour in Amerika vielleicht?

J: Oh ja, wir haben ganz große Ziele. Erstmal ist unser Album auch in Holland erschienen, deswegen werden wir auch Holland-Shows spielen und dann erscheint im Februar auch ein internationales Album, wo wir englische Songs von ersten und zweiten Album raufkommen. Das kommt in ganz Europa raus und im März gehen wir 3 Wochen auf Europa-Tour. Die USA-Tour findet noch nicht statt, dass würde uns freuen, aber so weit sind wir noch nicht. Gerade als deutsche Band ist es sehr schwierig da Fuss zu fassen, da man immer einen deutschen Akzent raushört und das hassen die. Wir machen alles Schritt für Schritt und dann sehen wir mal, was passiert.

S: Ok, ein abschliessendes Wort an unsere Leser?

J: Ja, vielen Dank für das tolle Interview und wenn wir wieder in München spielen, seid ihr alle herzlich eingeladen, dann machen wir uns nen schönen Abend!
E: Richtig, ich danke auch.

Howling from the graves

The Ghost Tigers Rise!

C a l i f o r n i e n – Mit ihrem 2ten Album „Power Of Moonlite“ konnte sich die Tiger Army auch hierzulande einen festen Namen am Psychobilly-Himmel machen. Mit ihrer Mischung aus Rockabilly, Punk und Country kombiniert mit unverkennbarem und mitreissendem Gesang der Tipp auch für die, denen sich Psychobilly bis dato noch nicht so erschlossen hatte. Das neue Album „Ghost Tigers Rise“ ist nun erschienen und erfüllt unsere hohen Erwartungen vollstens. Darum hier das längst fällige Interview mit dem Sänger und Gitarristen Nick 13:

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S: How came that you choosed to become a psychobilly?

N: At a young age I discovered punk rock, but as the years went by I developed a love for rockabilly and 1950’s rock’n’roll. After listening to so much punk and fifties music at the same time, I knew when I found psychobilly that it was meant for me!

S: What are your roots that made you start Tiger Army?

N: As I mentioned, I came from a punk background, but Tiger Army was inspired by European psychobilly as well as rockabilly and American and English punk directly!

S: What are your 5 favourite records now?

N: Right now, I’m listening to… Morrissey – „You Are the Quarry“, Tiger Army – „III: Ghost Tigers Rise“ (this sounds strange, I know, but I like to listen to our albums when we’ve just made them!), Frantic Flinstones – „Champagne For All“, Dave Gahan – „Paper Monsters“, Wumpscut – „Bone Peeler“

S: Your new release „Rise of the Ghost Tiger“ will be released on june 28th. What can we expect?

N: The album is more mid-tempo than the last. We felt that things were getting so fast that we were losing some of the power. It’s a step forward in some ways, but it stays true to the roots… It’s my favorite album so far.

S: Tell us about your tattoos. Do you know how many you have? What’s the most important one for you?

N: To count them individually at this point would be almost impossible, but the number would probably be in the 30’s or 40’s. I got the front of my throat done a little over a year ago, and it goes down into a chest piece that still needs work… I like them all but the ones with the most meaning are one for my parents and a friendship tattoo with two of my oldest friends…

S: What’s your connection to AFI?

N: Two-thirds of Tiger Army and three-quarters of AFI grew up in a small town in Northern California called Ukiah. This group of people has played in different bands together and shared friendship for more than ten years. Geoff was in AFI, and both Geoff and I were in a band with Jade called Influence 13, my first real band. And of course Adam Carson, the drummer of AFI played in Tiger Army in the early days & on the first album. The AFI guys are still some of my best friends in the world.

S: Some time ago there where rumors, your drummer had been injured by gunshots. What’s the true story?

N: In March, 2003 our drummer Fred was shot four times, including a shot to the head. He was at a friend’s apartment when a home invasion robbery attempt occurred. We had been working on new material at the time for the album that was to become III: Ghost Tigers Rise. Fred was hospitalized and eventually returned home… Amazingly, we were able to slowly begin practicing again by the end of June. We entered the studio in late September to discover that his recovery was not as complete as we’d thought after three months of practice. We called a friend named Mike Fasano who had drum teched on the record and Mike wound up playing drums on the record with Fred’s help. Fred’s done all the live shows with us since the recording — a tour with Rancid in November-December and a tour in the States in April-May, his drumming is sounding better than ever.

S: What do you think are the hottest newcomers around at the moment?

N: In the U.S. psychobilly scene, people should look out for Black Rose Phantoms, 12 Step Rebels and Graveyard Shift. Another new band I quite like from California is called Psyclon_Nine, but this is not psychobilly but rather harsh electro-industrial/EBM!

S: When will you finally come and play in Munich?

N: We are hoping to do some dates in Germany later this year in the fall or perhaps winter — hopefully one will be in Munich, the site of my first psychobilly-festival in 1995!

S: One last message for our readers?

N: Check out the new album on June 28th, we’re proud of it! For those who want news, tourdates or MP3’s, check out our internet-site: www.tigerarmy.com. We hope to see you later this year in Germany! Stay Psycho! TxAxNxDx

Interview – Robert Ehrenbrand von BoySetsFire

Zwei, drei Lieder von BoySetsFire sollte nun mittlerweile jeder mitsingen können, weniger hingegen wissen, dass die Band nach dem Austieg des alten Bassisten, den aus München stammenden Robert Ehrenbrand ins Boot geholt haben. Wir haben ihn befragt, wie es dazu kam, wie das so ist und was da noch kommen wird.

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S: Fangen wir vorne an, was hast Du getrieben, bevor Du bei BSF eingestiegen bist?

R: Vor meinem Einstieg bei BSF habe ich bereits einige Tourneen als Roadie mit ihnen absolviert. Musiktechnisch habe ich vor BSF in der Berliner Band „The Pyro Tale“ gespielt und zeitgleich akkustische Auftritte mit verschiedenen Leuten gemacht, u.a. eine England-Tour mit Ricky Robinson (jetzt bei „Steel Rules Die“). Davor war ich Gitarrist bei der Münchner Hardcore Band „My Hero Died Today„.

S: Wie kam es dazu, dass die Wahl auf Dich viel?

R: Ich bin mit den anderen Mitgliedern von BSF bereits seit vielen Jahren sehr eng befreundet, seit „My Hero Died Today“ damals auf ihrer ersten Europa-Tournee im Vorprogramm gespielt haben. Der Kontakt ist nie abgerissen und nachdem Rob die Band verlassen hat und das während einer Europa-Tour geschah, dauerte es etwa 10 Minuten, bis mich der Rest der Band gefragt hat. Ich habe mich dann mit Rob hingesetzt und ihn um seine Meinung gebeten und er sagte, er würde sich freuen, wenn ich sein Nachfolger werden würde. Dann habe ich zugesagt, 17 Lieder in einem Tag in Budapest gelernt und am nächsten Tag ebendort meinen ersten Auftritt mit der Band gespielt. Es ging alles sehr schnell, aber ich wusste, dass ich es versuchen will, weil ihre Musik plus die Freundschaft mit allen Mitgliedern mir die Entscheidung abgenommen hat. Es klingt käsig, aber diese Band ist wie eine Familie aufgebaut und das habe ich bereits als Roadie so empfunden, davon ein Teil sein zu dürfen, war einfach grosses Glück für mich…

S: Wie darf man sich Deinen „Rockstar-Alltag“ vorstellen? Immer unterwegs, immer auf Tour?

R: Das Wort Rockstar ist sehr weit von der Realität entfernt. Drei der Jungs arbeiten derzeit ganztags auf dem Bau, um Ihre Familien zu ernähren. Ich habe den grossen Luxus, sehr geringe Lebenshaltungskosten zu haben, aber auch ich habe zeitweise für die gleiche Baufirma geschuftet. Wie ein Rockstar habe ich mich da nur in der Mittagspause gefühlt, haha… aber es stimmt schon, wir waren letztes Jahr bestimmt 9 Monate auf Tour und ich habe natürlich schon das Gefühl, dass nur sehr wenig verdient zu haben, ich habe ja zum Erfolg der Band nichts beigetragen. Ich versuche dann einfach, immer den bestmöglichen Auftritt zu spielen und eine gute Zeit zu haben. Mehr kann ich nicht tun.

S: Was war die größte Umstellung für Dich?

R: Die grösste Umstellung war natürlich, von den mir wichtigen Menschen und meiner Familie oft weit entfernt zu sein, aber ich liebe es, Musik zu machen, und habe immer auf den Moment gewartet, lange auf Tour sein zu dürfen oder länger als drei Tage in einem Studio sein zu dürfen. Beschwerden wirst Du deshalb nicht von mir hören, eher ein breites Grinsen. Ich versuche halt nur, meine Familie und meine Ex-Freundin in Berlin so häufig zu besuchen, wie es mir zeitlich und finanziell möglich ist.

S: Und was war die prägenste Ehrfahrung seit dem?

R: Die prägenste Erfahrung ist für mich, mit den anderen vier Musik zu machen und gemeinsam aufzutreten… ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich Nathan und Chad zusammen singen höre und das, obwohl ich mit Nathan zusammen wohne und ihn sogar in der Dusche oder beim Kochen singen höre. Das und die gesamte Australien-Tour, die ein einziges tolles Erlebnis war – trotz der vielen Kater, haha…

S: Ist es schwer, sich in einer schon fest bestehenden Band zu „etablieren“?

R: Das kommt wohl immer auf die jeweilige Person an… die anderen haben wirklich auf jedem Stück des Weges versucht, mir alles so einfach wie möglich zu machen. Wahrscheinlich, weil sie wussten, was ich für ein Sensibelchen bin, haha… im Ernst: Nichts ist nur einfach und ich musste gerade beim gemeinsamen Songschreiben schon erst mal lernen, wie BSF als musikalisches Kollektiv funktioniert, aber wir waren immer alle offen miteinander und dann kann fast nichts schief gehen. Mal sehen wer der nächste Basser wird… ; )

S: Inwiefern bist Du beim Schreiben von neuen Stücken eingebunden?

R: Ich habe genau wie jeder andere in der Band Songideen und sogar Textideen eingbracht. Wir haben alles gemeinsam erarbeitet.

S: Wann kommt eigentlich das neue Album?

R: Das wollte ich Dich gerade fragen… ich hoffe im Herbst.

S: Alt werden mit BoySetsFire? Wie sind Deine Zukunftspläne?

R: Ich werde mein Bestes geben und versuchen, möglichst lange mit den Jungs Musik zu machen… ich glaube, alles passiert aus einem Grund und somit kommt’s, wie es kommen soll. Wir werden sehen… außerdem werde ich versuchen, soviel es geht nebenher zu arbeiten, also sprich meine anderen musikalischen Vorlieben zu verarzten.

S: Hast Du noch eine Botschaft für unsere Leserschaft?

R: Danke an alle, die auf die Shows im letzten Jahr gekommen sind… unterstützt außerdem so gut es geht die sehr, sehr guten deutschen Acts, die sich wirklich nicht hinter US-Bands verstecken brauchen… ich denke da an die Beatsteakes, La Par Force, Jettison, Tagtraum und so weiter… und unterstützt das „MORE BEER FOR NATHAN MOVEMENT“.

Get generated!

Shredder Mag erfindet das Rad neu!

C a l i f o r n i e n – Das Jahr 2003 war kein leichtes für die Generators: Gleich mehrere Band-mitglieder hatten persönliche Krisen zu überwinden, ein Gitarrist wurde ausgetauscht, eine Tour musste abgesagt werden und man spielte gerademal 13 Konzerte. Dennoch schrieb und ver-öffentlichte die Band das großartige Album „Excess Betrayal… And Our Dearly Departed“ und wie es scheint kommt sie nun gestärkt aus der Krise. Lest selbst, was Doug (voc), Doosky (git), Danny (git) und Dirty Ernie (drums) zu berichten haben:

S: What’s the generators‘ personal background? Where did you all stand, when the generators were founded?

Doug: I was in The Doo’s Garage wondering what the hell am I doing in here, and hoping it would sound cool. I had no job, I was drinking a lot of beer and really lazy. We started writing songs, and I had a good feeling about it so we all stayed, and seven years later here we are still called The Generators.

Doo: It was early 1997, I was this 18 year old kid who loved the old band „Schleprock“ an I knew I could play a mean guitar, I was a neighborhood kid that grew up knowing Dirty Ernie. When the time came, he wanted me in the band, and it happened! I had a ton of ambition in those days.

Danny: I’m new to the band, I joined in time for the development of „Excess Betrayal…“. Mike Snow had left the band, I’m the Doo’s brother, and he called me up to be the other guitar.

Dirty Ernie: Doug and I (Schleprock) where consumed by the ferocious ravinous conglomerate called Warner Bros. Records which devored and spit out our bones out like a chicken carcous.The Generators was an instinctual reaction like a beaten dog backed into a corner, naturally it will attack accordingly. As it has turns out it has been the most fulfiling project, personally.

S: Why is your great current album only available in europe?

Doug: Excess, Betrayal, and Our Dearly Departed was only released in Europe, because it is on a People Like You Records, which is based in Germany. It is distributed in The U.S.A through Cargo Records. It is a European Release.

Doo: …and cuz most U.S. labels want full „world-wide“ right to a record, the euro label had the money to put us up, the american labels were getting weak and not so supportive, not that they didn’t want to be, but I don’t think they could afford it, or us for that matter.

S: There’s a lot of progress in your current album. How will the next one sound and when will it come out?

Doug: We are currently writing a new record, and getting ready to play a lot of shows this spring, and summer in The USA. The new songs are sounding killer. Last year was a fucked up year for us, but we are rebounding and things are much better. We will go and record a new record late summer 2004, for a big Punk label here in the U.S. We also apologize to all European fans for cancelled tours, and shows!

Doo: Yeah, last year was bad, but alot of songwriting was happening in my bedroom during our „fucked up“ period, so th new record will still carry what „Excess Betrayal…“ delivers, but more versatile and I guess our music just matures as we go on… we’re good at that!

S: What show in germany did you enjoy most?

Danny: I thought the „Full Force Festival“ was fun, huge stage! Plenty of room for all of us to move, they also had a really good food tent and we got free Red Bull and vodkas. (pointing at the Doo)

Doo: I liked the Full Force Festival… damn was I fucking drunk… alot of people though… I was very cool and the crowd was very into it. I like alot of the western european shows. They’re just better all the way around.

Dirty Ernie: So far professionally the „Full Force“ fest, personnally „Wild at heart“ always a kick ass show the smoke, the heat, the sweat, the frantic release. It’s hard to say because we just scratched thesurface with „The Bones“ I think The bones and The Generators could cause some serious damage, it was like being on tour with AC/DC for a moment!!

S: What are your personal Top5-records ever?

Dirty Ernie: Damn, I can only list five, huh? OK. Sweet -Desolation Boulevard; Rocket From The Crypt – Sceam, Dracula, Scream!; The Clash – London Calling; Pegboy – Strong Reation / Three Chord Monte; Blondie – Eat to the Beat;

Doug: The Clash – Give Em‘ Enough Rope; Cheap Trick – Live At Budakon; Angelic Upstarts – 2 Million Voices; AC/DC – Back In Black; Sex Pistols ­ Never Mind The Bullocks;

Doo: The Beatles – Abbey Road, Guns’n’Roses – Appetite For Destruction, Oasis – Definitely Maybe; Hanoi Rocks – Bangkok Shocks…; The Damned – Machine Gin Etiquette;

Danny: The Damned – Machine Gun Etiquette; Generation X – Generation X; T.S.O.L. – Dance With Me; Nick Cave – Henry’s Dream, , T.S.O.L.; Hanoi Rocks – Bangkok Shocks…

S: How should a „generated“ world look?

Dirty Ernie: I’ll take this one!

Danny: Read the prepared statement, „senator“.

Dirty Ernie: (clearing his throat) A generated world would stand on it’s own a culture within a culture where everyone would have a outlet and voice, more of exchange of ideas across borders musically and politcally, I think it could happen If the Generators were elected, oh ya also there would be more ventalation in german clubs… Thank you, Dirty Ernie.

S: What was the gladest and what the sadest moment in the generators‘ history?

Dirty Ernie: Touring Germany, the appreciation of fans and there understanding of any direction we choose to take.

Doug: Yes, I agree with Ernie. But,… 2002-2003 was a horrible year for us as a band, and as people. The whole year was a low, and now we are trying to go back to the great times we had before. For me there is no one moment of greatness. It has been a lot of great times over the years.

Doo: Yup, 2002-2003, we were musically there, but not mentally… we should have blown the doors open with the new album… but I think the fact that we are still making records and are still together is our gladest moment!

S: A last massage for your readers?

Doo: Get generated today!!!

Interview – Strange Days Of Chaos

strangedaysofchaos_shreddermagWer nicht ganz mit Scheuklappen durch die Münchner Hardcore-Landschaft stolpert, der sollte sich eigentlich schon mal von den live-Qualitäten von Strange Days Of Chaos überzeugt haben können. Wir haben den Frontmann Peter zur Lage der Nation befragt:

S: Wer steckt hinter Strange Days Of Chaos?

P: Peter (Gesang, 27), Martin ( Bass, 27), Andi (Gitarre, 25), Michael (Gitarre, 24) und Philipp (Drums, 20)

S: Warum sollte man in einer Hardcore-Band spielen?

P: Es ist unsere Musik, die wir hören, und außerdem macht es Spaß; selbst Sound zu machen. Was dazu kommt, ist, dass unsere Fähigkeiten für ´ne Metalband nicht reichen. Dann gibt´s natürlich auf Konzerten immer lecker Essen und Freigetränke.

S: Wie würdet Ihr Euren Sound beschreiben?

P: Brachial, metallisch, komplex, energie-geladen, unkonventionell, markant und modern, eine emotionale Gratwanderung zwischen Sehnsucht, Schmerz und Wut.

S: Welches sind Eurer Meinung nach die besten Alben der Musikgeschichte?

P: Carcass – Heartwork, S.O.D. – Bigger Than Devil, Helloween – Keeper Of The Seven Keys Pt. 1 & 2, Slayer – Reign In Blood, In Flames – alles, Atreyu – Suicide Notes And Butterfly Kisses, Sepultura – Arise, Metallica – alles bis einschließlich der Schwarzen (alles was danach kam ist für´n Arsch), Dillinger Escape Plan – alles, Coalesce – alles, Megadeath – Rust In Peace, Deviate – Thorn Of The Living, Mr. Bungle – alles, Ryker’s – Ground Zero, Converge – Jane Doe, Obituary – World’s Demise, Death – alles, Sick Of It All – Scratch the surface, Machine Head – Burn My Eyes, Testament – Low,…

S: Was mögt Ihr überhaupt nicht?

P: Nazis, Bevormundung, Unterdrückung, Weihnachtslieder, George Bush, High-Society-Fratzen, Neue Deutsche Rechtschreibung, Fanatismus (Religion, Fussball, Politik, usw.), CDU/CSU, Edmund „Wir haben die Wahl gewonnen“ Stoiber, Bürokratie, Rechnungen, jedes Ministerium, Laberbacken, Microsoft, Apple, Siemens, Spam-Mails, Tekkno, Volksmusik/Schlager, das neue Stadion, Öl-Industrie, Sexismus, Leute die ihre Instrumente zerschlagen, Dieter „Deutschland sucht den Superstar“ Bohlen, männliche Groupies.

S: Welches waren die besten Konzerte, die Ihr bis dato gespielt habt?

P: Februar ´03 – Bring It To Life im Feierwerk, April `03 mit Give Up The Ghost, Paint The Town Red und Watch It Bleed im Kafe Kult, August ´03 mit Integrity im Backstage, September ´03 – 8. Munich Hardcore Festival im Kafe Kult, November ´03 – CD-Release, 6. Geburtstag und Hennings Abschiedskonzert im A5

S: Was möchtet Ihr mit Eurer Band unbedingt noch erleben?

P: Bundreine Gitarren, Tour (Japan), Label, Festivals (Open Air), Tourbus, weibliche Groupies

S: Und bitte noch eine Abschlußweisheit!

P: Ich versuch mich doch nur wie zu Hause zu fühlen!!!!!!

Siehe, und der Engel sprach:

Shredder Mag erfindet den 5. Advent!

E b e r s b e r g – No Comply begleiteten Nerf Herder auf ihrer Eurpoatour dieses Jahr. Wir nutzten diese Gelegenheit für einen schon längst überfälligen Abstecher ins neue JUZ Ebersberg und erlebten ein Feuerwerk der guten Laune!
nocomply_shreddermag

S: Please introduce yourself and the other band members at first.

K: Okay so there’s me (Kelly) and I sing. Jon plays guitar and occasionally screams. Nick plays bass and occasionally does backing vox. Si plays drums. James plays trumpet and Tom and Oz both play Trombone and occasional backing.

S: What about the history of No Comply? Where and when was the band founded?

K: It started in 1998 with three of us and a few years ago we shuffled everything around a bit, got Si to play drums and added horns.

S: Do you have a special relation to skateboarding? The first time I heard of „No Comply“, I thought about this old school skate-trick and not of a ska-punk-band.

K: Yes we’re called No Comply after the skate trick. When we first started some of us were really into skating. Jon and Nick still skate occasionally but not as much anymore, too busy practising haha.

S: How was your first european tour with Nerf Herder?

K: It was unreal. The drives were a lot longer than the UK most days but we were treated so well and Nerf Herder are amazing people. I saw so much on that tour, it’s something I’d always wanted to do.

S: Is it hard for you on tour being the only female band member? Is one of those your boyfriend in the end?!

K: It’s not hard at all. The only difference between me and them is that I don’t letch at girls when we’re driving around in the van (not all of them do this though to be fair!) and yes one of them is my boyfriend.

S: Did you like the german food and beer on tour or do you prefer your well-known „beans on toast“ or „fish and chips“?

K: I wasn’t overly keen on German food. I’m vegetarian so it was difficult for me to find things to eat apart from cheese when we were on the road. But the beer was very good.

S: There are not many bands with a female singer in the punkrock-scene. Could you imagine why girls represent such a minority in that scene

K: That’s a tough one, I don’t really know.

S: I’m a big fan of Fabulous Disaster – what punkrock bands with a female singer do you like?

K: Hmmm. I liked Hole a lot when I was growing up but I suppose they might not be classed as a ‚punk band‘ but Courtney Love was cool and she had a great angry voice. Of course then she ruined everything by writing silly songs like „Celebrity Skin‘ but the ‚Live Through This‘ album is still one of my favourites. The Lunachicks were cool too.

S: When I was a kid I really loved Michael Jackson with his mighty moonwalk. What were your favourite bands in your childhood?

K: I loved Billy Idol and Boy George. My mum caught me in the middle of the night with all her make up out and outting it on when I was about 7. I was trying to look like Boy George!

S: Your first ep was released on Deck Cheese Records and ites very hard to get. When are you going to release your first full-length album and on which label will it come out? Will there be any changes in the distribution, that german fans could get it easier?

K: Yes one of the big factors with our next release is that we must have good european distribution. It’s very important to us as we plan on touring Europe a lot more.

S: Do you have a idea which band from the UK will be the „next big thing“ in punkrock? Any friends or labelmates maybe?

K: Hmmm not sure who the next big thing will be but bands that I like are Howard’s Alias, Captain Everything, 5 Knuckle and Lightyear.

S: What do you think of a Sex Pistols-reunion? There are some rumors, saying that David Beckham will play the drums and his wife will manage the band…

K: Haha that would be funny.

S: What was your strangest experience on stage?

K: Probably being sick on stage it was really embarassing.

S: Would you play in the White House for Mr. Bushs birthday?

K: No way jose.

S: When do you return to Germany to play some shows?

K: If not December then definitly March.

S: And last but not least: your message to german punk-kiddies!

K: Ich Heize Kelly! (Sorry that’s about all the German I know).

Interview mit den Me First & The Gimme Gimmes

Anlässlich ihres neuen Albums “Take A Break”, auf dem sich die Me First & The Gimme Gimmes als große Steve Wonder-, Prince- und BoyzIIMen-Fans outen, haben wir ein Interview mit den Königen der Punkrock-Coverversion gemacht. Gitarrist Chris a.k.a. Jake Jackson (sonst bei den Foo Fighters) stand uns Rede und Antwort:

 

Me First & The Gimme Gimmes - Take A Break_shreddermag

 

S: First of all, how’s your Drummer?

J: who? dave just dave? he’s quite well actually. thanks for asking!

S: How do you decide, what songs to take?

J: we PLAY songs – we TAKE drugs. there’s a difference. we usually run all options thru the fat song selection committee.

S: After you know what song you play, how do you proceed?

J: first is the arduous task of figuring out how to play it, and then we have to see if it makes a good punk song. often times, they don’t.

S: I heard roumors about a 7″ containing Michael Jackson covers only? Is there any truth in that?

J: we have been known to release 7 inches in the past so i’d say it’s a definite possibility.

S: Any plans which genre you will exploit on your next album?

J: we haven’t yet decided which genre to exploit but we always exploit the kids and the scene.

S: Which 3 songs you would never make a cover-version of?

J: we have stacks of songs that have fallen by the wayside.

S: Did you ever get any ressonance how the orignial artists liked your versions?

J: everybody asks us that question and i always give the same answer – no.

S: What are the personal bowling-scores of the gimmes?

J: mike and spike are pretty good but i can’t bowl to save my life.

S: Will you tour in germany some day?

J: we already did. where were you in ’98?

S: Any genuine Me First & The Gimme Gimmes-advices to make this place a better world?

J: listen to our music, best taken with a couple of beers.

Interview – The Briefs

Auf halber Strecke zwischen Ramones und The Dwarves kurz links abgebogen und schon stehen die Briefs aus Seattle vor uns. Schon Ihr letztes Album „Hit After Hit“ (Dirtnap Records) war genau der Stoff, den man braucht: 13 straight nach vorne gehende Punkrock-Smasher, einfach gestrickt, dafür aber umso prägnanter, dem Titel des Albums wurden sie damit locker gerecht. Auf dem neuen Album „Off The Charts“ gibt man sich nun etwas englischer (was unser Schaden nicht sein soll…). Dass die Jungs auch live keinen Stein auf dem anderen lassen und ein Faible für hässliche Plastik-Sonnenbrillen haben, wußten wir bereits, weitere Fakten erfuhren wir in folgendem Interview:

the_briefs_interview_shreddermagS: Please introduce the member’s of your band and tell us, what special skills they have.

DT: My name is Daniel J Travanti and I can eat really fast.
LR: Lance Romance, I can touch my elbows behind my back, and I play bass guitar with both hands
CH: Chris, Drums, Master interviewee
SN: Steve E. Nix. I can watch three mediocre movies in a row. I can do dishes. I play guitar and sing.

S: How would you describe yourstyle?

CH: My kung Fu is very good.
DT: I don’t know….I hate this question cuz I always get this one wrong. I pass.
LR: Fruit salad with vinegar
SN: Is it OK to delete Lance’s answer? Maybe he’s just describing his personal odor. We’re a punk band. We’re into alot of old punk and new wave stuff.

S: You played some gigs in germany in fall, did you enjoy it and when will you come to Munich at last?

DT: Yeah, of course we enjoyed it. We’ve done so much touring in the states in the past it was nice to get away from all that and see the world. I think Germany was really surprising for us, we weren’t quite sure what to expect but once we got there we loved it, very punk!
LR: We had a great time playing in Germany, everybody made us feel right at home, fed us well and made us play and play and play…we will be back in May thru June… Im not sure yet about playing Munich…we will try.

S: What are your 5 favourite albums?

DT: I could list the typical punker classics, like the Pistols, Ramones, Buzzcocks, and Clash, but instead I’ll mention some of my favorite slightly lesser known U.S releases:
1. La Peste (Matador Records) Great Boston band from around 77-78. Really great. The Stitches recorded one of their songs, „Better Off Dead“….
2. The Beach Blvd Compilation (Posh Boy Records) This record features 3 essential California bands: The Simpletones, the Crowd, and Rik L Rik, and every songs a winner.
3. Black Randy and the Metro Squad: „Pass the Dust I Think I’m Bowie“ Perfectly obnoxious and brilliantly annoying.
4. The Zeros (Bomp Compilation of old singles and demos) I love this record.
5. The Adolescents (Frontier Records) I suppose everybody knows this one already but I just had to mention it anyways.
6. Angry Samoans, Back From Samoa!
LR: The Clash -The Clash, The Rezilos – Can’t Stand The, Ramones – Ramones, X Ray Specs – Germ Free Adolescents (Adolescents first record)
CH: The Cure – Boys Don’t Cry, The Vibrators – Pure Mania, Elvis Costello – My Aim Is True), Minor Threat – Out Of Step, Jawbreaker – Unfun
SN: DI – Ancient Artifacts, Johnny Thunders & The Heartbreakers – L.A.M.F., The Saints – Eternally Yours, Social Distortion – Mommy’s Little Monster, Buzzcocks – Another Music In A Different Kitchen

S: What’s your plan to seize world domination?

LR: Tour till we cant take it anymore.
CH: We leave that kind of stuff to our DUMB ASS PRESIDENT.
DT: I don’t want to dominate the world. Too much responsibility and besides I hate the world. I’d rather just be dominated, if ya know what I mean….much more fun that way.
SN: I’m planning to get blown into tiny peices by somebody’s bomb. I’m not sure whose. But if things don’t go as planned then I guess that’s pretty cool and I can deal with it…..

S: What do you think are the 5 most important things for playing a good show?

DT: I’m the wrong person to ask but don’t get electrocuted is probably one of them.
SN: Yeah, not getting electrocuted is for sure one. Not getting beat up. Not falling on broken glass. Not ingesting any PCP or Amyl Nitrate. Not playing anywhere extremely cold.
LR: Here’s mine: more than 5 people, look good, smell ok, try to stay in tune have fun

S: You were touring through california in the last time, how are the california-punks?

CH: well…they’re just like me and you, only more tan.
DT: We go there quite a bit. Probably my favorite state to play. That and Texas, believe it or not. California has so much punk rock history…. so many of my heroes are from there and still part of the scene and you get to meet ‚em and stuff and shake hands with ‚em and your thinking „Jesus Christ, this is the guy from the Adolescents or T.S.O.L. or whatever, and he came to my show?!!!“. I guess I get kinda star struck…
SN: California is the best. The bar is set pretty high there with all of the great bands over the years… especially in southern California the punks are really proud of their scene. It’s always great for us to go play there.

S: Who would play in your dream-band?

SN: Eric Clapton, Ted Nugent and all the members of Yes. I could serve them poisoned hot dogs or something at rehearsal!!
LR: Joe Strummer, that would be plenty.
DT: I have a lot of bad dreams and I’ve had this „dream band“ dream and I don’t want to talk about it. Lets just say it involves David Hasselhoff…..
CH: I try not to dream about my band. I get to spend enough time with these guys while I’m awake.

S: Share your wisdom with us. Some closing words to improve our readers‘ social life, please.

DT: Don’t be scared to dance. I can’t dance for shit, but if I drink enough I’m like a punk rock Fred Astaire and I’ll pogo like a retard all night long!
LR: yes dancing is good and also always brush your teeth please.
SN: If you want to have anal sex, it doesn’t hurt to just ask for it. As long as you’re prepared or rejection every 1 out of 5 times, you have absolutely nothing to lose. I don’t really go for that action, but I know that alot of people do, and it’s just like going after anything else worthwhile in life. Just ask…
CH: Start a band, steal some songs off of your favorite records, dress in stupid clothes and before you know it, you’ll have friends that you never thought you would!!

New York, Rio, Tokyo

Shredder Mag expandiert nach Übersee!

Uebersee_Records_Logo_shreddermagH a n n o v e r – Der Shredder-Geheimdienst hat wieder mal ein kleines, vorbildliches Label aufgespürt, das sich auf den Import von hervorragenden Bands spezialisiert hat. Grund genug für ein Interview mit Henning von Übersee-Records.

S: Wie lange gibt es euch schon?

H: Die erste Scheibe kam am 15.11.02, aber wir haben Anfang 2002 angefangen.

S: Wie gross ist Euer Team?

H: 5 Leute (Maren, Tim, Alex, Holger und Henning)

S: Aktuelle Releases?

H: Am 2.5. kommt KARAMELO SANTO „Los Guachos“, vorher kamen: Los Calzones „Plastico“ 21.02.03, Un Kuartito „No Pares! Non Stop“ 15.11.02, V.A. „Echte Übersee Records – Finest latino Ska and Punk From The Americas“ 15.11. Was da noch kommt – schauen wir mal, aber es wartet noch einiges!

S: Wo bekommt man Eure Platten?

H: Naja, hoffentlich überall ;) Also über die EFA und ihre Export-Partner stehen die CDs eigentlich in ganz Europa in den Läden, also zumindest können sie schnellstens geordert werden.

S: Eure Philosophie?

H: Also erst mal: „Die Welt ist ein Dorf!“ Auswahlkriterium für die Bands ist grob gesagt: sie müssen uns gefallen und „Europa muß sie brauchen“, d.h. wir wollen immer was ganz besonderes über’n großen Teich holen.

S: Kontakt?

H: www.uebersee-records.de, contact@uebersee-records.de

S: Habt ihr eigentlich auch was „ordentliches“ gelernt?

H: Na logo, wir sind zwar auch fast alle mehr oder weniger gescheiterte Musiker, aber nebenbei haben wir auch total seriöse Jobs gelernt: vom Industriekaufmann über Diplom-Ökonomen und Mediengestalter ist alles dabei… Und die brauchen wir auch, damit wir Übersee finanzieren können.

S: Wie kommt man auf die Idee ein Label zu gründen?

H: Wir haben eh alle schon ewig auf die ein oder andere Art mit Musik zu tun und wenn niemand anderes diese Bands rüber holt, dann müssen wir’s halt machen ;)

S: Habt Ihr Bekannte in der deutschen „Labelszene“ die Euch geholfen haben, das alles aufzubauen. Kennt „man“ sich überhaupt, oder macht jeder sein eigenes Ding?

H: Beim Label-Aufbau direkt hat uns eigentlich niemand geholfen, aber das wüssten wir zum größten Teil auch selber. Aber na klar kennt man schon die ein oder anderen Leute in der „Labelszene“. Auf jeden Fall hilft man sich auch wo man kann, schließlich wollen wir ja alle nur gute Musik unter die Leute bringen. Konkurrenz gibt es zwar auch, aber die ist bei den befreundeten Labels/Leuten nur auf dem Papier!

S: Kann man davon leben?

H: Ein ganz klares NEIN. Also wenn wir gut sind, spielen wir die Kosten wieder rein. Wer ein Label wegen der Kohle gründet kommt aber eh nicht über den ersten Release raus, weil man dann langsam merkt wie schwierig es wirklich ist! Deswegen arbeiten wir, um uns Übersee leisten zu können. Wenn’s irgendwann genug abwerfen sollte, sind wir aber na klar sofort dabei!

S: Deine persönlichen Top-10-Platten ever (die nicht auf eurem Label sind)?

H: Die Reihenfolge ist beliebig, aber ich denke mal: MANU CHAO – Clandestino, SOCIAL DISTORTION – White Light, White Heat, White Trash, HOUSEMARTINS – London 0-Hull 4, MANO NEGRA – Patchanka, BRIAN SETZER – Dirty Boogie, JOHNNY CASH – Americana 3: Solitary Man, FUGAZI – Repeater, PROPAGANDHI – Less Talk More Rock, GOOD RIDDANCE – A Comprehensive Guide To Modern Rebellion, BILLY BRAGG – The Internationale, DESCENDENTS – Everything Sucks (T’schuldige, aber sind leider 11 geworden… )

S: Bestes Konzert ever (nicht selbst organisiert)?

H: SUICIDAL TENDENCIES mit der „Light, Camera, Revolution-Tour“ in Rochester (NY State) 1990!

S: Worauf seid ihr besonders stolz, welche Band habt ihr „entdeckt“ bzw. nach Deutschland gebracht?

H: Schwierige Frage, aber KARAMELO SANTO sind definitv eine der Bands gewesen, warum wir überhaupt damit angefangen haben und die sind uns allen sehr ans Herz gewachsen! Musikalisch und menschlich absolute Weltklasse!!

S: Seid ihr oft auf Bandsuche, d.h. im Ausland auf Konzerten? Vor allem in Lateinamerika?

H: Leider viel zu selten, aber meistens übernimmt das Alex (Neid!!)

S: Was wird es in Zukunft von Euch geben?

H: Wir haben genug Bands, für 2 Jahre auf dem Roster, also ist alles wieder mal nur eine Frage des Geldes… Aber wir kriegen mittlerweile so viele interessante Bands angeboten, daß wir es kaum erwarten könne sie alle rüber zu holen! Im Moment wollen wir eigentlich pro Jahr so ca. 6 CDs machen.

S: Wo seht ihr euch in 10 Jahren?

H: Weniger Haare als jetzt kann ich ja zum Glück kaum mehr kriegen! Unser Traum ist es erst mal davon leben zu können! Wenn’s in 10 Jahren nicht geklappt hat, dann machen wir halt zusammen Musik. Davon dürfte man dann zwar auch nicht leben können, aber als taube Enddreißger kriegt man auch schon wieder den Mitleidsbonus…

S: Und weil’s gerade so gut passt: ein Kommentar zum Krieg:

H: FUCK BUSH! Mehr sollten Leute wie wir da drüber nicht sagen müssen, weil wir alle einen Scheiß von dem wissen, was da wirklich abgeht! Das was wir wissen macht mir allerdings richtig Angst! Ansonsten fällt mir nur Un Kuartito’s Plattentitel von 1997 ein: „SAL A LA CALLE“ – Geh raus auf die Straße!!

Interview – Wilde 13

Wir befinden uns im Jahre 2002. Ganz Bayern ist von Edmunds Schergen besetzt…Ganz Bayern? Nein! Eine von unbeugsamen Mannen besetzte Band aus Rosenheim hört nicht auf, den Feinden immer wieder aufs neue Wiederstand zu leisten… Anlässlich des Releases der Promo-CD „Rockets on Eddi“ schnappten wir uns die Wilde 13 (Markus-Voc., Ron-Git., Henning-Bass, Joe-Drums) um die Fragen zu klären, die uns schon lange auf der Seele liegen (mehr zu der CD auf der Rückseite bei den Plattenkritiken):

Wilde 13 Logo_shreddermag
S: Besteht irgendeine spezielle Beziehung zu Jim Knopf, Lummerland oder Frau Mahlzahn, oder warum habt ihr euch ausgerechnet für diesen Bandnamen entschieden?

H: Jain. Jeder bei uns ist zwar mit Jim und seinen Freunden groß geworden, aber WILDE 13 steht für sich.

M:Das seh ich auch so. Wie jede Band suchten wir einen Namen. Sollte deutsch klingen, weil englisch in der Masse untergeht und ’ne Zahl wollten wir auch im Namen haben. Mit genügend Bier und einer ordentlichen Portion an Blödheit im Kopf entstehen dann so Namen wie die TOTEN HOSEN, die ÄRZTE (aus Berlin!) oder eben WILDE 13. Nach etwas Zeit erreicht die Band dann Kultstatus und die bis dato milliarden Fans lassen sich den Namen ihrer Lieblingsband auf den Arsch oder sonstige Körperstellen tättowieren. So einfach hat man sich dann die immensen Promokosten für künftige Olympiahallen-Touren gespart.
J: Ich war da noch nicht dabei und plädiere auf „nicht schuldig“.
R: Was ist Lummerland? Ist das sowas wie Friede, Freude, Eierkuchen?

S: Welche musikalischen Vorbilder habt ihr, was inspiriert euch?

M: Vorbilder gibts bei mir in dem Sinn keine. Ich will halt mal soviel Mädels wie ELVIS kriegen, die Kohle von MICHAEl JACKSON wär auch nicht schlecht. Das schöne an der Punkmusik ist doch, das man sich überall Inspirationen holen kann. Aber natürlich gibts für jeden Lieblingsbands die man in die Musik einließen läßt. Macht doch jeder so.
H: Ich hab keine direkten Vorbilder. Sorry.
R: Also da gibts ne Menge Bands die cool sind und die mich beeinflußen bzw. beeinflußt haben aber im Moment habe ich da keine Zeit für. Gut find ich PENNYWISE und HEIDEROOSJES.

S: Die persönlichen Top-5-Alben, die ihr noch mit ins Grab nehmen würdet?

H: DEAD KENNEDYS-Fresh fruit for rotting vegetables, THE CURE-Boys don’t cry.
M: DEMENTED ARE GO-On a pleasant side of hell, MISFITS-Walk among us, LIGHTENING BEATMAN & THE NEVER HEARD OF ‚EMS- st.
J: MAD SIN-Sweet and innocent, DEAD BOYS (die mit „i need lunch“ drauf)
R: Natürlich ÄRZTE, TERRORGRUPPE, GOOD RIDDANCE, BAD RELIGION.

S: Ihr kommt aus Rosenheim, was gibt es dort noch so an guten Bands/Clubs/Plattenläden?

M: In Rosenheim gibts nicht viel was gut ist bzw. was zu unterstützen wäre. Außer die VETTERNWIRTSCHAFT wo ich auch Konzerte veranstalte und es immer sonntags Frühstück für Spätaufsteher gibt. Also ideal für uns. Und den einzigen echten Plattenladen in dem es noch Vinyl gibt!!! BEBOP heißt der. Schaut da mal hin. Bands gibts eigentlich genug in Rosenheim. Ob die jetzt gut oder schlecht sind überlasse ich anderen…

S: 5 Gründe die einen Bayern bewegen nicht Stoiber zu unterstützen!?

M: Echte Bayern unterstützen den doch schon lange nicht mehr. Das sind doch alles „Daherglaffane“ aus dem Rest von Deutschland. Die kaufen sich ihr Haus am Starnberger See oder ihr Romantikschloß im Landschaftsschutzgebiet und sagen dann: „Müssen wir halt den kleinen Gnom da wählen. Der hat genug Verrückte um sich geschaart, um unser Eigentum zu schützen.“ Die sind nach außen hin wahnsinnig liberal und sozial, aber wehe sie werden morgens von Kuhglocken geweckt! Das sind die ersten die die Todesstrafe wieder einführen wollen. Außerdem was soll ich von einem Typen halten der seine Frau MUSCHI nennt?
H: Ich glaub dazu muß man hier leben um das zu verstehen.
J: Ich bin kein Bayer und sehe keinen Grund „König Edmund“ zu unterstützen.
R: Jeder Pups meiner Töchter ist wichtiger als das Gelaber von angefaulter Vorhaut!

S: Für wie viel Geld würdet ihr auf einer CDU/CSU-Wahlparty spielen?

M: Das kommt gar nicht aufs Geld an! Ich würd das gerne mal machen. Am besten mal in der Nibelungenhalle in Passau beim Reichspartei.. Ähh.. CSU-treffen. Tausende von Deppen können wir dann gleichzeitig das Trommelfell platzen lassen und deren Bier klauen. Natürlich nur unter der Voraussetzung, daß wir ohne körperlichen Schaden wieder da rauskommen.
H: Ich glaube es ist unbezahlbar oder es würde nicht unter 2x lebenslänglich in Stammheim bestraft.

S: Was würde die WILDE13 unternehmen, wenn sie an der Macht wäre (ausser kostenlos Schnaps auszuschenken)?

M: Welche Macht? Die von Castle Greyskull? Oder die von dem Star-Wars-Kram. Die Frage muss ich leider an den Henning weitergeben. Der ist der Star-Wars-Experte.
H: Freiheit für die Gummibärchen! Nieder mit Lord Helmchen.

S: Lieblingsclub/band in/aus München?

H: MISSBRAUCH natürlich. M: Also das KAFE KULT ist schon sehr fein. Bei Bands aus München fallen mir gleich Analstahl und die HI*TOPS ein! Aber da gibts auch soviele weitere die ich gut finde… is schwer.
J: Das RÜLPS in Kirchheim is ganz gut und nicht zu vergessen das JUZ in Dorfen. Die einzigen zwei autonomen Zentren hier in der nähe.

S: Markus, du singst nebenher auch noch in der Misfits-Coverband „Where Eagles Dare“. Gibt es für Dich eine vergleichbare legendäre Band? Was fasziniert dich an dieser Band so sehr?

M: Das ist eigentlich leicht erklärt. Die haben einfach saugeile Lieder geschrieben. Hatten Texte die zu deren Zeit total krank waren und waren so richtig auf dem Horrortrip. Was soll ich da als Horrorenthusiast noch mehr erklären. Entweder man mag sie oder man lässt es bleiben. Legendär würd ich daß nicht nennen, weil ich hab die live nie gesehen und alles was ich live von denen gehört hab ist so grottenschlecht daß ich mal behaupte, jede Coverband spielt die Songs besser nach als die Misfits selber. Aber die Studiosongs sind unübertroffen!

S: Gefällt dir das neue farbenfrohe Design der Misfits?

M: Das ist alles ok. Nette Platten machen die ja auch noch, aber es kommt halt nicht an das Original ran. Wenn ich heute auf ein Misfitskonzert gehe, will ich die Hits hören und nicht RAMONES oder BLACK FLAG Songs. Tut mir leid Jerry aber das ist alles scheiße was du da ablieferst!

S: Irgendwelche Kommentare zu aktuellen Glenn Danzig Veröffentlichungen?

M: Danzig schrieb und schreibt vielleicht auch noch gute Songs. Ansonsten interessiert mich der Typ überhaupt nicht und ich schätze ihn auch als großes Arschloch ein.

S: Das man von einer Band nur in den seltensten Fällen leben kann, wissen wir alle. Wie kommt ihr dennoch über die Runden?

H: Ich für meinen Teil maloche als Kfz-Mechaniker, arbeite aber nebenbei noch an einer Geldmaschine.
J: Ich studiere so vor mich hin und wenn das Geld nicht mehr reicht, jobbe ich.
M: Arbeitslos und spaß dabei. Manchmal wenigstens…

S: Zukunftspläne? Mit was kann man rechnen? Kommt die lang angepriesene Stadiontour noch, oder gibt’s bald das seit langem erwartete „Wilde 13 Unplugged Album“?

H: Die Zukunft ist noch ungewiss und hauptsächlich vom Geld abhängig, wobei die Zeit bei einem Azubi auch begrenzt und unabsehbar ist. Soviel zu den Kryptikern unter euch. Viel Spaß beim Reininterpretieren!
M: Mal sehen wann wir Mainstream genug sind… Nee, im Ernst. Zur Zeit nehmen wir neue Lieder ins Visier und ein paar Compilationbeiträge werden veröffentlicht. Wenn wieder Geld im Haus is, dann werden wir ins Studio gehen und ne neue Platte aufnehmen. Labels haben auch schon angefragt.